Die Hochzeit Des Figaro - Komische Oper Berlin
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Die Hochzeit Des Figaro: Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Sechs Jahre lang musste der Dramatiker Beaumarchais kämpfen und intrigieren, bis er Ludwig XVI. die Zustimmung zur Uraufführung seiner Komödie Die Hochzeit des Figaro abgenötigt hatte. Erheblich weniger erfolgreich war der Theaterdirektor Emanuel Schikaneder, der eine deutsche Bearbeitung des Stücks in Wien zur Aufführung bringen wollte: Joseph II. untersagte die Aufführung am Tag der Premiere, genehmigte allerdings die Drucklegung des Textes. Mozart, der gerade eifrig nach einem Stoff für eine neue Oper suchte, las ihn und erkannte seine Eignung für das Musiktheater. In Lorenzo Da Ponte fand er nicht nur einen genialen Librettisten, sondern - was möglicherweise noch wichtiger war - auch einen geschickten Taktiker, der die Genehmigung für eine Oper nach dem skandalumwitterten Stoff erwirken konnte.
So konnte das Wiener Publikum doch noch seine Freude haben an dieser Geschichte von einem Aristokraten, der von seinen Dienern im Bunde mit seiner Gattin an der Nase herumgeführt wird. Die Uraufführung der Oper am 1. Mai 1786 gestaltete sich zu einem triumphalen Erfolg, der dem Stück, das seither als eines der Gipfelwerke der Oper gilt, bis heute treu geblieben ist.
Regisseur Barrie Kosky sieht das Stück über den Grafen, der der Zofe seiner nicht mehr besonders stark geliebten Gattin nachstellt und von seinem Diener im Bunde mit seiner Gattung genasführten Grafen Almaviva als "eine Oper über Männer und Frauen in überfüllten, klaustrophobischen Räumen. Eine Oper über Familiengeheimnisse, sexuelle Heimlichkeiten und die Angst vor dem Entdeckt werden. Eine Oper über Glück, Alleinsein und die Suche nach Gemeinschaft. Eine Oper zwischen Luis Buñuels Diskretem Charme der Bourgeoisie und der Entensuppe der Marx Brothers."
Musikalische Leitung: Kimbo Ishii-Eto
"Mit dieser umjubelten Premiere ist die Komische Oper einen weiteren Schritt auf ihrem Konsolidierungskurs vorangekommen. Koskys ,Figaro'-Spass dürfte nicht nur regelmässig für ein ausverkauftes Haus sorgen, mit dieser Produktion kristallisiert sich auch weiter heraus, dass der Mozart-Zyklus zum Alleinstellungsmerkmal des Hauses wird."
(Der Tagesspiegel)
"Sehr schön, sehr komisch, dabei ernst oder besser: Erwachsen."
(Berliner Zeitung)
"Das neue, sehr erfolgreiche Profil der Komischen Oper wird gerade im neuen Mozartzyklus deutlich. Hier wechselt Intendant Andreas Homoki überzeugend die alten Inszenierungen aus. Nach Peter Konwitschnys ,Don Giovanni' und Calixto Bieito ultrabrutaler ,Entführung' führt nun Barrie Kosky ,Die Hochzeit des Figaro' als unterhaltsame, tiefsinnige Komödie über Sexualität und Begehren vor." (Der Standard, Wien)
"Ihr, die ihr wisst, was Liebe ist: Selten kommt Mozarts kühl sezierendes,
blanke Trivialität mit innigstem Ausdruck verschmelzendes Meisterwerk
derart hinreissend komisch auf die Bühne wie hier." (taz)
Veranstaltung in: Berlin
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