Ort: Berlin
Anzeige bundesweit

   





 
Clubs, Hallen, Theater, Open-Air in Berlin. Sehen Sie die Konzerte und Veranstaltungen der Berlin Locations:
 


Startseite » Berlin » Kultur » Opern & Operetten

Opern & Operetten Berlin

Opern & Operetten in Berlin. Einen Überblick in Kurzform finden Sie hier: Opern & Operetten Übersicht
 
 1  2  3  4 · [>>]
 
Anzeige: 1 bis 25 von 84
 

Die Zauberflöte Für Kinder

12.10.2008 bis 29.04.2009 Die Zauberflöte Für KinderDie Zauberflöte Für Kinder: "Die Zauberflöte" ist die berühmteste, die populärste, und die meist aufgeführte deutsche Oper. Die märchenhafte Handlung sowie die wunderbaren, eingängigen Melodien verzaubernt. Auch bei Kindern ist "Die Zauberflöte" beliebt.

Die Oper bietet Kindern eine unglaubliche Vielfalt von Anregungen an die Fantasie: Es gibt den witzigen, unvergesslichen Papageno, die wunderbare Liebesgeschichte zwischen Prinz Tamino und seiner geliebten Pamina, die prachtvolle, weise Welt von Sarastros Sonnentempel, und die böse, gefährliche Königin der Nacht mit ihrer unglaublichen Koloraturdramatik. Dazu kommen auch verzauberte Musikinstrumente, bedrohliche Schlangen und tanzende Tiere, in einer Welt, wo das Gute über das Böse seinen sicheren Sieg feiert.

Jetzt kommt eine ganz besondere Version dieses Opernklassikers für Kinder ab 4 Jahren auf die Bühne. Die Stimmen der Prager Kammeroper wollen das Publikum mit den berühmtesten Arien und Ensembles dieses Meisterwerks verzaubern. Die zauberhafte Geschichte wird von der Schauspielerin Melinda Thompson erzählt. Als Hohe Priesterin Isira präsentiert sie die Handlung in leicht verkürzter, klarer, verständlicher Weise - mit Witz und Charme.

Die "Zauberflöte für Kinder" der Prager Kammeroper ist nicht nur ein Einstieg in die Welt der Oper, sondern gleichzeitig humorvolle Unterhaltung - für Kinder geschaffen, doch keineswegs kindisch.


Details zu: Die Zauberflöte Für Kinder in Berlin
 
Veranstaltungen in: Aalen, Amberg, Bamberg, Bayreuth, Berlin, Bielefeld, Bochum, Chemnitz, Coburg, Düsseldorf, Erfurt, Füssen, Hagen, Halle / Saale, Hamburg, Hannover, Heilbronn, Hof / Saale, Ingolstadt, Kaiserslautern, Kiel, Koblenz, Krefeld, Landshut, Mainz-Finthen, Marburg, Mosbach, Neumünster, Osnabrück, Saarbrücken, Schwäbisch Hall, Siegen, Solingen, Würzburg

   

La Traviata - Staatsoper unter Den Linden Berlin

10.10.2008 bis 04.12.2008 La Traviata - Staatsoper unter Den LindenLa Traviata: La traviata - die "vom rechten Weg Abgekommene" - thematisiert die Utopie von der Liebe und das Scheitern dieser Utopie an den Schranken des gesellschaftlichen Wertesystems. Liebe und Tod als die beiden Schlüsselbegriffe der Handlung rücken die Kameliendame Violetta und ihr tragisches Schicksal, ihre Liebe, die im Verzicht und nach schwerer Krankheit schliesslich im einsamen Tod endet, in den Mittelpunkt.

Regie: Peter Mussbach

"Ein Kleid und sonst nichts. Ein weisses Kleid taucht aus der Dämmerung hinter dem Gazevorhang auf, erstrahlt wie der Gral. Es zieht in der Stille alle Aufmerksamkeit auf sich: Ballkleid, Brautkleid, Totenkleid. Wie aus unendlicher Ferne setzen die Streicher ein. Schemenhaft zeichnen sich vor dem monochromen Rundhorizont allmählich die bleichen Arme der Protagonistin ab und die weissen Seidenschuhe, das mehlweiss gepuderte Gesicht unter der hellblonden Perücke... Sie schreitet wie in Trance, taumelt, strauchelt, sinkt nieder und erstarrt, bleibt aber - wie eine Erinnerung - allzeit präsent: als ob die Traviata schon gestorben wäre, bevor sie zum Bühnenleben erwacht. Riesige Regentropfen perlen, per Video herbeibeordert, den Gazevorhang herunter; schemenhaft, zeigt sich der Asphalt der nächtlichen Strassen von Paris oder draussen in der Provinz, in der die Valery und ihr Alfredo doch keine Ruhe finden können: die beschlagene Scheibe distanziert den Blick auf die Ware Liebe wie auf die wahre Liebe. Fast alles, was an die Zeit des Bürgerkönigs Louis Philippe erinnern könnte, wurde getilgt: Zeitlos die überspannte Liebe, ortlos der frühe Tod. Ein riesiger Uhrzeiger rückt vor und wieder zurück. [...] Ausgelutscht erscheint die Geschichte der Meisterkurtisane des grossen 19. Jahrhunderts. Was kann oder will das Theater mit ihr noch anfangen?! Peter Mussbach macht noch einmal staunen: Seine neue Produktion an der Berliner Staatsoper, die auch zum Auftakt des Festivals in Aix-en-Provence gezeigt werden soll, basiert auf einem autobiografisch getönten Text von Alexandre Dumas d. J., vom dem auch Francesco Maria Piaves Libretto für Verdis Oper von 1853 ausging, sich dann aber erheblich entfernte. Verdis Handlungslogik wird offen aufgekündigt: Die Tableaus changieren zwischen realistischen Momenten, die gleichsam wirklich gelebtes Leben in Erinnerung rufen, und Bildern, in denen Figuren aus dem omnipräsenten Totenreich auftauchen." (Stuttgarter Nachrichten)


Details zu: La Traviata - Staatsoper unter Den Linden Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Andrea Chenier - Deutsche Oper Berlin

26.03.2009 bis 04.04.2009 Andrea Chenier: Dramma di ambiente storico in 4 Akten von Umberto Giordano
Libretto von Luigi Illica

Die Pariser Aristokratie tanzt, obgleich sich in den Palästen die Boten der Revolution offen zeigen. Fünf Jahre später sind die Tänze verstummt. Das Schreckensregime unter Robbespiere lähmt die Gesellschaft und frisst die eigenen Kinder. Vor diesem historischen Hintergrund entspannt sich die Dreiecksgeschichte zwischen dem Diener und späteren Rädelsführer Gerard, dem Dichter André Chenier und der Aristokratentochter Madelaine.

