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Deutschland Schauspiel & Theater

Schauspiel & Theater in Deutschland. Einen Überblick in Kurzform finden Sie hier: Schauspiel & Theater Übersicht
 
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13.01.2009 bis 23.01.2009

Der Krawattenclub - auf Tournee

Der Krawattenclub - auf TourneeDer Krawattenclub: Schauspiel in drei Szenen von Fabrice Roger-Lacan

Bernhard und Adrian sind seit zehn Jahren unzertrennliche Freunde und Partner eines erfolgreichen Architekturbüros. Deshalb fällt Bernhard aus allen Wolken, als er erfährt, dass ausgerechnet sein bester Freund nicht zu seiner Geburtstagsparty kommen wird. Ist es doch nicht irgendein Geburtstag, sondern der 40.! Es gab keinen Krach, weder beruflich noch privat. Immer war man sich einig über unsägliche Konkurrenten. Nur ein latenter Neid des geschiedenen Adrian auf das zur Schau gestellte Bilderbucheheleben seines Freundes wirft gelegentlich einen kurzen Schatten. Des Rätsels Lösung: Adrian hat all die Jahre verheimlicht, dass er in einem Klub ist, dessen Mitglieder sich an jedem ersten Donnerstag im Monat treffen. Wer ein einziges Mal nicht zum Donnerstagsdiner erscheint, wird ausgeschlossen. Deshalb muss er zu diesem Pflichtabendessen. Mehr nicht? Nein. Doch es reicht, um in kürzester Zeit so ziemlich alles in der Welt der beiden in Frage zu stellen. Bernhard versteht Adrian nicht. Bedeuten ihm Freundschaft und Aufrichtigkeit so wenig? Diese Erkenntnis ist überaus schmerzlich. Mehr noch als die Absage der Geburtstagseinladung empfindet er es als Demütigung, dass sein Partner nie etwas von diesem Klub erzählt hat. Bernhard möchte mehr wissen über den geheimnisvollen Klub. Je weniger Adrian bereit ist, darüber zu reden, je mehr wird die Mitgliedschaft für Bernhard zur Obsession. Er möchte unbedingt dort sein, wo auch sein bester Freund ist. Mit rhetorischen und emotionalen Mitteln versucht er, Adrian als Bürgen zu gewinnen, um endlich auch die begehrte Klubkrawatte zu tragen. Noch schlimmer wird es, als Bernhard erfährt, dass ausgerechnet Herr Vogeler, ihr erbittertster und unangenehmster Konkurrent, auch Klubmitglied ist.

Was als ganz harmlose Unterhaltung beginnt, wird nach und nach zu einem unerbittlichen Schlagabtausch, zu einem eskalierenden, bitterernsten und dennoch komischen Streit um Freundschaft und Verlässlichkeit, um Treue, Aufrichtigkeit und das Recht auf Distanz. Wie sich die zwei Männer in dieser Diskussion hochschaukeln, das macht den Reiz dieser gefeierten Komödie aus, in der Komik und Tragik brillant ausbalanciert sind. Wie dieser mitreissende Beziehungs-Salto um eine Krawatte endet, soll nicht verraten werden.

Regie: Felix Prader
Mit David Bennen und, László I. Kish
Produktion: Renaissance-Theater, Berlin


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Aufführungen in: Augsburg, Schweinfurt


05.12.2008 bis 14.01.2009

Cyrano De Bergerac - Badisches Staatstheater Karlsruhe

Cyrano De Bergerac - Badisches Staatstheater KarlsruheCyrano De Bergerac: Oper in vier Akten von Franco Alfano
Text von Henri Cain. Nach der gleichnamigen Komödie von Edmond Rostand (1897)

Mit dieser heroischen Komödie werden alle Spielarten der Theaterkunst auf die Bühne gebracht. Das gesamte Geschehen aber - Intrigen, Massenszenen und buntes Treiben - überragt die Heldengestalt des Cyrano. Doch seine Erhabenheit wird auch zum Gegenstand des Komischen: Der Degenheld und Edelmann erregt zunächst wegen seiner langen Nase und seines geradezu penetrant heroischen Auftretens Heiterkeit und Spott. Im weiteren Verlauf des Werkes aber vollzieht sich seine Entwicklung zum tragischen Helden. Der Konflikt entsteht aus dem Gegensatz von innerer Schönheit und äusserer Hässlichkeit, der seiner Liebe zu Roxane eine tragische Note verleiht. Als sie ihm ihre Zuneigung zu dem jungen schönen Christian gesteht, der in Cyranos Regiment dient, und ihn bittet, auf ihren Geliebten aufzupassen, verzichtet Cyrano edelherzig auf seine eigenen Gefühle. Der Konflikt von innerer und äusserer Schönheit bleibt jedoch für die Handlung weiterhin bestimmend: Roxane verehrt das Empfindsame sowie den Geist der Liebe, und eben den kann ihr Christian aufgrund seiner sprachlichen Unbeholfenheit nicht vermitteln. Cyrano übernimmt es daher, in Christians Namen Liebesbriefe an Roxane zu schreiben. Ohne es zu wissen, liebt sie Christians Äusseres und die schöne Seele Cyranos. Als Christian im Krieg fällt, verzichtet Cyrano für immer auf Roxane. Sie aber zieht sich trauernd in ein Kloster zurück. Fünfzehn Jahre später kommt es zu einer letzten Begegnung der ungleich Liebenden...

Musikalische Leitung: Jochem Hochstenbach
Regie: Achim Thorwald

"Das Stück basiert auf der gleichnamigen romantischen Komödie von Edmond Rostand, wird in vielen populären Opernführern aber sträflicherweise nicht einmal erwähnt. In Karlsruhe präsentierte es sich in der geschmackvoll traditionell gehaltenen Regie des Hausherrn als typisches Mantel- und Degenstück in prächtiger Ausstattung, wofür Christian Floerens raumgreifend wandlungsfähiges Bühnenbild und Ute Frühlings exquisit-verschwenderisches Kostümaufgebot den passenden Rahmen gaben. [...] Die ,Heroische Komödie´ steht stilistisch dem musikalischen Impressionismus und somit Debussy näher als der vorausgegangenen Epoche des Verismo, legt sich stilistisch aber nicht fest. Sie überzeugt vor allem durch ihre klangliche Opulenz und reiche Orchestrierung". (Opernglas)

"Das Stück verbindet gekonnte, abwechslungsreiche Dramaturgie mit einer an Puccini gemahnenden, melodisch orientierten Musik, die von impressionistischer Harmonik prachtvoll und atmosphärisch dicht unterfüttert wird. Trotz avancierter Tonsprache des 1936 in Rom uraufgeführten Werkes wird der Hörer nie überfordert, sondern emotional eingebunden. Achim Thorwald in Zusammenarbeit mit dem Mährisch-Schlesischen Nationaltheater Ostrava entstandene Inszenierung ist im guten Wortsinn altmodisch und werkdienlich. der Regisseur lässt die Geschichte wirken, bis sie von selbst spricht. Bis Leidenschaft und individuelles Schicksal den Zuschauer überwältigen. Todesmut im Krieg, Sehnsucht nach Liebe und höfische Etikette mischen sich auf Christian Floerens Bühne zu einem vielgestaltigen Bild. Auch wenn die Kostüme auf das 17. Jahrhundert verweisen, treten uns Figuren entgegen, die wir auch heute verstehen können." (Heilbronner Stimme)

