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Deutschland Opern & Operetten

Opern & Operetten in Deutschland. Einen Überblick in Kurzform finden Sie hier: Opern & Operetten Übersicht
 
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26.11.2008 bis 06.03.2009

Theater Chemnitz

Theater Chemnitz:

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Veranstaltung in: Chemnitz


23.01.2009 bis 24.01.2009

Nabucco - Tourneeproduktion

Nabucco: Oper von Guiseppe Verdi


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Veranstaltungen in: Frankfurt, Sindelfingen


26.11.2008 bis 02.05.2009

Rienzi - Theater Bremen

Rienzi - Theater BremenRienzi: Grosse tragische Oper in fünf Akten von Richard Wagner

Regisseurin Katharina Wagner hat zuletzt im Bayreuther Festspielhaus eine heiss diskutierte Interpretation der "Meistersinger" präsentiert. Nun inszeniert sie in Bremen ein Frühwerk ihres Vorfahren: "Rienzi, der letzte der Tribunen" - das Werk, das Richard Wagner über Nacht berühmt machte.

Wagner hat 1841 dieses monumentale Römerepos geschrieben, das sich um auch heute aktuelle Themen dreht: Was macht die Identität eines Volkes aus? Ist es ohne eine Führerfigur zu eigenen Entscheidungen fähig? Ist es Verrat, wenn das Volk seinen eigenen Bedürfnissen folgt? Heute zählt eine Inszenierung des "Rienzi" zu den Raritäten im Opernrepertoire. Erzählt wird die Geschichte eines römischen Tribuns namens Cola Rienzi, der sich vom Volk wählen liess mit dem Versprechen, der Nation zu ihrer alten Grösse zu verhelfen. Rienzi scheitert, weil sein militanter Nationalismus Opfer an den Fronten eines wahnwitzig vom Zaun gebrochenen Krieges fordert. Angesichts der Toten wendet sich das Volk von Rienzi ab. Entmachtet geht er in den Flammen des brennenden Capitols unter.

Musikalische Leitung: Christoph Ulrich Meier
Inszenierung: Katharina Wagner

"Katharina Wagner löst die Geschichte durchweg aus einem historisierend narrativen Rahmen, meidet aber auch jede direkte politisierende Aktualisierung. Sie übersetzt sowohl das Politische las auch das Psychologische von Rienzis Aufstieg und Fall in meist schlüssige, manchmal gewöhnungsbedürftige Theaterbilder. Da genügen ein paar Säulen für die imperiale Attitüde, in die Rienzi schnell verfällt. Da wird die Selbstüberschätzung in eine witzige Pantomime übersetzt, in der der Tribun selbst mit klugen Ratschlägen an Wissenschaftler, Künstler und überhaupt jeden auftritt. Mit einem Laubbläser spielt er sich als der grosse Saubermann im Staate auf. Zum Bürgerkrieg, in dem das alles endet, blutet in einem eindrucksvollen Tableau die grosse Treppe. Die Ermordeten geistern als Zombies herum. Manches bleibt in diesem auf Klarheit bedachten ,Rienzi' szenische Collage, doch verdichtet sich die Wirkung in der intensiven Zeichnung der Figuren und in den Tableaus, die für den Weg in die Katastrophe stehen. Hier läuft vor allem der Chor auch zu darstellerischer Hochform auf. Musikalisch konnte das Bremer Ensemble im Ganzen überzeugen. Das gilt zuerst für den Chor, was ja im ,Rienzi' die halbe Miete ist." (Frankfurter Rundschau)

"Aufstieg und Sturz des Helden wird nicht als Psychodrama entwickelt, sondern nach Manier eines Comic Strip vorgeführt - grell, laut, plakativ, mit visuellen Faustschlägen." (FAZ)

"Wie bei ihren Bayreuther ,Meistersingern' hat Katharina Wagner auch für die erste grosse Erfolgsoper ihres Urgrossvaters eine Menge kluger Ideen parat. Der hohe, pathetische Ton, den Politiker wie Rienzi anschlagen, ist ihr suspekt. Immer, wenn staatstragende Augenblicke heranrücken, setzt sie die Mittel der Veralberung ein, um Distanz zu schaffen: Stumpfe Stewardessen-Choreografien, schafsköpfiges Chorvolk, das sich Biedermann-Kostüme vor die Bäuche schnallt und mittendrin ein Held wie eine Comicfigur, der auf alle echten und eingebildeten Feinde mit dem Dampfdruckreiniger losgeht. Angesichts der Mischung aus heisser Luft und angestaubter Grand-Opera-Konvention, die im ,Rienzi' steckt, ist die Assoziation durchaus verständlich". (Tagesspiegel)

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Veranstaltung in: Bremen


07.12.2008 bis 28.12.2008

Die Walküre - Badisches Staatstheater Karlsruhe

Die Walküre - Badisches Staatstheater KarlsruheDie Walküre: Erster Tag des Bühnenfestspiels "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner

Zwischen dem Ende des "Rheingold", des Vorabends zu Richard Wagners "Ring", und der "Walküre" müssen ungefähr zwanzig Jahre liegen. Denn jetzt treten mit den Zwillingen Siegmund und Sieglinde gerade erwachsen gewordene uneheliche Kinder einer unbekannten menschlichen Frau und des Göttervaters Wotan auf den Plan, die zu Zeiten des "Rheingold" noch gar nicht auf der Welt waren. In der Fachliteratur wird auf diesen Umstand vor allem deswegen gern hingewiesen, weil es sich beim "Ring" ansonsten insofern um ein zeitloses Werk handelt, als es ebenso in der Zukunft wie in grauer Vergangenheit zu spielen scheint.

Im Übrigen setzt sich in der "Walküre" verschärft fort, was im "Rheingold" bereits begonnen hat: Gebunden an zahlreiche "trübe Verträge", wie Wotan die eigenen Abkommen bezeichnet, ist der Göttervater ausser Stande, dem eigenen Untergang, welcher sich immer klarer abzeichnet, entgegen zu wirken. In der "Walküre" beginnt Librettist und Komponist Richard Wagner seine Weltuntergangs-Parabel quasi nebenbei zur Familientragödie auszuweiten.

Musikalische Leitung: Justin Brown
Regie/Bühne/Kostüme: Denis Krief

"Regisseur Denis Krief versteht sich in der Personenführung auf ein dezentes psychologisches Kammerspiel der Blicke und Gesten, besonders in den aufgeladenen Dreier-Beziehungen. Wie Sieglinde und Siegmund sich anschauen, kaum dass er ins Haus gestolpert kommt, verrät, dass es sich hier um die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick handelt...das Wesentliche ist die Musik, die Generalmusikdirektor Anthony Bramall und die Badische Staatskapelle mit dramatischem Furor, bestechend klangschönen Orchestersoli besonders in den Holzbläsern und einer mitreissenden Freude an Klanggestaltung entfalten. Ein grosser musikalischer Spannungsbogen zieht sich von dem plastisch musizierten Sturm-Vorspiel bis zum quirlig glitzernden Feuerring Loges um Brünnhildes Felsen. Jeder Moment der Wiedergabe, jedes der zahlreichen Motive, ist genau auf den Ausdruck der Situation abgestimmt." (Badisches Tagblatt)