Wenngleich selten aufgeführt, gehört Umberto Giordanos "Andrea Chenier" zu den eindrucksvollsten Werken aus dem Umkreis des sogenannten Verismo, einer Stilrichtung der italienischen Oper, die naturalistische Elemente nicht nur in der Wahl des Sujets, sondern auch in der musikalischen Durchführung in den Vordergrund stellte. Wortführer der neuen Bewegung wurde Pietro Mascagni, dessen Einakter "Cavalleria Rusticana" als Sieger aus einem vom Verleger Edoardo Sonzogno ausgeschriebenen Opernwettbewerb hervorgegangen war und seinen Schöpfer auf einen Schlag berühmt machte. Wichtige Merkmale des »verismo« finden sich auch in Giordanos Revolutionsoper, so etwa die musikalische Verarbeitung historischer Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution und bekannte Revolutions-Klänge wie das "Ça ira", die Carmagnole oder die Marseillaise, die entweder nur angedeutet oder an zentralen Stellen des Werkes auch direkt zitiert werden. Die Hauptfigur, der Dichter André Chénier, ist nach historischem Vorbild gestaltet, das Klima der Französischen Revolution in seinem Wechsel von Schrecken und Pathos sehr theaterwirksam ausgearbeitet. Die Dreiecksgeschichte zwischen dem Dichter, Gérard und der jungen Madeleine wird vor diesem Hintergrund um so anrührender.

Musikalische Leitung: Dimitri Jurowski
Inszenierung: John Dew (1994)
Bühne: Peter Sykora

"Das ist Oper [...] der verschwenderischen Fülle schöner Stimmen hingegeben, voll dramatischer Spannung, melodisch einprägsam [...]. Der Geschichte aus der französischen Revolution lässt die Oper melodischen Ausdruck der allerschönsten Form zukommen, wenn es um das Leben, Lieben und Sterben des Dichters Andrea Chénier geht." (Berliner Sonntagsblatt)

"Peter Sykora hat der Inszenierung ihr vortreffliches Bühnenbild gebaut, das jeweils zwei Akte zu imponierender Einheit zusammenschliesst. Im Nu rutschen auf der von Proletarierfäusten hochgestemmten schrägen Bühne die aristokratischen Popanz-Existenzen in den Müll der Geschichte: ein lebhaft applaudiertes Bild." (Berliner Morgenpost)

"Die innere Aktualität des Stücks darzustellen, gelingt dem Regisseur John Dew ohne gewaltsame äussere Aktualisierung auf verblüffende Weise." (Nürnberger Zeitung)

"In äusserst zurückhaltender Personenregie benutzt John Dew die Liebesgeschichte zwischen dem Revolutionspoeten Andrea Chénier und der Aristokratin Madeleine de Coigny, um plastisch den historischen Hintergrund der Schreckensherrschaft Robespierres herauszuarbeiten. Zugleich gelingt es ihm, pointiert aufzuzeigen, dass Geschichte ein ständiger Wechselprozess ist, in dem das Unten nach oben drängt, um am Ende selbst wieder verdrängt zu werden." (Opernglas)

Details zu: Andrea Chenier - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Die Liebe Zu Drei Orangen - Komische Oper Berlin

11.10.2008 bis 27.12.2008 Die Liebe Zu Drei Orangen - Komische Oper BerlinDie Liebe Zu Den Drei Orangen: Der König ist verzweifelt...

Sein Sohn, der doch einmal die Herrschaft über sein Reich übernehmen soll, ist unheilbar melancholisch. Er wird sterben, wenn es ihm nicht gelingt, ihn zum Lachen zu bringen. Die letzte Hoffnung ist der Spassmacher Truffaldino. Und tatsächlich, er bringt den Prinzen zum Lachen. Dem frühzeitigen Happy End aber stellt sich einiges in den Wege, so die böse Fee Fata Morgana und die Nichte des Königs, Clarice, die es selbst auf den Thron abgesehen hat. Ein Marsch durch die Wüste, eine Liebe zu Orangen, erwartete Labsal, verdurstende Prinzessinnen und natürlich die liebliche Ninetta versprechen einen Abend voll Unterhaltung.

"Theater ist wohl ein Grundbedürfnis des Menschen... Es scheint ein menschliches Grundbedürfnis zu sein, sich zu verwandeln... In diesem Sinne ist Prokofjews Oper vor allem ein Bekenntnis zum Theater in seiner ganzen Vielfalt, die eben die Vielfalt des Lebens ist. Vorallem aber ist sie ein Bekenntnis zum spielerischen Charakter des Theaters." (Andreas Homoki, Regisseur)

"Dieser Prokofjew geht mit solch ansteckender Begeisterung über die Bühne, dass das ganze Publikum ganz und gar aus dem Häuschen gerät. Der Riesenspass, den das spiellaunige Ensemble, Chor und Orchester entfachen, weckt die Lebensgeister des Publikums." (Opernwelt)

"...eine Sternstunde des Musiktheaters". (Radio 3)

"Ein Theaterwunder! Richtiger noch: musikalisches Wundertheater." (Berliner Morgenpost)


Details zu: Die Liebe Zu Drei Orangen - Komische Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Die Hochzeit Des Figaro - Komische Oper Berlin

15.02.2009 bis 13.04.2009 Die Hochzeit Des Figaro - Komische Oper BerlinDie Hochzeit Des Figaro: Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Sechs Jahre lang musste der Dramatiker Beaumarchais kämpfen und intrigieren, bis er Ludwig XVI. die Zustimmung zur Uraufführung seiner Komödie Die Hochzeit des Figaro abgenötigt hatte. Erheblich weniger erfolgreich war der Theaterdirektor Emanuel Schikaneder, der eine deutsche Bearbeitung des Stücks in Wien zur Aufführung bringen wollte: Joseph II. untersagte die Aufführung am Tag der Premiere, genehmigte allerdings die Drucklegung des Textes. Mozart, der gerade eifrig nach einem Stoff für eine neue Oper suchte, las ihn und erkannte seine Eignung für das Musiktheater. In Lorenzo Da Ponte fand er nicht nur einen genialen Librettisten, sondern - was möglicherweise noch wichtiger war - auch einen geschickten Taktiker, der die Genehmigung für eine Oper nach dem skandalumwitterten Stoff erwirken konnte. So konnte das Wiener Publikum doch noch seine Freude haben an dieser Geschichte von einem Aristokraten, der von seinen Dienern im Bunde mit seiner Gattin an der Nase herumgeführt wird. Die Uraufführung der Oper am 1. Mai 1786 gestaltete sich zu einem triumphalen Erfolg, der dem Stück, das seither als eines der Gipfelwerke der Oper gilt, bis heute treu geblieben ist.

Regisseur Barrie Kosky sieht das Stück über den Grafen, der der Zofe seiner nicht mehr besonders stark geliebten Gattin nachstellt und von seinem Diener im Bunde mit seiner Gattung genasführten Grafen Almaviva als "eine Oper über Männer und Frauen in überfüllten, klaustrophobischen Räumen. Eine Oper über Familiengeheimnisse, sexuelle Heimlichkeiten und die Angst vor dem Entdeckt werden. Eine Oper über Glück, Alleinsein und die Suche nach Gemeinschaft. Eine Oper zwischen Luis Buñuels Diskretem Charme der Bourgeoisie und der Entensuppe der Marx Brothers."

