Deutschland Schauspiel & Theater
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02.12.2008
bis 20.03.2009
Krimi Total Dinner - Ballsaal im Hotel Königshof Dresden
Krimi Total Dinnershow: Ein witziges und spannendes Krimi-Theater-Erlebnis in fünf Akten, kombiniert mit einem mörderisch guten Vier-Gänge-Menü und einem mysteriösen Mord im aussergewöhnlichen Ambiente des historischen Ballsaals im Hotel Königshof am Wasaplatz.Mehr zu: Krimi Total Dinner - Ballsaal im Hotel Königshof Dresden
Aufführung in: Dresden
17.12.2008
bis 31.12.2008
Der Kleine Lord - Berlin
Der Kleine Lord: "Ein kleiner Lord zum Verlieben" (Die Welt)Wer kennt sie nicht: Die Geschichte vom kleinen Cedric, den sein kaltherziger und daheim gefürchteter Grossvater, der Earl Of Durincourt, aus Amerika nach England holt, um den Jungen auf sein Erbe und den Titel des Earls vorzubereiten. Seine Mutter, die den kleinen Cedric begleitet, darf dem Earl nicht unter die Augen treten, weil dieser es nie verwunden hat, dass sein verstorbener Sohn ausgerechnet eine Amerikanerin geheiratet hat. Von der Hartherzigkeit seines Grossvaters bemerkt der kleine Cedric kaum etwas und mit seiner Liebe und Unbekümmertheit erweicht er das Herz des verbitterten alten Mannes, der sich im Laufe der Geschichte zu einem gütigen Menschen wandelt.
"Der kleine Lord - Das Musical" bringt Frances Hodgson Burnetts weltberühmtes literarisches Werk "Little Lord Fauntleroy" (erschienen im Jahr 1886) in einer faszinierenden, berührenden und brandneuen Musicalfassung von Christian Berg (42) auf die Bühne. Die wundervolle und einfühlsame Musik mit ihren ergreifenden und sensiblen Melodien stammt aus der Feder des wohl vielseitigsten deutschen Komponisten überhaupt: Konstantin Wecker.
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Aufführung in: Berlin
03.12.2008
bis 28.12.2008
Der Kleine Lord - Duisburg
Der Kleine Lord: "Ein kleiner Lord zum Verlieben" (Die Welt)Wer kennt sie nicht: Die Geschichte vom kleinen Cedric, den sein kaltherziger und daheim gefürchteter Grossvater, der Earl Of Durincourt, aus Amerika nach England holt, um den Jungen auf sein Erbe und den Titel des Earls vorzubereiten. Seine Mutter, die den kleinen Cedric begleitet, darf dem Earl nicht unter die Augen treten, weil dieser es nie verwunden hat, dass sein verstorbener Sohn ausgerechnet eine Amerikanerin geheiratet hat. Von der Hartherzigkeit seines Grossvaters bemerkt der kleine Cedric kaum etwas und mit seiner Liebe und Unbekümmertheit erweicht er das Herz des verbitterten alten Mannes, der sich im Laufe der Geschichte zu einem gütigen Menschen wandelt.
"Der kleine Lord - Das Musical" bringt Frances Hodgson Burnetts weltberühmtes literarisches Werk "Little Lord Fauntleroy" (erschienen im Jahr 1886) in einer faszinierenden, berührenden und brandneuen Musicalfassung von Christian Berg (42) auf die Bühne. Die wundervolle und einfühlsame Musik mit ihren ergreifenden und sensiblen Melodien stammt aus der Feder des wohl vielseitigsten deutschen Komponisten überhaupt: Konstantin Wecker.
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Aufführung in: Duisburg
30.11.2008
bis 10.01.2009
Shoppen - Theater Bielefeld
Shoppen: Uraufführung eines Schauspiels nach dem gleichnamigen Film von Ralf WesthoffSpeed-Dating. Frauen und Männer auf der Suche nach dem richtigen Gegenüber. Alle sind allein, alle hoffen, dass es diesmal klappt. Sie haben fünf Minuten Zeit, um dem jeweiligen Gegenüber das Beste von sich zu verkaufen. Die Figuren reden über Allergien, Cappuccino, Kinderwunsch, Konsumverhalten, Linienbusse, Wühltische, Garmisch-Partenkirchen, Ernährungsberatung und Designerkleidung. Sie versuchen, durch die unterschiedlichsten Fragen - »Was war deine schönste Überraschung?« - möglichst viel über den Anderen zu erfahren. Und schon ertönt wieder der Gong - auf in die nächste Runde: Hoffentlich werde ich für ein erneutes Date ausgewählt, damit ich wenigstens einen Kandidaten näher kennen lernen kann! Laut Bundeszentrale für politische Bildung lebt fast jeder vierte Mann zwischen 20 und 40 Jahren allein. Unter den Frauen ist es zwischen 20 und 29 Jahren noch jede fünfte, zwischen 30 und 39 Jahren lediglich jede zehnte.
"Shoppen" entwirft in knapp skizzierten Einzelfiguren das Bild einer Generation, die sich mit diesen neuen Umständen arrangiert. Und Speed-Dating, eine ursprünglich aus den USA stammende Methode, um neue Flirt- oder Beziehungspartner zu finden, erfreut sich in jüngster Zeit auch in deutschen Metropolen wachsender Beliebtheit. Also, wer kauft hier wen? Welchen Marktwert habe ich? Habe ich überhaupt noch einen? Wer bestimmt meinen Marktwert? Verkaufen sich die anderen besser als ich? Und überhaupt: Wie verkauft man sich am besten?