"Der erste Akte der Karlsruher ,Walküre' glückte so überwältigend, dass das Premierenpublikum in einen Begeisterungsschrei ausbrach. Regisseur und Ausstatter Denis Krief legt die Dreiecksgeschichte zwischen Sieglinde, Siegmund und Hunding als fesselndes Kammerspiel an, bei dem die Blicke und Gesten mehr sagen als alle Worte." (Heilbronner Stimme)

"Der Enthusiasmus des Publikums war berechtigt. Stimmlich und darstellerisch wurde in Karlsruhe eine Walküre aus der Taufe gehoben, die als erstklassig zu bezeichnen nicht übertrieben ist." (BNN)

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30.11.2008

Das Rheingold - Badisches Staatstheater Karlsruhe

Das Rheingold - Grosses Haus KarlsruheDas Rheingold: Vorabend des Bühnenfestspiels "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner

Seit alters her werden Mythen und Symbole dazu verwendet, die Argumentation dann weiterzuführen, wenn die Vernunft es nicht mehr vermag.Richard Wagners universale, Götter- und Menschensphäre umfassende, vom Ursprung zum Untergang sich vollziehende Welttragödie (erste zyklische Aufführung: 1876, Bühnenfestspielhaus Bayreuth) greift in den Mythen- und Symbolschatz, um "mit bewusst distanziertem Blick Ursache und Wirkung des gesellschaftlichen Verblendungszusammenhangs darstellen zu können, den Wagner aus allegorischen Bildern des Missbrauchs der Natur begründete" (Dietmar Holland).

Die Bilder des Mythos, von Wagner ebenfalls bewusst mit künstlerischer Willkür gewählt und gedeutet, haben sich ausgebreitet und zu einer urtümlichen Naturszenerie zusammengeschlossen. Sie haben sich mit Zeitideen vermischt und sind zu Symbolen moderner Lebensfragen geworden. "Das Rheingold" ist Exposition des grundierenden Göttermythos, Folie der beiden zentralen Heldentragödien (Siegmund, Siegfried) und der Tragödie Brünnhildens.

Musikalische Leitung: GMD Justin Brown
Inszenierung und Ausstattung: Denis Krief

"Für Regie, Bühne und Kostüme zeigte sich Denis Krief verantwortlich. Er inszenierte getreu nach dem Text, sehr konventionell und ohne jegliche Verfremdungen. Welche Seltenheit in deutschen Landen! Die Bühne ist fast leer und dunkel. Auf dem Hintergrund werden die Wellen und das wieder klare Wasser des Rheins projiziert. Auf dem Boden markieren dicke Steine das Ufer, halbe Röhrenelemente schweben an dicken Tauen von oben herab und geben Walhalls Zinnen Kontur. In Nibelheim werden sie umgestülpt und markieren höhlenartige Gewölbe. [...] Der einhellige Jubel für die musikalische Interpretation und besonders auch für die Regie bewies wieder einmal, dass das Publikum irrer Neudeutungen bereits überdrüssig ist." (Der Neue Merkur)

"Die Geschichte des Rheingolds erzählt er [Denis Krief, Anm. Badisches Staatstheater] mit grossem Einfühlungsvermögen und sicherem Blick für das Ganze. Vordergründige Effekte sind seine Sache nicht, er blickt vielmehr sehr genau auf das heikle Beziehungsgeflecht, das die Handelnden miteinander verbindet, und legt es auf bestechliche Weise offen. Im insgesamt zurückhaltenden, optisch ansprechenden jk wird zeitgenössische Kunst zitiert: Der liegende bogenförmige Steinwall verweist auf Arbeiten von Richard Long; die drei unterschiedlich grossen gewölbten bräunlichen Gebilde, die liegend, stehend und schwebend die Aufführung begleiten, erinnern an Richard Serra. Wotan der Lichtalbe und Alberich der Schwarzalbe stehen für die beiden Seiten eines Charakters, wobei keine die andere völlig ausschliesst, sodass eine eindimensionale Festlegung von Gut und Böse vermieden wird. [...] Die Gestaltung der dramaturgischen Höhepunkte, wie das Auftreten der Riesen, das hier eine trockene Heftigkeit bekam, geriet durchweg beeindruckend, und auch die Übergänge zwischen den einzelnen Szenen waren klar ausmusiziert." (Opernglas)

"Man könnte dieses ,Rheingold' als Absage an die kritische Wagner-Rezeption begreifen. Man kann sie aber auch als Konzentration aufs Wesentliche sehen. Denn so wenig sich Krief um aktuelle Bezüge schert, so präzise arbeitet er die Konflikte und Charaktere des Dramas heraus." (Stuttgarter Zeitung)

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27.11.2008 bis 07.02.2009

André Chenier - Badisches Staatstheater Karlsruhe

André Chenier - Badisches Staatstheater KarlsruheAndre Chenier: Musikalisches Drama in vier Bildern von Umberto Giordano
Libretto von Luigi Illica

Aus der Französischen Revolution (1789-1799) speisen sich in Giordanos Oper die zentralen Handlungsimpulse. Sie ist nicht nur - wie man auf den ersten Blick meinen könnte - Milieu und Atmosphäre, sondern die verursachende Kraft und der Beweggrund für die ablaufende Geschichte: Den Mittelpunkt der Handlung bildet jene gleichsam klassische Dreieckskonstellation, in der eine Frau, die Adlige Madeleine de Coigny, zwischen zwei Männern steht, zwischen der historischen Gestalt des französischen Dichters André Chénier (1762-1794) und Charles Gérard, dem Revolutionär aus Domestikenstand. Chénier und Madeleine bilden dabei das Paar, dessen Liebe durch den abgewiesenen Gérard keine Erfüllung findet. Doch spielen Rivalität, Eifersucht und Hass nur am Rande eine Rolle. Und Charles Gérard ist auch kein typischer Opern-Bösewicht, sondern eher ein Getriebener, ein aufbegehrender Gleichheitsfanatiker, ein unglücklich Verliebter. Gérard stimmt in seinem Engagement für die Ideen der Französischen Revolution und einer Humanität, die allen Menschen gleichermassen zuteil wird, mit Chénier überein. Seine Liebe zu Madeleine steht jedoch in krassem Gegensatz dazu. Sie ist getragen von erotischer Leidenschaft und sinnlichem Begehren. Und so übt der Revolutionär Gérard, getrieben von seinen Emotionen, Verrat an dem Gesinnungsgenossen Chénier, an dessen Lauterkeit er keinen Moment zweifelt. Gérard, der frühere Domestik, der zum Vertrauten Robespierres aufgestiegen ist, erkennt schlussendlich, dass er zum Sklaven seiner eigenen Begierde geworden, also Knecht geblieben ist. Während Chénier - als Konterrevolutionär verurteilt - zusammen mit Madeleine die Guillotine besteigt. Alle drei aber sind Opfer der Revolution, ihrer unbarmherzigen Institutionalisierung, ihres perfiden bürokratischen Terrorregimes, ihrer unmenschlichen Prinzipienreiter. Das, was einmal aus Mitmenschlichkeit ins Leben gerufen wurde, degeneriert in der Folge zu einem nur noch Gewalt produzierenden, überpersönlichen Mechanismus, dem das Individuum hilflos ausgeliefert ist. Giordanos Oper erzählt von der Macht, die die Revolution als Rahmen des Ganzen ausübt. Und sie erzählt davon, was es bedeutet, wenn die Revolution ihre eigenen Kinder frisst.