Musikalische Leitung: Kimbo Ishii-Eto

"Mit dieser umjubelten Premiere ist die Komische Oper einen weiteren Schritt auf ihrem Konsolidierungskurs vorangekommen. Koskys ,Figaro'-Spass dürfte nicht nur regelmässig für ein ausverkauftes Haus sorgen, mit dieser Produktion kristallisiert sich auch weiter heraus, dass der Mozart-Zyklus zum Alleinstellungsmerkmal des Hauses wird." (Der Tagesspiegel)

"Sehr schön, sehr komisch, dabei ernst oder besser: Erwachsen." (Berliner Zeitung)

"Das neue, sehr erfolgreiche Profil der Komischen Oper wird gerade im neuen Mozartzyklus deutlich. Hier wechselt Intendant Andreas Homoki überzeugend die alten Inszenierungen aus. Nach Peter Konwitschnys ,Don Giovanni' und Calixto Bieito ultrabrutaler ,Entführung' führt nun Barrie Kosky ,Die Hochzeit des Figaro' als unterhaltsame, tiefsinnige Komödie über Sexualität und Begehren vor." (Der Standard, Wien)

"Ihr, die ihr wisst, was Liebe ist: Selten kommt Mozarts kühl sezierendes, blanke Trivialität mit innigstem Ausdruck verschmelzendes Meisterwerk derart hinreissend komisch auf die Bühne wie hier." (taz)


Details zu: Die Hochzeit Des Figaro - Komische Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

La Périchole - Berliner Ensemble

15.10.2008 La Périchole: Opéra Bouffe in drei Akten von Jacques Offenbach

Details zu: La Périchole - Berliner Ensemble in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Eugen Onegin - Staatsoper unter Den Linden Berlin

12.10.2008 bis 22.10.2008 Eugen Onegin: Oper von Peter I. Tschaikowsky
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Nachdem Tschaikowsky zuvor praktisch nur Misserfolge erzielt hatte, hegte er für seine fünfte Oper besondere Pläne, die aus seiner Sicht nachhaltig innovativ auf das damalig gegenwärtige Musiktheaterschaffen wirken sollten. Er dachte an etwas völlig Neues: Eine Oper ohne äussere Dramatik, ohne Effekte, ohne Gift, Mord, Intrige, ohne schwülstige Liebesschwüre und auch ohne reisserische Koloraturen. In einem Brief vom 18. Mai 1877 an seinen Bruder Modest äusserte er sich darüber detailliert, versehen mit einem Seitenhieb auf Verdi: "Wie froh ich bin, all die äthiopischen Prinzessinnen und Pharaonen mit ihrem unnatürlichen Gehabe loszuwerden". Und in einem Brief an seine lebenslange Vertraute Nadeshda von Meck wies er bereits gezielter auf das Markante der musikalischen Dramaturgie seines neuen Werkes hin, indem er schrieb: "Der Inhalt ist so unraffiniert, bietet gar keine Bühneneffekte, und auch die Musik ist jeglichen Glanzes, jeglicher verblüffender Knalleffekte bar ... Diejenigen also, welche in der Oper auf die Handlung das Hauptgewicht legen, werden unbefriedigt bleiben."

Was dem Komponisten im Eigentlichen also vorschwebte, war eine Opernhandlung, die weniger den äusseren dramatischen Konflikt und stattdessen eine epische Aneinanderreihung einzelner Bilder darstellt. Für diese Idee griff Tschaikowsky auf Alexander Puschkins Roman in Versen (von Belinsky als "Enzyklopädie des russischen Lebens" bezeichnet) zurück und entnahm daraus charakteristische Teile, um diese zu Lyrischen Szenen aneinander zu fügen.

Musikalische Leitung: Daniel Barenboim
Inszenierung / Bühnenbild / Lichtkonzeption: Achim Freyer (2008)

Details zu: Eugen Onegin - Staatsoper unter Den Linden Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

La Cenerentola - Deutsche Oper Berlin

20.05.2009 bis 02.06.2009 La Cenerentola: Dramma giocoso in zwei Akten von Gioacchino Rossini
Libretto von Jacopo Ferretti

Die Geschichte vom Aschenputtel, das als Dienstmagd ein Schattendasein im elterlichen Haus führt und am Ende den Prinzen heiratet, gehört zu den beliebtesten Topoi der Märchenliteratur. Rossini stützte sich vor allem auf die Version von Charles Perrault, dessen Cendrillon ou La petite pantoufle de verre von 1697 stammt. Kompositorisch konnte er aus dem Vollen schöpfen: Der Reichtum an opernwirksamen Motiven und Situationen, der Kontrast zwischen der schönen Unschuld und ihren garstigen Schwestern, auch die Moral der Geschichte, nämlich die Gewissheit vom Sieg des Guten, boten ihm beste Gelegenheiten für ebenso komische wie anrührende Szenen.

Musikalische Leitung: Paolo Arrivabeni
Inszenierung: Sir Peter Hall
Eine Produktion des Glyndebourne Festival 2005

"Rossinis Opern sind meiner Meinung nach nur dann komisch, wenn man sie ernst nimmt. Auch wenn es befremdlich klingen mag, kann man ,La Cenerentola' eine im sozialen Sinne fortschrittliche Oper nennen. Er nahm ein Märchen und machte daraus ein sozialkritisches Dokument, aber keines, das verbissen und streng daherkommt. Im Gegenteil, es steckt voller Witz. Es geht um Vernunft und Rationalität, um Menschlichkeit viel mehr als um ein zufälliges, wundersames Geschehen. Der Text allein bleibt hohl und nichtssagend, erst die Musik erweckt das Werk zu stürmischer Emotionalität. ,La Cenerentola' ist eine Sozialkomödie. Da geht es um ein Mädchen, das seine Chance erkennt - und sie nutzt. Und um einen jungen Prinzen, der erst noch erwachsen werden muss, bevor er heiraten kann." (Sir Peter Hall)

Details zu: La Cenerentola - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Ariadne auf Naxos - Deutsche Oper Berlin

08.02.2009 bis 27.02.2009 Ariadne auf Naxos: Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel von Richard Strauss
Libretto von Hugo von Hofmannsthal

Jeder Mann - ein Gott! Mit dieser These versucht Zerbinetta die liebeskranke Ariadne zu trösten. Doch diese bleibt uneinsichtig: ohne Theseus, der sie verliess, hat das Leben für sie keinen Sinn. Sie möchte sterben. Dass es zum Austausch zwischen diesen höchst gegensätzlichen Frauengestalten kommt, verdankt sich einer turbulenten Vorgeschichte. Im Hause des reichsten Mannes von Wien laufen die Vorbereitungen für einen Opernabend auf Hochtouren. Die tragische Oper "Ariadne" soll gegeben werden, gefolgt von einem heiteren Intermezzo. Da platzt in die Betriebsamkeit ein neuer Wunsch des Mäzens: Um den Beginn des Feuerwerkes nicht zu gefährden, sollten beide Opern zeitgleich auf einer Bühne gegeben werden...