Inszenierung: Michael Heicks
Bühne: Annette Breuer
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Aufführung in: Bielefeld
28.11.2008
bis 06.01.2009
Kabale und Liebe - Schaubühne Am Lehniner Platz Berlin
Kabale und Liebe: Drama von Friedrich SchillerAls Billy Wilder eines Nachts mit der besten Drehbuchidee aller Zeiten aufwachte, schrieb er sie schnell auf einen Zettel. Am nächsten Morgen, voller Vorfreude las er den nächtlichen Geniestreich und fand folgende drei Worte: Boy meets girl. So lässt sich seit Schillers Neuerfindung der Schaubühne als moralische Anstalt jedes Drama zusammenfassen. Die Sprengkraft der Liebe und ihre Folgen werden zum ewigen Anlass von Geschichte und Geschichten. Dass Gefühle stärker sind als böse Väter, intrigante Gesellschaften und vielleicht sogar dem Tod trotzen können, ist der Glaube jeder jungen Generation. Dass diese Gefühle aber auch Väter zu bösen alten Männern machen und die Mechanismen der Macht zu Höchstleistungen provozieren, ist ihre Kehrseite. Der Furor des neuen Lebens will die Ketten sprengen und reisst dabei meistens sich selbst, die Geliebte und die alte Ordnung in den Untergang.
Ferdinand, ein Sohn aus gutem Hause, liebt Luise, ein armes Bürgermädchen: damit ist die Provokation in der Welt. Luises Eltern sorgen sich um die Kräfte, die nun über ihr kleines Heim hereinbrechen werden. Und Ferdinands Vater, ein mächtiger Mann, greift zu allen unerlaubten Mitteln, um diese Gefühlsgefahr auszurotten. Die Kabale entfaltet sich und einzig die Kurtisane des Herzogs, die ebenfalls für Ferdinand entflammt ist, geht aus ihr geläutert und erhobenen Hauptes hervor. Die praktische Vernunft dieser Engländerin steht alleine in dem Drama, in dem alle anderen ihren teutonischen Furor ungehemmt verspannt ausleben. Am Beginn des deutschen Theaters als »stehende Schaubühne«, das bis heute einzigartig in der Welt ist, steht dieses Stück. Seine Figuren und seine Handlung sind Vorbild für unendliche Variationen geworden, sein Thema ist solange von Interesse, wie junge Menschen Unrecht und Liebe fühlen und die Älteren ihre Einrichtung der Welt dagegen verteidigen.
Regie: Falk Richter
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Aufführung in: Berlin
22.01.2009
bis 31.01.2009
Die Beine Von Dolores - Teo Otto Theater Remscheid
Die Beine von Dolores:Mehr zu: Die Beine Von Dolores - Teo Otto Theater Remscheid
Aufführungen in: Hannover, Remscheid
28.12.2008
Karl Valentin - Konzerthaus Freiburg
Die Orchesterprobe: "Die Orchesterprobe" und andere Katastrophen von Karl Valentin...Mehr zu: Karl Valentin - Konzerthaus Freiburg
Aufführung in: Freiburg
20.12.2008
bis 21.12.2008
Ludwig Thoma: die Heilige Nacht
Die Heilige Nacht von Ludwig Thoma: Heiteres und Besinnliches von Ludwig Thoma.Die schönste und bekannteste bayerische Weihnachtsgeschichte ist zweifellos Ludwig Thomas Nachdichtung des Weihnachtsgeschehens nach Lukas.
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Aufführungen in: Augsburg, Ingolstadt
05.12.2008
bis 19.12.2008
Heinz Rennhack
Heinz Rennhack: Heinz Rennhack ist gelernter Tischler, legte aber Hammer und Säge bereits1959 beiseite und widmet sich seitdem der Kunst. Nach einem mit Diplom beendeten Operngesangsstudium ging Rennhack ins Engagement an die Staatsoperette Dresden. Bald fand er den Weg ins Schauspielensemble des Fernsehens der DDR. Dort spielte er in unzähligen Filmen und Fernsehspielen, hatte Auftritte als Entertainer in den grössten Unterhaltungssendungen des Fernsehens, bestritt zehn eigene Samstagabendshows mit dem Titel: "Wieder mal Heinz Rennhack". Zwischen seinen Fernseharbeiten kehrte er immer wieder an die Theater zurück. 1988 siedelte Rennhack in den Westen Berlins über, und arbeitet seitdem freiberuflich. Die Bezeichnung "Charakterkomiker" beschreibt unzureichend seine vielfältigen Talente. Mehr zu: Heinz Rennhack
Aufführungen in: Dippoldiswalde, Greifswald, Leipzig, Putbus, Stralsund, Weinböhla
11.02.2009
bis 05.04.2009
Auf der Wilden Rita - Mondpalast Herne
Auf der Wilden Rita: Knanal-Komödie aus dem Revier von Sigi DomkeSelbs Jimi Hendrix würd ause Schuhe kippen, wenn er mitkrichte wie "aufe wilden Rita" zwei lockere Mädels mit ihrn Teilzeitzivi vier muckere Typen anmachen.
Und dat alles im Hafen von Wanne!