"Ein richtiges Mantel- und Degenstück hat Achim Thorwald auf die Karlsruher Opernbühne gebracht. An allen Fronten wird gefochten und gekämpft. Die Herren tragen verwegene Federhüte, Stulpenstiefel und wallende Samtcapes, die Damen verbergen ihr reizendes Dekollete hinter einem rauschenden Fächerwald und sind mit ihren Lockenperücken überhaupt sehr preziös. [...] Schön ist in Karlsruhe vor allem Alfanos Musik unter der inspirierten Leitung von Jochem Hochstenbach. Sie hebt den Gegensatz von schön und hässlich völlig auf und ist emotional so stark, dass man eigentlich gar nicht nachvollziehen kann, wieso die von zwei Männern angebetete Roxane nicht gleich spürt, wer der Richtige ist. Ein glühenderes Liebesduett als hier am Ende des zweiten Aktes ist doch kaum auszuhalten". (SWR)

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Aufführung in: Karlsruhe


23.12.2008

Antigonae/Hyperion - Maxim Gorki Theater Berlin

Antigonae/Hyperion: Texte von Sophokles und Hölderlin - in einer Bearbeitung von Jan Bosse und Andrea Koschwitz

Nach dem Tod des König Ödipus haben sich dessen Söhne Eteokles und Polyneikes im Streit um sein Erbe gegenseitig getötet. Ihr Onkel Kreon übernimmt die Herrschaft über Theben und verfügt, dass jeder, der Polyneikes, den Angreifer der Stadt, zu begraben versuche, mit dem Tod bestraft wird. Ödipus´ Tochter Antigonae jedoch sieht darin einen Verstoss gegen das Gesetz der Götter und der Menschlichkeit: Sie will das sinnlose Töten beenden: "Zum Hasse nicht, zur Liebe bin ich." Vor den König geführt, erklärt Antigonae, den in Ungnade gefallenen Bruder bestattet zu haben und die Bereitschaft, dafür zu sterben. Sie wird zum Tode verurteilt und lebendig begraben. Die Bitten ihrer Schwester Ismene und ihres Verlobten Haimon, Sohn des Kreon, vermögen den König nicht umzustimmen. Erst der blinde Seher Teiresias bringt Kreon zur Besinnung. Doch die Einsicht des Politikers kommt zu spät.

Im Herbst 1802 reiste Friedrich Hölderlin drei Wochen quer durch die "wilde, kriegerische" Landschaft Frankreichs und lebte "im Todesgefühl wie in einer Virtuosität". Zu dieser Zeit arbeitete er intensiv an den Übersetzungen der Trauerspiele des Sophokles. Zeit seines Lebens waren für den Dichter Hölderlin die Werke der antiken Philosophen und Poeten als Vorbilder oder Kontraste des eigenen Schaffens allgegenwärtig. In seinem Briefroman "Hyperion oder der Eremit in Griechenland" hatte er dem bereits ein Jahrzehnt zuvor ein bleibendes Zeugnis gesetzt.

Mit Anja Schneider, Ronald Kukulies, Britta Hammelstein, Leon Ullrich, Max Simonischek, Ruth Reinecke, Sebastian Rudolph
Regie: Jan Bosse
Bühne: Stéphane Laimé


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Aufführung in: Berlin


29.11.2008 bis 09.12.2008

Heaven (zu Tristan) - Maxim Gorki Theater Berlin

Heaven (zu Tristan) - Maxim Gorki Theater BerlinHeaven (zu Tristan): Uraufführung eines Stücks von Fritz Kater (Armin Petras)
Koproduktion mit dem Schauspiel Frankfurt

Liebestod in Wolfen: Simone liebt Anders. Doch wie einst Tristan seine Heimat Cornwall, verlässt der Architekturstudent Anders Wolfen, die Stadt der gemeinsamen Kindheit. Er bricht auf nach Amerika. Simone bleibt in der ostdeutschen Provinz zurück. Helga liebt ihren Mann, den Psychiater Königsforst, und das schon seit mehr als zwanzig Jahren. Doch auch sie werden Wolfen verlassen. Seit die Filmfabrik geschlossen wurde, gibt es für die Laborantin keine Arbeit mehr. Gerade noch haben sie gespielt, "sterne am himmel des anderen" zu sein. Jetzt wird ihr Neubaublock abgerissen. Zurück bleiben die Reste und die Raben."erleben wir uns als in die welt geschleudert oder als teil eines ganzen?"

Wie Marietta Blau, die einst dank der Entwicklung einer speziellen Filmemulsion die sternenförmig auseinander fliegenden Teilchen einer Kernzertrümmerung sichtbar machte, beschreibt Fritz Kater mit HEAVEN die Zertrümmerung einer Lebenslandschaft und zeigt deren Folgen. Kater führt seine Figuren vom Paradies durch das Fegefeuer in die gegenwärtige Hölle des deutschen Ostens.

Mit Peter Kurth, Fritzi Haberlandt, Susanne Böwe, Ronald Kukulies, Yvon Jansen, Max Simonischek und Juliane Pempelfort
Regie: Armin Petras

"Fritz Kater hat ein Stück über Wolfen geschrieben, wo einmal ORWO-Filme hergestellt wurden und jetzt wie vielerorts im Osten eine Stadt vor sich hin schrumpft. Er hat dabei das gemacht, was er am besten kann, er hat sich den Vergessenen, Verlorenen, Perspektivlosen gewidmet. (Deswegen ist es auch so schön, wenn sich die Phantasie in ihnen selbstständig macht.) Wo Menschen Abfall werden und Welt verschwindet, hat Kater ein ganz grosses Herz. In diesem Punkt, in der Spannung zwischen Verzweiflung und Zartheit, zwischen Aussichtslosigkeit und Selbsterfindung, in der Ernsthaftigkeit, mit der Kater sich dem Kitsch verlorener Seelen widmet, tritt er in die Fussstapfen eines grossen Vorbilds. Heinrich von Kleist ist auch der Klassiker, den der Regisseur Armin Petras, das Regie-Ich von Fritz Kater (oder war es umgekehrt?), am liebsten inszeniert. In seine Hände hat Kater das Stück zur Uraufführung denn auch gegeben, der wiederum hat das Vertrauen voll gerechtfertigt. Ein locker aus dem Handgelenk gespielter Theaterblues ist es, den Petras und die grandiosen Schauspieler auf die Bühne legen. Todtraurig und herzzerreissend lustig, lässig und charmant. Für diese Aufführung würden sich so viele schöne Adjektive finden lassen, dass es lohnend sein müsste, den Zuschauer eine Adjektiv-Wand zum Vollschreiben ins Foyer zu stellen. Petras erzählt die Geschichte der hoffnungslosen Glückssucher mit ein paar Requisiten und einer Wand filigran und bildstark zugleich. Der Psychiater Königsforst macht der suizidgefährdeten Simone ein Kind, Königsforst und seine Frau haben sich unter dem Druck der Verhältnisse getrennt, ihre Tochter durchstreift auf der Suche nach einem Job als Cellistin das Land. Simones Bruder Micha knallt sich nur Motörhead in die Birne, Anders, der den aktuellen Architekturdiskurs so schön drauf hatte, als er ging, ist ein Rabe geworden, der - kaputt, bedrohlich - durchs Land zieht. Überragend ist Peter Kurth als Königsforst: Die lächerliche Unbeholfenheit, mit der er vor seiner Frau ein Geschenk auspackt, die kraftvolle Lächerlichkeit, mit der er sich vor der Pause zu einem Tarzan des Ostens aufmandelt, die tapfere Vergeblichkeit, mit der Königsforst am Ende Haltung zu wahren sucht, das ist grosse Komödie." (Frankfurter Rundschau)

