Ein Maskenball - Deutsche Oper Berlin
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Ein Maskenball: Melodramma in 3 Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Antonio Somma nach dem Drama "Gustave III." von Eugène Scribe
Der tragischen Liebesbeziehung zwischen König Gustaf III. und Amelia, die einem Verhängnis gleicht, wird als Kontrapunkt die strahlende Hofatmosphäre, vor allem repräsentiert durch den Pagen Oskar, gegenübergestellt. Die zwischen Begehren und Gewissensqual wechselnden Gefühle der beiden Hauptfiguren spiegelt die Vielfalt der musikalischen Gestaltung.
"Ein Maskenball" gilt als Musterbeispiel für Verdis neue Ästhetik der verità, die ein breites Spektrum musikalisch-dramatischer Facetten entwickelt. Der tragischen Liebesbeziehung zwischen König Gustaf III. und Amelia, die einem Verhängnis gleicht, wird als Kontrapunkt die strahlende Hofatmosphäre, vor allem repräsentiert durch den Pagen Oskar, gegenübergestellt. Dramatischer Höhepunkt ist das Finale des 3. Aktes: Auf dem Maskenball der Hofgesellschaft finden sich mit dem Grafen René Anckarström auch die Verschwörer ein, die beiden Handlungsstränge durchdringen sich gegenseitig. Vor dem Hintergrund eleganter Tanzmusik entwickelt sich die Katastrophe. Die letzte Begegnung zwischen Amelia und Gustaf wird begleitet von einem stilisierten Menuett, nur einmal unterbrochen durch eine angstgeladene Musik, wenn Amelia um das Leben des Geliebten fürchtet. Die zwischen Begehren und Gewissensqual wechselnden Gefühle der beiden Hauptfiguren spiegelt die Vielfalt der musikalischen Gestaltung: musikalische Kontraste, scharfe Punktierungen und Synkopenbildungen bringen die Intensität der Gefühle zum Ausdruck. Das Drama vollzieht sich vor allem in der Musik.
Musikalische Leitung: Michail Jurowski
Inszenierung: Götz Friedrich (1993)
Bühne, Kostüme: Gottfried Pilz und Isabel Ines Glathar
"Unter Götz Friedrichs halluzinatorischer Regie und Rafael Frühbeck de Burgos´ energischer musikalischer Leitung, in der staunenswert schönen und schlichten Ausstattung von Gottfried Pilz, mit ihren Handlungsräumen aus Farbe, in Isabel Ines Glathars Kostümen, die aus Opernhelden und Opernopfern Menschen machen, entfaltet sich das Musiktheater, das Oper heisst, aufs reichste." (Berliner Morgenpost)
"Alles gewinnt durch die bildliche Aufhellung und beklemmend präzise Personenführung eine geradezu konkrete Deutlichkeit, die keinen Zweifel daran lässt, dass es sich hierbei um eine sehr doppelbödige, politische Maskerade handelt, um die viel seelisches Dunkel und Rätselhaftigkeit, Täuschung und Hinterhältigkeit sind. [...] So sehr ins heute hineinreichend, singschauspielerisch lebendig und psychologisch packend dürfte der ,Maskenball' nur selten einmal über die Bühne gegangen sein. Bei alledem spielen die hochmodernen Räume, Kostüme, Farben und Lichtwirkungen von Gottfried Pilz und Isabel Ines Glathar eine vorzügliche Rolle." (Neue Zeit)
Veranstaltung in: Berlin
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