Ringlokschuppen Kinderveranstaltungen: Das Gebäude, entstanden um die Jahrhundertwende, diente bis zur Zerstörung der vorgelagerten Drehscheibe durch einen Bombenangriff im Jahre 1943 zur Unterstellung von Dampflokomotiven. Ab den fünfziger Jahren bis 1968 war im Ringlokschuppen die Zentralstelle der Bundesbahnbusse untergebracht. Der aus 24 Kreissegmenten bestehende Ringlokschuppen wurde 1992 komplett um- und ausgebaut. Die alte Stahlfachwerkfassade und insbesondere Fenster und Tore wurden rekonstruiert und in neuer Funktionalität sichtbar erhalten. Das Gebäude umfasst heute drei grosse Veranstaltungsräume, die durch ein Foyer miteinander verbunden sind. Ausserdem gibt es einen Bereich der Büro- und Seminarräume sowie für Gastronomie.
Der Ringlokschuppen ging 1995 als Kulturzentrum an den Start, wurde ein Ort für die Entwicklung von Bühnenkunst und die Initiierung von genreübergreifenden Projekten. Der Ringlokschuppen ist Spielstätte für Festivals, wie das Dramatikertreffen "Stücke" und das Off-Festival "Impulse", für hauseigene Theaterproduktionen, postdramatische Gastspiele, zeitgemässe Bearbeitungen von Klassikern und viele Koproduktionen - vom Kammerspiel bis zum Open-Air-Event. Zudem werden Kulturangebote von Kleinkunst bis Comedy in diversen Veranstaltungsreihen präsentiert.
"Strukturen den Herausforderungen gemäss zu gestalten, wirtschaftlich zu arbeiten und Tänzern, Schauspielern, Musikern und anderen Künstlern eine Spielstätte oder einen Produktionsort zu geben, dafür steht der RINGLOKSCHUPPEN als Zentrum für freie Kunst und Kultur in Mülheim an der Ruhr"; so der Informationsdienst Bundesverband Soziokultur.