"Kater montiert Motive und Texte aus Wagners "Tristan und Isolde", Bibelfragmente und Wissenschaftsgeschichte mit etwas Romantik à la Novalis und Tristans Raben, dem alten Aasfresser. Eine Gothic-Novel mit Nostalgieüberschuss, die Petras pointenreich, mit akrobatischen Einlagen inszeniert. Wenn schon alles den Bach runtergehen muss, dann wenigstens witzig." (nachtkritik.de)



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Aufführung in: Berlin


31.12.2008

Der Biberpelz - Maxim Gorki Theater Berlin

Der Biberpelz - Maxim Gorki Theater BerlinDer Biberpelz: Am Rande von Berlin hat Mutter Wolffen sich mit ihrem Mann und den zwei erwachsenen Töchtern ein Häuschen gekauft. Auf Kredit natürlich. Ob Wilderei, Holz- oder Pelzdiebstahl - um die Hypothek so schnell wie möglich abzuzahlen, ist ihr jedes Mittel recht. Mutter Wolffens kleinstkriminelle Aktivitäten sind jedoch für die zuständigen staatlichen Stellen von geringem Interesse. Baron von Wehrhahn muss sich mit ganz anderen Dingen rumschlagen. "Dunkle Existenzen" und "feindliche Elemente" treiben ihr Unwesen. Zum Beispiel der Privatgelehrte Dr. Fleischer, der sich verdächtig macht, indem er zwanzig Zeitungen liest und ominöse Treffen in seiner Wohnung abhält. So einer, weiss Wehrhahn, stellt eine öffentliche Gefahr dar, denn "wenn´s drauf ankommt, sprengen die Hunde janze jrosse Ortschaften in die Luft".

Gerhart Hauptmanns 1893 in Berlin uraufgeführter "Biberpelz" gilt als eine der beliebtesten deutschen Komödien. Die auf realen Vorbildern aus der Zeit seines Erkner-Aufenthaltes beruhenden Theaterfiguren sind zeitlose Berliner Originale. Hauptmann spannt den Bogen zwischen grosser Politik und Kleinkriminalität, zwischen Holzdiebstahl und Terrorangst.

Mit Andreas Leupold, Horst Kotterba, Michael Klammer, Sebastien Godzick / Léonce Zako, Robert Kuchenbuch, Ursula Werner, Wolfgang Hosfeld, Anika Baumann, Wanda Perdelwitz, Ulrich Anschütz / Gunnar Teuber und Tim Hoffmann
Regie: Ronny Jakubaschk und Armin Petras

"Am Maxim Gorki Theater konnte sich das geplante Team nicht über den Inszenierungsstil einigen, weshalb der Regisseur, sein Bühnenbildner und ein Hauptdarsteller wenige Wochen vor der Premiere ausstiegen. Darauf stemmten Regieassistent Ronny Jakubaschk und Hausherr Armin Petras die Inszenierung in einem neuen, so funktionalen wie scheusslichen Bühnenbild auf ein Unterhaltungspodest. Heraus kam eine dieser munteren Patchwork-Inszenierungen von Petras". (Kulturradio Berlin)

"Der Westen ist fern. Petras und Jakubaschk machen auf Eastern." (Morgenpost)

"Es ist von nicht selten berstender Heiterkeit. Die Regisseure und die Schauspieler brennen ein Feuerwerk an Einfällen ab, machen Diebstahl und Sexlust und Spitzelei zu hinreissenden Abenteuern. Türen werden eingeschlagen, Popseligkeit bricht aus, und immer heult ein Sturm wahrhaft sibirischen Ausmasses - Schnee fegt durch Wohn- und Amtsstube, dass es kaum ein Halten gibt. Als Basis der Tollheiten dient das (sozusagen in der Pause) von Mutter Wolffen geklaute Holz, in Säcken zu Hügeln getürmt, auf atemverschlagende Weise unter einem Teppich versteckt und noch in Wehrhahns Amtsstube gerichtsfest und deshalb unbemerkt gegenwärtig. Recht und Gesetz, sie sind dahin, damals schon, heute erst recht. Ursula Werner ist Frau Wolff - und das Ereignis des Abends. Sie spielt nicht die Proletarierin, sondern eine resolute, gut gekleidete, mit Protzkette behangene Aufsteigerin, die sich mit dem ganzen drallen Körper zum Einsatz bringt, den Raum beherrscht und jeder Situation gewachsen ist. Angespanntsein und Lockerheit bringt Ursula Werner in ein vibrierendes Gleichgewicht, ihre Waschfrau (doch vom Waschen ist kaum noch die Rede) nimmt ständig Witterung auf, um keine Fehler zu machen, sie steuert das Geschehen, mit Lust, mit Hohn, mit Ironie. Diesem Weib ist keiner gewachsen. (...) Wer pfiffige Unterhaltung haben und Hauptmann nicht als einen Heiligen im Himmel der deutschen Literatur verteidigen will, sollte versuchen, sich diesen ,Biberpelz' überzuziehen." (Neues Deutschland)


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Aufführung in: Berlin


11.12.2008 bis 30.12.2008

Der Zauberberg - Maxim Gorki Theater Berlin

Der Zauberberg - Maxim Gorki Theater BerlinDer Zauberberg: Nach Thomas Mann
In einer Theaterfassung von Stefan Bachmann und Carmen Wolfram

Drei Wochen will Hans Castorp, ein junger Hamburger, zu Besuch bei seinem kranken Vetter in einem Alpen-Sanatorium bleiben. Eine leichte Erkältung führt zu der Verlängerung seines Aufenthaltes. Zunächst befremdet über die Lebensart "hier oben", ordnet er sich zögernd in den Kurbetrieb ein. Krankheit und Tod scheinen allgegenwärtig und beherrschen die Gedanken und Gespräche der internationalen Patientenschaft, die jenseits bürgerlicher Verhaltensweisen in einem Zustand der Zeitlosigkeit existiert. Diese Atmosphäre übt eine eigenartige Faszination auf Hans Castorp aus, was mit einem zunehmenden Desinteresse an der Welt des "Flachlandes" einhergeht. Er begegnet der Kunst, Politik, Philosophie und Liebe. In den fest gefügten Ritualen des geregelten Sanatoriumslebens beginnt auch er, die Zeit anders wahrzunehmen. Er verfällt in einen Zustand von pflichtvergessener Leere, die Zeit wird ihm "ausdehnungslose Gegenwart". Aus dem geplanten kurzen Aufenthalt werden sieben Jahre.