Theater auf dem Theater: Strauss und Hofmannsthal konstruieren in ihrer dritten gemeinsamen Schöpfung ein geistreiches Spiel von Bezügen, Stilzitaten und Allusionen, bedienen sich dabei grosszügig aus dem Fundus der Kulturgeschichte - von der seit der Antike als Inbegriff der verlassenen Frau geltenden Ariadne bis zu Commedia dell´Arte-Figuren, von der Parodie eines Lenz-Gedichtes bis zum Brahmsschen Wiegenlied. Die selbstauferlegte kühle Distanz aber können die beiden Autoren nicht aufrecht halten: Die von einem 35-köpfigen Kammerensemble gespielte Musik steigert sich zur Apotheose, wenn Ariadne, den Todesgott erwartend, am Ende der Oper mit Bacchus zu einem neuen Leben aufbricht. Hat Zerbinetta also doch Recht behalten? Hinter dem ironisch gebrochenen vergnüglichen Spiel verbirgt sich ein existentielles Thema: Um sich selbst treu zu bleiben, muss der Mensch sich verwandeln.

Musikalische Leitung: Jacques Lacombe
Inszenierung: Robert Carsen (2009)
Bühne: Peter Pabst


Details zu: Ariadne auf Naxos - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

La Bohème - Deutsche Oper Berlin

18.12.2008 bis 04.01.2009 La Boheme - Deutsche Oper BerlinLa Boheme: Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Szenen aus Henri Murgers "La vie de Bohème"

Der Künstler-WG ermangelt es an fast allem: an Holz, an Essen. Aber die vier Bohèmiens besitzen Idealismus zur Kunst und jede Menge Lust zur Verliebtheit. "Ein Geschlecht hartnäckiger Träumer, für welche die Kunst ein Glaube geblieben ist, statt ein Beruf zu werden", so Henri Murger, dessen Roman die Grundlage dieser Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini bildet.

Wie eine Reportage erzählt das Werk die Geschichte von vier jungen Männern, die freiwillig, und zwei Frauen, die unfreiwillig das grossstädtische "Zigeuner-Leben" mit seinen kleinen Freuden und grossen Entbehrungen führen. Puccinis ohrwurmdurchzogene Musik bringt uns die Protagonisten emotional ganz nah. Sie zu verklären wäre ein Missverständnis, dem die detailreiche Inszenierung von Götz Friedrich entschieden entgegentritt.

Musikalische Leitung: Renato Palumbo / Alexander Joel
Inszenierung: Götz Friedrich (1988)
Bühne, Kostüme: Peter Sykora

"So wie ,La Bohème immer Persönlichstes anspricht und herausfordert - intellektuelle Snobisten und frustrierte Beckmesser sollten die Oper meiden! -, kann ich nur sehr persönlich hinzufügen: In dreissig Jahren etwas älter geworden, ist die Sehnsucht gewachsen, den Hoffnungen und Enttäuschungen, Träumen und Schmerzen der Jugend nachzuspüren und sie im Spiel, zu Bild, Handlung und Klang geformt, nachzuvollziehen. So wird die neue Begegnung mit diesem Werk Ausdruck der Sehnsucht nach der eigenen Jugend. Ich denke, darin liegt das offene Geheimnis der noch immer lebendigen Aktualität von Pucinis ,La Bohème'." (Götz Friedrich)

"... kommt eine Opernaufführung zustande, die ihren Reiz im liebevollen Detail, in der Poesie des Alltags hat, ohne den grossen Bogen und Zusammenhang einer konsequent durchdachten Inszenierung ausser acht zu lassen." (Berliner Sonntagsblatt) "Götz Friedrich zeigt eine Jugend, die übermütig rebelliert und melancholisch resigniert, träumend zwischen Hoffnung und Enttäuschung." (Wiesbadener Tageblatt)

"Die musikalische Liebeslegende im üppigen Bühnenbild von Peter Sykora erntete beim Premierenpublikum rauschenden Beifall." (Berliner Morgenpost)


Details zu: La Bohème - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Tosca - Deutsche Oper Berlin

07.01.2009 bis 24.06.2009 Tosca - Deutsche Oper BerlinTosca:

Details zu: Tosca - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Der Vetter aus Dingsda - Komische Oper Berlin

03.05.2009 bis 17.07.2009 Der Vetter aus Dingsda: Operette in drei Akten von Eduard Künneke
Libretto von Hermann Haller und Rideamus

Sieben Jahre in Batavia gehen an keinem Menschen spurlos vorüber. Auch nicht an Roderich de Weert. Und so ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass er überhaupt nicht dem Bild entspricht, das sich Julia von ihrem Vetter gemacht hatte. Dummerweise hält sie aber nicht nur ihre siebenjährige Sehnsuchtsprojektion für verbindlich, sondern auch den Liebes- und Treueschwur, den ihr Roderich gab, als er mit sechzehn in die Fremde ging. Seither wartet sie auf ihn. Für ihren lästigen Vormund Josse und seine Frau Wilhelmine, die Julias beträchtliches Vermögen verwalten und fleissig verwenden, wird das zum Problem: Das Mädchen ist bald volljährig, die Vormundschaft wäre damit beendet - und ob Julia gewillt ist, die beiden weiter durchzufüttern, ist mehr als fraglich. Die sauberste Lösung wäre folglich die Heirat mit Josses Neffen August. Zwar hat Josse den noch nie gesehen, doch bliebe das Geld wenigstens in der Familie. Als nacheinander zwei fremde Männer auftauchen und sich jeweils als Roderich ausgeben, ist die Verwirrung komplett. Ob nun der erste Fremde der ersehnte Vetter ist oder der zweite oder ob der richtige Roderich nicht doch eigentlich der falsche ist, wird in Eduard Künnekes 1921 im Berliner Theater am Nollendorfplatz uraufgeführter Operette geklärt. Oder eben nicht.

Musikalische Leitung: Patrick Lange
Inszenierung: Cordula Däuper


Details zu: Der Vetter aus Dingsda - Komische Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Der Freischütz - Deutsche Oper Berlin

26.05.2009 bis 18.06.2009 Der Freischütz - Deutsche Oper BerlinDer Freischütz: So recht vermochte sich das Musiktheater in Deutschland nie zu entscheiden, ob sein populärster Gattungsbeitrag denn nun eher ein Schmerzens- oder ein Freudenkind sei. Der Variantenreichtum der szenischen Deutungsgeschichte der letzten etwa dreissig Jahre illustriert diesen Umstand sinnfällig.

