Peter Sodann: Peter Sodann liest "Keine halben Sachen" - die Memoiren eines deutschen Querkopfs
Wer kennt ihn nicht, den kantigen aber aufrichtigen Leipziger "Tatort"-Kommissar Bruno Ehrlicher? Ehrlicher ist Peter Sodann - ein sympathischer Typ, kein Superheld, sondern ein Mensch mit Schwächen. Die Rolle des streitbaren Zeitgenossen verkörpert der Schauspieler auch privat. Das hat sein Leben nicht leicht, dafür aber spannend gemacht.
Der Sohn einer Arbeiterfamilie aus Meissen lernte zunächst Werkzeugmacher und studierte an der Universität Leipzig Jura, ehe er eine Schauspielausbildung an der Theaterhochschule begann - ein Privileg, das er sich im wahren Sinne des Wortes ,verscherzte´, als er auf der Bühne des Studentenkabaretts unbotmässige Witze über den Mauerbau machte und dafür ein dreiviertel Jahr in den Stasiknast musste, sechs Monate davon in Einzelhaft. Helene Weigel holte ihn 1964 ans Berliner Ensemble. In den Folgejahren konnte der junge Schauspieler sich wieder etablieren.
In seinem Buch gibt Peter Sodann bereitwillig Auskunft über sein Leben, die Höhen und Tiefen seiner künstlerischen Laufbahn, sein kulturelles, aber auch soziales und politisches Engagement.