Musikalische Leitung: Jochem Hochstenbach
Regie: Alexander Schulin
Bühne: Christoph Sehl

"Die inszenatorische Absicht war, die Atmosphäre des Schreckens, der Angst in einer Revolution zu beschwören, die ,ihre Kinder frisst´, und bei den Massenauftritten Szenen der entmenschlichten Grausamkeit und des entfesselten Blutrauschs zu entwerfen. Diese Absicht wird in Christoph Sehls abstraktem, abweisendem, kargem Bühnenbild realisiert. (...) Schulin hat sich auf die schillernde Gestalt des Charles Gérard, der ,tragischen Figur des Stücks' (Programmheft) konzentriert, des Revolutionsführers und früheren Dieners der Grafen Coigny. Den Konflikt dieses machtlosen Mächtigen und enttäuschten Idealisten, seine Verbitterung, seine Zerrissenheit zwischen Ehrgefühl und unbändigem Liebesbegehren für die junge Gräfin Madeleine de Coigny, zwischen blinder Eifersucht und später humaner Einsicht vermittelt die Regie eindringlich im zweiten Teil, wenn sich die Ereignisse überstürzen. Jochem Hochstenbach hat die Partitur mit wachem Detailgespür einstudiert." (Die Rheinpfalz)

"Alexander Schulin setzt in seiner Inszenierung für das Badische Staatstheater Karlsruhe zu Recht auf Gérard als Mittelpunkt. Schon bevor das Orchester mit der Ouvertüre beginnt, umkreist er ruhelos die Bühne, lässt das tragische Geschehen vor seinem inneren Auge Revue passieren. Das Publikum erlebt sozusagen zusammen mit Gérard, wie zwei harmlose Menschen von der Revolution vernichtet werden. Genau wie die Zuschauer ist auch Gérard stets dabei, auch in den Szenen, in die er nicht involviert ist." (Badisches Tagblatt)

" Im Zusammenspiel mit der ausdrucksstarken, hoch emotionalen und doch facettenreichen Musik von Giordano, mit Verve gespielt unter Jochem Hochstenbachs Leitung, ist dem Badischen Staatstheater mit diesem André Chénier ein Opernsaisonauftakt von Format gelungen." (Badische Neueste Nachrichten)

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19.12.2008 bis 14.02.2009

Die Italienerin in Algier - Badisches Staatstheater Karlsruhe

Die Italienerin in Algier - Badisches Staatstheater KarlsruheDie Italienerin in Algier: Dramma giocoso in zwei Akten von Gioacchino Rossini
Text von Angelo Anelli

Nach der triumphalen Premiere von "L´italiana in Algeri" - am 22. Mai 1813 im venezianischen Teatro di San Benedetto - bemerkte Rossini: "Ich glaubte, dass die Venezianer mich für verrückt halten würden, nachdem sie meine Oper gehört haben. Nun stellt sich heraus, dass sie noch verrückter sind als ich." Und verrückt geht es wahrlich zu, wenn Rossini eine Italienerin nach Algier schickt, beziehungsweise sie dorthin "entführen" lässt: Mustafà, der Bey von Algier, langweilt sich. Er ist der unterwürfigen Gespielinnen seines orientalischen Harems - und vor allen Dingen seiner Hauptfrau Elvira - überdrüssig. Ein Damenwechsel ist angesagt, der Bey hätte nun gern etwas Würzigeres, Emanzipiertes auf seinem "Speiseplan". Da trifft es sich gut, dass sein - unter dem honorigen Titel Korsaren-Kapitän - angestellter "Seeräuberboss" Haly gerade ein Schiff mit italienischen Passagieren gekapert hat, unter denen sich auch die rassige Isabella in Begleitung eines ältlichen Verehrers namens Taddeo befindet. Isabella wird dem Bey vorgeführt, dessen Hormone bei ihrem Anblick auch prompt ausser Rand und Band geraten. Doch Isabella ist eigentlich nur in Algier gelandet, um ihren verloren gegangenen Liebsten Lindoro zu suchen, der wiederum - die italienische Oper macht´s möglich! - in der Zwischenzeit zum Lieblingssklaven Mustafàs avanciert ist und überdies ausersehen ist, mit dessen abgelegter Hauptfrau in die Freiheit "zu verschwinden". Eine elegante Lösung, die jedoch nicht mit dem "Scharf"-sinn (!) einer Isabella gerechnet hat. Die Italienerin treibt alle Herren in die totale Konfusion, um schliesslich einen ebenso absurden wie genialen Coup zu landen: Sie gaukelt dem Sultan vor, dass er den Ehrentitel eines "Pappataci" (es klingt wichtig - was immer es bedeuten möge!) erwerben könnte, wenn er, was auch immer er hören und sehen werde, still und stumm zu ertragen vermöchte. Und so muss unser Titel heischender, zur Untätigkeit verdammter "Platzhirsch" miterleben, wie die gefangenen Italiener Isabella, Lindoro und Taddeo vor seinen Augen davonfahren...

Musikalische Leitung: Daniel Carlberg
Regie: Yekta Kara

"Pralles, sinnliches, intelligentes Buffa-Vergnügen - das ist Yekta Karas Inszenierung der ,Italienerin in Algier' von Gioacchino Rossini im Badisches Staatstheater Karlsruhe. Zuweilen urkomisch, reisst sie das Publikum zu amüsiertem Szenenkichern uns -lachen hin, sie bezaubert mit Charme und spritziger Musikalität und beweist, dass gelungenes Ensembletheater Sternstunden ermöglicht, die einhelligen Applaus und Jubel entfachen. (...) Der Ernst im Spiel ist gut verpackt, dafür sorgen das fantasievolle Bühnenbild von Christian Floeren und die prächtigen Kostüme von Ute Frühling. das brillante Sängerensemble fühlt sich in den üppigen Farben augenscheinlich wohl und agiert bestens gelaunt und sehr inspiriert, der Funke fliegt sofort ins Publikum. Musik und Aktion verschränken sich zu einer Einheit, plapperndes Parlando und hochartifizielle Koloratur gehen nahtlos ineinander über." (BNN)

"Damit kommen wir zum Orchestergraben: Was Daniel Carlberg, Karlsruhes zweiter Kapellmeister, dort veranstaltet, ist wesentlich gewagter als Karas Regiearbeit. Er lässt teilweise auf historischen Instrumenten wie Barocktrompete, Barockpauke und Naturhorn spielen und versteht Rossinis Musik nicht nur als fetzige Raserei. Das Ergebnis spricht für den Dirigenten: Das Klangbild ist ungemein transparent, man hört den ganzen Detailreichtum von Rossinis Partitur. Die Holzbläser leisten Vorbildliches. das Hammerklavier steuert originelle Verzierungen und Überleitungen bei. (...) Am Ende dieser ,Italienerin' war das Premierenpublikum jedenfalls so gut unterhalten und animiert, dass es alle Beteiligten mit Stacccato-Klatschen feierte." (Die Rheinpfalz)

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13.12.2008 bis 27.02.2009

Werther - Theater Erfurt

Werther: Oper in vier Akten von Jules Massenet
Text von Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann nach J. W. Goethes "Die Leiden des jungen Werthers"
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Während mitten im Sommer die Kinder des Amtmanns einen Weihnachtschoral üben, begegnet seine Tochter Charlotte dem jungen Werther, der sich sofort in sie verliebt. Auch Charlotte ist ihm zugetan, verdrängt dabei jedoch, bereits Albert versprochen zu sein. Als Werther davon erfährt, erkennt er die Aussichtslosigkeit seiner Liebe und zieht sich zurück. Nach einer Weile besucht Werther das inzwischen verheiratete Paar. Charlotte lässt keine Zweifel an ihrer ehelichen Treue aufkommen, und Albert bietet ihm gönnerhaft seine Freundschaft an. Werther schreibt nun fortwährend Liebesbriefe. Diese zeigen Wirkung, als Werther am Heiligabend erneut Charlotte besucht. Sie lässt ihre Liebe zu Werther erkennen, doch weist sie ihn schliesslich ab. Werther erbittet von Albert dessen Pistole und wählt den Freitod. Charlotte findet den sterbenden Werther und gesteht ihm ihre Liebe.

