Shows Anröchte
Hagen Rether: Liebe
Der Mann am Klavier leidet (in mehreren Rollen) am bürgerlichen Leben wie auch den weltpolitischen Zuständen und macht sich Luft in ätzenden Wortkaskaden - stets tagesaktuell. Dann spielt er etwas Bach und schlachtet mehrere Popikonen, flüstert und schreit, singt, grunzt und jodelt, schwadroniert Kultur- und Kapitalismuskritisches, schleicht und rast im Wechsel über die Schmerzgrenze des Publikums. Es purzeln Kategorien und Genre-Regeln: Was ist das nur? Ein blasphemischer Liederabend? Dadaistisches Improtheater? Slam-Poetry? Zeitgeist- Satire? Klaviercomedy oder Polit-Kabarett? Jedenfalls dies: unverschämt.
Unauffällig wie ein Barpianist schleicht er sich mit einigen leisen Akkorden heran, um scheinbar ganz unverbindlich ins Plaudern zu geraten. Hier ein Witzchen, dort eine Übertreibung, da ein Kalauer und plötzlich wird Rether so treffend und bösartig wie derzeit kaum einer seiner Kollegen. Mit der einschmeichelnden Stimme des netten Psychologen von Nebenan trifft Hagen Rether ins Schwarze, sei es beim tagesaktuellen Bundesalltag oder den globalen Zusammenhängen im Grossen und Ganzen. Er schwankt virtuos zwischen Albernheit und tiefer Tragik, Grössenwahn und Verlegenheit, Flirt und Attacke - sein Publikum zwischen Liebe, Lachtränen und stummem Entsetzen. Bittersüss!
Hagen Rether kommt aus Essen und macht so gutes Kabarett, dass er seit 2003 mit Preisen überhäuft wurde. Er bietet eine frische Variante im Kleinkunstgenre, voller Überraschungen in Form und Inhalt, lakonisch und zynisch, klug und hintersinnig - und dabei so elegant, wie es Hagen Rethers Äusseres verspricht. (Foto: G. Schreiber)
"Das ist also der böse Bube des Gegenwarts- kabaretts, der zäh-krampfigen Comedy-Brei mit einem Blubb kalter Ironie zupflastert und den Winsel-Pop von Herbert Grönemeyer im Tränen-Abflussrohr für Liedermacher versiegen lässt." (Münchner Merkur)
"Drei Stunden lang nimmt er planvoll und ohne Hast, voller Sarkasmus, Ironie und Angriffslust das Weltgetriebe auseinander - die personifizierte Rache des ewig auf Abstand gehaltenen Intellektuellen an den ,Machern´ dieser Welt. Die uralte kritische Botschaft, die Verlogenheit der Konsumgesellschaft und des Establishments zu geisseln, erfüllt er subversiv, nonchalant und hundsgemein". (Süddeutsche Zeitung)
"Keine Frage, mit Rethers kurzweilig-intelligenter, oft hochpolitischer Pianoplauderei ist das deutsche Musikkabarett endlich im 21. Jahrhundert angekommen." ( FAZ)
"Das Programm heisst übrigens LIEBE. Es ist eine Sternstunde des Kabaretts." (Frankfurter Rundschau)
"... ist Aufklärer und möchte im Lichte Kants und Lessings Erhellendes sagen - gegen Heuchelei, Angstmacherei, Ungerechtigkeit und Verdummung. Das sollte gutes Kabarett leisten, auch wenn es Gefühle verletzt. Vielleicht muss gutes Kabarett heutzutage auch Gefühle verletzen, um den Panzer aus Stumpfsinn zu durchschlagen, der sich über die Welt zu legen droht." (Mannheimer Morgen)
"Denn Hagen Rether hat viel mehr drauf: Er zeigte sich als eine Art Neil Postman des Kabaretts, erbarmungslos nimmt er das Weltgeschehen auseinander." (Westdeutsche Zeitung)
"Rether ist zynisch, respektlos, politisch absolut unkorrekt und fabelhaft." (Hamburger Abendblatt)
"Hagen Rether bringt etwas auf die Bühne, das bei jungen Kabarettisten keineswegs selbstverständlich ist: einen eigenen Stil, der gepaart ist mit Können, Souveränität und Ausstrahlung." (Stuttgarter Zeitung)
Details zu: Hagen Rether: Liebe in Anröchte
Veranstaltungen in: Aachen, Anröchte, Bamberg, Berlin - Charlottenburg, Berlin, Borken, Bremen, Duisburg, Flensburg, Hagen, Hildesheim, Kamp-Lintfort, Marl, Mönchengladbach (wickrath), Mülheim an der Ruhr, München, Münster, Oberhausen, Oldenburg, Velbert
Tina Teubner
Tina Teubner: Tina Teubner wurde 1966 geboren. Sie verlebte zunächst einige Zeit als Kind, um schliesslich Jugendliche zu werden.