"Aufe wilden Rita" gehtet ab! Alle Ruhrpott-Fans, die Spass haben an schlaue und nich lahmarschige Unterhaltung, werden hier ein mörder Spass haben. Bis oben hin voll mit Ruhrpottwitzen, aber auch wat Romantischet zum Heulen und Ruhrpottsex, den sich aber auch Teenies ankucken dürfen. Die Leute im Saal lachen sich den ganzen Abend schlapp und kriegen astreinen Ruhrpott serviert.
Regie: Thomas Rech
Es spielt das Mondpalast-Ensemble
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Aufführung in: Herne
21.01.2009
bis 30.04.2009
Ronaldo & Julia - Mondpalast Herne
Ronaldo und Julia: Komödie von Sigi DomkeMit Humor und Charme wird die Geschichte von zwei Wirten und Ihren Familien erzählt. Die mittelschwere Katastrophe: Ihre Kneipen liegen Wand an Wand und sie vertreten zwei unversöhnliche Glaubensrichtungen - Schalke und Dortmund!
Zwischen Tochter Julia Kapulinski und Nachbarssohn "Ronaldo" Montakowski funkt es allerdings heftig - kaum vorzustellen, sollten das ihre Familien erfahren ... Genau das tun sie natürlich. Ob die Liebe siegt? Das wird an dieser Stelle nicht verraten!
Angezettelt hat den Zoff der sensationell erfolgreiche Ruhrgebietsautor Sigi Domke, auf die Bretter bringt ihn Thomas Rech und ausgetragen wird er vom hinreissenden Mondpalast-Ensemble.
"Ronaldo & Julia" ist die Komödie für alle Ruhrgebietler, die das Ruhrgebiet lieben. Für alle Nicht-Ruhrgebietler, die das Ruhrgebiet lieben. Für alle Ruhr- und Nicht-Ruhrgebietler, die den Fussball lieben. Für alle Ruhr- und Nicht-Ruhrgebietler, die Shakespeare lieben. Und für alle anderen sowieso!
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Aufführung in: Herne
11.02.2009
bis 14.02.2009
Romeo And Juliet - Theater Schweinfurt
Romeo and Juliet: Ballett mit der Musik von Sergej Prokofjew
Mauro Bigonzetti: "Wohl keine Geschichte ist so oft erzählt, so weit verbreitet worden und hat damit die geographischen, kulturellen und Klassengrenzen so überschritten wie die Geschichte von Romeo und Julia. Wir kennen zahllose Bearbeitungen, die den Stoff, vermittels verschiedenster Kunstformen wie Oper, Ballett und Film, in alle möglichen historischen Zeiten und an mehr oder minder imaginäre Orte versetzen. Doch ganz abgesehen von den jeweiligen Figuren und Schauplätzen sind es die Gefühle, welche die Geschichte durchziehen und ihr tragendes Gerüst ausmachen (...). Was bliebe denn übrig, wenn die Figuren in der Phantasie in eine starke `Windmaschine´ gerieten, die ihnen die Kostüme, die Theatermasken fortrisse und gleichsam durch einen Schälprozess den Kern jenes Stoffes blosslegte, der alles stützt, und diese Begriffe als das ans Licht brächte, was sie sind? Wir finden dann Leidenschaft, Streit, Schicksal, Liebe, Tod. Damit haben wir die fünf Gottheiten des Mythos vor uns. In einer Umgebung, die ich mir hoch technisiert und atmosphärisch dicht vorstelle (darin liegt der Grund für die Mitarbeit von Fabrizio Plessi), verleihen die Körper und Bewegungen durch die Tänzer diesen fünf Gottheiten eine neue Form - wie in einer Metamorphose, die noch durch die Besonderheiten der Technik und der Kostüme unterstrichen wird. Jeder Tänzer als Interpret und kreatives Subjekt der choreographischen Grundlage wird diesen Stoff formen und dessen tiefe Verbindung mit unserem eigenen Dasein neu übersetzen. Wenn nun aber alles durch diese Windmaschine hindurchgeht, bleibt davon auch die dramaturgische Struktur nicht unberührt. Prokofjews Partitur wird die Pforte sein, durch die man in das dramaturgische Schema eintritt, das vom Komponisten selbst definierte Schema."
Produktion: Aterballetto - Fondazione Nazionale della Danza Reggio Emilia (Italien)
Idee: Mauro Bigonzetti und Fabrizio Plessi
Choreographie: Mauro Bigonzetti
Bühnenbild und Kostüme: Fabrizio Plessi
Lichtdesign: Carlo Cerri
Musikalische Zusammenstellung nach Sergej Prokofjew: Bruno Moretti
"Bigonzetti choreographiert das als einen anderthalbstündigen kosmischen Reigen um Liebe, Leidenschaft, Kampf und Tod - in einem Universum der zehn Paare, deren Leiber aufeinander prallen, die durch die Luft segeln und mit sekundenhaftem Timing aufgefangen werden (...). Damit hat Bigonzetti ein neues künstlerisches Reifestadium erreicht (...) die Bestätigung der internationalen Qualität." (Koeglerjournal)
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Aufführung in: Schweinfurt
26.11.2008
bis 27.05.2009
Angelika Mann
Angelika Mann:Mehr zu: Angelika Mann
Konzert in: Berlin
05.02.2009
Sextett - Theater Am Dom Köln
Sextett: Komödie von Michael PertweeRoger lädt jedes Jahr fünf Freunde auf einen Törn durchs Mittelmeer ein. Meist dabei: sein bester Freund Philipp, ein Mann mit hohem Konfliktpotenzial und grossem Zynismus. Das Ehepaar Lang musste er einladen, weil ihn zum einen mit Denys Lang ein geschäftliches Interesse verbindet und weil er zum anderen ein Verhältnis mit Denys Frau hat. Als dann unerwartet seine Exfrau auftaucht, die wiederum ein Verhältnis mit Philipp hatte, ist das Sextett perfekt und die Probleme beginnen...
