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Turandot - Staatsoper unter Den Linden Berlin

Turandot - Staatsoper unter Den Linden Berlin Turandot: Dramma lirico in drei Akten
Text von Giuseppe Adami und Renato Simoni
Musik von Giacomo Puccini
Dritter Akt vervollständigt von Luciano Berio

"Turandot" war die letzte Oper Puccinis, den Schluss konnte er nicht mehr vollenden. Dieses Werk der traditionellen italienischen Sängeroper ist die Oper, in der Puccini sich mit der musikalischen Moderne auseinander setzt. Deshalb ist es nur konsequent, dass der Komponist Luciano Berio Puccinis hinterlassene Skizzen zu einem neuen Schluss verarbeitete, der in die Moderne weist. Bei der Premiere dieser Staatsopern-Produktion wurde er erstmals auf einer deutschen Opernbühne aufgeführt.

"Ich glaube vielmehr, Turandot hat panische Angst davor, in eine Welt zu gehen, die nach Regeln funktioniert, die nicht ihre eigenen sind, sondern die ihres Vaters und des Hofes. Dieses hohe Kreischen der Verweigerung habe ich in Turandot wiedererkannt, es ist mir als Ton sehr vertraut, und ich bin sicher, das kennt fast jedes Mädchen. Keine junge Frau will gerne eine Prinzessin mit vorgeschriebenen Pflichten und Verantwortlichkeiten werden. Dieses Kreischen der Verweigerung ist für mich der Angelpunkt der Inszenierung, psychologisch und auch visuell. Nach diesem Wiedererkennen gibt es zwei Möglichkeiten: Ich nehme Turandot ernst oder nicht - und ich nehme sie sehr ernst." (Doris Dörrie)

Musikalische Leitung: Andris Nelsons / Julien Salemkour (08.02. | 14.02.)
Inszenierung: Doris Dörrie (2003)
Bühnenbild und Kostüme: Bernd Lepel

"Makellose Schleiflackflächen. Kein Stäubchen, nicht der kleinste Krümel. Neonröhren unterhalb der Einbauküchenoberschränke. Kaltes, gerades Licht. Am Tisch: zwei Männer. In enger hellblauer adidas-Trainingsjacke und nahezu kahl geschoren der eine, der andere mit haselnussbraunem Honecker-Hütchen. Schmatz machen die Kronkorken ihrer Bierflaschen. Männeridyll. Rums macht die Vase, die die Frau ihnen vor die Nase knallt. Kein Erschrecken. Nachtmusik. Man schweigt und trinkt. Die Frau trägt ebenfalls adidas, langsam geht sie auf und ab. Eine Tigerin, eine Schlange mitten im Spiesseridyll. Mal legt sie die Stirn in Falten, mal hellt sich ihre Miene spöttisch grinsend auf. Dann Schulterklopfen, das Honecker-Hütchen verabschiedet sich. Der Glatzkopf bleibt, die Frau stellt sich neben ihn in Positur. Ihr Blick fräst durch den Schleiflack. Hüte dich, Calaf, scheint Turandot zu sagen, wenn das hier deine Liebe ist und dein Heil und dein Begehren, dann wird mir schon noch etwas einfallen. Etwas ziemlich Fieses. Was sich anfühlt wie eine Szene aus dem durchschnittlich arrivierten Regietheateralltag auf deutschen Opernbühnen, in Hannover oder Frankfurt, ist das Finale aus Doris Dörries Turandot -Inszenierung an der Berliner Lindenoper - und der konzeptionelle Höhepunkt eines heftig befehdeten Abends. Das wiederum freute Dörrie mächtig, knicksend und feixend warf sie ihr Blumenbouquet in den Saal. Provokation geglückt". (Die Zeit)
Veranstaltung in: Berlin
 
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Veranstaltungen im Dezember
 
10.12.2008 19:30 Berlin / Staatsoper unter Den Linden Turandot Karten
14.12.2008 19:30 Berlin / Staatsoper unter Den Linden Turandot Karten
20.12.2008 19:30 Berlin / Staatsoper unter Den Linden Turandot Karten
23.12.2008 19:00 Berlin / Staatsoper unter Den Linden Turandot Karten
 
Veranstaltungen im Februar
 
08.02.2009 18:00 Berlin / Staatsoper unter Den Linden Turandot Karten
14.02.2009 19:30 Berlin / Staatsoper unter Den Linden Turandot Karten