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König Richard Iii. - Theater & Philharmonie Thüringen

König Richard Iii. - Theater & Philharmonie Thüringen König Richard III: Nach William Shakespeare
In einer Fassung von Pavel Kohout

Der Krieg ist dem Frieden gewichen, statt Schlachten feiert man Feste. Statt auf dem Pferderücken in den Kampf zu ziehen, zieht man in die Kammern der Frauen. Richard, Herzog von Gloster, der spätere Richard III. ist kein Mann der heiteren Gesellschaft, er ist ein Aussenseiter. "Entstellt, verwahrlost, lahm und ungeziemend", so beschreibt er sich selbst. Erfolg bei den Frauen hat er nicht, kann noch nicht einmal tanzen. "Und darum, weil ich nicht als Verliebter kann kürzen diese fein beredten Tage, bin ich gewillt, ein Bösewicht zu werden." Brillant, charmant und skrupellos intrigiert und manipuliert er, schmiedet blutrünstige Pläne. Er strebt nach Macht, will König werden. Beschliesst, dafür vor keinem Mord zurückzuschrecken. Durch seine Missgestalt, Mitleid und Schuldgefühle macht er sich die Menschen gefügig. So wird zum Beispiel Prinzessin Anne seine Frau, obwohl sie um Richards Schuld am Tode ihres Mannes und Schwiegervaters weiss. Familienmitglieder, Untertanen, Kritiker, wer im Weg steht, wird zum Opfer des Strebens nach absoluter Macht. Grandios spielt Richard mit der Wirklichkeit, weiss Ehrgeiz und Gier wie auch Liebe und Vertrauen für sich zu nutzen. Doch am Ende ist auch er zum Scheitern verurteilt...

Regie: Uwe-Dag Berlin

"Es geht um Manipulation, um Macht und deren Missbrauch und darum, dass dieses Spiel beinahe so alt ist wie die Menschheit selbst und ein Ende noch nicht absehbar. Das wird gleich zu Beginn deutlich, wenn Richard, Herzog von Gloster, durch die vor Krieg und Superstar-Verdummung strotzenden Fernsehkanäle zappt und alles Murren über seine Dominanz im Keim erstickt. Er strebt nach Macht und probiert im Kleinen schon einmal aus, was er beabsichtigt, im Grossen zu tun. Statt für die Macht anderer zu streiten, will er sie selbst, streckt als viertgeborener Sohn die Hand nach der englischen Königskrone aus. Dafür ist er gewillt, ein Bösewicht zu werden, möglichst ohne sich dabei selbst die Finger schmutzig zu machen. Ein perfides Spiel, das die Mächtigen dieser Welt seit Glosters Zeiten perfektioniert haben. So offenbar will Regisseur Uwe Dag Berlin William Shakespeares frühes Königsdrama ,Richard III.' verstanden wissen". (Osterländer Volkszeitung)

"Die Inszenierung ist ein Ereignis. Ein Trupp junger Schauspieler setzt alles auf Sieg. Und gewinnt. Vehemente Energie durchpulst den dreistündigen Abend, durchgeformt bis ins Detail." (Thüringer Allgemeine)

"Es ist wie immer. Die Inszenierung von Uwe-Dag Berlin verliert sich nicht in Historie. Insofern: Shakespeare ade! Aber der Stoff des Dichters bleibt - und es bleibt seine Linie, die der fein geschliffenen Sprache. In Altenburg wird die Fassung Pavel Kohouts gespielt - der tschechische Dramatiker hat das Stück eingedämmt und eingedämpft. Je näher Richard der Krone kommt, desto mehr enthüllt sich der Kern. Die Hinführung, zwar sehr vorsichtig, die Zuspitzung zum Faschismus, ergibt sich. Parallelen, sagt man, müssen sich irgendwann berühren. Hier ist es soweit. Das Spiel mit dem Panzer, der eilige Aufbau der Bahnstrecke mit dem echten Waggon vor der Schlacht, es ist alles Extrakt aus dem Shakespeare, nicht mehr sein Stück." (Freie Presse Chemnitz)

Aufführung in: Gera
 
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Veranstaltungen im April
 
23.04.2009 19:30 Gera / Großes Haus Gera König Richard Iii. Karten
23.04.2009 19:30 Gera / Großes Haus Gera König Richard Iii. Karten