Regie: René Heinersdorff
Darsteller: Bernd Herzsprung, Kerstin Radt, Karsten Speck, Simone Pfennig, René Heinersdorff und andere
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Aufführung in: Augsburg
10.01.2009
bis 26.02.2009
Fettes Schwein - Tourneeproduktion
Fettes Schwein: Komödie von Neil LaButeWas macht man, wenn man die Liebe seines Lebens findet, und sie viel mehr ist, als man sich je erträumt hat - so circa 50 Pfund mehr? Helen ist beinahe Toms Traumfrau: intelligent, sensibel, schlagfertig, charmant - aber natürlich ist da diese Figur. Sehr pummelig, um es freundlich auszudrücken. Kleidergrösse XXXL - mindestens. Obgleich sehr verliebt, stellt er sie seinen Kollegen daher lieber nicht vor. Mit gutem Grund, denn kaum kriegt sein Freund Carter ein Bild von Helen zu Gesicht, schickt er es per Rundmail an die ganze Firma weiter. Für Toms dünne Exfreundin Jeannie, mit der er unkluger Weise die Regel gebrochen hatte, Arbeit und Vergnügen nicht zu verbinden, ist es unfassbar, dass Tom in dieses "fette Schwein" verliebt ist. Doch nicht Helens Gewicht ist das Problem - die fröhliche Energiekugel, die mit ihrer Lebensfreude sofort zum Publikumsliebling wird, hebt sich wohltuend gegen alle Bohnenstangen-Klone ab. Sie ist mit ihrer Körperfülle längst im Reinen. Tom hingegen lässt sich vom grausamen Gespött seiner Kollegen und dem Druck von aussen immer mehr verunsichern. In LaButes mit spielerischer Leichtigkeit geschriebenen bitter-süssen Komödie, der scharfsinnigen Analyse einer Gesellschaft, wird auch die Liebe den Regeln der Verwertbarkeit unterworfen. Im Zeitalter des fast schon hysterischen Diätwahns und des Waschbrettsbauchs wird Tom mit der schwierigsten Entscheidung seines Lebens konfrontiert. Wird er oder soll er bei der "Richtigen" bleiben, oder aus Rücksicht auf den eigenen Marktwert dem Konformitätszwang nachgeben.
Regie: Volker Hesse
Mit Martin Lindow und anderen
Gastspiel des Theater im Rathaus Essen
"Fettes Schwein, das ist schon starker Tobak für einen Stücktitel!" (Hannover Woche)
"Der Autor hat mit seiner funkensprühenden Komödie, in der sich Situationskomik und Wortwitz vergnüglich die Waage halten, den Spielplanjoker in den Theatern für sich erobert. In New York war Fettes Schwein jedenfalls die aufregendste Premiere der Saison." (Theater der Zeit)
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Aufführungen in: Augsburg, Hannover, Langenhagen, Witten
04.03.2009
bis 19.03.2009
Die Ehe der Maria Braun - auf Tour
Die Ehe der Maria Braun: Schauspiel nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder und dem dem Drehbuch von Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich"Umstritten, geliebt, exzessiv, bösartig, tragisch - und dabei so erfolgreich. Schon zu Lebzeiten ein Mythos wegen seiner schier unerschöpflichen Schaffenskraft, Exzessivität und Kreativität, hat sein früher Tod die Legendenbildung noch verstärkt. Am 10. Juni 1982 wurde der Filmemacher in seiner Münchner Wohnung tot aufgefunden. Er starb im Alter von 37 Jahren vermutlich durch die gleichzeitige Einnahme von Kokain und Schlaftabletten. Er gilt als der wichtigste Vertreter des neuen Deutschen Films und erfolgreichster deutscher Nachkriegsregisseur. Trotz seines frühen Tods hinterliess Fassbinder ein umfangreiches und vielfältiges Werk, das der Kulturbetrieb als genial und widersprüchlich zugleich aufnahm." (3sat)
Als Film hat die Geschichte der unbeugsamen Maria Braun Ende der 1970er Jahre die Gemüter bewegt und die Kehrseiten des deutschen Wirtschaftwunders aufgezeigt: Schon nach der Hochzeitsnacht muss die junge Maria 1943 ihren Hermann wieder an die Front ziehen lassen. Zupacken kann sie, und so stellt sich nach Kriegsende bald ein bescheidener Wohlstand ein - das Verhältnis mit dem G.I. Bill tut das seine hinzu. Doch da steht der für tot erklärte Hermann als Heimkehrer vor der Tür. Es kommt zum Handgemenge, bei dem Maria Bill erschlägt, Hermann aber die Schuld auf sich nimmt und verhaftet wird. Nach seiner Entlassung - wenn das Leben endlich richtig beginnt - will Maria ihm ein materiell sorgenfreies Leben bieten können und macht Karriere als rechte Hand und gelegentliche Geliebte des Fabrikanten Oswald. Hermann allerdings setzt sich ins Ausland ab sobald er frei kommt. Dass dahinter ein infamer Deal steht, erfährt Maria erst, als Hermann nach Oswalds Tod endlich zu ihr zurückkehrt. Eine Enthüllung, die nicht ohne Folgen bleibt.
