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Schauspiel & Theater Berlin

Schauspiel & Theater in Berlin. Einen Überblick in Kurzform finden Sie hier: Schauspiel & Theater Übersicht
 
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Peter Pan - Fliege Deinen Traum!

25.10.2008 bis 10.05.2009 Peter Pan: Es war nur eine Frage der Zeit und natürlich der begehrten Bühnenrechte wann "der" Familien-Entertainer Deutschlands, Christian Berg, sich an die legendäre Geschichte von Peter Pan heranwagen würde. Der Stoff scheint wie gemacht für den Cuxhavener, der freimütig bekennt am "Peter Pan-Syndrom" "erkrankt" zu sein.

Der Regisseur so bekannter Musicals wie "Das Dschungelbuch"; "Jim Knopf und die Wilde 13" und "Der kleine Lord" hat in den vergangenen Jahren mehr als einmal erfolgreich bewiesen, dass er sich den grossen Kinderbuchklassikern - die auch Erwachsenen etwas zu sagen haben - behutsam nähern kann und sie hervorragend in einer zeitgemässen Form zu inszenieren versteht. Das liegt vor allem daran, dass Christian Berg sich in seinem Herzen ein Stück "Kindsein" bewahrt hat. Dieses zeichnet seine Arbeit aus, macht sie authentisch und lässt eine echte Nähe entstehen, die sein Publikum spüren kann.

Am 27. Dezember 1904 hatten Peter Pan und die Geschwister Wendy, John und Michael ihren ersten grossen Auftritt im "Duke-of-York's-Theatre" in London, wo das Stück "Peter Pan" oder "Der Junge der nicht gross werden wollte" uraufgeführt wurde. Das märchenhaft anmutende Spiel war von Anfang an ein riesiger Erfolg und in England und Amerika gehört es bis zum heutigen Tag zu den am meisten gespielten Stücken für Kinder.

Für "Peter Pan - Fliege Deinen Traum" arbeiten derzeit rund 30 Menschen auf und hinter der Bühne, nehmen Fechtunterricht und studieren neue Choreografien und Lieder ein, die live zu erleben ein buntes Bühnen-Spektakel versprechen, das so ganz nebenbei auch noch etwas Gutes für Kinder tut.



Details zu: Peter Pan - Fliege Deinen Traum! in Berlin
 
Aufführungen in: Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn / Beuel, Bremen, Flensburg, Frankenthal, Füssen, Hagen, Hameln, Hannover, Karlsruhe-Neureut, Kiel, Köln (deutz), Marburg, Mülheim an der Ruhr, München, Niedernhausen, Pahlen, Recklinghausen, Regensburg, Witten

   

Ben Becker Liest die Bibel

11.10.2008 bis 26.02.2009 Ben Becker Liest die BibelBen Becker: Ben Becker hat seinen langjährigen Wunsch die Bibel zu lesen, in die Tat umgesetzt. Gemeinsam mit seiner "Zero Tolerance Band" und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg entstand eine atemberaubende zweistündige konzertante Performance bestehend aus Bibeltexten des alten und neuen Testamentes getragen durch eigens neu komponierte und neu bearbeitete klassische Musik - z. B. von von Gustav Mahler und Pop-Klassikern von z.B. Johnny Cash, Elvis Presley und Dolly Parton.

Ben Becker schöpft in "Die Bibel - eine gesprochene Symphonie" seine verbale Darstellungskraft voll aus und zieht mit der markanten Schwere seiner Stimme sein Publikum buchstäblich in den Bann des meist gelesenen Buches aller Zeiten. Nach dem Besuch einer Probe schrieb "Die Welt": "...(Ben Becker) liest ... geschickt gekürzte Passagen aus der Schöpfungsgeschichte und anderen "Greatest Hits" des Alten Testaments. Adam und Eva, Noah, Kain und Abel, Moses und Hiob haben ihre Auftritte, und vor allem die Story des in seiner Angst und Rachsucht so zutiefst menschlichen Jona wird ganz wunderbar anschaulich...". Gemeinsam mit dem Erfolgsproduzenten Dieter Falk wird eine aufwendig eingespielte Doppel-CD produziert.

Für die Hamburger Veranstaltung können Sie auch Reisearrangements erwerben.



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Aufführungen in: Berlin, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Kiel, Köln, Leipzig, München, Stuttgart

   

Theatersport:bühnenpiraten - Komödie Am Kurfürstendamm Berlin

11.10.2008 bis 30.11.2008 Theatersport:bühnenpiraten - Theater Am Kurfürstendamm BerlinTheatersport Bühnenpiraten: Ein Special von Theatersport Berlin in der Komödie am Kurfürstendamm

Ab dem 18. November entern jeden Sonntag um 20 Uhr fünf Bühnenpiraten - allesamt Meister der theatralen Improvisation - die Bühne der Komödie am Kurfürstendamm, um miteinander um die Gunst des Publikums kämpfen. Und das Publikum bestimmt, wie immer im Improvisationstheater, mit seinen Vorschlägen das Geschehen auf der Bühne. Ein Akteur wird von den Zuschauern am Ende der ersten Hälfte schliesslich auserwählt, nach der Pause um Punkt Mitternacht ein Theaterstück zu inszenieren, im jeweils dort aufgebauten Bühnenbild des Abendprogramms! Und auch das natürlich improvisiert, unterstützt durch Ihre phantasievollen Vorschläge! Nach dem Finale der Theatersport WM im letzten Sommer wird die Komödie nun zu einer festen Spielstätte von Theatersport Berlin.