Goethes Werther war für das 19. Jahrhundert kein typischer Opernstoff. So war es denn mit Jules Massenet auch ein französischer Komponist, der zuerst eine Adaption des Briefromans für die Opernbühne realisierte. Konsequenterweise verzichten die Autoren dabei auf Elemente der grossen Oper wie Chöre oder Ensembles. Der Blick ist ganz auf das innere Drama der beiden Hauptfiguren gerichtet. Massenet unterstreicht die Handlung durch leidenschaftliche Gesangsmelodien und eine subtile Instrumentation.

Musikalische Leitung: Walter E. Gugerbauer
Regie: Andrejs Zagars
Bühnenbild: Ieva Kaulina
Kostüme: Kristine Pasternaka
Koproduktion mit der Lettischen Nationaloper Riga

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Veranstaltung in: Erfurt


19.12.2008 bis 02.01.2009

Turandot - Mainfrankentheater Würzburg

Turandot: Oper von Giacomo Puccini

Drei Rätsel muss ein Prinz aus königlichem Blut lösen, um die Hand der chinesischen Prinzessin Turandot zu gewinnen. Scheitert er jedoch an Turandots Fragen, so hat er sein Leben verspielt. Gerade erst ist ein Prinz aus Persien an den Aufgaben gescheitert und wird öffentlich hingerichtet. In der Menge, die der Hinrichtung beiwohnt, findet der Tartarenprinz Kalaf seinen Vater wieder, den von den Chinesen entmachteten, blinden König Timur, der wie sein Sohn unerkannt auf der Flucht ist und nur von der Sklavin Liu begleitet wird. Als Turandot auf den Zinnen des Palasts erscheint, erliegt Kalaf ihrer geheimnisvollen Aura. Er stellt sich ihren Fragen.
Musikalische Leitung: Jin Wang
Inszenierung: Kurt Josef Schildknecht
Bühne: Reinhart Zimmermann

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Veranstaltung in: Würzburg


29.11.2008 bis 12.04.2009

Die Zauberflöte - Theater Magdeburg

Die Zauberflöte: Deutsche Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Emanuel Schikaneder

Sarastro, Priester der Götter Isis und Osiris, hat der Königin der Nacht deren Tochter Pamina geraubt. Doch Hilfe naht in Gestalt des jungen Prinzen Tamino, den es aus fernen Landen in die mysteriöse Märchenwelt verschlagen hat. Er wird Pamina aus den Fängen Sarastros befreien und heil zur Mutter zurück bringen, so hofft die sternflammende Königin. Für den Fall des Erfolgs verspricht sie ihm ihre schöne Tochter zur Frau. Geködert mit diesem Versprechen und ausgestattet mit einem Bildnis Paminas macht sich Tamino auf die abenteuerliche Reise ins Reich des Priesters. Er hat eine magische Flöte dabei, und er wird begleitet von dem munteren Vogelfänger Papageno. Keiner von beiden kann ahnen, welch harte Prüfungen auf sie warten und dass Sarastro einen guten Grund hatte, Pamina zu entführen ...

Mozarts letzte und wohl berühmteste Oper fasziniert zwischen unterhaltsamem Kasperlspiel und weisem Welttheater: Auf den ersten Blick erscheint sie wundersam naiv, doch bei näherem Hinsehen sind in ihr unzählige Rätsel zu entdecken: Wer ist gut, und wer ist böse? Welcher Sinn verbirgt sich hinter den Prüfungen, die Tamino und Papageno auf ihrer Reise bestehen müssen? Und was haben all die Mysterien und Symboliken zu bedeuten? Endgültige Antworten gibt die »Zauberflöte« nicht - und zeigt uns dennoch, dass wir uns das wahrhaftige Menschsein durch Worte und Taten Tag für Tag neu erobern müssen. Am 30. September 1791 erlebte die Oper in Emanuel Schikaneders Freihaustheater auf der Wieden ihre Uraufführung. Seitdem lassen sich Generationen von Theaterbesuchern immer aufs Neue vom märchenhaften Geschehen und den eingängigen Melodien verzaubern.

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz
Regie: Holger Pototzki

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14.01.2009 bis 15.01.2009

Der Freischütz Für Kinder - Deutsche Oper Berlin

Der Freischütz für Kinder: Carl Maria von Webers "Der Freischütz" in der Bearbeitung von Curt A. Roesler - für Menschen ab 7 Jahren.

Das Stück spürt den Elementen der Romantik ebenso nach wie dem Rest an Unerklärlichem in der Welt der Kinder und der Faszination, die das Dunkle etwa in der virtuellen Spielwelt auf sie ausübt.

Max ist ein junger Mann, dessen Lebensweg bisher einfach und gerade verlief, und der demnächst auf seine Traumfrau und eine grossartige Karriere als Erbförster hoffen darf, wenn nur seine Finger bei der wichtigsten Prüfung nicht zittern: dem Probeschiessen. Aber Max zeigt Nerven und geht aus Angst zu versagen den Pakt mit dem Bösen ein ...

Musikalische Leitung: Kevin McCutcheon
Inszenierung: Søren Schuhmacher

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Veranstaltung in: Berlin


27.11.2008 bis 27.07.2009

Festspielhaus Baden-Baden

Verdi: \Festspielhaus Baden-Baden: Vorhang auf! Am historischen Bahnhof zu Baden-Baden, wo lange Zeit Könige, Kaiser und Zaren zur Sommerfrische anreisten, steht heute das zweitgrösste Opernhaus Europas - und, nebenbei, auch das einzige, dessen Betrieb ausschliesslich privat finanziert wird.

Das Festspielhaus Baden-Baden erlebte 1998 die feierliche Eröffnung. Es entstand unter der Leitung des Wiener Architekten Wilhelm Holzbauer - und vereint zwei verschiedene Architekturstile: Die neoklassizistischen Bahnhofshalle geht in ein modernes Konzerthaus mit 2.500 Plätzen über.

Das Festspielhaus Baden-Baden präsentiert etwa 80 Klassikveranstaltungen pro Jahr: Konzerte, Ballette, Opern. Künstlerisch setzt man auf grosse Namen der Klassikszene, ist aber auch für Newcomer offen, die eine interessante Entwicklung erkennen lassen.

