Männerhort - Theater Am Kurfüstendamm Berlin
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Männerhort: Komödie von Kristof Magnusson
Helmut, Eroll und Lars Rudolph haben sich im Heizungskeller eines Einkaufszentrums einen Rückzugsraum eingerichtet. Dorthin verschwinden sie immer samstags, kurz vor Ende des Einkaufsbummels, auf der Flucht vor ihren einkaufslustigen Frauen. Neben Dosenbier, Fernsehen und dem Fachsimpeln über technisches Gerät bestimmen lediglich Frauen auf Hochglanzpapier ihre Idylle. Diese wird empfindlich gestört, als der vermeintliche Brandschutzexperte Mario ihren Hort der Männlichkeit entdeckt und droht, sie zu verraten.
Regie: Andreas Schmidt
Mit: Bastian Pastewka, Christoph Maria Herbst, Jürgen Tonkel und Michael Kessler
Die Potsdamer Neueste Nachrichten schrieb über das Stück: "Die Pointen sausen nur so dahin, der Dialog, von schlanker Hand geführt, federt muskulös."
"Die (Privatfernseh-Prominenz) zeigte sich in mopsfideler Bestform: Bastian Pastewka als Informatiker Eroll und Stiefmütterchen der Herrenrunde, Christoph Maria Herbst als beschlipste Testosteronbombe und arroganter Banker (...), Michael Kessler als heimlich schwuler Flugkapitän Helmut (...), sowie Jürgen Tonkel als Feuerwehrmann-Dumpfbacke, der so bleiben will, wie er nie war: hart und herzlich. Schabernack mit Charme ist das und ein bitterschöner Spass, der die ollen Typen mit ihrem verkorksten Frauen- wie Männerbild nicht denunziert." (Berliner Zeitung)
"Wer vermutet, dass es sich dabei um einen billigen Haudrauf-Spass handelt, hat sich getäuscht. Auch wenn es viel zu lachen gibt, hat die Komödie (...) einen durchaus ernsten Hintergrund. Es geht um Männer um die 40 (...), die keine Initiative ergreifen, um etwas zu verändern und sich eher hilflos der Realität ergeben. "Eine gewisse Melancholie, eine Grunddepression ist den vier Männern als Vertretern dieser Generation gemeinsam." Doch keine Sorge! daraus entwickelten die vier Schauspieler und der Regisseur tiefgründigen Witz, seziererische Ironie sowie herrlichen Blödsinn. Denn wie gesagt: Humor ist, wenn man trotzdem lacht." (tip)
"Ein Geschenk des Himmels auch für die Schauspieler. Und die zeigen Bestes. In so vehementem wie wie präzisem Klipp-Klapp stolpern die vier ziemlich gegensätzlichen Typen durch all die komischen bis tragikomischen Situationen voller Wortgewitter." (Die Welt)
"Die wahre Schauspielkunst der Comedians zeigt sich vor allem dann, wenn sie nichts sagen. Beispielsweise, wenn Lars Rudolph auf Helmut und Mario stösst, die sich bereits die Couch teilen, weil sie von ihren Frauen verstossen wurden, und der Banker versucht, sich auf der Lehne des Sitzmöbels zur Ruhe zu betten. Als dann auch noch Eroll im Keller erscheint und ein Plätzchen auf dem Sofa erbittet, schiessen dem Publikum schon lange die Tränen aus den Augen. Die Inszenierung von Andreas Schmidt lässt jeder Figur die nötige Zeit, sich zu entwickeln (...). Spielend wechselt der Ton zwischen feiner Ironie und vordergründigem Slapstick." (Oranienburger Generalanzeiger)
Aufführung in: Berlin
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