In seinem 1925 erschienenen Roman imaginierte Thomas Mann ein Purgatorium der Moderne, in dem die Kategorien von Zeit und Raum ausser Kraft gesetzt sind und Sprache zum Austragungsort der Konflikte wird.

Mit Miguel Abrantes Ostrowski, Marek Harloff, Gunnar Teuber, Ronald Kukulies, Anja Schneider, Ruth Reinecke
Regie: Stefan Bachmann

"Die tausend Seiten des Romans schnurren auf schlanke zwei Stunden zusammen, und herausgekommen ist eine hübsche, konzentrierte, ja, eine heitere Etüde über die Zeit. Dies gelingt, weil sich Bachmann - trotz der äusseren Kürze des Abends - Zeit nimmt. Denn zuallererst lässt der Regisseur sein Publikum zwölf lange Minuten lang mit einem stillen Bild allein: Auf der Drehbühne kreisen sechs Sanatoriumsliegen samt den regungslos auf ihnen verharrenden Patienten, die der unablässig aus dem Schnürboden rieselnde Kunstschnee einwattiert, während überm Bühnenportal eine Digitaluhr das zähe Verrinnen der Zeit anzeigt" (nachtkritik.de)

"Bachmann gibt an diesem Abend eher den Zen-Meister als den Regisseur. Er hat die Vorlage nicht bearbeitet, sondern nur signifikante Mann-Sätze herausgepickt, die er in eine grosse Leere hineinsprechen lässt. Die variiert und wiederholt werden und wie in einer nouveau- romanhaften Textschleife eine traumartige Atmosphäre von Unwirklichkeit herstellen sollen." (Tagesspiegel)

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Aufführung in: Berlin


14.12.2008

Ubukoenig - Volksbühne Berlin

Ubukoenig - Volksbühne BerlinUbukoenig: Absurdes Theater nach Alfred Jarry

Diktatoren und Potentaten, Killer und Spinner, Macker und Mieslinge, Gangster und Monster, vor allem aber all die braven Biedermänner und -frauen ohne Zahl, die all das so elend gern wäre, aber leider nicht sind - sie alle haben im Theater einen Schutzgott, eigentlich sogar heilige Geister, Voodoo-Männchen und Voodoo-Frauchen: Vater Ubu, und Mutter Ubu dazu. In sie kann Familie Spiesser alle Sehnsüchte nach der finstren Seite der Welt und nach den Abgründen im eigenen Selbst hinein projizieren - seit dem 10. Dezember 1896, als "König Ubu", das Stück des Autors Alfred Jarry, in Paris uraufgeführt wurde. Der Skandal war beträchtlich; ziemlich lange konnte sich das Publikum nicht beruhigen, nachdem der allererste Ubu-Darsteller Firmin Gémier das erste und schönste von Ubus Code(!)- und Zauberworten in den Saal gerufen hatte: "Merdre!" Und leicht zu erkennen war auch Jarrys fiktives Königreich Polen, in dem sich Ubu vom Dragonerhauptmann zum König empor putscht auf Initiative seiner Gattin, dieser wiedergeborenen Lady Macbeth - als Jedermann- und Überall-Land. Dort spielt der schaurig-schlimme Schlawiner Ubu jeden gegen jeden aus, hält dabei aber immer das Volk bei Jubellaune: indem er es mit Geld zuscheisst und so die "Pfuinanzen" endgültig zerrüttet. Mancher zugrunde gehende Staat wird sich demnächst noch wieder erkennen in Vater Ubus Polen.

Mit: Stephan Baumecker, Frank Büttner, Samuel Finzi, Michael Klobe, Wolfram Koch, Sebastian König, Nele Rosetz und Axel Wandtke
Regie: Dimiter Gotscheff

"Da kann ein Mann als Mädchen firmieren, ein Schwanz als Herz, nichts muss realistisch sein, alles ist erlaubt. So wie die vielen kleinen und grossen, bunten und schwarzen, ruhenden und schwebenden Ballons, die die Bühne von Katrin Brack füllen, im Laufe der Inszenierung immer neue Rollen annehmen: Mal respektierte Mitspieler, mal achtlos weggekickte Objekte; mal Spielzeug, mal Mordinstrument. Die Bälle, die Bracks Seifenblasen und Konfettiregen aus früheren Gotscheff-Inszenierungen beerben, schweben in den Zuschauerraum und überwinden so die Grenze zwischen Bühne und Publikum. Sie sind die weithin sichtbaren Chiffren für Gotscheffs Manifest zum Theater als freiem Spiel der Kräfte und der Phantasie." (Spiegel)

"Und dazu der zuckersüss schmachtende Sound von Musiker Sir Henry, der immerzu den in allen Funkarchiven unter ,Elisabeth-Serenade' präsenten Wunschkonzert-Walzer auf das zärtlichste variiert. Diese ätzende Schmeichel-Serenade. Dieses coole Morden. Unser ungeheuerliches Ziegelsteinherz. Das Taumeln unter lauter Luftballons im lustig bunten Schlachthaus Welt. Und dann, unter Ansage von atemverschlagenden Heiner-Müller-Weltuntergangssätzen, ab ins Finstere. Ins Nichts. Zum Lachen grauenvoll." (Welt)

"In der ersten Reihe sass während der Premiere der Berliner Finanzsenator, er wurde, wie alle, nach der Erheiterung zusehends immer steifer. Dass Theater dies vermag, war schön zu sehen. Die Frage nach der Aktualität von Jarrys Groteske ist eine Frage, die nur im Theatersaal wirkt und schon an der Garderobe vergessen ist. Doch die Überprüfung eines klassischen Textes der Moderne ist wichtig. Und Gotscheff beschert seinem Publikum in wenigen Minuten alles, was das moderne Theater ausgemacht hat." (taz)


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Aufführung in: Berlin


11.12.2008 bis 25.12.2008

Ritter Dene Voss - Deutsches Theater Berlin

Ritter, Dene, Voss: Kammerspiel von Thomas Bernhard

Zwei Schwestern empfangen ihren Bruder. Ein Tyrann, ein Philosoph, ein Verrückter, der aus der Psychiatrie nach Hause kommt. Die Vorbereitungen der älteren Schwester sind minutiös. Sie hat das Essen vorher zubereiten lassen, um ihn im Blick zu behalten, und ausreichend Papier besorgt, damit ihr der Bruder seine Abhandlungen diktieren kann. Die jüngere Schwester hingegen weiss - der Besuch kann nur katastrophal enden.