Zusätzlich wird das Haus auch an Veranstalter für gehobene Entertainment-Programme, an Firmen- und hochwertige Privatveranstaltungen angeboten. Eine hauseigene Gastronomie (Restaurant "Aida") kümmert sich um das leibliche Wohl der Gäste.



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Veranstaltung in: Baden-Baden


09.04.2009 bis 24.04.2009

Marie Victoire - Deutsche Oper Berlin

Marie Victoire: Oper in vier Akten von Ottorino Respighi
Libretto von Edmond Guiraud, nach seinem gleichnamigen Schauspiel

Eine Liebesgeschichte in den Revolutionswirren. Marie Victoire und ihr Ehemann Maurice, Landadlige aus der Bretagne, werden 1793 im Zuge des jakobinischen Terrors gefangen genommen. In der Annahme, ihr Mann sei bereits tot, und ihrerseits selbst die Hinrichtung am nächsten Morgen erwartend, erliegt sie den Avancen des gleichfalls auf die Guillotine wartenden Clorivière, eines Freundes von Maurice. Durch den Sturz Robespierres wird ihr Leben geschont und sie auf freien Fuss gesetzt. Sechs Jahre später: Marie hat sich der Erziehung des Kindes jener einen Nacht gewidmet. Sie betreibt eine Putzmacherei in Paris. Da erscheint plötzlich der seither verschollen geglaubte Clorivière. Bevor er Frankreich endgültig verlässt, will er seinen Sohn sehen. Gleichzeitig taucht der für tot gehaltene Maurice auf - zunächst ist er überglücklich über einen Sohn, fällt aber sofort in Bitterkeit, als er erfahren muss, dass er nicht der Vater des Jungen ist.

"Marie Victoire" ist Ottorino Respighis vierte Oper. Sie entstand in den Jahren 1912/13. Warum sie nicht, wie geplant, Anfang 1915 am Teatro Costanzi in Rom uraufgeführt wurde, ist bis heute nicht restlos geklärt. Der Hauptgrund war sicher die politische Weltlage: Im ersten Jahr des Ersten Weltkrieges blieb das Königreich Italien neutral. Die Neutralität führte aber zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Kriegstreibern und Neutralisten in den politischen Gremien und auf den Strassen. In dieser innenpolitisch aufgewühlten Stimmung konnte die ausführliche Darstellung der Französischen Revolution mit ihren Massentumulten, konnte die Darstellung eines historischen Attentats auf Napoleon, den grossen, starken Kriegsführer, zu lautstarken Kundgebungen für und wider den Kriegseintritt im Publikum verführen. Im Klartext: das Teatro Costanzi sagte die Uraufführung ab, um Saalschlachten und einen politischen Skandal zu verhindern. Erst 89 Jahre später, im Frühjahr 2004, erblickte die Oper das Licht der Bühne.

Musikalische Leitung: Michail Jurowski
Inszenierung: Katharina Wagner (2009)
Bühne: Tilo Steffens


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Veranstaltung in: Berlin


22.07.2009 bis 23.08.2009

Aida - Seebühne Bregenz

Aida - Seebühne BregenzAida: Oper von Giuseppe Verdi

Die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida - einst als Sklavin an den Nil verschleppt - und dem ägyptischen Feldherr Radames begeisterte schon bei der Premiere 1871 in Kairo das Publikum und ist seitdem zu einem der beliebtesten und meistgespielten Werke der Opernliteratur avanciert.

Grosse Leidenschaften, tragische Konflikte Dass er auf Puccini "Tosca" Verdi folgen lasse, habe triftige Gründe, erklärt Intendant David Pountney: "Es kommt natürlich nicht von ungefähr, dass ich mich entschlossen habe, nach Tosca wieder eine Oper von Giuseppe Verdi auf die Seebühne zu bringen. Denn sie ist einfach ein grandioser Ort für all das, was dieser Komponist am besten beherrschte: grosse Leidenschaften und tragische Konflikte in mitreissende Musik zu verwandeln. Aida ist aber auch eine sehr moderne Parabel über Nationalismus, Kriegslust und Feindeshass, die zeigt, dass es in einem Krieg nur Verlierer geben kann." Dass die Seebühne am Wasser und nicht in der Wüste steht, stört Pountney dabei ganz und gar nicht: "Es ist das erste Mal in der Festspielgeschichte, dass diese grossartige 'Wüstenoper' ans Bodenseeufer versetzt wird, und natürlich ist das eine grosse Herausforderung. Wir denken aber, dass wir eine sehr spannende Umsetzung gefunden haben."

Musikalische Leitung: Carlo Rizzi
Inszenierung: Graham Vick
Bühnenbild: Paul Brown

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Veranstaltung in: Bregenz / Österreich


25.01.2009 bis 18.07.2009

Pique Dame - Komische Oper Berlin

Pique Dame: Oper in drei Akten von Pjotr I. Tschaikowski
Libretto von Modest I. Tschaikowski
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze

Der deutsche Ingenieur Hermann fühlt sich in Russland als Aussenseiter. Er hat zwar durchaus die ihm mögliche Karriere gemacht, aber von seinen Minderwertigkeitsgefühlen kann er sich nicht befreien: immer zu wenig Geld, immer anderen unterlegen. Als er herausfindet, dass Lisa die Verlobte des Fürsten Jeletzki ist, will er den Traum vom gemeinsamen Liebesglück auch gleich aufgeben. Wie soll sich ein Mädchen aus den höchsten Kreisen einer auf Äusserlichkeiten konzentrierten Gesellschaft denn auch für jemanden interessieren, der ganz offensichtlich nicht zu den "happy few" gehört? Durch Zufall erfährt Hermann von einem Ausweg: Von Lisas Vormund, der alten Gräfin, erzählt man sich, sie kenne eine todsichere Kartenkombination fürs Glücksspiel. Und was, wenn nicht Geld, könnte seine Situation grundsätzlich verändern? Der Plan wird für Hermann zur fixen Idee, die sein Leben beherrscht, seine Wahrnehmung verändert und nicht nur für ihn tödlich endet.

Von Liebe, Verzweiflung und Obsessionen handelt Tschaikowskis 1890 uraufgeführte Oper. Mit oberflächlich leichter Musik charakterisiert er die Gesellschaft und stellt sie so in starken Kontrast zur Innerlichkeit der dichten psychologischen Schilderung der Protagonisten. Auf bedrückende Weise zeichnet Tschaikowski so nicht nur das Schicksal eines Menschen, der das Wesentliche aus dem Blick verliert, sondern auch das Bild einer Gesellschaft, die das Scheitern des einzelnen vor Augen hat und es doch nicht wahrnimmt.