"Spontan, unerwartet, virtuos, wahrhaftig. Theater pur." (Berliner Morgenpost)


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Aufführung in: Berlin

   

Frohe Feste - Renaissance-Theater Berlin

11.12.2008 bis 13.04.2009 Frohe Feste: Schauspiel von Alan Ayckbourn
Deutsch von Inge und Gottfried Greiffenhagen

Gelingen muss die Weihnachtsparty, zu der der kleine Geschäftsmann Sidney den Banker Ronald und den Architekten Geoffrey samt Ehefrauen eingeladen hat, denn ein Kredit soll bewilligt werden. Die krampfhaften Bemühungen um ein frohes Fest bringen besonders Sidneys putzsüchtige Frau Jane an den Rand der Verzweiflung. Doch auch die Feier im nächsten Jahr beim schicken Architektenehepaar ist nicht von Frohsinn gezeichnet. Geoffreys tablettenabhängige Frau Eva versucht nämlich recht konsequent, sich mit untauglichen Küchengeräten umzubringen. Und im Jahr darauf trifft man sich beim bornierten Ronald und seiner dem Alkohol schwer zugeneigten Frau Marion, doch die Machtverhältnisse haben sich geändert und plötzlich ist man vom früher belächelten Sidney abhängig...

Ehekrisen, die aus Nichtigkeiten entstehen, alltägliche Katastrophen, absurde Rettungsversuche - Ayckbourns Komödien sind todernste Stücke, bei denen die Leute aus dem Lachen nicht herauskommen. Sozialkritisch und dennoch liebevoll blickt der Autor auf seine Charaktere, laut seinem Motto: "Ich bin Pessimist, was die Menschheit angeht, und Optimist, was den Menschen betrifft."

Mit David Bennent, Anna Böttche, Katherina Lange, Guntbert Warns, Julia Stemberger (Foto) und Thomas Limpinsel
Regie: Antoine Uitdehaag
Bühnenbild: Tom Schenk

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Aufführung in: Berlin

   

Loriots Dramatische Werke - Schiller Theater Berlin

27.11.2008 bis 31.12.2008 Loriots Dramatische Werke: Sketche von Loriot

Am 12. November 2008 wird Vicco v. Bülow alias Loriot seinen 85.Geburtstag feiern. Wie könnte man dieses Ereignis angemessen begehen, ohne dabei sein langjähriges künstlerisches Schaffen, in den Mittelpunkt zu stellen.

Jeder wahre Fan kennt natürlich die Loriot'schen Sketche in- und auswendig. Ob es sich dabei um die "Herren im Bad", die "Eheberatung", "Mutters Klavier", den "Sprechenden Hund" oder das "Jodeldiplom" handelt, sie werden immer wieder gern gesehen und sind mittlerweile zu wahren Klassikern avanciert. Seit über 40 Jahren unterhält Loriot nun mit seinen minimalistischen dramatischen Werken und Cartoons und lässt die Menschen über die Komik des Alltäglichen und die Tücke des Objekts lachen. Loriot straft alle Lügen, die behaupten, es gäbe keinen deutschen Humor. Doch weiss der Meister der Beobachtung auch, dass infolge mannigfaltiger Belastungen durch Beruf, Familie und Freizeit der moderne Mensch kaum noch imstande ist, sich auf ein mehrstündiges Bühnenwerk zu konzentrieren. Aus diesem Grunde überschreitet so gut wie keines seiner Dramen eine Länge von fünf Minuten. Damit sind sie dem biologischen Rhythmus von Menschen und weissen Mäusen angepasst, wie Loriot treffend zu bemerken weiss.

In der Hoffnung, weisse Mäuse bleiben dem Publikum während ihres Theaterbesuches erspart, werden Loriots Dramatische Werke die Bühne des Schiller Theaters erobern und damit gleichzeitig das Wirken dieses genialen Schöpfers des hintersinnigen Humors würdigen.

Eine Die Produktion der Komödie im Bayerischen Hof, München
Regie: Stefan Zimmermann
Mit Gunnar Möller und Christiane Hammacher in den Hauptrollen


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Aufführung in: Berlin

   

Das Dschungelbuch

11.10.2008 bis 01.06.2009 Das Dschungelbuch: Mogli kommt wieder! Wegen des grossen Erfolges geht in diesem Jahr nochmals die berühmte Geschichte von Mogli und seinen Freunden aus dem Dschungel als farbenfrohes Musical für Jung und Alt auf Tour.

Mogli ist bei den Wölfen im Dschungel aufgewachsen. Doch nun droht ihm grosse Gefahr. Shir Khan, der gefährliche Tiger, ist in den Dschugel zurückgekehrt. Balu, der tollpatschige Bär, und Baghera, der schlaue Panther, sollen Mogli in eine Menschensiedlung bringen. Eine spannende Reise der drei Freunde beginnt ...

Frei nach der berühmten Romanvorlage von Rudyard Kipling erzählt Kai Wagner die Geschichte des kleinen Jungen Mogli, der bei den Wölfen im Dschungel aufgewachsen ist, als farbenfrohes Musical für Jung und Alt. Das Dschungelbuch verzaubert seine Zuschauer mit einer spannenden Geschichte, heissen Dschungelbeats und vielen liebenswerten tierischen Charakteren.