Thomas Bernhard hat mit "Ritter, Dene, Voss" das er nach den Schauspielern der Uraufführung benannt hat, ein Kammerspiel verbotener Wünsche und bitterer Komik geschaffen. Virtuos hat er das Geschehen in einem Crescendo und Decrescendo der Emotionen arrangiert und die Themen wie in einer Fuge miteinander verwoben: Verzweiflung geht in Verführung über, während über dem Kontrapunkt inzestuöser Verstrickung das Motiv der Flucht erklingt.

Regie: Oliver Reese
Bühne: Hansjörg Hartung
Darsteller: Constanze Becker als Ritter, Almut Zilcher als Dene und Ulrich Matthes als Voss

"Oliver Reese, der inszenierende Interimsintendant des Hauses und zukünftige Frankfurter Schauspieldirektor, verrückt das Stück, das in der Hölle spielt, nicht wie Peymann ins Psychodrama, das so tut, als tue es nicht nur so als ob. Reese verrückt es schlau und intelligent in die Spielhölle, ins Theatertheater, das immer nur vorzeigt, dass es immer nur so tut als ob. Bei Peymann war die Lage ernst, aber nicht hoffnungslos. Bei Reese ist sie hoffnungslos, aber nicht ernst." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Ulrich Matthes macht aus dem verdrehten Philosophen einen Existenz-Komiker, der mit stets frischem Hass seine Vernichtungsurteile über Ärzte, Maler, das Theater und den toten Vater kippt. Constanze Becker und Almut Zilcher spielen seine Schwestern, die den kranken Denker aus dem Sanatorium in ihre Villa geholt haben, indem sie mehr (Becker) oder weniger (Zilcher) subtil in die Klamauk- oder in die Salonkomödien-Verzweiflungs-Kiste greifen." (Süddeutsche Zeitung)

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Aufführung in: Berlin


17.12.2008

Der Eingebildete Kranke - Städtische Bühnen Münster

Der Eingebildete Kranke: Komödie in drei Akten von Molière

Familienoberhaupt Argan ist krank. Zumindest hält er sich dafür und beschäftigt gleich zwei Ärzte und einen Apotheker, die ihm regelmässig Diagnosen stellen und ihre Mittel verabreichen. Die hohen Rechnungen sind Argan allerdings ein Dorn im Auge. Linderung seiner Leiden und optimale medizinische Bertreuung verspricht er sich von der Heirat seiner Tochter Angélique mit dem Sohn eines seiner Ärzte, dem wenig anziehenden Thomas Diaforus, der ebenfalls Mediziner ist. Von diesem Plan hält Angélique nicht viel, zumal sie in den schönen Cléante verliebt ist, der sich in Argans Haus, als Musiklehrer getarnt, zum Stelldichein mit seiner Angebeteten einschleicht. Mit aufbrausendem Temperament ist es Argan gewohnt, seinen Willen durchzusetzen. Doch Toinette, eine Hausangestellte, greift listig in das Geschehen ein.

Damit sind die Voraussetzungen für eine hervorragende Komödie gegeben, die aber auch deutlich mehr zu bieten hat als "nur" meisterhaft verknüpfte Handlungsstränge und Verwicklungen. Molière spielt virtuos mit verschiedenen Themen. Eines davon ist: Es ist nicht unbedingt entscheidend, wie die Dinge wirklich sind, sondern wie wir uns unsere Wirklichkeiten und Ansichten im eigenen Kopf zurechtlegen. So wird schnell deutlich, dass die eigentliche Krankheit Argans die Hypochondrie ist: Seine Krankheit besteht in der Einbildung, krank zu sein. Auch hinsichtlich seiner festen Überzeugung, dass für seine zweite Frau Béline nur die Liebe zählt, hält der Verlauf der Ereignisse eine gehörige Überraschung für Argan bereit. Ausserdem verarbeitet Molière mit komödiantischem Geschick unterschiedliche medizinische Ansichten seiner Zeit und zeigt, wie sehr auch auf diesem Gebiet die jeweilige Überzeugung die Behandlung bestimmt. Nicht nur mit diesem Aspekt landet Molières Komödie zielsicher in unserer Gegenwart.

Molière entwirft - hier zeigt sich die Stärke des Autors, pointierte Charaktere zu zeichnen - ein bestechendes Psychogramm Argans eine grosse Auseinandersetzung mit der Einsamkeit und der Endlichkeit des Menschen. Wobei interessanter Weise das Motiv des Todes bzw. des vorgetäuschten Todes auch der Wahrheitsfindung dient. Nicht zuletzt ein Blick in die Biografie des Autors lässt den Tod als Thema ins Blickfeld rücken. Molière (mit bürgerlichen Namen Jean-Baptiste Poquelin) trat selber in den Hauptrollen seiner Stücke auf, die er seit 1658 am französischen Hof Ludwigs XIV. aufführte. Nach der vierten Aufführung als "eingebildete Kranker" Argan verstarb der grosse Theatermann. "Grosser Theatermann" ist bei Molière alles andere als eine Übertreibung oder ein leichthin angehängtes Attribut. Die kontinuierlichen Aufführungen seiner Stücke seit ihrer Entstehungszeit verweisen auf eine überzeitliche Qualität seiner Stoffe und Theatertexte.

Regie: Markus Kopf

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Aufführung in: Münster


12.12.2008 bis 13.12.2008

Totentanz - Theater Schweinfurt

Totentanz - Theater SchweinfurtTotentanz: Drama von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler

Alice und Edgar tanzen ihren 25 Jahre währenden Ehe-Reigen. Sie umkreisen sich, sie belauern sich und sie schlagen zu, wo sie können. Sie leben in ihrem Turm auf einer Insel, die die Leute die "kleine Hölle" nennen und tanzen. Und manchmal tanzt ein Dritter mit. Diesmal ist es Kurt, der Cousin von Alice. Beide, Edgar und Alice, versuchen, ihn auf ihre Seite zu bringen - so schön war ihre Ehehölle noch nie. August Strindbergs 1900 entstandener "Totentanz" ist das Urdrama aller Ehedramen - Ehedramen, an denen sich im Innern bis heute nichts geändert hat.

Inszenierung: Thomas Langhoff
Bühne und Kostüme: Stefan Hageneier
Mit Christina Drechsler, Ruth Glöss, Dagmar Manzel, Dieter Mann und Götz Schubert

"Strindbergs Ehehöllen werden wohl immer unerreicht bleiben, komme was da wolle. (...) Was nicht zuletzt auch daran liegt, dass Strindberg Rollenfutter aussergewöhnlicher Art bietet für Schauspieler, die über das Normalmass der Interpretation hinauszugehen bereit und auch in der Lage dazu sind, zur totalen Entäusserung nicht nur vor, sondern inmitten des Publikums." (Herner Feuilleton)