Produktion: Euro-Studio Landgraf Titisee-Neustadt
Inszenierung: Katja Wolff
Kostüme: Heike Seidler
Mit Sandra Fehmer, Christopher von Beau und anderen
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Aufführungen in: Augsburg, Schweinfurt
17.03.2009
bis 31.03.2009
Mondscheintarif - Tourneeproduktion
Mondscheintarif: Komödie nach Ildiko von KürthyMehr zu: Mondscheintarif - Tourneeproduktion
Aufführungen in: Augsburg, Frankenthal
30.04.2009
bis 08.05.2009
Buddenbrooks - Tourneeproduktion
Buddenbrooks: Familienchronik nach dem Roman von Thomas MannBühnenfassung: John von Düffel
"Buddenbrooks", der allein in Deutschland zirka fünf Millionen Mal verkaufte Jahrhundertroman der Superlative, ist - wie die Presse schreibt - auf der Bühne "fast zwangsläufig ein Renner. Gut unterhaltend, witzig, lebenswahr. Kein Wunder, dass die Theater auf diesen Magneten setzen" (WAZ, 15.5.2007). "Das waghalsig anmutende Unterfangen" (Rheinische Post, 12.5.2007) der Dramatisierung ist "aufgegangen" - auch deshalb, weil schon Manns Familienchronik viele brillante Dialogpassagen enthält.
"Besuch im Hause Konsul Buddenbrook: Bendix Grünlich, ein Hamburger Geschäftsmann, stellt sich der Familie vor. Die Geschwister Thomas, Christian und vor allem Tony machen sich lustig über ihn. Aber Grünlich wirbt hartnäckig um sie, und da der Konsul von dem Unternehmen seines potentiellen Schwiegersohnes angetan ist, wird die Sache ernst. Indessen bereitet sich Thomas auf die Übernahme der stagnierenden Firma Buddenbrook vor. Anders als sein "ungeratener" Bruder Christian zeigt er grossen Ehrgeiz. Nach dem Tod des Konsuls übernimmt Thomas den Betrieb, fest entschlossen, daraus eine Erfolgsgeschichte zu machen. Er findet die passende Frau, Gerda Arnoldsen, eine Millionärstochter, er macht politisch Karriere und wird zum Senator gewählt. Sogar ein Stammhalter und Firmenerbe wird ihm geboren. Dennoch verliert Thomas die Kontrolle über die Dinge. Die Ehen seiner Schwester scheitern, sein Bruder Christian ist ständig krank oder bankrott, seine Mutter spendet wichtige Vermögensteile der Kirche, seine Frau Gerda flüchtet sich in ihr Geigenspiel und musiziert stundenlang mit einem jungen Leutnant. Und sein eigener Sohn erweist sich als zu schwach, zu zart für das Geschäft, für dieses Leben..." (John von Düffel)
Regie: Frank Matthus
Mit Klaus Mikoleit, Heidemarie Wenzel, Jan-Hinnerk Arnke, Jörg Walter und anderen
Produktion: Euro-Studio Landgraf Titisee-Neustadt
"Buddenbrooks von heute. Waghalsiges Unternehmen ist aufgegangen. Ein unvergleichlicher Theaterabend, der grosse Gefühle spiegelt. So soll Theater sein." (Rheinische Post)
"Der allein in Deutschland ca. 5 Millionen Mal verkaufte Jahrhundertroman ist auf der Bühne fast zwangsläufig ein Renner. Gut unterhaltend, witzig, lebenswahr." (WAZ)
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Aufführungen in: Augsburg, Frankenthal
17.12.2008
bis 11.01.2009
Caveman - Union Halle Frankfurt
Caveman: Das von dem Amerikaner Rob Becker geschriebene Stück Caveman wurde erstmalig in den Vereinigten Staaten aufgeführt, wo es bislang über 2 Millionen Besucher begeistert hat. Mittlerweile feiert Caveman weltweit sensationelle Erfolge: in Grossbritannien ebenso wie in Südafrika und Island.Mit Caveman gelingt Becker ein ganz eigener Blick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Seine Beobachtungsgabe für das Detail menschlicher Verhaltensweisen geben einen tiefen Einblick in das Wesen des anderen Geschlechts. Die Betrachtungsweise von Becker begegnet den Eigenarten von Mann und Frau mit sehr viel Humor, ohne den Respekt vor dem jeweils anderen zu verlieren.
Erleben Sie Caveman in einer Inszenierung mit Karl Bruchhäuser.