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Aufführungen in: Altenburg, Berlin, Coburg, Hamburg, Leipzig

   

Wunder der Himmel - Traumtheater Salome - Mannheim

17.12.2008 bis 04.01.2009 Traumtheater Salome:

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Aufführungen in: Berlin - Mitte, Mannheim

   

Serdar Somuncu: der Hassprediger

01.02.2009 bis 12.03.2009 Serdar Somuncu: Nach Abschluss seiner überaus erfolgreichen Performance von "Bild lesen" biegt Serdar Somuncu in die Zielgerade ein. Bis Ende des Jahres wird er noch mit seiner Presseschelte der etwas anderen Art auf den Bühnen der Republik zu sehen sein.

Aber Serdar wäre nicht Serdar, wenn er nicht schon ein neues Programm in petto hätte. Mit "Hassprediger - Ein demagogischer Blindtest" wird er ab 2009 Ausschnitte aus berühmten Reden der Weltgeschichte von Osama Bin Laden bis Roland Koch hinterfragen und einander gegenüberstellen. So weit, so gut, könnte man denken. Wenn man die Namen derjenigen wüsste, deren Reden da gerade verlesen werden. Denn die wird Serdar nicht nennen. Ein Blindtest eben. Vor allem ein Einblick in die Austauschbarkeit politischer Flosken jenseits von Zeit und Parteizugehörigkeit.



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Lesungen in: Berlin, Bochum, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen

   

Caveman - Arena Glashaus Berlin

10.10.2008 bis 28.12.2008 Caveman - Arena Berlin TreptowCaveman: Das von dem Amerikaner Rob Becker geschriebene Stück Caveman wurde erstmalig in den Vereinigten Staaten aufgeführt, wo es bislang über 2 Millionen Besucher begeistert hat. Mittlerweile feiert Caveman weltweit sensationelle Erfolge: in Grossbritannien ebenso wie in Südafrika und Island.

Mit Caveman gelingt Becker ein ganz eigener Blick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Seine Beobachtungsgabe für das Detail menschlicher Verhaltensweisen geben einen tiefen Einblick in das Wesen des anderen Geschlechts. Die Betrachtungsweise von Becker begegnet den Eigenarten von Mann und Frau mit sehr viel Humor, ohne den Respekt vor dem jeweils anderen zu verlieren.

Erleben Sie Caveman in Inszenierungen mit Cyrill Berndt und Felix Theissen in der Arena Glashaus Berlin.



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Aufführung in: Berlin

   

Der Kleine Prinz

10.10.2008 bis 12.10.2008 Der Kleine PrinzDer Kleine Prinz:

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Aufführungen in: Berlin, Cottbus

   

Serdar Somuncu: Bild Lesen

10.10.2008 bis 11.11.2008 Serdar SomuncuSerdar Somuncu: Nachdem der türkische Kabarettist Serdar Somuncu mit seiner "Hitler Kebab"-Tour Presse und Zuschauer begeisterte, ist er 2008 mit der BILD im Gepäck unterwegs.

Serdar Somuncu liest BILD. Und eines hat er mit seinen Zuschauern gemein. Er weiss genauso wenig wie sie, was an diesem Abend noch alles passieren wird. Noch keinen einzigen Blick hat er in die aktuelle BILD-Zeitung geworfen. Erst auf der Bühne schlägt er sie zum ersten Mal auf. Was dann folgt, ist komplett improvisiert - und sehr unterhaltsam. Nicht nur das barbusige Mädchen von Seite eins wird mit beissendem Humor kommentiert. Somuncu pickt sich lustige, makabere und schockierende Meldungen heraus, um sie dann genüsslich und mit viel Wortwitz zu zerlegen. Weit ab vom herkömmlichen Comedy-Gesülze wirft er einen entlarvenden Blick auf die Zeitung, die polarisiert wie keine andere. Somuncu bezeichnet sein Vorhaben "als ersten Schritt zur Rettung der "Menschheit vor einem ihrer grössten Übel" und den "Beginn einer neuen Zeitrechnung vor Pisa III."

Auf der Bühne treibt er dabei wieder ein Schwindel erregendes Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer. Schlagfertig, irrwitzig und gnadenlos treffsicher holt er zum Rundumschlag aus und macht dabei weder vor ihnen, noch vor sich selbst halt - und genau das macht den türkischen Schauspieler zu einer wohltuenden Ausnahmeerscheinung im einfältigen Kabarett-Mainstream.



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Aufführungen in: Anröchte, Berlin, Essen, Kelsterbach, Leipzig, Schwetzingen

   

Die Strubbelköpfe - Theater Mirakulum Berlin

11.10.2008 bis 19.10.2008 Theater Mirakulum: Puppenspiel frei nach Motiven von M. Morgner

Zwei Geschwister (gross und klein) streiten viel und reisen gerne. Diesmal nimmt sie der Vater mit in ein Fantasieland. Dort wachsen geheimnisvolle Früchte, die es zu knacken gilt, und es erwarten sie viele Abenteuern. Beim Kampf mit einem Unwetter müssen sie sich gegenseitig helfen. Zum Schluss paddeln sie auf ihrem selbst erbauten Floss und sind gute Freude geworden.