Inszenierung: Thilo Reinhardt


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Veranstaltung in: Berlin


05.04.2009 bis 15.07.2009

Armida - Komische Oper Berlin

Armida: Heroisches Drama in fünf Akten von Christoph Willibald Gluck
Libretto von Philippe Quinault
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze

Dass Liebende in der Oper gegen schwerste äussere Widerstände kämpfen müssen und sich doch die Macht der Gefühle wider alle Vernunft behauptet, ist uns vertraut. Was aber passiert, wenn der Herzens-Widersacher die eigene Angst ist, die Angst vor Kontrollverlust und den eigenen Abgründen? Die schöne Armida hat, mit höllischen Zauberkräften begabt, das Heer der feindlichen Kreuzritter ausser Gefecht gesetzt. Nur der kühnste der christlichen Helden, Rinaldo, hat ihr widerstanden. Zerrissen zwischen Faszination und Wut schwört sie Rache. Als sie Rinaldo endlich in ihrer Gewalt hat, ist Armida aber nicht im Stande ihn zu töten. Aus Scham über diese Schwäche lässt sie Rinaldo von ihren Dämonen "ans Ende der Welt" bringen, ruft "Den Hass" an, der sie von ihrer Liebe befreien soll, und muss schliesslich doch vor den ungewohnten Gefühlen kapitulieren. Nach einer kurzen Zeit des gemeinsamen Glücks bewahrheitet sich allerdings der Fluch des Hasses: Rinaldo, von den Rittern bei seinem Ehrgeiz gepackt, verlässt sie, um sich wieder männlichen Aufgaben zu widmen.

Gluck entwirft mit atemberaubender Dramatik und feinsten musikalischen Stimmungswechseln ein höchst spannendes psychologisches Drama, um Liebe als Gefühl zwischen Selbstaufgabe und Selbstverwirklichung zu diskutieren. Mit seiner fünften Reformoper setzen wir - nach "Iphigenie auf Tauris" - unsere Beschäftigung mit diesem sehr zu Unrecht vernachlässigten Komponisten fort. "Ich bekenne, dass ich gern meine Karriere mit dieser Oper beenden würde", schrieb Gluck. Zum Glück hat er es nicht getan.

Musikalische Leitung: Konrad Junghänel
Inszenierung: Calixto Bieito
Bühnenbild: Alfons Flores


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03.05.2009 bis 17.07.2009

Der Vetter aus Dingsda - Komische Oper Berlin

Der Vetter aus Dingsda: Operette in drei Akten von Eduard Künneke
Libretto von Hermann Haller und Rideamus

Sieben Jahre in Batavia gehen an keinem Menschen spurlos vorüber. Auch nicht an Roderich de Weert. Und so ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass er überhaupt nicht dem Bild entspricht, das sich Julia von ihrem Vetter gemacht hatte. Dummerweise hält sie aber nicht nur ihre siebenjährige Sehnsuchtsprojektion für verbindlich, sondern auch den Liebes- und Treueschwur, den ihr Roderich gab, als er mit sechzehn in die Fremde ging. Seither wartet sie auf ihn. Für ihren lästigen Vormund Josse und seine Frau Wilhelmine, die Julias beträchtliches Vermögen verwalten und fleissig verwenden, wird das zum Problem: Das Mädchen ist bald volljährig, die Vormundschaft wäre damit beendet - und ob Julia gewillt ist, die beiden weiter durchzufüttern, ist mehr als fraglich. Die sauberste Lösung wäre folglich die Heirat mit Josses Neffen August. Zwar hat Josse den noch nie gesehen, doch bliebe das Geld wenigstens in der Familie. Als nacheinander zwei fremde Männer auftauchen und sich jeweils als Roderich ausgeben, ist die Verwirrung komplett. Ob nun der erste Fremde der ersehnte Vetter ist oder der zweite oder ob der richtige Roderich nicht doch eigentlich der falsche ist, wird in Eduard Künnekes 1921 im Berliner Theater am Nollendorfplatz uraufgeführter Operette geklärt. Oder eben nicht.

Musikalische Leitung: Patrick Lange
Inszenierung: Cordula Däuper


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26.11.2008 bis 16.07.2009

La Traviata - Komische Oper Berlin

La Traviata - Komische Oper BerlinLa Traviata: Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave
Deutsche Textfassung von Walter Felsenstein

Violetta will das Leben auskosten, denn ihre Zeit ist knapp. Im Rausch des Augenblicks sucht sie ihre tödliche Krankheit zu vergessen. Von allen begehrt steht sie im Mittelpunkt der vornehmen Pariser Demimonde, an wahre Gefühle aber kann sie nicht mehr glauben. Als ihr jedoch der junge Adlige Alfred glühend seine Liebe erklärt, ist Violetta berührt von seiner Utopie einer universalen Liebe und bricht radikal mit ihrer Vergangenheit: Gemeinsam mit Alfred flüchtet sie in eine scheinbare Idylle der Zweisamkeit, fernab der Grossstadt. Doch Alfreds Vater Germont fordert von Violetta die Beendigung dieser Mesalliance, so dass sie schliesslich in ihre alten Verhältnisse zurückkehrt. Nach einem öffentlichen Eklat bleibt Violetta allein. Ihr Zustand ist aussichtslos. Im Gegensatz zur literarischen Vorlage, der Dramatisierung des erfolgreichen Romans La dame aux camélias von Alexandre Dumas d. J., erzählt Verdi seine Oper aus Violettas Sicht: So wird aus dem teilweise sarkastischen Sittengemälde bei Dumas in "La Traviata" ein musikalisches Seelengemälde. Der Komponist erhebt eine gesellschaftliche Aussenseiterfigur zur tragischen Gestalt auf der Opernbühne. In dem äusserst dicht gebauten Kammerspiel, uraufgeführt 1853, verliert seine Musik selbst im höchsten Schmerz nie ihre kraftvolle Schönheit, ihren Belcanto und jene transzendierende Kraft, die hoffnungsvoll auf ein besseres, menschenwürdigeres Leben gerichtet ist.

Musikalische Leitung: Carl St. Clair
Inszenierung: Hans Neuenfels
Bühnenbild: Christof Hetzer


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29.11.2008 bis 03.02.2009

Turandot - Badisches Staatstheater Karlsruhe

Turandot - Badisches Staatstheater KarlsruheTurandot: Die Geschichte der Prinzessin Turandot gehört zum archetypischen Fundus uralter Märchen, die zu allen Zeiten in unterschiedlichsten Kulturen auftauchen. Die erste Bühnenfassung von Carlo Gozzi von 1762, die in der Tradition der Commedia dell’Arte stand, wurde 1802 von Friedrich Schiller übersetzt und bearbeitet. Eine Max Reinhardt- Inszenierung der Schiller-Bearbeitung in Berlin inspirierte Puccini zu seiner letzten Oper. Die eigenwillige und schöne Prinzessin Turandot versucht der Verehelichung zu entgehen, indem sie den adligen Bewerbern drei Rätsel aufgibt. Wer die Prüfung nicht besteht, wird öffentlich enthauptet. Kalaf, ein aus seiner Heimat vertriebener Prinz, nimmt die schwere Hürde. Dennoch verweigert sich die Prinzessin, und der verliebte Prinz ist zu einem Zugeständnis bereit: Kann Turandot innerhalb von 24 Stunden seinen Namen in Erfahrung bringen, ist sie befreit. Um das Geheimnis von Kalafs Namen zu wahren, opfert sich die Sklavin Liù freiwillig. Ihr Tod sollte endlich die emotionale Erschütterung und Liebesfähigkeit der Turandot auslösen – so war das glückliche Ende bei Puccini zumindest angedacht.

Ihm geriet jedoch die chinesische Prinzessin zu einem derart eiskalten Racheengel, dass ihr Wandel in ein liebeglühendes Wesen kaum mehr nachvollziehbar scheint.