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Aufführung in: Frankfurt Am Main
24.11.2008
bis 03.12.2008
Diktatorengattinnen - Volksbühne Berlin
Diktatorengattinnen: Bert Neumann hat ein Oval Office in die Volksbühne gebaut, in dem die Queen, Imelda Marcos, Elena Ceausescu telefonieren und andere Diktatorinnen der Herzen. Aber es gibt nicht nur diese ovale Beeindruckungsmaschine, sondern auch einen Schiessstand in dem "kalt aus der Hüfte geschossen wird". Was wir bevorzugen. Die Diktatorengattinnen und ihre Doppelgängerinnen (ausgewählt, um ihre Stalker zu verwirren), und ihr Leben im Selbstwiderstand. Die Ästhetik des Widerstands muss eine Ästhetik des Selbstwiderstands sein. Alles andere ist Scientology."Wir sind alle gleich und gleichzeitig ist keiner so wie der andere." Das ist ein tragisches Verhältnis. Im Theater sind allerdings die Unähnlichen darauf trainiert, sich in den Ähnlichen zu sehen, und eine Beeindruckungsmaschine von Leben, Liebe und Verzweiflung nachzuvollziehen "zum Vorteile der Reproduktion des Lebens als Wert". Also bleibt alles äusserst spannungsarm gleich, so wild es sich auch gebärdet.
Die Diktatorengattinnen schiessen kalt aus der Hüfte. Müde von der Beeindruckungsmaschinerie, die immer unsere Verzweiflung will und vor allem, dass wir sie uns ranschaffen und Texte mit Leben versorgen, ohne es in Frage zu stellen. So eine Schauspielerin... äh... Diktatorengattin, die das tut, könnte aber eines nicht: eine radikale Absage ans Leben teilen. Dann müsste sie sich nämlich umbringen. Das soll sie natürlich nicht, aber sie soll auch nicht mit einem Leben davonkommen, das wieder nur alle teilen. "Unerträglich ist weniger das Unglück, das Leid oder die Armut als vielmehr die Macht selbst und ihre Arroganz." (Baudrillard)
Nein, sich nicht das Leben ranschaffen müssen und die Verzweiflung! Das kennen wir von der Liebe und wir bevorzugen das: Dieses a u t o m a t i s c h e Interesse an jemandem, ein Interesse, das ich mir nicht dauernd "besorgen" muss, zudem ich mich nicht dauernd überreden muss. Nein, es gibt dieses automatische Interesse an deiner Gegenwart. Seid hingerissen, von euren tragischen Verhältnissen! Und nicht von der Liebe. Es gibt ja nichts zu lieben in diesen nackten Leben.
Mit: Christine Gross, Mira Partecke, Sophie Rois und Volker Spengler
Text und Regie: René Pollesch
"Pollesch, ein Grossmeister des szenisch-textlich gemischten Salats, versorgt die Damen mit ungeheuren Mengen von Sozio-Phrasen, Kalauern und verrückten Nonsens-Aphorismen." (Berliner Morgenpost)
"Lässig werden die Rollen herumgereicht, cool die Szenen abgespult. Es ist, als ob Pollesch Urlaub von seiner sonstigen Theorieschwerstarbeit machen würde. Legt die Beine hoch und lässt das Theater Theater sein. Der nächste Theoriesturm kommt bestimmt, diesmal aber verbreitet Pollesch gute Laune, indem er herzallerliebst eine kleine Scherzerei veranstaltet. Theater für das postmoderne Kind in uns. Eine Petitesse. Aber was für eine!" (Berliner Zeitung)
"Aber eigentlich geht es natürlich, wie immer bei Pollesch, ums abhandengekommene Ich, den lustig zur Schau gestellten Generalverdacht gegenüber sämtlichen Repräsentationspraktiken und damit eben auch um das ewige Dilemma des Schauspielers." (Tagesspiegel)
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Aufführung in: Berlin
19.12.2008
bis 29.12.2008
Hamlet - Maxim Gorki Theater Berlin
Hamlet: Von William ShakespeareNach dem Tod seines Vaters und der Hochzeit der Mutter mit seinem Onkel Claudius will Hamlet zurück nach Wittenberg. Dort herrscht ein neuer Geist, sind die Begriffe und die Ziele klar. Doch das Gespenst des toten Vaters fordert Rache. Plötzlich gibt es etwas zwischen Sein und Nicht-Sein! Der Boden unter Hamlets Füssen wankt.
Zwischen Aufbegehren und Lethargie, zwischen Gefährdetheit und Gefährlichkeit beschreibt "Hamlet", wie vielleicht kein anderes Stück, die Drucksituation, in der sich junge Menschen - auch heute - finden. Eigentlich liegt vor Hamlet eine glänzende Karriere: Er hat auf der Eliteuniversität Wittenberg studiert und kann nun mit dem Basteln an einer Vorzeigebiografie beginnen. Doch der heimgekehrte Prinz gerät zwischen die Platten der abgründigen Tektonik menschlicher Möglichkeiten und wird von einem Sturm der Ereignisse vor die Wahl zwischen Wahnsinn, Selbstmord und der blutigen Einbahnstrasse der Rache gestellt.
"Deutschland ist Hamlet!", rief 1844 Ferdinand Freiligrath aus. Shakespeare musste herhalten, um die Stimmungslage und politische Situation junger Menschen in Deutschland zu beschreiben. Vier Jahre später brach die März-Revolution aus, und die Singakademie, das kleine Schinkelschmuckkästchen Unter den Linden, stand, während eines kurzen Frühling der Demokratie, im Zentrum des Geschehens: Im jetzigen Maxim Gorki Theater tagte die erste Preussische Nationalversammlung. 160 Jahre später fragt das Maxim Gorki Theater in einem thematischen Schwerpunkt nach den Energien des Aufbegehrens, den Bedrängnissen und Ängsten von jungen Menschen heutzutage: "Jung: Rebellion und Melancholie" ist dieser Themenschwerpunkt überschrieben.
