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Nabucco - Theater Magdeburg
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Nabucco: Dramma lirico in vier Teilen von Guiseppe Verdi In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Frau kämpft um die Macht - gegen ihren Vater, den babylonischen König Nabucco, und gegen den Gott des unterworfenen jüdischen Volkes. Die babylonische Gefangenschaft des Volkes Israel gehört zu den grossen Mythen der jüdischen Geschichte: Ein kleines Volk wird vom übermächtigen Nachbarn Babylon unterworfen, doch am Ende siegt der Gott der Juden über den heidnischen Gott Baal, und das Volk kann in seine Heimat zurückkehren. Wie man aus diesen weltpolitischen Ereignissen eine menschlich packende Oper machen kann, beweist Verdis "Nabucco". In vier Teilen liefern sich die handelnden Personen einen Kampf um Liebe, Politik, Eifersucht und Ehrgeiz.
Verdi war gerade mit einer komischen Oper an der Mailänder Scala gescheitert, als er dennoch 1840 einen Folgeauftrag über drei Opern für dasselbe Haus erhielt. Die musikalische Struktur des neuen Werkes ist - mit seiner deutlichen Gliederung in Rezitativ, Arie und Ensemble - zwar noch dem Prinzip des italienischen Belcanto verhaftet, weist jedoch in seiner Geschlossenheit bereits auf die spätere Entwicklung zum Musikdrama Verdis hin. Ausserdem traf es den Nerv der Zeit: Man interpretierte die Geschichte vor allem als politisches Fanal, als Aufruf zur Befreiung von der Fremdherrschaft der Habsburger und Bourbonen. Verdi stieg so zum führenden Komponisten des Risorgimento auf, jener Freiheitsbewegung, die für einen italienischen Nationalstaat kämpfte. Und der Chor der gefangenen Israeliten ("Va pensiero, sull´ali dorate") wurde zur inoffiziellen Nationalhymne Italiens.
Musikalische Leitung: GMD Francesco Corti Regie: Vera Nemirova
"Nach ihrem Bonner ,Macbeth' und ihrem Dresdener ,Otello' ist Vera Nemirova auf dem Vormarsch einer der besten Verdi-Regisseure". (Die Welt)
"Im Duell der beiden Töchter Abigaille und Fenena trägt Anita Bader zwar auch deshalb den Sieg davon, weil ihre Figur von den Autoren die grösste psychologische Tiefenschärfe mitbekommen hat. Doch wie sie dieses Flintenweib im Overall in ein verstossenes Kind und eine abgewiesene Frau verwandelt, wie sie aus dem Stentor ihrer Wut die fragilen Töne der Trauer und Sehnsucht herausschält, das zeugt von höchster Stimmkultur." (Mitteldeutsche Zeitung)
"Ein Opernabend der Superlative". (Volksstimme)
Veranstaltung in: Magdeburg
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