Fast könnte man den Eindruck gewinnen, ihr unerbittlicher Stolz habe sogar dem Komponisten selbst das Leben gekostet: Er verstarb, noch bevor er die Oper fertigstellen konnte – nicht innerhalb eines Schaffensprozesses, vielmehr war das Fragment monatelang vor seinem Tode unbearbeitet liegen geblieben. Anstelle der wenig überzeugenden Fertigstellung der „Turandot“ durch den Puccini-Schüler Franco Alfano, nimmt sich Denis Krief, der Regisseur des Karlsruher „Ring des Nibelungen“ der unvollendeten Originalfassung an, so wie sie auch 1926 unter Arturo Toscanini uraufgeführt wurde. Seine Lesart betont die komplizierte Verschränkung von Exotik und Märchen, Tragödie und Komödie und bindet unterschiedlichste Theatertraditionen in ein psychologisch-musikalisches Maskenspiel mit ein. Es dirigiert Anthony Bramall.

"Das Publikum um das Happy End zu prellen, ist ein Wagnis. Doch dank Kriefs ausgefeilter Personenzeichnung bringt das Experiment einen Erkenntnisgewinn. Kein bombastisches Liebesfinale übertüncht hier die Lieblosigkeit, mit der Kalaf Liùs Opfer annimmt. Krief entlarvt den Prinzen als infantil-pathetische Natur, als nervösen Besessenen, verblendet von der fixen Idee, jene zu erobern, die nicht lieben will, und deshalb unfähig, die Liebe einer anderen anzunehmen. Wie ein Kind, das etwas angestellt hat, zittert Kriefs Kalaf (Lance Ryan) am Ende vor Liùs Leichnam. Dass Turandot mit ihrem hartnäckigen Freier zumindest in der Unreife eng verbunden ist, macht der Regisseur deutlich: In der zentralen Rätselszene markieren Puppen sowohl die autistische Welt der Prinzessin als auch das Spielfeld, auf dem Kalaf Zug um Zug vordringt. Überhaupt wirkt diese Inszenierung wunderbar durchdacht." (Die Rheinpfalz)

"Generalmusikdirektor Anthony Bramall machte schon mit den ersten metallischen Schlägen klar, für welches Klangidiom er sich in dieser „Turandot“ entschieden hatte: für herbe, förmlich aufgeraute, schnörkellose Kontraste, die von der Badischen Staatskapelle kultiviert und tadellos umgesetzt wurden. Dank dieser profunden philharmonischen Unterstützung kam das sängerische Kapital des Abends umso glänzender zur Geltung". (Badische Neueste Nachrichten)



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20.12.2008 bis 08.02.2009

Das Feuerwerk - Badisches Staatstheater Karlsruhe

Feuerwerk: Musikalische Komödie in drei Akten von Paul Burkhard - nach dem Lustspiel "Der schwarze Hecht" von Emil Sautter

Als in die spiessbürgerliche Geburtstagsfeier des Fabrikanten Oberholzer das lang vermisste schwarze Schaf der Sippschaft, der Zirkusdirektor Obolski mit seiner extravaganten Frau Iduna, hereinplatzt, prallen nicht nur Welten aufeinander - auch die gegenseitige Faszination ist gross. Prompt beginnt nämlich die brave Bürgerstochter Anna von einer Karriere als Zirkusartistin zu träumen, während in der kapriziösen Iduna Sehnsüchte nach heimeligen Plüschsofas und Suppenterrinen wach werden. Wenn auch beide Frauen sich schliesslich treu bleiben und am Ende wieder in ihr altes Leben zurückkehren, so entzündet sich doch auf dem Weg dahin ein Feuerwerk der Leidenschaften und erhellenden Selbsterkenntnisse, das dem ganz realen Feuerwerk als Höhepunkt des Geburtstagsfestes in nichts nachsteht.

Der Meister des musikalischen Lustspiels, Paul Burkhardt, erklärte über seine Absichten mit "Feuerwerk": "Da ist eine in allen Farben schillernde Familie des Jahres 1900, in deren bürgerlich enges Milieu ein glitzerndes Seiltänzerpaar vom Zirkus herein wirbelt. Allein schon dieser Gegensatz ruft nach Musik, ist schon Musik selber. In der Verwandtschaft werden alle Register gezogen, von dunkel bis hell, von hoch bis tief, es wird, wie in jeder grösseren Familie mit angeheirateten Schwagern und Schwägerinnen, in Dialekten aus verschiedenen Landschaften gesprochen. Nun kommen aber noch die Polin, Ausländerin mit ihrem niedlichen Kauderwelsch aus Deutsch mit fremden Akzent und französischen Brocken, der Zirkusdirektor mit seiner he iseren Ausruferstimme, alles Dinge, die durch die Musik noch bei weitem vielfältiger werden. "Mit dem Schlager "O mein Papa", dessen "ganz und gar unmöglicher Text" (Paul Burkhard) vom Komponisten selbst stammt, zog jenes herrliche Kauderwelsch in inzwischen mehr als 1000 vokalen und instrumentalen Versionen seit der Uraufführung 1950 um die Welt. Und der zweite Akt des musikalischen Lustspiels wartet mit einer regelrechten Zirkusvorstellung auf, in der alle Register der Revuekunst gezogen werden.

Musikalische Leitung: Ulrich Wagner Regie: Peer Boysen
Ausstattung: Ulrike Schlemm

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26.03.2009 bis 04.04.2009

Andrea Chenier - Deutsche Oper Berlin

Andrea Chenier - Deutsche Oper BerlinAndrea Chenier: Dramma di ambiente storico in 4 Akten von Umberto Giordano
Libretto von Luigi Illica

Die Pariser Aristokratie tanzt, obgleich sich in den Palästen die Boten der Revolution offen zeigen. Fünf Jahre später sind die Tänze verstummt. Das Schreckensregime unter Robbespiere lähmt die Gesellschaft und frisst die eigenen Kinder. Vor diesem historischen Hintergrund entspannt sich die Dreiecksgeschichte zwischen dem Diener und späteren Rädelsführer Gerard, dem Dichter André Chenier und der Aristokratentochter Madelaine.

Wenngleich selten aufgeführt, gehört Umberto Giordanos "Andrea Chenier" zu den eindrucksvollsten Werken aus dem Umkreis des sogenannten Verismo, einer Stilrichtung der italienischen Oper, die naturalistische Elemente nicht nur in der Wahl des Sujets, sondern auch in der musikalischen Durchführung in den Vordergrund stellte. Wortführer der neuen Bewegung wurde Pietro Mascagni, dessen Einakter "Cavalleria Rusticana" als Sieger aus einem vom Verleger Edoardo Sonzogno ausgeschriebenen Opernwettbewerb hervorgegangen war und seinen Schöpfer auf einen Schlag berühmt machte. Wichtige Merkmale des »verismo« finden sich auch in Giordanos Revolutionsoper, so etwa die musikalische Verarbeitung historischer Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution und bekannte Revolutions-Klänge wie das "Ça ira", die Carmagnole oder die Marseillaise, die entweder nur angedeutet oder an zentralen Stellen des Werkes auch direkt zitiert werden. Die Hauptfigur, der Dichter André Chénier, ist nach historischem Vorbild gestaltet, das Klima der Französischen Revolution in seinem Wechsel von Schrecken und Pathos sehr theaterwirksam ausgearbeitet. Die Dreiecksgeschichte zwischen dem Dichter, Gérard und der jungen Madeleine wird vor diesem Hintergrund um so anrührender.