Der Komponist Carl Maria von Weber höchstselbst erklärte seiner Braut Caroline Brandt einst den Inhalt des Stücks mit den Worten: »Ein alter fürstlicher Förster will seinem braven Jägerburschen Max, seine Tochter und Dienst geben, und der Fürst ist es zufrieden, nur besteht ein altes Gesetz, dass jeder einen schweren Probeschuss ausführen muss. Ein anderer boshafter liederlicher Jägersbursche Kaspar hat auch ein Auge auf das Mädel, ist aber dem Teufel halb und halb ergeben. Max, sonst ein trefflicher Schütze, fehlt in der letzten Zeit vor dem Probeschuss alles, ist in Verzweiflung darüber und wird endlich dadurch von Kaspar dahin verführt, sogenannte Freykugeln zu giessen, wovon sechs unfehlbar treffen, dafür aber die siebte dem Teufel gehört. Diese soll das arme Mädchen treffen, dadurch Max zur Verzweiflung und Selbstmord geleitet werden ec. Der Himmel beschliesst es aber anders. Beim Probeschuss fällt zwar Agathe, aber auch Kaspar, und zwar wirklich als Opfer des Satans, erstere nur aus Schrecken, warum ec. ist im Stück entwickelt. Das Ganze schliesst freudig.«

Alexander von Pfeil inszeniert den "Freischütz" für die Deutsche Oper Berlin. Es dirigiert Renato Palumbo. Premiere ist am 24. März 2007.



Details zu: Der Freischütz - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Die Hochzeit Des Figaro - Deutsche Oper Berlin

17.06.2009 bis 25.06.2009 Le Nozze Di Figaro - Deutsche Oper BerlinDie Hochzeit Des Figaro: Commedia per musica in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Diese Oper ist das Ergebnis von Mozarts erster Zusammenarbeit mit dem Textdichter Lorenzo da Ponte, der später noch die Textbücher zu "Don Giovanni" und "Così fan tutte" verfassen sollte, basiert auf dem damals ebenso aktuellen wie umstrittenen französischen Lustspiel "La folle journée, ou Le Marriage de Figaro" (1783/84) von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais. Eine Komödie über ein Dienerpaar, das sich erfolgreich gegen seine Herrschaft zur Wehr setzt, war im vorrevolutionären Paris der frühen achtziger Jahre des 18. Jahrhunderts ein unerhörter Skandal.

Dass da Ponte es schaffte, das Stück am Wiener Hof durchzusetzen, der ganz und gar nicht daran interessiert war, ein solch aufmüpfiges Spektakel auf die Bühne zu bringen, grenzt an ein Wunder. Mozart und da Ponte überarbeiteten die Handlung, milderten die gesellschaftliche Brisanz der Charaktere ein wenig und passten die Dramaturgie des Stückes den Bedingungen des Musiktheaters an, ohne dabei die Bedeutung der Vorlage zu verleugnen. Das Ergebnis war eine der vollkommensten musikalischen Komödien der Operngeschichte: Zeitlos in ihrer Menschlichkeit, raffiniert und voller überraschender Wendungen im Aufbau der Handlung und von einem überwältigenden musikalischen Reichtum, der jede einzelne der Figuren in ihrem Verhältnis zu sich selbst wie auch zu den anderen lebendig werden lässt.

Musikalische Leitung: Yves Abel
Inszenierung: Götz Friedrich ( (1978)
Bühne/Kostüme: Herbert Wernicke

" Die Inszenierung von Götz Friedrich folgt der Mozartschen Vorgabe mit psychologischem Scharfblick, Sinn für das Absurd-Komische in den sich steigernden Verwicklungen und mit dem Verständnis für die menschliche Unvollkommenheit, die Mozart, nie entlarvend, aber immer kritisch analysierend begreifbar macht." (Dramaturgie Deutsche Oper Berlin)



Details zu: Die Hochzeit Des Figaro - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Orlando Paladino - Staatsoper unter Den Linden Berlin

10.05.2009 bis 17.05.2009 Orlando Paladino: Oper von Joseph Haydn
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Koproduktion mit den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

Haydns wohl erfolgreichste Oper wurde im Dezember 1782 auf Schloss Eszterháza uraufgeführt und bald darauf überall in Europa nachgespielt. Sie ist der Mischgattung der Opera semiseria zuzurechnen, enthält also sowohl heroische (ernste) wie komische Elemente. Die Partitur weist einen überaus grossen musikalischen Reichtum auf. Das zeigt sich deutlich in den meist ein- oder zweiteiligen Arien, die sich sowohl der heroischen wie auch der komischen Charaktere (hier vor allem der Sancho-Pansa-Figur des Dieners Pasquale) bedienen. Und es zeigt sich in besonderer Weise auch in den Aktfinale, denn im Unterschied zu Haydns ebenfalls chorloser Armida von 1784 sind im ORLANDO die drei Akt-Schlüsse jeweils zu grossen Tutti-Ensembles ausgebaut.

Die Handlung geht auf das Epos "Orlando Furioso" (Der rasende Roland) von Ludovico Ariost aus dem Jahre 1516 zurück. Haydns Oper stellt dem Liebespaar der Königin Angelica (nach dem Ursprungslibretto ist sie Königin von Nordchina) und dem schönen Sarazenen-Kämpfer Medoro die Raserei des in Angelica verliebten fränkischen Ritters Orlando (Roland) gegenüber. Der aufgrund seiner unerfüllten Liebe wahnsinnig gewordene Orlando will Angelica und Medoro töten, die nur aufgrund von Zauberkräften der Fee Alcina und des Lethe-Fährmanns Caronte gerettet werden. Die komischen Figuren, etwa das niedere Paar, bestehend aus Eurilla und Pasquale, ergänzen und spiegeln auf ihre Weise diese Handlung, die dem heutigen Fantasy-Genre gerecht werden könnte.

Musikalische Leitung: René Jacobs
Es spielt das Freiburger Barockorchester


Details zu: Orlando Paladino - Staatsoper unter Den Linden Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Don Giovanni - Staatsoper unter Den Linden Berlin

15.03.2009 bis 31.03.2009 Don Giovanni - Staatsoper unter Den Linden BerlinDon Giovanni: Oper von Wolfgang Amadeus Mozart Die Zusammenarbeit mit dem kongenialen Textdichter Lorenzo Da Ponte war für Mozart im Fall der komischen Oper LE NOZZE DI FIGARO überaus erfolgreich verlaufen. Das Publikum der Prager Premiere zeigte sich begeistert. Diese Gunst wollten Da Ponte und Mozart nutzen und suchten rasch nach einem neuen Stoff. Sie fanden ihn in verschiedenen Quellen um die Legende des von Tirso de Molina in die Weltliteratur eingeführten Frauenhelden Don Giovanni. In der Oper IL DISSOLUTO PUNITO OSSIA IL DON GIOVANNI (Der bestrafte Wüstling oder Don Giovanni) lassen sie den charismatischen Verführer in eine zunehmend verzwickte Lage geraten und schliesslich für seine betrügerischen Amouren und einen Totschlag vor den Augen seines treuen Dieners Leporello zur Hölle fahren.