Autor/ Darsteller: Thomas Mierau

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Aufführung in: Berlin

   

Der Zaubergarten - die Wunder der Himmel

28.10.2008 bis 04.01.2009 Traumtheater Salome:

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Aufführung in: Berlin - Mitte

   

Walter Plathe - Alles Weg'n De' Leut

17.10.2008 bis 06.12.2008 Walter PlatheWalter Plathe: Alles weg'n de' Leut' - Der Otto-Reutter-Abend ist der "Klassiker" der zwei Plathe Programme. Mehr als ein Abend mit den unverwüstlichen Reutter-Couplets. Fast schon ein Theaterstück, in dem der Schauspieler darüber nachdenkt, was man auf einer deutschen Bühne tun und lassen muss, um halbwegs so erfolgreich zu sein, wie es dieser Reutter einmal war.

Dieser Abend verdankt seine Enstehung einigen Zufälligkeiten. Zunächst einmal wird 1870 in Gargelegen ein gewisser Otto Pfützenreuter geboren. Der Vater schickt seinen Otto in die Kaufmannslehre. Zufällig hat der Sohn aber keine Lust als "Heringsbändiger" hinterm Ladentisch zu stehen. Stehen will er auf der Bühne, und vorsichtshalber legt sich der junge Mann schon mal einen Künstlernamen zu: Otto Reutter. Und dieser Otto hat dann auch bald seinen ersten Auftritt als Salonhumorist. Silvester 1899 feiert das Publikum im "Wintergarten" nicht nur das neue Jahrhunderts sondern auch Otto Reutter. Danach ist er 30 Jahre lang der geliebte und umjubelte "König der Humoristen". Für Plathes "Reutter-Abend" ist eine Begegnung in den zwanziger Jahren von grosser Bedeutung: Zufällig lernt Reutter ein junges Mädchen kennen, die ihn ein paar Mal auf dem Klavier begleitet. Am 5.11.1950 schenkt sie einem strammen Jungen das Leben. Die Mutter schickt ihren Walter in die Kaufmannslehre. Zufällig hat der junge Mann aber keine Lust, mit weissen Mäusen und Zierfischen hinter dem Tisch zu stehen. Stehen will Walter Plathe auf der Bühne und hinter der Kamera - was er dann auch tut. Zufällig erinnert sich Plathe eines Tages auch an die Reutter-Couplets, die ihm seine Mutter schon an der Wiege gesungen hat. Und mit ihnen erfreut er nun schon seit über 10 Jahren sein Publikum.



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Aufführungen in: Berlin, Magdeburg, Schweinfurt

   

Ödipus auf Cuba - Maxim Gorki Theater Berlin

22.11.2008 Ödipus auf Cuba: Uraufführung eines Stücks von Armin Petras - nach Motiven des Romans "Homo Faber" von Max Frisch

Der Ingenieur Walter Faber, Angestellter der UNESCO in New York, glaubt an die Kontrollierbarkeit der Welt durch Technik und Vernunft, bis er auf einer Überfahrt nach Europa die junge Sabeth kennen lernt und sich in sie verliebt. Sie erinnert ihn an seine frühere Geliebte, die Jüdin Hanna, die ihn 1936 in der Schweiz verliess, als sie ein Kind von ihm erwartete, aber seinen halbherzigen Antrag, sie zum Schutz vor Ausweisung zu heiraten, abgelehnt hatte. Gemeinsam mit Sabeth reist Faber nach Athen, wo Sabeths Mutter lebt. Dass diese Mutter Hanna ist, dass er sich in seine Tochter verliebt und mit seiner Tochter geschlafen hat, erfährt Faber beim Zusammentreffen mit Hanna im Krankenhaus: Sabeth war am Strand von einer Schlange gebissen worden, vor dem ihr zur Hilfe eilenden Faber zurückgewichen und gestürzt. Die Ärzte verabreichen Sabeth ein Gegengift, doch da Faber den Sturz verschweigt, bleibt eine Hirnblutung unerkannt. Sabeth stirbt. Max Frisch erzählt in "Homo Faber" die Geschichte eines modernen Menschen, den die archaische Erfahrung von Liebe, Verlust und Schuld seiner Illusion beraubt, das Leben des Einzelnen könne auf berechenbare Grössen reduziert werden.

Mit Peter Kurth, Maria Simon, Julischka Eichel, Cristin König, Robert Kuchenbuch, Johann Jürgens
Regie: Armin Petras
Bühne: Kathrin Frosch

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Aufführung in: Berlin

   

Prinz Friedrich von Homburg - Maxim Gorki Theater Berlin

09.11.2008 Prinz Friedrich Von Homburg - Maxim Gorki Theater BerlinPrinz Friedrich von Homburg: Ein Klassiker von Heinrich von Kleist - als Koproduktion mit dem Schauspiel Frankfurt.

Prinz Friedrich träumt von Ruhm und Liebe. In der Schlacht zu Fehrbellin gelingt ihm der grosse Sieg. Doch der wurde gegen den ausdrücklichen Befehl des Kurfürsten von Brandenburg errungen. Wo aber endet Loyalität und wo beginnt der Verrat? Homburg, zum Tode verurteilt, fleht um Gnade. Im von napoleonischen Truppen besetzten Berlin greift der chancenlose Dichter Kleist ein Jahr vor seinem Selbstmord zu einem letzten Strohhalm und beschwört Selbstaufgabe und Opfertod.