Mit Max Simonischek (Hamlet), Matthias Reichwald, Anja Schneider, Julischka Eichel, Michael Klammer, Ulrich Anschütz, Ursula Werner, Franz Hartwig, André Kaczmarczyk, Tilman Strauss
Regie: Tilmann Köhler
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Aufführung in: Berlin
28.11.2008
Der Schimmelreiter - Maxim Gorki Theater Berlin
Der Schimmelreiter: Nach Theodor Storm - dramatisiert von Armin PetrasKoproduktion mit dem Schauspiel Köln
Schon als Kind zeigt Hauke Haien Interesse an der Deichbaukunst. Als erwachsener Mann tritt er in den Dienst des örtlichen Deichgrafen und wird bald zu seiner rechten Hand. Nach dessen Tod gelingt ihm der soziale Aufstieg. Kaum als neuer Deichgraf im Amt, plant Haien den Bau eines neuen Damms. Während des Baus formiert sich der Widerstand. Mit seinem Schimmel wird er in den Augen der abergläubigen Dorfbevöl-kerung zu einer unheimlichen Gestalt. Theodor Storms Novelle über Ignoranz, Trägheit, Neid und die zerstö-rerische Gewalt der Natur ist heute, mehr als hundert Jahre nach ihrem Entstehen, aktueller denn je.
Es spielen Cristin König, Joanna Tannhäuser, Michael Klammer, Dirk Lange, Andreas Leupold und Peter Moltzen
Regie: Armin Petras
"Karg ist das Bühnenbild, statisch die Inszenierung von Regisseur Armin Petras. Der Intendant des Berliner Maxim-Gorki-Theaters bleibt eng am Originaltext, setzt immer wieder auf lange Erzählpassagen, engt die Schauspieler in ein Gerüst. Selbst die eingesetzten Headsets scheinen eher Fesseln als Befreiung zu sein. Petras präsentiert ein Lehrstück, appelliert an den Verstand. Emotionen schwingen bei ihm immer im Zusammenhang mit Tragik. Selbst eine Slapstickszene auf dem Eis lockt keine Lacher, zu ernst kommt der Kampf um einen festen Stand daher." (taz)
"Doch zum Schluss liegen alle tot auf der Bühne, da hilft auch nicht mehr, dass es Luftmatratzen und Schlauchboote von oben regnet - nur Joana Hofstätter lässt ganz hinten einen Pappschimmel wiehern, der von nun an auf dem Deich geistern wird. All das hört sich sicher kitschig an und ist es wohl auch. Trotzdem oder gerade deshalb ist es ein berührender, mit grosser, pathetischer Geste erzählter Abend geworden, der aus einfachsten Mitteln eine Welt entstehen lässt. Vor lauter Dekonstruktionswut auf dem Theater hatte man schon ganz vergessen, wie gut sich das anfühlen kann. Aber nicht zuletzt bringt Armin Petras damit auch die Ambivalenz der Novelle auf den Punkt: Gerne bekämpfen wir mit aufklärerischer Flamme dumpfes Barbarentum, aber die Sehnsucht nach unheimlichen Schimmelreitern auf dem Deich bleibt." (nachtkritik.de)
Mehr zu: Der Schimmelreiter - Maxim Gorki Theater Berlin
Aufführung in: Berlin
26.03.2009
Chorprobe - Tourneeprodukrion
Chorprobe: Lustspiel von Dietmar BittrichDas Hinterzimmer einer Kneipe irgendwo in deutschen Landen. Treffpunkt des kleinen Laienchors, der seine wichtigste Probe vor sich hat. Denn Grosses steht bevor: Es gilt, ein Lied zur Geburtstagsfeier des Bürgermeisters Jakob Kuckuck einzuüben (" Auf einem Baum ein Kuckuck ..."), die im Fernsehen übertragen wird. Als Belohnung scheint eine aus der Gemeindekasse finanzierte gemeinsame Karibik-Reise zum Greifen nahe - die Choristen schwelgen mit "Let The Spirits Fly" bereits im Bacardi-Fieber. Die Vorfreude währt aber nur kurz. Ihr narzisstisch - despotischer Chorleiter Werner beherrscht alle Zwischentöne vom einschleimenden Säuseln bis zum Kasernenhofgebrüll, um die kurzzeitig ausgelassene Truppe wieder unter seine absolute Kontrolle zu bringen. Assistiert von seiner unterwürfig-gouvernantenhaften Korrepetitorin mit Raubvogelprofil und Jägerkostüm agiert der selbstherrliche Dirigent zwischen Diktator und Vaterersatz. Der gnadenlose Maestro mit Beethovenschopf und Weltstar-Attitüde triezt die "lieben Gesangsfreunde", er lobt selten und rügt ständig: den Tenor Klaus, eine Mischung aus Elvis und Speichellecker, den Sopran Gisela, ewig angstvoll in ihr Strickzeug vertieft, den Alt Barbara, die keine Gelegenheit auslässt, mit ihrem schüchternen Hausfrauen-Charme Werner zu becircen, und den Bass Heinz, die Einfalt in Person, zum Schreien komisch und von Magengrimmen geplagt. Alle vier werden zu Komplizen und Konkurrenten, je nachdem, welchen Faden der Demütigung oder Unterdrückung ihr Chorleiter gerade zu ziehen beliebt. Es gelingt ihm schliesslich, seine "Sangesfreunde" bis zur Selbstaufgabe zu unterwerfen, bis sie schliesslich wissen, sie singen nur für ihn: "Halleluja, Werner!" Obwohl die schikanösen Kommentare des Chefs immer das Gegenteil behaupten, sind die mehrstimmigen Gesangseinlagen ein Ohrenschmaus.