"Claus Peymann ist hier ein toller Coup gelungen, gleich zwei ehemalige Intendanten des Deutschen Theaters und mehrere darstellerische Fixsterne vom DT für diese Inszenierung ans Berliner Ensemble zu binden. Eine elegante Komödiantin wie Dagmar Manzel könnten natürlich keine 25 Ehejahre zermürben. Sie ist hier eine höchst charmante Giftspritze, keine wütende Löwin mit Pranke. Und es gehört eben auch zum Spiel, dass sie sich an der Schulter des Vetters ihr Elend ausweint und nur kurz in effektvolle Rage gerät. Diesen Cousin spielt Götz Schubert erstklassig als verlegenen, fast naiven Opportunisten, der allzeit Nachsicht predigt. Die Hauptperson aber ist hier der Hauptmann: Dieter Mann beginnt mit einem wunderbar dämlichen Lächeln seinen albernen Säbeltanz. Er spielt einen kurzsichtigen Kauz und Misanthropen, der den anderen vormacht, er sei kerngesund, und dem ganz plötzlich die Krankheit tief ins Gesicht geschrieben ist, der Tod, der im Titel des Dramas steht." (Kulturradio)

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Aufführung in: Schweinfurt


26.11.2008 bis 20.12.2008

Elling - Theater Heilbronn

Elling: Schauspiel von Axel Hellstenius

Zwei Jahre lang haben sich Elling und Kjell Bjarne ein Zimmer in der Psychiatrie geteilt. Jetzt sollen sie wieder ins normale Leben zurückkehren, was sie auf jeden Fall nur gemeinsam wollen. Sie bekommen eine Wohnung und Sozialarbeiter Frank an die Seite. Der hat auch alle Hände voll zu tun, denn so einfache Dinge wie Einkaufen, unter die Leute oder ans Telefon zu gehen, werden zu riesigen Herausforderungen für die beiden. Kjell Bjarne ist gutmutig und ein Kerl wie Baum, nur manchmal, wenn es hektisch wird, haut er mit dem Kopf gegen die Wand. Er wünscht sich nichts sehnlicher als eine Frau, die ihm eines Tages in Gestalt der hochschwangeren Nachbarin vor die Füsse fällt. Und Elling entwickelt eine ganz besondere Sicht auf die Dinge, die er in Gedichten niederschreibt und in Sauerkrauttüten an die Öffentlichkeit schummelt.

"Elling" war das meistgespielte Theaterstück Norwegens im Jahre 1999 und avancierte auch in Deutschland nach seiner Erstaufführung 2003 zum Kultstück. Es geht um zwei Schwache, die gemeinsam stark werden, die durch ihre unbestechlich naive Brille die Dinge so sehen, wie sie wirklich sind, die auf gesellschaftliche Konventionen pfeifen, weil sie anerkannte Verrückte sind. Dieses grossartige Schauspiel hat Witz und Charme, es hat Tiefe und Intelligenz und es berührt auf wunderbar leichte Weise zentrale philosophische und emotionale Fragen unseres Lebens.

Inszenierung: Carl-Hermann Risse
Ausstattung: Thomas Pekny

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Aufführung in: Heilbronn


19.12.2008

Walter Plathe: Ihnen Zuliebe

Walter Plathe: Ihnen ZuliebeWalter Plathe: "Ihnen zuliebe" begeben wir uns ins "Weisse Rössl am Wolfgangsee", treffen dort auf ein "Mädel, welches nur eine Verkäuferin" ist. Aus dem "Salzkammergut" kommend, wollte sie nicht "Im Regen" stehen und sang beim Anblick der "Mehlspeis" zur "Köchin, die alles summt" und so gern ein "Kinostar" gewesen wäre, "Yes, Sir"! und so weiter und so heiter und so weiter...

New York 1945. In einer Kneipe treffen zwei Immigranten - ein Regisseur und ein Schauspieler - aufeinander. Beiden ist der Einstieg in die amerikanische Unterhaltungsindustrie ebenso wie ihrem Idol Benatzky nicht gelungen, und so schwelgen sie in den Erinnerungen an ihre Auftritte, die sie einst in Linz und Berlin hatten. In streitbaren, manchmal kuriosen, manchmal hintersinnigen Gesprächen spiegeln sie ihre Erlebnisse und Eindrücke wider und sind dabei selten einer Meinung. Linz, Berlin und New York bieten genügend Stoff für pointierte, durchaus aktuelle Dialoge - witzige Betrachtungsweisen der europäischen und amerikanischen Verhältnisse, Vergleiche von Lebensgewohnheiten, Musik, Essen und - Frauen!

Nach dem Berliner Original Otto Reutter hat sich Walter Plathe für sein neues Programm wieder ein Idol der Goldenen 20er ausgesucht: Ralph Benatzky, Schöpfer berühmter Operetten und Singspiele.

Das Werk von Ralph Benatzky (1884 - 1957) ist auch heute noch populär. Das unverwüstliche "Weisse Rössl am Wolfgangsee" ist fester Bestandteil des Bühnenrepertoires. Auch wer nicht weiss, dass viele Melodien, die man einfach kennt, von Benatzky stammen, liebt sie und singt sie mit. Die Zwischentexte für den Abend hat Peter Ensikat geschrieben.



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Konzert in: Berlin - Müggelheim


13.05.2009

Ein Sommernachtstraum - Theater Vorpommern

Ein Sommernachtstraum:

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Aufführung in: Putbus


27.11.2008 bis 26.04.2009

Peter Sodann: Keine Halben Sachen

Peter Sodann: Keine Halben SachenPeter Sodann: Peter Sodann liest "Keine halben Sachen" - die Memoiren eines deutschen Querkopfs

Wer kennt ihn nicht, den kantigen aber aufrichtigen Leipziger "Tatort"-Kommissar Bruno Ehrlicher? Ehrlicher ist Peter Sodann - ein sympathischer Typ, kein Superheld, sondern ein Mensch mit Schwächen. Die Rolle des streitbaren Zeitgenossen verkörpert der Schauspieler auch privat. Das hat sein Leben nicht leicht, dafür aber spannend gemacht.

Der Sohn einer Arbeiterfamilie aus Meissen lernte zunächst Werkzeugmacher und studierte an der Universität Leipzig Jura, ehe er eine Schauspielausbildung an der Theaterhochschule begann - ein Privileg, das er sich im wahren Sinne des Wortes ,verscherzte´, als er auf der Bühne des Studentenkabaretts unbotmässige Witze über den Mauerbau machte und dafür ein dreiviertel Jahr in den Stasiknast musste, sechs Monate davon in Einzelhaft. Helene Weigel holte ihn 1964 ans Berliner Ensemble. In den Folgejahren konnte der junge Schauspieler sich wieder etablieren.

In seinem Buch gibt Peter Sodann bereitwillig Auskunft über sein Leben, die Höhen und Tiefen seiner künstlerischen Laufbahn, sein kulturelles, aber auch soziales und politisches Engagement.