Tina Teubner studierte Musiktherapie in Wien (abgebrochen aus Gründen) sowie Violine an den Musikhochschulen Düsseldorf und Münster und arbeitete als Bühnenmusikerin am Schauspielhaus in Düsseldorf.
1991 begann Tina Teubner zu singen und wurde 1993 in Berlin vom VDMK (Verein zur Durchsetzung mittlerer Katastrophen - oder so ähnlich) mit dem ersten Preis im "Bundeswettbewerb Gesang für Musical/Chanson" ausgezeichnet. Seitdem hat sie neun eigene Programme kreiert, mit denen sie durch die deutschsprachigen Länder tourt.
Mit ihren Chansons ist Tina Teubner häufiger Gast in Radio- und Fernsehshows. Öffentlich-rechtliche Anstalten, in denen sie noch nicht zu Gast war: MDR
1998 wurde Tina Teubner mit einem Stipendium der GEMA (Gesellschaft zur Erlangung mediokrer Alpträume - oder so ähnlich) für Textdichter gefördert. Im selben Jahr gewann die Chansonsängerin unter 137 Bewerbern den erstmals ausgerichteten bundesdeutschen Chansonwettbewerb "Zarah".
Mit ihrem Programm "Nachtwut" wurde Tina Teubner Siegerin der "Westspitzen 1998". 1999 gewann sie den Kabarett-Cup des Mainzer Unterhauses und bekam im Februar den Förderpreis zum "Deutschen Kleinkunstpreis" verliehen. 2002 erhielt sie den Deutschen Kabarettpreis.
Details zu: Tina Teubner in Anröchte
Konzert in: Anröchte
Christoph Sieber: das Gönn Ich Euch
Christoph Sieber: Christoph Sieber, so heisst er, hat an der Folkwang Hochschule Essen Pantomime studiert und dort auch eine fundierte Schauspielausbildung erhalten. Fechten, parodieren, Feuerspucken und -schlucken, tanzen, improvisieren, Skateboardfahren, jonglieren und singen gelernt.Skurrile Geschichten von Menschen, die trotz Untergangsstimmung dem Leben ihre eigenen bunten Farben ins Gesicht pinseln. Immer auf der Höhe der Zeit und trotzdem nie unter der Gürtellinie.
"Er führt Boshaftigkeiten im Munde, setzt die Pointen messerscharf und treffend. Ein Abend mit Christoph Sieber ist Kabarett, wie es sein soll: Der Künstler verwandelt seine Kritik am Zustand der Welt in eine szenische Achterbahnfahrt aus brillanter Sprache und Gestik." (Münchner Merkur)
"Aber am besten ist Christoph Sieber, wenn er die Stimmung kippen lässt, manchmal mit nur einem einzigen Satz. Das lautstarke Lachen gefriert ebenso, wie die Minen der Zuschauer. Plötzlich ist der Arbeit suchende Mann, der schüchtern in die Agentur geschlichen ist, nicht mehr die Witzfigur, die er zu Beginn der Nummer war. Plötzlich ist das Verzweiflung, Angst, Wahnsinn. Siebers schauspielerisches und mimisches Talent ist in diesen Momenten alles, was den Raum erfüllt. Der Rest: Stille." (Lüdenscheider Nachrichten)
Details zu: Christoph Sieber: das Gönn Ich Euch in Anröchte
Veranstaltungen in: Anröchte, Berlin, Remchingen
Big Day Out 5.0
Details zu: Big Day Out 5.0 in Anröchte
Veranstaltung in: Anröchte