Armin Petras inszeniert Kleists preussisches Traumspiel als zeitgenössischen Alptraum in der Mark Brandenburg.

Es spielen: Peter Kurth, Susanne Böwe, Sandra Bayrhammer, Robert Kuchenbuch, Andreas Haase und Gunnar Teuber.

"Aus Wasser, Licht und der rasenden Bewegung der Moleküle haben Armin Petras und seine Bühnenbildnerin Katrin Brack einen elementaren Erfahrungsraum geschaffen, ein Elementarteilchen-Theater, in dem das Unwirkliche und Traumverlorene des Schauspiels physikalisch beglaubigt und sinnlich erfahrbar wird. Das sind die simplen Grundlagen einer Inszenierung von starker Suggestivität.(...) Der Prinz (Robert Kuchenbuch) hat sich traumwandlerisch aus dem heutigen Brandenburg in die Schlacht bei Fehrbellin verirrt, in jene Zeit, in der Brandenburg-Preussens Aufstieg zur europäischen Grossmacht begann. Lederjacke, Springerstiefel und rasierter Schädel weisen ihn auf den ersten Blick als rechtsradikalen Schläger aus, womöglich mit Plattenbau-Sozialisation. Am Bühnenrand steht wie ein erhobener Zeigefinger eine Bierflasche mit Bügelverschluss und die Böhsen Onkelz röhren weltschmerzerfüllt: ,Ich zeige Dir, was es heisst, allein zu sein. Ich trinke Tränen, schwarzen Wein'. Aber das sind nur Zitate, die Kleists Stück um Staatsräson und individuelles Glück, um Kriegsgesetz und liebliche Gefühle, Selbstopfer und Gnade, Wirklichkeit und Traum an die Gegenwart anbinden, es ihr aber nicht unterwerfen. Im Gegenteil: Aus dem in der Zeit verirrten Proletenprinzen spricht Kleist unmittelbar, deutlich und frisch. Petras bietet ein schönes Exempel von Regietheater-Werktreue." (Die Welt)


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Aufführung in: Berlin

   

Wir Kinder Vom Hauptbahnhof - Maxim Gorki Theater Berlin

18.11.2008 Werkstatt Aufführung: Werkstattaufführung des Siegers des Projekt- und Stückewettbewerbes

Als Schnittstelle im zusammenwachsenden Europa von den Architekten konzipiert, steht er mit seinen sich kreuzenden gläsernen Hallen kathedralengleich inmitten einer Sand- und Asphaltwüste: der neue Berliner Hauptbahnhof. Vor einem Jahr mit grossem Spektakel und einem Amokläufer eröffnet, hat er die ehemaligen Kopfbahnhöfe, allen voran den Bahnhof Zoo, bereits in die Bedeutungslosigkeit verdrängt. Die folgenden Generationen von Berlinreisenden kommen hier an, starten von hier oder bleiben gleich in seinem gläsernen Bauch voll globalisierter Geschäftswelt stecken.

Nils, Janna, Anna und Silvia sind Angehörige dieser ersten Generation von Neu-Berlinern. Berlin, das ist für sie zuerst einmal dieser Bahnhof. Hier kommen sie an, hierher kommen sie zurück ... hier bleiben sie. Inspiriert von den Interviews der „Christiane F.“ – dem wohl berühmtesten Kind des Bahnhofs Zoo – berichten sie: von ihrem Leben, von ihrer Ankunft, von ihrem (Stecken-)Bleiben und ihrer Zukunft. Die Berichte hat der Autor Jörg Albrecht mit Nachrichten und Stimmen aus der Zukunft rund um den neuen Lebensraum Hauptbahnhof zu einer Doku-Science-Fiction komponiert. Herausgekommen ist ein Text über die Schicksale von Kindern, die ihre Zukunft schon eingespielt haben. Sie müssen nur noch die Starttaste drücken.

Der Autor Jörg Albrecht hat „Wir Kinder vom Hauptbahnhof (Lehrter Bahnhof)“ gemeinsam mit Studierenden des 2. Jahrgangs Schauspiel an der Universität der Künste Berlin für das diesjährige 100° Berlin Festival erarbeitet und beim Stücke- und Projektwettbewerb „Eine Jugend in Deutschland“ eingereicht. Jörg Albrecht, geboren 1981 in Bonn, lebt in Dortmund. Er schreibt Prosa, Hörspiele und szenische Texte. Eingeladen wurde er u.a. 2003 zum Klagenfurter Literaturkurs beim Ingeborg-Bachmann-Preis und zum Transatlantischen Treffen Junger Autoren; er erhielt den Literaturförderpreis der Stadt Dortmund 2002, den Förderpreis der Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit 2005 und gewann beim open mike der Literaturwerkstatt Berlin 2005. Für die Staatsoper Hannover schrieb er das Libretto zu „Notstrom“ (2004), mit seinem Stück „immer verschwinden“ war er zu den Werkstatt-Tagen des Burgtheaters Wien eingeladen; im August 2006 erschien sein Roman „Drei Herzen“ im Wallstein Verlag.