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Aufführungen in: Düsseldorf, Leipzig, Weinböhla


09.01.2009

Hallo, Mister Gott, Hier Spricht Anna

Hallo, Mister Gott, Hier Spricht Anna:

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Aufführung in: Mutterstadt


17.05.2009

Medea - Theater & Philharmonie Thüringen

Medea - Theater & Philharmonie ThüringenMedea: Tragödie von Euripides

Mutter und Mörderin - zwischen diesen Extremen vollzieht sich Medeas Schicksal. Euripides zeichnet in seiner Tragödie eine Geschichte von Leidenschaft, Verrat und Hass. Iason hat seine Familie verlassen, um mit der Königstochter von Korinth eine neue Verbindung einzugehen. Medea schwört dem untreuen Gatten Rache. Da trifft sie ein neuerlicher Schlag. Kreon, Herrscher über Korinth, fürchtet die Rache der zauberkundigen Fremden und verbannt Medea und ihre Söhne des Landes. Doch Kreon macht einen entscheidenden Fehler: Er gewährt Medea einen Tag Aufschub. Am Ende dieses Tages werden Medeas Rache nicht nur die Nebenbuhlerin und ihr Vater, sondern auch ihre eigenen Söhne zum Opfer gefallen sein. Euripides fügte dem Mythos der Medea die Komponente des Kindsmordes hinzu und legte damit den Grundstock für die Jahrhunderte währende Wirkungsgeschichte dieser faszinierenden Frauenfigur. Eine spannende Geschichte, unvorstellbar und doch wahr, unbegreifbar begreiflich.

Regie: Martin Fendrich


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Aufführung in: Altenburg


21.12.2008

Rufus Beck Liest "der Kleine Nick"

Rufus Beck Liest \Rufus Beck: Rufus Beck haucht dem kleinen Nick in einer multimedialen Lesung Leben ein und man mag gar nicht glauben, dass einen von diesem Jungen, der ja in den 60ern geschaffen wurde, vier Jahrzehnte trennen. Gegenwärtig werden da die Lust auf Raufereien, der Ärger auf dem Schulhof, das Wundern über das seltsame Treiben der Erwachsenen.

Lassen Sie sich mit nehmen in spannende Abenteuer.



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Aufführung in: Hildesheim


07.07.2009 bis 13.07.2009

Caveman - Kultbox Allgäu

Caveman - Arena Berlin TreptowCaveman: Das von dem Amerikaner Rob Becker geschriebene Stück Caveman wurde erstmalig in den Vereinigten Staaten aufgeführt, wo es bislang über 2 Millionen Besucher begeistert hat. Mittlerweile feiert Caveman weltweit sensationelle Erfolge: in Grossbritannien ebenso wie in Südafrika und Island.

Mit Caveman gelingt Becker ein ganz eigener Blick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Seine Beobachtungsgabe für das Detail menschlicher Verhaltensweisen geben einen tiefen Einblick in das Wesen des anderen Geschlechts. Die Betrachtungsweise von Becker begegnet den Eigenarten von Mann und Frau mit sehr viel Humor, ohne den Respekt vor dem jeweils anderen zu verlieren.



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Aufführung in: Kempten


02.01.2009 bis 10.01.2009

Caveman - Bürgerhaus Zähringen Freiburg

Caveman - Arena Berlin TreptowCaveman: Das von dem Amerikaner Rob Becker geschriebene Stück Caveman wurde erstmalig in den Vereinigten Staaten aufgeführt, wo es bislang über 2 Millionen Besucher begeistert hat. Mittlerweile feiert Caveman weltweit sensationelle Erfolge: in Grossbritannien ebenso wie in Südafrika und Island.

Mit Caveman gelingt Becker ein ganz eigener Blick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Seine Beobachtungsgabe für das Detail menschlicher Verhaltensweisen geben einen tiefen Einblick in das Wesen des anderen Geschlechts. Die Betrachtungsweise von Becker begegnet den Eigenarten von Mann und Frau mit sehr viel Humor, ohne den Respekt vor dem jeweils anderen zu verlieren.



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Aufführung in: Freiburg


05.12.2008 bis 06.12.2008

Caveman - Rosenhof Osnabrück

Caveman - Arena Berlin TreptowCaveman: Das von dem Amerikaner Rob Becker geschriebene Stück Caveman wurde erstmalig in den Vereinigten Staaten aufgeführt, wo es bislang über 2 Millionen Besucher begeistert hat. Mittlerweile feiert Caveman weltweit sensationelle Erfolge: in Grossbritannien ebenso wie in Südafrika und Island. Mit Caveman gelingt Becker ein ganz eigener Blick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Seine Beobachtungsgabe für das Detail menschlicher Verhaltensweisen geben einen tiefen Einblick in das Wesen des anderen Geschlechts. Die Betrachtungsweise von Becker begegnet den Eigenarten von Mann und Frau mit sehr viel Humor, ohne den Respekt vor dem jeweils anderen zu verlieren.



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Aufführung in: Osnabrück


22.04.2009 bis 26.04.2009

Caveman - Volksbad Jena

Caveman - Arena Berlin TreptowCaveman: Das von dem Amerikaner Rob Becker geschriebene Stück Caveman wurde erstmalig in den Vereinigten Staaten aufgeführt, wo es bislang über 2 Millionen Besucher begeistert hat. Mittlerweile feiert Caveman weltweit sensationelle Erfolge: in Grossbritannien ebenso wie in Südafrika und Island.

Mit Caveman gelingt Becker ein ganz eigener Blick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Seine Beobachtungsgabe für das Detail menschlicher Verhaltensweisen geben einen tiefen Einblick in das Wesen des anderen Geschlechts. Die Betrachtungsweise von Becker begegnet den Eigenarten von Mann und Frau mit sehr viel Humor, ohne den Respekt vor dem jeweils anderen zu verlieren.

Erleben Sie Caveman in im Haus Leipzig.



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Aufführung in: Jena


05.12.2008 bis 09.01.2009

Der Richter und Sein Henker - Theater Erfurt

Der Richter und sein Henker: Urauffüjhrung einer Oper von Franz Hummel
Text von Sandra Hummel nach der gleichnamigen Erzählung von Friedrich Dürrenmatt

Der alternde Kommissar Bärlach wird mit der Aufklärung des Mordes an seinem Mitarbeiter Schmied beauftragt. Schon bald führt eine heisse Spur ihn und seinen Assistenten Tschanz zu dem Lobbyisten Gastmann - ein alter Bekannter Bärlachs: Vor Jahren hatte Gastmann, von der Möglichkeit eines perfekten Mordes überzeugt, einen Unbeteiligten von einer Brücke gestossen, der daraufhin ertrank. Gastmann gelang es, die Tat als Selbstmord darzustellen. Eine offene Wunde für den kranken Bärlach. Bei einem Treffen bei Gastmann ergibt sich für ihn die Chance, den Karrieristen Tschanz als den Mörder Schmieds zu entlarven. Er versucht nun, diesen gezielt auf Gastmann als den vermeintlich gesuchten Mörder anzusetzen. Bärlach wird so zum Richter Gastmanns und macht Tschanz zu dessen Henker.

