Düsseldorfer Kom(m)ödchen
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Das Kommödchen: Politisch-literarisches Kabarett, dafür steht "Das Kom(m)ödchen" in Düsseldorf.
Am 29. März 1947 war Premiere mit dem Programm "positiv dagegen...". Mitwirkende in diesem Programm waren: Kay und Lore Lorentz, Werner Vielhaber, Bernd Nesselhut, Hans Walter Clasen, Eduard Marwitz, Iris Fanslau und Ruth Henrichs.
Im Verlauf der Zeit produzierte das Kom(m)ödchen noch einige weitere Programme, bis heute sind es insgesamt 71.
Gastspiele im deutschsprachigen Ausland, sowie in den USA, Holland und England folgten.
Je bekannter das Kom(m)ödchen wurde, umso enger wurde der Platz im alten Haus auf der Hunsrückenstr. 20. Dort hob sich der Vorhang allabendlich im Hinterzimmer einer Altstadtkneipe. Die Stadt Düsseldorf sah die Gefahr, das Kom(m)ödchen an eine der Nachbarstädte wie Köln zu verlieren und bot Räume in der neu erbauten Kunsthalle an, die 1967 bezogen wurden.
Das Kom(m)ödchen ist nach nun fast 60 Jahren immer noch voll da. Die Zukunft hat hier Tradition, obwohl man sehr wohl weiss, dass entgegen der Meinung vieler, Tradition nie eine eigene schöpferische Kraft hat. Als Überzeugungstäter haben die Gründer des Kom(m)ödchen stets von vorn angefangen.
So auch 1983, als Lore Lorentz sich entschloss, nur noch solistisch aufzutreten. Damals hatte Kay Lorentz sen. begonnen, mit jüngeren Kollegen ein neues Kom(m)ödchen aufzubauen. Seinerzeit war zu lesen, dass es dem Kom(m)ödchen gelungen ist, sich auf wundersame und höchst erfolgreiche Weise zu verjüngen.
Mitten in den Vorbereitungen zu einem neuen Ensemble-Programm starb Lore Lorentz am
22. Februar 1994.
Einige wohlklingende Namen, die aus verschiedenen Kom(m)ödchen-Ensembles hervorgingen sind Thomas Freitag, Harald Schmidt, Hugo Egon Balder, Volker Pispers, Michael Quast, Anka Zink u.v.a.
Schon mit Beginn der Herbstspielzeit 1993 hatte Lore Lorentz ihrem Sohn Kay Sebastian mit der Geschäftsführung des Hauses betraut. Mit ihm beginnt eine neue Ära des Kom(m)ödchen - neu - aber doch im Sinne der Begründer. Zum ersten Mal in der Geschichte des Hauses wird die komplette Bühnenmannschaft, das Autorenteam und die Regieverantwortlichkeit ausgewechselt.
Am 2. September 2006 hat das bisher letzte Ensembleprogramm "Couch. Ein Heimatabend" Premiere. Auf der Bühne stehen neben Heiko Seidel, Neuzugang Maike Kühl und Christian Ehring, der nach einigen Jahren Solotätigkeit wieder zum Kom(m)ödchen gefunden hat. Die drei bilden jetzt das neue Hausensemble.
Regie: Hans Holzbecher.
Veranstaltung in: Velbert
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