Mit Heinz Werner Kraehkamp, Ilona Schulz, Michaela Hanser, Claudius Freyer, Rüdiger Wandel und Bettina Koch
Regie: Carlo Klein
"Gut gespielt, gut gesungen, gut beobachtet und von äusserster Genauigkeit. Der Jubel des Publikums konnte nur heissen: Der Theaterhimmel hing wieder einmal voller Geigen." (Mindener Tageblatt)
"Ein Bravourstück - ebenso wie der Gesang Heinz Werner Kraehkamp zeichnet einen Pult-Diktator mit sadistischer Lust. Er lockt und droht, schmeichelt und schreit, wechselt vom Du zum Sie und zischt ,Disssss-zi-plin'. Die Chorprobe wird zur Dressur, der Taktstock zur Peitsche." (Münchner Abendzeitung)
Mehr zu: Chorprobe - Tourneeprodukrion
Aufführung in: Hannover
29.11.2008
bis 12.12.2008
Walter Sittler: Als Ich ein Kleiner Junge War
Als ich ein kleiner Junge war: Inszenierter Monolog. Eine vorweihnachtliche Geschichte für Erwachsene. Walter Sittler spielt Erich KästnerDie Situation: ein Raum, Ende der vierziger Jahre in irgendeiner Stadt. Sieben Menschen, ein Schriftsteller und sechs Musiker, die hier gestrandet sind. Draussen auf dem Boulevard der Morgen, der sich bläulich getönt ankündigt. Und während der grosse deutsche Autor mit den Augen eines Erwachsenen und mit dem Herzen eines Kindes aus dem Füllhorn seiner Erinnerungen zu erzählen beginnt, setzen sich die Musiker nach und nach an die Instrumente, begleiten die Geschichten, kommentieren sie, treiben sie voran. Es sind nachdenkliche Erinnerungen an das Leben eines kleinen Jungen, der den Launen eines verrückten Jahrhunderts mit kindlicher Gradlinigkeit und voller Lebensfreude entgegen getreten ist. Und man ist verwirrt: so vieles hat sich geändert im Verlauf der letzten hundert Jahre - und fast alles ist gleich geblieben!
Nach Jahren am Mannheimer Nationaltheater und am Stuttgarter Staatstheater wurde Walter Sittler dem Fernsehpublikum durch seine Serienhauptrollen in der erfolgreichen ZDF-Serie "Girl Friends" bekannt. Darüber hinaus ist er in zahlreichen Fernsehfilmen zu sehen. Die Serie "Nikola" erhielt 1998 den Adolf-Grimme-Preis sowie 1997 den Sonderpreis "Goldene Rose" in Montreux.
Buch und Regie: Martin Mühleis
Musik: Libor Sima
Musiker: Libor Sima (Saxophon), Gesa Jenne (Geige), Uwe Zasier (Trompete), Veit Hübner (Kontrabass), Lars Jönsson (Harmonium) und Obi Jenne (Schlagzeug)
Mehr zu: Walter Sittler: Als Ich ein Kleiner Junge War
Aufführungen in: Bremen, Köln (deutz)
01.12.2008
bis 29.01.2009
Vor Dem Frost - Wallander Ermittelt - Berliner Kriminal Theater
Vor Dem Frost: Thriller von Henning Mankell
Ein Kalb wird bei lebendigem Leib verbrannt, und sechs brennende Schwäne sind über dem Marebo-See gesehen worden. Frauen verschwinden, eine Amerikanerin wird in der Kirche erdrosselt und ein Lastwagen voll Dynamit lässt den Dom von Lund in Flammen aufgehen. Linda ist Polizeianwärterin in Ystad und darf Kurt Wallander bei seinen Ermittlungen zunächst nur als Tochter begleiten. Dann aber wird sie persönlich in den Fall hineingezogen: Ihre Freundin Anna ist spurlos verschwunden, kurz nach einer rätselhaften Begegnung mit ihrem Vater, der seit Jahren als verschollen galt. Linda macht sich auf die Suche nach der Freundin und ermittelt teilweise auf eigene Faust. Dabei verliebt sie sich in Stefan Lindman, der ebenfalls nach Ystad gewechselt ist und ihr Freund wird. Der Konflikt mit dem Vater ist vorprogrammiert. Bei dem heftigen Temperament der beiden bleibt es nicht aus, dass Geschirrteile fliegen. Linda muss eine harte Bewährungsprobe bestehen, bis sie von Kurt Wallander ernst genommen wird und am Ende auch die Polizeiuniform tragen darf.
Henning Mankell spannt den Bogen von dem furchtbaren Massaker in Jonestown, Guyana 1978, wo ein religiöser Fanatiker allen seinen Anhängern befahl, Selbstmord zu begehen, bis zum 11. September 2001.
Regie: Wolfgang Rumpf
Mit Paul Weismann als Kurt Wallander und Alexandra Madincea als Linda Wallander
Mehr zu: Vor Dem Frost - Wallander Ermittelt - Berliner Kriminal Theater
Aufführung in: Berlin
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