Es spielen Studierende der UdK Berlin


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Aufführung in: Berlin

   

Theatersport Berlin - Admiralspalast Berlin

13.10.2008 bis 29.12.2008 Theatersport Berlin: Ein Klassiker des Spontanen Theaters

Ein Theaterabend wie im Fussballstadion: zwei Teams kämpfen um die besten Szenen und das Publikum um den Aufstieg seines Favoriten. Sieg oder Niederlage. Spartak Stansilawski oder Dynamo Duse. Rot oder Blau. Jede Stimme zählt!



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Aufführung in: Berlin

   

Der Dickste Pinguin Vom Pol - Maxim Gorki Theater Berlin

16.11.2008 Der Dickste Pinguin Vom Pol - Maxim Gorki Theater BerlinDer Dickste Pinguin Vom Pol: Theater für alle Kinder ab 5 Jahre - von Ulrich Hub

"Was bin ich denn? Bin ich denn jetzt mehr so eine Art Vogel, oder bin ich mehr so eine Art Fisch?" - Ein Pinguin kommt vom Südpol nach Berlin auf der Suche nach einem Ort, an dem es sich leben und arbeiten lässt und gerät ins Nachdenken über sich selbst, den Unterschied zwischen warm und kalt, Fischstäbchen und Oberkellner. Ein Stück Theaternatur mit Musik, Herz und Witz.

Mit: Anika Baumann
Regie: Ronny Jakubaschk


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Aufführung in: Berlin

   

Der Letzte der Feurigen Liebhaber - Komödie Am Kurfürstendamm Berlin

22.10.2008 bis 31.12.2008 Der Letzte Der Feurigen Liebhaber: Komödie von Neil Simon

1967 - im sogenannten "Summer of Love" - schrieb Neil Simon, angesteckt von den Ideen der Flower Power Generation und deren Visionen von sexueller Revolution und freier Liebe, seine Komödie "Der letzte der feurigen Liebhaber". Er porträtiert darin einen Ehemann in der Midlife-Krise. Barney Silberman, verheiratet und Vater von zwei Kindern, wird von Torschlusspanik erfasst. Nach 23 Ehejahren sucht er das Abenteuer und wagt den Seitensprung. Einen Ort für seine amourösen Eskapaden hat er bald gefunden: Die Wohnung seiner Mutter. Während die Ahnungslose ehrenamtlich im Krankenhaus arbeitet, nutzt er ihr Apartment als Liebesnest. Da Barney wahrlich kein Fachmann für heisse Affären ist, führen seine Versuche zu drei höchst unterschiedlichen Begegnungen: zuerst mit der eleganten Elaine, die zielstrebig schnellen Sex möchte, dann mit der chaotischen Bobbi und schliesslich mit der depressiven, verbitterten Jeanette.

Regie: Helmut Fuschl / Anatol Preissler
Mit Heinrich Schafmeister und Manon Straché

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Aufführung in: Berlin

   

Alice's Wonderland - Komische Oper Berlin

16.10.2008 bis 19.10.2008 Alice's Wonderland - Komische Oper BerlinAlices Wonderland: Tanzstück von Giorgio Madia nach Lewis Carrolls "Alice im Wunderland"
Musik von Nino Rota
Musikalische Einrichtung von Béla Fischer
Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Deutsches Filmorchester Babelsberg
Für Menschen ab 12 Jahren

Im Wunderland passieren Dinge, die eigentlich ganz unmöglich sind - Wunder eben, an die sich Alice erst einmal gewöhnen muss. Aber schon nach einer Weile findet sie es sogar ganz praktisch, dass sie wächst und schrumpft wie eine Ziehharmonika. Dabei fängt alles ganz harmlos an, als Alice sich an einem Sommertag im Garten schrecklich langweilt und einem weissen Kaninchen folgt. Es führt sie in eine merkwürdige Welt, in der die Uhren anders gehen und in der alle Geschöpfe ein bisschen verrückt sind. Sie begegnet einem hastigen Hutmacher, der sie zu einem überstürzten Teekränzchen einlädt, oder der Grinsekatze, die sich sogleich in Luft auflöst, bis nur noch ihr Grinsen zu sehen ist. Eine wortkarge Raupe erteilt ihr allerhand nutzlose Ratschläge, und schliesslich ist die Herzkönigin, grausame Herrscherin über ein Heer von Spielkarten, wieder einmal zum Köpfen aufgelegt.

In der Choreographie von Giorgio Madia werden die Episoden der berühmten Nonsens-Geschichte von Lewis Carroll nacherzählt; dabei findet der doppelbödige Witz seine Entsprechung in den spöttisch-melancholischen Kompositionen von Nino Rota, der mit seinen Filmmusiken nicht nur für Federico Fellini zu Weltruhm gelangt ist, sondern auch ein umfangreiches sinfonisches Werk hinterlassen hat, aus dem die musikalische Basis für diese Choreographie zusammengestellt wurde. Mit seiner farbenfrohen Bildsprache ist das phantasievolle Tanzstück für Kinder und Erwachsene gleichermassen geeignet, ein wenig frivol und trotzdem kindgerecht.