Die Oper nach Dürrenmatts berühmtem Roman von 1950/51 lenkt die Blicke hinter die Fassaden des leicht zu durchschauenden Plotts, in die Abgründe jenseits der vordergründigen Mordgeschichte. "Der Künstler", so Dürrenmatt 1954, könne in einer "Welt der Bildung, der Alphabetisierung" nur noch schwer bestehen: "Vielleicht am besten, indem er Kriminalromane schreibt, Kunst da tut, wo sie niemand vermutet." Das Unvermutete aufzudecken, das ist das erklärte Ziel der im Auftrag des Theaters Erfurt entstandenen Oper: "Die bei Dürrenmatt deutlich mitschwingende Albtraumwelt, diese Zwillingsschwester der alltäglichen Schizophrenie und ihrer Verwerfungen, ja ihrer Antilogik, machte den eigentlichen Reiz des Stoffes aus. Eine absurde Tragikomödie lauert hinter dem Mobiliar und lacht ihr sardonisches Lachen." (Franz Hummel)

Musikalische Leitung: Gerd Herklotz
Regie: Rosamund Gilmore
Ausstattung: Carl Friedrich Oberle

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Aufführung in: Erfurt


13.12.2008

Die Physiker - Theater Vorpommern

Die Physiker: Komödie in zwei Akten von Friedrich Dürrenmatt

Der Physiker Möbius, der die Quantenfeldtheorie (die "Weltformel") gefunden hat, verschanzt sich in Anbetracht der machtpolitischen Dimension seiner Erkenntnisse im Irrenhaus, wo ihn zwei rivalisierende Geheimdienste aufspüren. Deren Agenten richten sich - getarnt als verrückte Physikerkollegen Newton bzw. Einstein - in der Sanatoriumsvilla ein und töten ihre Pflegerinnen, die ihnen auf der Spur waren. Erst als auch Möbius seine Pflegerin umbringt, offenbaren die Drei einander ihren klaren Verstand, ihre Identitäten und Absichten. Möbius hat sein "Weltformel"-Manuskript längst verbrannt, verweigert sich beiden Lagern und entlarvt deren Vertreter als unfreie Handlanger politischer Interessen. Die einsichtigen Physikerspione folgen ihm ins selbst gewählte innere Exil, rechnen aber nicht mit der Anstaltsärztin, die längst das Manuskript fotokopiert hat und sich als die wahrhaft Wahnsinnige entpuppt. Über dieser teuflischen Wendung der Dinge werden auch die Physiker, nun keine freiwilligen Insassen der Anstalt mehr, sondern Gefangene der irrsinnigen Ärztin, wirklich verrückt.

Mit der Spannungs- und Überraschungstechnik des Kriminalstücks britischer Herkunft und auch mit dessen schwarzen Humor hat Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) die Tragikomödie der Repräsentanten der Wissenschaft geschrieben, die wie keine zweite das Bild der gegenwärtigen Welt verändert hat und ihr Schicksal bestimmt. Mit der Logik des Absurden wird die ausweglose Situation derjenigen geschildert, die sich, wie Beutler und Ernesti (Newton und Einstein), in den Dienst der Macht stellen und ihr Genie der Politik unterwerfen, als auch der andern, die wie Möbius ihre ethische Verantwortung gegenüber der Menschheit bejahen und sich lieber selbst auslöschen als jene. "Nur im Irrenhaus sind wir noch frei. Nur im Irrenhaus dürfen wir noch denken", sagt Möbius, "in der Freiheit sind unsere Gedanken Sprengstoff."

Die Physiker haben keine andere Wahl, als vor der Wirklichkeit zu kapitulieren, der sie einerseits mit ihren Gedanken weit vorausgeeilt sind, die ihnen aber andererseits in der Auswertung dieser Gedanken ebenfalls davongelaufen ist. Spione zu werden oder als Irre zu gelten - das ist die verzweifelte Alternative, die Dürrenmatt ihnen in diesem Stück lässt, das in seiner geistigen Problematik ebenso bestürzend und faszinierend wie in seiner theatralischen Wirkung fesselnd und amüsant ist.

Friedrich Dürrenmatt erzielte mit seiner bitterbösen Komödie "Die Physiker", uraufgeführt am 20. Februar 1962 in Zürich, einen Welterfolg. Das Stück thematisiert die Janusköpfigkeit der wissenschaftlichen Forschung und die daraus resultierende Verantwortung der Wissenschaft und der Gesellschaft. Wurden diese Fragen ursprünglich im Kontext der atomaren Bedrohung gestellt, so werfen heute auch die Genforschung, das therapeutische Klonen oder brandaktuell der Klimawandel die gleichen existentiellen Probleme auf.

Inszenierung: Matthias Nagatis
Bühne und Kostüme: Sabine Lindner

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Aufführung in: Greifswald


27.11.2008 bis 11.01.2009

Die Kommission - Theater Bielefeld

Die Kommission: Deutschsprachige Erstaufführung eines Schauspiels von Steven Fechter

Ende des 20. Jahrhunderts. Irgendwo in Europa. In einem unbenannten Land in Osteuropa, in dem bis vor wenigen Monaten noch Krieg herrschte, lernen sich in einem Café die Amerikanerin Paula und die Studentin Tulia kennen. Paula, ehemalige Unidozentin, ist ihrem Mann nach Europa gefolgt. Er ist ein hoher Beamter bei der Kommission zur Aufklärung von Kriegsverbrechen. Im Gespräch konfrontiert Tulia die Vertreterin der westlichen Welt mit ihrer vom Krieg zerstörten Heimat und mit der Angst um ihren Verlobten, Korporal Ivan, der noch nicht aus dem Krieg zurückgekehrt ist. Doch die scheinbar so weit voneinander entfernten Welten der beiden Frauen sind eng miteinander verwoben. Paulas heimlicher Geliebter Karl, der im Auftrag ihres Mannes für die Kommission arbeitet, ist bei der Suche nach Kriegsverbrechern auf Ivan getroffen ...

Inszenierung: Christian Schlüter
Bühne: Annette Breuer

"Ein aufwühlender Abend [...]. Eine mutige Zumutung. Grosses Theater über die Bestie Mensch." (Neue Westfälische)

"Das Publikum war 80 Minuten lang still - bis zum begeisterten Schlussapplaus." (Westfalen-Blatt)

"Das rückwärts erzählte Stück offenbart im Bielefelder Theater am Alten Markt grosse schauspielerische Leistung. Die Figuren sind innerlich zerrissen, deshalb zugleich kühl und voller Emotionen. Sie zu verkörpern, gelingt den Schauspielern der Inszenierung von Christian Schlüter auf das Löblichste." (Die Glocke)

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Aufführung in: Bielefeld


10.01.2009 bis 16.01.2009

Barfoot Bet An'n Hals

Barfoot bet ann Hals: Eine Produktion der Niederdeutschen Bühne Flensburg

Das Theaterstück "Barfoot bet an'n Hals" ist die plattdeutsche Interpretation des Filmklassikers "Ganz oder gar nicht". Darin geht es um die Verwandlung von feingerippten Bauarbeitern zu norddeutschen Chippendales in roter Reizwäsche - irgendwie muss man ja in diesen schwierigen Zeiten ja sein Geld verdienen.

"Abräumer mit nackten Tatsachen. Sechs Flensburger Charakterköpfe ... erobern die schleswig-holsteinische Theaterwelt. Köstlich und meisterhaft - ein Stück das man einfach gesehen haben muss!" (Eckernförder Zeitung)


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Aufführung in: Schleswig


 
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