Wohl nirgends sonst jongliert Mozart so gekonnt und zielgerichtet mit historischen Opernmodellen, klassischem Formgefühl und einer Ausdrucksintensität, die die Romantik vorausahnt. In den Kontrasten von Hell und Dunkel, Komik und Dämonie, Dur und Moll tut sich eine Welt der musiktheatralischen Farben auf, wie es sie in dieser Verwobenheit vorher nie gegeben hat. In diesem dramma giocoso durchkreuzen sich die affektgeladene Arien-Aura der ernsten Opera seria mit der verspielten Heiterkeit der Opera buffa. Dieses Verfahren wurde ab der Mitte des 18. Jahrhunderts in der Nachfolge Goldonis von vielen Komponisten angewandt, das Besondere bei Mozarts DON GIOVANNI ist aber, dass die allgemeine Zuordnung der Personen zu der jeweiligen Sphäre aufgehoben wird und dadurch jede stereotype Personenzeichnung aufgelöst ist. Musikalisch erscheinen beide zu jener Zeit eigentlich strikt getrennten Operntypen in den grandiosen Ensemble-Sätzen sogar kühn gekreuzt.

Für E. T. A. Hoffmann war DON GIOVANNI die "Oper aller Opern". Kierkegaard bezeichnete sie in seinem Entweder - Oder von 1843 als "Inkarnation der Genialität des Sinnlichen". Und Brecht schrieb darüber: "Dieser Gipfel ist nie wieder erreicht worden."

Musikalische Leitung: Daniel Barenboim
Inszenierung und Bühnenbild: Peter Mussbach
Koproduktion mit dem Teatro alla Scala di Milano

"Die Aufführung hat in ihrem exemplarischen Minimalismus eine suggestiv beschwörende Ernsthaftigkeit. Es setzt szenische Verzweiflungsschreie, sie alle tadellos herausgesungen. Das ist in jeder Beziehung grandios. Der Vater dieser Überraschung ist natürlich Barenboim, der über der Musikalität der Aufführung wacht wie mit Argusaugen und einem Argus-Taktstock dazu. Gleich mit dem ersten Orchesterschlag der Ouvertüre marschiert das Grauen herauf. (...) Mozart hätte gestaunt." (Berliner Morgenpost)

"Peter Mussbach hatte einen allerfeinst stilisierten, in Schwarz, Weiss und Grautönen geschmackvoll abgetönten Tanz ausgeklügelter Figuren inszeniert, die Solisten wiederum sangen ein bis in feinste Schwebungen und Regungen genaues Seelenspiel um Erotik, Trauer, Verführung, Eifersucht, Trotz, Furor - um alles, was die ,Oper der Opern' zu geben vermag. Wer sich diesen acht kostbaren Stimmen allein hinzugeben vermochte, erlebte einen ausserordentlichen Abend." (Neues Deutschland)

"Pavol Breslik hält in seiner lyrischen Geradeaus-Stimme einen messingfarbig heldenfesten Kern versteckt. Er beherrscht die Technik des Messa-di-voce-Singens - das langsame An- und Abschwellen eines Tones - wie kein zweiter Don Ottavio dieser Tage." (FAZ)


Details zu: Don Giovanni - Staatsoper unter Den Linden Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

La Bohème - Komische Oper Berlin

30.10.2008 bis 27.01.2009 La Bohème - Komische Oper BerlinLa Boheme: Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Szenen aus Henri Murgers "La vie de Bohème"

Wer hätte nicht schon mal davon geträumt, ein echtes Bohème-Leben zu führen? Jung und arm, aber frei und glücklich. Eine ungebundene Existenz ohne Verantwortung, fern von Ordnung und Reglements, nur im Moment, aber immer für die Kunst lebend, mit zahllosen Amouren und dem Café als Hauptquartier - und vor allem absolut unbürgerlich. Dieser Wunschtraum des etablierten Bürgers auf dem heimischen Sofa nährt sich aus Henri Murgers Episodenroman "La vie de Bohème" über das Künstler- und Studentenleben im Pariser Quartier Latin und natürlich vor allem aus Puccinis weltberühmter Oper.

"Da ist Menschlichkeit, da ist Empfindung, da ist Herz. Und da ist vor allem Poesie." Wie Puccini Alltägliches durch emotionsgeladene Musik überhöht, wie er mit wenigen kompositorischen Mitteln plastische Atmosphäre zaubert und uns in überaus sensiblen Kantilenen schwelgen lässt, ist noch heute betörend.

Musikalische Leistung: Carl St. Clair / Patrick Lange
Inszenierung: Andreas Homoki

"Gelungen ist es, weil das junge Ensemble, das sich mit Leidenschaft für die Sache und mit grosser Musikalität bei Händel, Gluck, Offenbach und auch Mozart bewährt hat, von Puccini herausfordern lässt, ganz spielerisch und entspannt seine physischen Grenzen auszutesten. (...) Es macht Spass, ihnen zuzuhören, wie sie es einfach mal versuchen mit diesem Puccini." (taz)

"Homoki verstand es mit seiner Konzentration auf die Psychologie der Figuren und einer sehr detailgenauen und präzisen Personenregie zu fesseln und zu ergreifen. Was wiederum im Umkehrschluss nur zeigt, dass Theater und Oper nicht unbedingt der grossen, opulenten Ausstattung bedürfen, um mit de jeweiligen Geschichte gefangen zu nehmen. Erforderlich ist dazu allerdings eine Regie, die Gefühle in Haltungen, in Bewegung umzusetzen versteht. Hierin ist Homoki ein Meister." (opernnetz.de)

"Die Komische Oper Berlin wird Ihrem Ruhm als Oper des Jahres 2007 gerecht." (dradio)


Details zu: La Bohème - Komische Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Carmina Burana - Konzerthaus Berlin

01.01.2009 Carmina Burana:

Details zu: Carmina Burana - Konzerthaus Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Mascagni-Gala - Deutsche Oper Berlin

23.05.2009 Pietro Mascagni Gala: Ein Programm mit Werken von Pietro Mascagni (1863-1945)

Musikalische Leitung: Eugene Kohn
Chöre: William Spaulding
Sopran: Mariana Pentcheva
Mezzosopran: Liane Keegan / Ulrike Helzel
Tenor: Andrea Bocelli
Bariton: Renato Bruson
Es spielt das Orchester der Deutschen Oper Berlin und es singt der Chor der Deutschen Oper Berlin


Details zu: Mascagni-Gala - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Tannhäuser - Deutsche Oper Berlin

30.11.2008 bis 31.05.2009 Tannhäuser: Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner
Libretto von Richard Wagner

Der Minnesänger Tannhäuser sehnt sich aus dem Reich der Venus in sein irdisches Leben zurück. Die Aussicht auf die Begegnung mit der geliebten Elisabeth bewegt ihn zur Heimkehr. Tannhäusers Bekenntnis zur Lust - vorgebracht im höfischen Sängerwettstreit - bringt die Gesellschaft in Aufruhr.