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Veranstaltung in: Berlin

   

Die 39 Stufen - Theater Am Kurfürstendamm Berlin

10.10.2008 bis 11.11.2008 Die 39 Stufen: Kriminalkomödie von John Buchan und Alfred Hitchcock
In der Bühnenbearbeitung von Patrick Barlow

Man nehme einen Krimi - eine Filmvorlage von Alfred Hitchcock - und mache daraus eine rabenschwarze und ironische Kriminalkomödie mit einem guten Schuss Monty Python - deren Personal, das aus unzähligen Rollen besteht, man von vier Darstellern spielen lässt. Man schicke einen zu Unrecht Verfolgten auf eine irrwitzige Reise mit Zügen, Autos und zu Fuss von London durch die schottischen Highlands, um ihn am Schluss wieder am Ausgangsort - in einer Londoner Westend-Show - ankommen zu lassen. Das Ganze würze man mit einer Portion Romantik. Das ist das Rezept von Patrick Barlows "Die 39 Stufen".

In besagtem Stück lernt Richard Hannay die mysteriöse Annabella Schmidt kennen, die auf der Suche nach einem Geheimagenten ist, der vertrauliche Informationen ausser Landes bringen will. Viel weiss sie nicht über den Gesuchten, aber sie erwähnt den Spionagering "39 Stufen". Annabella erzählt Hannay, dass sie von zwei Männern verfolgt werde und bittet ihn um Unterschlupf. Noch in derselben Nacht wird Annabella in Hannays Wohnung erstochen.

Hannay flieht vor der Polizei, die ihn des Mordes verdächtigt und vor dem Spionagering, von dem auch er jetzt verfolgt wird. Es beginnt eine rasante Reise, auf der Hannay nicht nur versuchen muss, seine Unschuld zu beweisen, sondern auch den Spionagering der "39 Stufen" zu enttarnen, um sein Land zu retten.

Regie: Ingolf Lück und Hans Kieseier
Ausstattung: Gabriella Ausonio
Mit: Ingolf Lück, Nicola Ransom, Alexis Kara, Oliver Dupont

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Aufführung in: Berlin

   

Der Totmacher - Berliner Kriminaltheater

14.10.2008 bis 18.12.2008 Der Totmacher: Theaterstück von Romuald Karmakar und Michael Farin

Drei Männer, ein spartanisch eingerichteter Verhörraum. Ein Tisch, zwei Stühle, eine Lampe. Das Stück (nach dem Film von 1995 mit Götz George in der Hauptrolle) stellt die Befragung des Serienmörders Fritz Haarmann durch den Gerichtspsychologen Ernst Schultze nach. Sie fand 1924 im Rahmen der Ermittlungen gegen Haarmann wegen der Ermordung von mindestens 24 Jungen und Männern vor dem Landgericht Hannover statt. Während dieser Befragung spricht Haarmann über seine Motive und seine Methoden.

Haarmann berichtet nüchtern, teils naiv-entrückt von seinen grausigen Taten. Die Gespräche werden von einem anwesenden Stenographen protokolliert. Es entwickelt sich für den Zuschauer ein dichtes und bedrückendes Bild der Taten Haarmanns. In der letzten Szene vor der Hinrichtung kommt es zwischen dem Psychologen und dem Täter zu einem etwas freieren Gespräch, in dem Haarmann von seinem Verhältnis zum Tod erzählt. Die Dialoge für die Darsteller wurden den Verhörprotokollen der Vernehmung von Fritz Haarmann entnommen. Jeder Satz ist historisch verbürgt. "Der Totmacher" zeigt eigentlich nur Worte, Gesichter und Blickwechsel. Dennoch bringt er, in der komplizierten Beziehung seiner Protagonisten, alles ans Licht. Haarmann kämpft um Zuneigung und Anerkennung, Schultze um die unvorstellbare Wahrheit! Zwischen Täter und Gutachter entsteht ein Zweikampf und fast auch eine Art von Intimität.

Regie: Wolfgang Rumpf
Mit Peter Donath und Paul Weismann

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Aufführung in: Berlin

   

Macbeth - Volksbühne Berlin

19.10.2008 Macbeth - Volksbühne BerlinMacbeth: Frei nach William Shakespeare

Nicht an archaischen Königshöfen, nicht im Spiel der Grossen und Mächtigen, sondern in einem mittelständischen Familienunternehmen verortet Yana Ross Shakespeares "Macbeth" in ihrer ersten Arbeit an der Volksbühne. In einer prekären Welt, in der Globalisierung und Rationalisierung als bedrohlich unverständliche Gewalten wirken, lebt die Sehnsucht nach Sicherheit. Sicherheit durch Wohlstand. Wohlstand durch Erfolg.

Weltweit werden täglich zirka 2200 neue Familienunternehmen gegründet. 91 Prozent der Existenzgründer sind von ihrem Erfolg überzeugt. Dennoch melden täglich 2100 Unternehmen Insolvenz an: 95 Prozent der neu gegründeten Unternehmen gehen in Konkurs. Die Familie, das einzige und sicher geglaubte Bezugssystem, wird zu einem fragilen Gebilde - von äusseren Umständen in Frage gestellt und von inneren Konflikten geschüttelt: der Erfolg des Einzelnen ist immer der Verlust der Anderen. In den engen Strukturen des Familienbetriebs brechen sich Ehrgeiz und Verzweiflung auf ebenso zerstörerische Weise Bahn wie an Shakespeares schottischem Königshaus.