Musikalische Leitung: Dimitri Jurowski
Inszenierung: John Dew (1994)
Bühne: Peter Sykora

"Das ist Oper [...] der verschwenderischen Fülle schöner Stimmen hingegeben, voll dramatischer Spannung, melodisch einprägsam [...]. Der Geschichte aus der französischen Revolution lässt die Oper melodischen Ausdruck der allerschönsten Form zukommen, wenn es um das Leben, Lieben und Sterben des Dichters Andrea Chénier geht." (Berliner Sonntagsblatt)

"Peter Sykora hat der Inszenierung ihr vortreffliches Bühnenbild gebaut, das jeweils zwei Akte zu imponierender Einheit zusammenschliesst. Im Nu rutschen auf der von Proletarierfäusten hochgestemmten schrägen Bühne die aristokratischen Popanz-Existenzen in den Müll der Geschichte: ein lebhaft applaudiertes Bild." (Berliner Morgenpost)

"Die innere Aktualität des Stücks darzustellen, gelingt dem Regisseur John Dew ohne gewaltsame äussere Aktualisierung auf verblüffende Weise." (Nürnberger Zeitung)

"In äusserst zurückhaltender Personenregie benutzt John Dew die Liebesgeschichte zwischen dem Revolutionspoeten Andrea Chénier und der Aristokratin Madeleine de Coigny, um plastisch den historischen Hintergrund der Schreckensherrschaft Robespierres herauszuarbeiten. Zugleich gelingt es ihm, pointiert aufzuzeigen, dass Geschichte ein ständiger Wechselprozess ist, in dem das Unten nach oben drängt, um am Ende selbst wieder verdrängt zu werden." (Opernglas)

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26.06.2009 bis 04.07.2009

Tiefland - Deutsche Oper Berlin

Tiefland - Deutsche Oper BerlinTiefland: Ein Thema naturalistischer Dramatik wird in Eugene D´Alberts TIEFLAND - uraufgeführt 1903 in Prag - in beklemmender Weise verdichtet: Die Abhängigkeit des Menschen von den Bedingungen, unter denen er lebt. Sprache und Musik sind hier Teil der Physiognomie der Figuren und bezeugen atemlose Nähe zwischen Mensch und Verhältnissen: Wo Korn gemahlen wird, braucht es eine Mühle. In der Mühle braucht es Müller und Müllerin. Die Gebrauchsmusik der Wirtshäuser hallt in Martas Lebensbericht nach.

"Tiefland", das ist als Lebensform betrachtet: Herrschaft, Abhängigkeit, Prostitution. Eine Welt, die wir kennen. Diese Welt kennt keinen Ort ausserhalb ihrer selbst. "Tiefland" ist totalitär. Oft zeichnet der Naturalismus Welten, die kaum zu sprechen begännen, wenn nicht ein Fremder sie plötzlich beträte. Mitunter sind es, wie in Hauptmanns VOR SONNENAUFGANG, Journalisten, durch die sich die verhängnisvolle Konstruktion eines Milieus offenbart. TIEFLAND zeichnet mit Pedro, dem Hirten, eine Figur zwischen Sklave und Erlöser. Er wird zunächst als Werkzeug einverleibt, um den Tiefland-Konkurs aufzuhalten. Dann, über die Verhältnisse unterrichtet, entpuppt er sich als Sprengstoff. Eine aufreizend einfache Natur, die naiv bleibt oder mordet.

Musikalische Leitung: Yves Abel
Inszenierung: Roland Schwab


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28.11.2008 bis 07.02.2009

Im Weißen Rössl - Theater Dortmund

Im Weissen Rössl - Theater DortmundIm Weissen Rössl: Singspiel in drei Akten
Buch von Hans Müller und Erik Charell
Gesangstexte von Robert Gilbert
Musik von Ralph Benatzky mit sechs musikalischen Einlagen von Bruno Granichstaedten, Robert Gilbert, Robert Stolz und Hans Frankowski

Oberkellner Leopold hat sich in seine Wirtin Josepha verliebt. Doch ihr Herz schlägt für den Rechtsanwalt Dr.Siedler. Der wiederum interessiert sich für die Fabrikantentochter Ottilie. Ottilie ist zwar dem schönen Sigismund versprochen, dieser aber bemüht sich um Klärchen...

Ralph Benatzkys Welterfolg "Im Weissen Rössl" von 1930 spielt die Sehnsucht nach der heilen Welt im alpenländischen Kolorit gegen kabarettistische Selbstironie aus. Die amourösen Irrungen und Wirrungen untermalt ein bissig-absurder Witz, der die Abgründe der alpenländischen Idylle in schrille Farben taucht. Die Verfilmungen der Komödie in den Nachkriegsjahren haben über Jahrzehnte den Blick auf dieses liebenswerte und sarkastische Juwel des Unterhaltungstheaters verstellt. Es ist an der Zeit, die anarchistische Lebenslust des Weissen Rössls wieder zu entdecken.

Musikalische Leitung: Ralf Lange
Inszenierung: Markus Kupferblum
Bühne: Herbert Neubecker

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18.12.2008 bis 27.12.2008

Die Liebe Zu Drei Orangen - Komische Oper Berlin

Die Liebe Zu Drei Orangen - Komische Oper BerlinDie Liebe Zu Den Drei Orangen: Der König ist verzweifelt...

Sein Sohn, der doch einmal die Herrschaft über sein Reich übernehmen soll, ist unheilbar melancholisch. Er wird sterben, wenn es ihm nicht gelingt, ihn zum Lachen zu bringen. Die letzte Hoffnung ist der Spassmacher Truffaldino. Und tatsächlich, er bringt den Prinzen zum Lachen. Dem frühzeitigen Happy End aber stellt sich einiges in den Wege, so die böse Fee Fata Morgana und die Nichte des Königs, Clarice, die es selbst auf den Thron abgesehen hat. Ein Marsch durch die Wüste, eine Liebe zu Orangen, erwartete Labsal, verdurstende Prinzessinnen und natürlich die liebliche Ninetta versprechen einen Abend voll Unterhaltung.

"Theater ist wohl ein Grundbedürfnis des Menschen... Es scheint ein menschliches Grundbedürfnis zu sein, sich zu verwandeln... In diesem Sinne ist Prokofjews Oper vor allem ein Bekenntnis zum Theater in seiner ganzen Vielfalt, die eben die Vielfalt des Lebens ist. Vorallem aber ist sie ein Bekenntnis zum spielerischen Charakter des Theaters." (Andreas Homoki, Regisseur)

"Dieser Prokofjew geht mit solch ansteckender Begeisterung über die Bühne, dass das ganze Publikum ganz und gar aus dem Häuschen gerät. Der Riesenspass, den das spiellaunige Ensemble, Chor und Orchester entfachen, weckt die Lebensgeister des Publikums." (Opernwelt)

"...eine Sternstunde des Musiktheaters". (Radio 3)

"Ein Theaterwunder! Richtiger noch: musikalisches Wundertheater." (Berliner Morgenpost)


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06.03.2009 bis 21.03.2009

Aida - Arena Monumental

Aida:

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Veranstaltungen in: Berlin, Magdeburg


 
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