Das Theater als Traumort: Ausgehend von der Überlegung, dass Venus und Elisabeth lediglich zwei Möglichkeiten darstellen, die eine Person in sich zu vereinen vermag, ist Wagners Oper Ausgangspunkt für ein Bühnen-Spiel mit den Facetten und Möglichkeiten im zwischenmenschlichen Miteinander. Nicht nur der mittelalterliche Moralkodex, dem das Personal des Stückes vordergründig unterworfen, ist dabei eine der bestimmenden Ebenen, sondern auch die Wandlungen des Blickwinkels, die durch die entgegenstehenden dispositionellen Ausprägungen in einer Person möglich sind. Nicht mehr der Hin- und Hergerissene steht im Zentrum der Beachtung, sondern viel stärker als allgemein üblich die Hin- und Herreissende: Venus/Elisabeth. "Tannhäuser" aus der Sicht der einen Frau, die viel mehr ist als lediglich Hure oder Heilige. Mehr als dieses Entweder-Oder interessiert uns, in diesem Werk der "Kunst der Liebe" nachzuspüren.

Musikalische Leitung: Philippe Auguin / Ulf Schirmer
Inszenierung: Kirsten Harms (2008)
Bühne, Kostüme: Bernd Damovsky


Details zu: Tannhäuser - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Pique Dame - Komische Oper Berlin

25.01.2009 bis 18.07.2009 Pique Dame: Oper in drei Akten von Pjotr I. Tschaikowski
Libretto von Modest I. Tschaikowski
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze

Der deutsche Ingenieur Hermann fühlt sich in Russland als Aussenseiter. Er hat zwar durchaus die ihm mögliche Karriere gemacht, aber von seinen Minderwertigkeitsgefühlen kann er sich nicht befreien: immer zu wenig Geld, immer anderen unterlegen. Als er herausfindet, dass Lisa die Verlobte des Fürsten Jeletzki ist, will er den Traum vom gemeinsamen Liebesglück auch gleich aufgeben. Wie soll sich ein Mädchen aus den höchsten Kreisen einer auf Äusserlichkeiten konzentrierten Gesellschaft denn auch für jemanden interessieren, der ganz offensichtlich nicht zu den "happy few" gehört? Durch Zufall erfährt Hermann von einem Ausweg: Von Lisas Vormund, der alten Gräfin, erzählt man sich, sie kenne eine todsichere Kartenkombination fürs Glücksspiel. Und was, wenn nicht Geld, könnte seine Situation grundsätzlich verändern? Der Plan wird für Hermann zur fixen Idee, die sein Leben beherrscht, seine Wahrnehmung verändert und nicht nur für ihn tödlich endet.

Von Liebe, Verzweiflung und Obsessionen handelt Tschaikowskis 1890 uraufgeführte Oper. Mit oberflächlich leichter Musik charakterisiert er die Gesellschaft und stellt sie so in starken Kontrast zur Innerlichkeit der dichten psychologischen Schilderung der Protagonisten. Auf bedrückende Weise zeichnet Tschaikowski so nicht nur das Schicksal eines Menschen, der das Wesentliche aus dem Blick verliert, sondern auch das Bild einer Gesellschaft, die das Scheitern des einzelnen vor Augen hat und es doch nicht wahrnimmt.

Inszenierung: Thilo Reinhardt


Details zu: Pique Dame - Komische Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Aida - Deutsche Oper Berlin

28.11.2008 bis 12.04.2009 Aida - Deutsche Oper BerlinAida: Opera lirica in vier Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Antonio Ghislanzoni nach einem Entwurf von Auguste Mariette, ausgearbeitet von Camille Du Locle in Zusammenarbeit mit Giuseppe Verdi

Aida ist Sklavin am ägyptischen Hof von Memphis. Niemand weiss, dass ihr Vater der Äthiopierkönig Amonasro ist, der sich auf einen Angriff Ägyptens vorbereitet. Als Radamès, Aidas heimlicher Geliebter, Führer des ägyptischen Heers wird, verzweifelt sie. Radamès besiegt die Äthiopier - zum Dank soll er die Pharaonentochter Amneris zur Frau erhalten. Amonasro, der als Kriegsgefangener nach Memphis gebracht wird, überredet Aida, Radamès geheime Kriegspläne zu entlocken. Für den Hochverrat erhält Radamès die Todesstrafe. Aida lässt sich mit ihm lebendig begraben.

Verdis spektakulärste Oper, 1870/71 im Auftrag des Khediven und ägyptischen Vizekönigs Ismael Pascha komponiert, erzählt von Ehrgeiz, Eifersucht, Liebe und der Unmöglichkeit, all diese Affekte mit der persönlichen Verantwortung für das Wohl der eigenen Nation in Einklang zu bringen. Die Liebe der äthiopischen Prinzessin Aida und des ägyptischen Heerführers Radamès gerät in Konflikt mit ihren eigenen Interessen und Zielen. Doch die historischen Orte, die dargestellten Personen und ihre Handlungen funktionieren in AIDA nicht als antike Fundstücke der archäologischen Forschung, sondern als lebendige Metaphern. Sie formulieren den krisenhaften Zustand des Individuums inmitten von konkurrierenden Machtverhältnissen, die Orientierungslosigkeit des Einzelnen im Beziehungsnetz der hektisch sich entwickelnden, vom Expansions- und Fortschrittsfieber ergriffenen europäischen Menschheit im ausgehenden 19.Jahrhundert. In AIDA hat Verdi die Stilmerkmale der französischen grand opéra und der italienischen Oper zu einer bruchlosen Einheit verschmolzen, die in ihrer exotischen Bildhaftigkeit und brüchigen Monumentalität überwältigt.

Musikalische Leitung: Edward Gardner / Attilio Tomasello
Inszenierung: Christopher Alden / Roy Rallo (2008)
Bühne: Andrew Lieberman

"Es war ein sehr guter Abend des Orchesters und auch des Chores, der im piano der Tempelszene schier unglaubliche Klänge hervorbrachte." (Berliner Zeitung)

"Ein Spiel unter Gotteskriegern. Was dem alten Verdi und seinen Librettisten 1871 zur Eröffnung des Suezkanals das alte Ägypten ist, das übersetzt Regisseur Christopher Alden nun, kaum weniger platt, ins Sektenwesen der Neuen Welt. Der Andachtsraum, die ,Kirche' einer solchen Glaubenskongregation: Holzgetäfelte Wände, in der Mitte ein Taufbecken samt Marmorsäule, aus der Priester Ramphis orakelt (Raymond Aceto), dazu jede Menge Plastikstühlchen zum Auf- und Zuklappen sowie Bibeln zum Vorsichhertragen und Beschwören (Bühne: Andrew Lieberman). Die Brüder und Schwestern: im Wir-sind-die-Spiesser-von-nebenan-Einheitslook, weisses Oberhemd und Schnürsenkelschlipse für die Herren, Rock, Bluse und Highschool-Frisur für die Damen (Kostüme: Doey Luethi). (...) Entsprechend ist Aida keine exotische Sklavin, sondern die amtierende Putzfrau (Hans Neuenfels´ Frankfurter ,Aida' anno 1981 lässt grüssen!), die Priesterin (Andion Fernandez) gebiert unter mächtigen Zuckungen einen Revolver, das Ballett im Rahmen des Triumphmarsches wird von einer zugegebenermassen entzückenden Cheerleader-Group übernommen." (Tagesspiegel)