Regie: Yana Ross
Bühne und Kostüme: Zane Pihlstrom
Musik: Sir Henry
Mit: Steffen Gräbner, Sebastian König, Inka Löwendorf, Uwe Preuss, Iris Minich, Jorres Risse, Uwe Schmieder, Sir Henry, Axel Wandtke, Julia Forne, Tarik Goetzke, Andre Hegner, Lisa Hrdina, Marie Lucht, Nils Malten, Anne Meytzeich, Andy Mülling und Nele Stuhler


Details zu: Macbeth - Volksbühne Berlin in Berlin
 
Aufführung in: Berlin

   

Emil und die Detektive - Volksbühne Berlin

14.10.2008 Emil und die Detektive: Der Kinderbuchklassiker von Erich Kästner auf der Grossen Bühne des Volksbühne.

Wenn jemand dem 11-jährigen Emil 140 Mark klaut, der frisch aus Neustadt in Berlin eingetroffen ist, dann lässt er sich das noch lange nicht gefallen. Trommelt Freunde zusammen, dem miesen Grundeis nach, im Namen der Gerechtigkeit. Wenn Frank Castorf Kästners Welterfolgsroman inszeniert, dann feiert er noch lange nicht die goldenen Zwanziger. Zu nahe bewegen sich die Detektive um den Alexanderplatz Döblins herum, als dass sie auf ihrer Jagd nicht auch dessen Protagonisten Franz Biberkopf, seine Schulter und Schicksal streiften.

Im Bühnenbild von Döblins "Berlin Alexanderplatz" entdeckt Frank Castorf mit "Emil und den Detektiven" eine weitere Zwischenwelt, die jenseits der Leiden und Orientierungslosigkeit der Erwachsenen der Zwanziger Jahre ihre Behauptung erstreitet: die Welt der Kinder. Zwischen Inflation, Wohnungs- und Arbeitslosigkeit sammeln sich die unter 150cm-jährigen auf dem Berliner Pflaster. Verarmung und Orientierungslosigkeit der erwachsenen Zwischenkriegszeit bedrohen die Lebenswelt der Kinder, der Griff in Emils Tasche ist da nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen und die Kinder zum Aneinanderrücken bringt. "Morgen, Kinder, wird´s nichts geben! Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!" textete Kästner das bekannte Weihnachtslied um, "Na, und?!" schleudern die kindlichen Darsteller solchen Drohungen entgegen und verteidigen ihre Autonomie, wenn´s sein muss mit den Luftgewehren vom Rummel.

Mit: Luise Berndt, Georg Friedrich, Michael Klobe, Ewa Mostowiec, Milan Peschel, Volker Spengler, Joachim Tomaschewsky, Catalina Bigalke, Zosia Coly, Jacob Funke, David Gabel, Viktor Gross, Christopher Gruner, Marcel Heupermann, Titus Hetzer, Bela Jellinek, Rosa-Rebecca Jellinek und Luise Schumacher
Regie: Frank Castorf

"Für den Fortgeschrittenen-Kursus hat Castorf nicht nur die Bühne benutzt, sondern auch harte Motive und Texte aus ,Berlin Alexanderplatz' gegen Kästners naiv-erbauliche Kinderwelt geschnitten, wo der reiche Professorensohn die Schlechterverdienenden ob ihrer vom schnöden Mammon unverdorbenen Familienwärme beneidet. Milan Peschel spielt den Eisenbahndieb quasi als Biberkopf-Wiedergänger. Nicht der eingleisig Böse greift hier skrupellos in Emils Anoraktasche, sondern der schwache Kleinkriminelle, dem es selbst ständig an den dreckigen Kragen geht: Eine interessante Perspektive, die die gutmenschelnde Kästnersche Schwarzweissmalerei wohltuend auflöst." (Der Spiegel)

"Zumindest in der Langfassung für Erwachsene wird der Dieb, den Milan Peschel sehr überzeugend als etwas weinerlichen Underdog spielt, in die gleichen, schwer durchschaubaren kriminellen Machenschaften verwickelt, die auch Biberkopf erst seinen Arm und später seine Geliebte kosten. Aber das ist längst nicht die einzige Rolle, die sich in unterschiedliche Figuren aufsplittet und sich damit jeder eindeutigen Be- und Verurteilung entzieht. Die Schauspielerin der Mutter etwa, Luise Berndt, die selbst noch wie ein Kind wirkt, spielt auch die schönen Frauen der Grossstadt im Goldlamekleid - keine schlechte Idee, um von Emils und Erich Kästners hypertropher Mutterliebe zu erzählen." (taz)

"Castorfs Kästner, verschwurbelt mit ,Alexanderplatz'-Zitaten, atmet eine diffuse Prekariatsatmosphäre. Die Infamie der Grossstadt. So könnte man die dreistündige Schnitzeljagd betrachten, fiele man nicht immer wieder in diese tiefen Löcher, die Castorfs unkonzentrierte Regie offen lässt. Viel besser, und auch nur in Momenten, funktioniert "Emil und die Detektive" als giftiges Weihnachtsmärchen: Wenn Volker Spengler mit seinem Furcht erregenden Bass die Initiative ergreift. Wenn Michael Schweighöfer mit Zottelbart und Pennermähne Emils Grossmutter markiert; ein grosser böser Wolf in der Kittelschürze. Wunderbar, die beiden Brüller!" (Tagesspiegel)


Details zu: Emil und die Detektive - Volksbühne Berlin in Berlin
 
Aufführung in: Berlin

     
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