Details zu: Aida - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Die Zauberflöte - Deutsche Oper Berlin

17.10.2008 bis 02.05.2009 Die Zauberflöte - Deutsche Oper BerlinDie Zauberflöte: Grosse Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Emanuel Schickaneder
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Mozarts "Zauberflöte", die meistgespielte Oper im deutschen Sprachraum, das vielschichtige Meisterwerk in der ungewöhnlichen Mischung aus Wiener Volkstheater und Freimaurermysterium, Märchen und Mythen, gibt uns bis heute Rätsel auf: Haben Mozart und sein Textdichter Schikaneder mitten im Werk die Fronten gewechselt zwischen der Königin der Nacht und Sarastro? Ist nicht Misstrauen angezeigt gegenüber der allzu heilen Priesterwelt und ihrer Ideologie, die die Welt einteilt in Gut und Böse? Gibt es nicht sogar Spuren einer Distanz zwischen Text und Musik, wie von manchen Mozart-Spezialisten vermutet wird? Gleichwohl ist es gerade die Musik, die die Widersprüche der Handlung ins Welthafte erhebt. Sie denunziert ihre Figuren nicht, sondern verleiht ihren Konflikten eine existentielle Dimension. Ohne sie würde die Oper wie ein irrationales Märchen klingen.

Musikalische Leitung: Thomas Rösner / Matthias Foremny / Lothar Zagrosek
Inszenierung: Günter Krämer (1991)
Bühne, Kostüme: Andreas Reinhardt

"Die Zauberflöte war fast vollkommen, eine vergnügte Zauberposse, an der Mozart mit Sicherheit seinen Spass gehabt hätte: voll Energie und Komik." (BZ)

"Es geschieht eine Menge in Günter Krämers Inszenierung, und Andreas Reinhardt hat sie mit seinen Bildern [...] bunt und phantasiemächtig ausgestattet." (Berliner Morgenpost)

"Denn nicht ohne Grund erntet den ersten Szenen-Beifall Andreas Reinhardt für den wohl durchdachten, optisch reizvollen und intelligent differenzierten Rahmen, den er für diese Aufführung geschaffen hat, vom anmutigen Naturbild bis zu optischen Visionen des Welttheaters." (Berliner Sonntagsblatt)


Details zu: Die Zauberflöte - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Eugen Onegin - Deutsche Oper Berlin

30.04.2009 bis 09.05.2009 Eugen Onegin - Deutsche Oper BerlinEugen Onegin: Lyrische Szenen in 3 Akten
Libretto von Konstantin Schilowskij und Pjotr I. Tschaikowskij nach Puschkins Versroman "Eugen Onegin"

Der junge Dichter Lenski ist mit der lebenslustigen Olga verlobt. Als er seinen Freund Eugen Onegin im Landhaus seiner zukünftigen Schwiegermutter einführt, macht dieser grossen Eindruck auf Olgas Schwester Tatjana, ein scheues und verträumtes Mädchen, das sich in den welterfahrenen Onegin verliebt ...

Puschkins Versroman Eugen Onegin entsprach Tschaikowskijs Wünschen nach einem intimen, doch kraftvollen Drama. Die Konflikte der beteiligten Personen gehen unmittelbar zu Herzen: Melancholie, Sehnsucht, Leidenschaft, Trauer über ein verpfuschtes Leben prägen das musikalische Bild, das durch mitreissende Chöre und schwungvolle Tänze bereichert wird.

Musikalische Leitung: Andris Nelsons
Inszenierung: Götz Friedrich (1996)
Bühne, Kostüme: Andreas Reinhardt

"Mit einer sehr gelungenen Inszenierung ist Götz Friedrich dem Werk sowohl in seinem lyrisch-romantischen Charakter als auch in seinen durchaus dramatischen Partien gerecht geworden. Er hat dem Werk, unterstützt durch das einfache, aber stilvolle Bühnenbild, geschaffen von Andreas Reinhardt, einen stets gültigen Ausdruck verliehen, der auch in der Gegenwart standhält, ohne die Herkunft aus der russischen Welt des 19. Jahrhunderts zu verleugnen." (Die Mahnung)

"Friedrichs ,Eugen Onegin' ist qualitätsvolles und zeitgemässes Theater, das dem Publikumsgeschmack Rechnung trägt. Und mehr noch: In ihrer Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Erlebens und Empfindens von Zeit - ein oft ignoriertes Spezifikum dieser Oper - trägt die Inszenierung bisweilen sogar genialische Züge." (Berliner Zeitung)

"Friedrichs Inszenierung hatte betonten Kammerspiel-Charakter, zielte auf psychologisch genau ausgearbeitete Charaktere. Fürs Bühnenbild (verantwortlich: Andreas Reinhardt) legte man sich auf Weiss und Grau als dominante Farben fest. Melancholie und Einsamkeit schwangen mit, nicht nur in der berühmten Duell-Szene zwischen dem Dichter Lenski und seinem Freund Onegin." (Neues Deutschland)


Details zu: Eugen Onegin - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

   

Tiefland - Deutsche Oper Berlin

26.06.2009 bis 04.07.2009 Tiefland - Deutsche Oper BerlinTiefland: Ein Thema naturalistischer Dramatik wird in Eugene D´Alberts TIEFLAND - uraufgeführt 1903 in Prag - in beklemmender Weise verdichtet: Die Abhängigkeit des Menschen von den Bedingungen, unter denen er lebt. Sprache und Musik sind hier Teil der Physiognomie der Figuren und bezeugen atemlose Nähe zwischen Mensch und Verhältnissen: Wo Korn gemahlen wird, braucht es eine Mühle. In der Mühle braucht es Müller und Müllerin. Die Gebrauchsmusik der Wirtshäuser hallt in Martas Lebensbericht nach.

"Tiefland", das ist als Lebensform betrachtet: Herrschaft, Abhängigkeit, Prostitution. Eine Welt, die wir kennen. Diese Welt kennt keinen Ort ausserhalb ihrer selbst. "Tiefland" ist totalitär. Oft zeichnet der Naturalismus Welten, die kaum zu sprechen begännen, wenn nicht ein Fremder sie plötzlich beträte. Mitunter sind es, wie in Hauptmanns VOR SONNENAUFGANG, Journalisten, durch die sich die verhängnisvolle Konstruktion eines Milieus offenbart. TIEFLAND zeichnet mit Pedro, dem Hirten, eine Figur zwischen Sklave und Erlöser. Er wird zunächst als Werkzeug einverleibt, um den Tiefland-Konkurs aufzuhalten. Dann, über die Verhältnisse unterrichtet, entpuppt er sich als Sprengstoff. Eine aufreizend einfache Natur, die naiv bleibt oder mordet.

Musikalische Leitung: Yves Abel
Inszenierung: Roland Schwab


Details zu: Tiefland - Deutsche Oper Berlin in Berlin
 
Veranstaltung in: Berlin

     
 1  2  3  4 · [>>]
 
Anzeige: 1 bis 25 von 84
 
Startseite » Berlin » Kultur » Opern & Operetten