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Opern & Operetten Bremen

Opern & Operetten in Bremen. Einen Überblick in Kurzform finden Sie hier: Opern & Operetten Übersicht
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Nabucco - Theater Bremen

19.12.2008 bis 27.12.2008 Nabucco - Theater BremenNabucco: Oper von Giuseppe Verdi

"Nabucco" ist typisch italienische Oper. Verdi gestaltet in ihr die grossen Operngefühle wie Eifersucht, Hass, Sehnsucht, Liebe und Wahnsinn in überwältigender Genauigkeit und verbindet sie mit der existenziellen Erfahrung von Entwurzelung, Intrige und Einsamkeit. Die alttestamentarische Geschichte der Zerstörung des ersten jüdischen Tempels 586 vor unserer Zeit durch Nebukadnezar (ital. Nabucco) und der anschliessenden Verschleppung des Volkes ins babylonische Exil gehört zu den traumatischen Mythen der israelischen Historie und bildet den geschichtlichen Hintergrund der Handlung. Der Chor "Va, pensiero, sull´ali dorate" - Flieg, Gedanke, auf goldenen Flügeln - ist bis heute die Hymne der Sehnsucht nach Freiheit. Er wurde zu einer der populärsten Musiknummern der Operngeschichte und ist doch nur einer von vielen ergreifenden, emotionalen Höhepunkten dieses Meisterwerkes.

Karsten Wiegand, der zuletzt in Hannover ("Rigoletto"), an der Staatsoper Berlin ("Maria Stuarda") und in Stuttgart ("Hyperion") viel beachtete Inszenierungen vorgestellt hat, widmet sich mit dieser Produktion den Schattenseiten der Freiheit, dem Verlust des Zentrums, der Verdis Figuren charakterisiert.

Musikalische Leitung: Markus Poschner
Inszenierung: Karsten Wiegand

"Mit der Oper feierte der neue Generalmusikdirektor Markus Poschner seinen bemerkenswerten Einstand. Die Premiere gelang. - Ein fulminantes Ereignis war die gesangliche Leistung von Catherine Foster als Abigaille." (Nordwest Zeitung)

"Musikalisch obwaltet Sorgfalt. Unter dem neuen Bremer GMD Markus Poschner klingt Verdis raues Frühwerk auch da, wo es genialisch drauflos plautzt, noch gut dosiert. Keine überzogenes Klangfeuerwerk, sondern auch im Auflodern Umsicht mit Vortritt für die Sänger." (Die Welt)

"Mit Verdis Oper ,Nabucco' lieferte Neu-Intendant Hans-Joachim Frey ein Feuerwerk ab. Bei der Premiere gab es Beifallsstürme. - Atemberaubend inszeniert. Für gesanglichen Pfeffer sorgen König Nabucco (Juan Orozco) und Racheengel Abigaille (Catherine Foster). Abgerundet wird das Fest der Sinne durch den neuen Generalmusikdirektor Markus Poschner. Ein wahrer Teufelskerl am Dirigentenpult. Bravo, Bravo, Bravo." (Bild Bremen)

"Hans-Joachim Frey dürfte seine Skeptiker überzeugt haben. Die zweite Opernpremiere mit Verdis ,Nabucco' geriet weitgehend zu einem musikalischen Ereignis auf Festspielniveau. Das Publikum feierte Sänger, Orchester und GMD, das Regieteam wurde in den Beifall einbezogen." (Kreiszeitung)


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Aida - Theater Bremen

21.06.2009 bis 04.07.2009 Aida: Oper in vier Akten von Guiseppe Verdi
Konzertante Aufführung
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die Weser wird zum Nil: Während Wagners "Der Fliegende Holländer" auf der Seebühne Bremen von einem Grossteil des Publikums und Teilen der Medien im Sommer 2008 gefeiert wurde, steht die nächste Produktion im "Bregenz des Nordens" (Die Welt) schon in den Startlöchern: Ab dem 21. Juni 2009 präsentiert das Theater Bremen konzertante Aufführungen von Giuseppe Verdis grosser Oper "Aida". Das Drama um die gefangene Prinzessin Aida und ihre verbotene Liebe zum Feldherrn Radames ist eine der berühmtesten Opern überhaupt.

Musikalische Leitung: Markus Poschner

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Maometto Secondo - Theater Bremen

15.03.2009 bis 06.06.2009 Maometto Secondo: Dramma per musica in zwei Akten von Gioacchino Rossini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Gemeinsam mit dem "Rossini Opera Festival" in Pesaro, der Geburtsstadt Rossinis, feiert das Theater Bremen die Wiederentdeckung einer der grossen, dramatischen Opern des Meisters Rossini. Mit "Maometto Secondo" setzt sich der Zyklus von Rossini-Opern in der Handschrift des Regieklassikers Michael Hampe fort. Der feurigste italienische Komponist des 19. Jahrhunderts, Gioacchino Rossini, erregte wie kein anderer mit effektvollen musikalischen Gesten die Gemüter seiner Zuhörer. Bei ihm mischt sich die Tradition des italienischen Belcantos mit Temperament, Spannung und überwältigenden Chorszenen. Die Handlung spielt um die Mitte des 15. Jahrhunderts in der venezianischen Kolonie Negroponte. Die Stadt wird von den Türken belagert und Anführer Sultan Mohammed fordert die Öffnung der Stadttore zur Übergabe. In den Wirren der Erstürmung der Stadt rettet Anna, die Tochter des Stadthalters Erisso, die Leben ihres Vaters und des Geliebten Calbo, indem sie sich selbst dem in sie verliebten Sultan ausliefert. Sie kann fliehen, die Türken werden abgewehrt. Doch Anna nimmt sich das Leben, als ihr die Rache des Sultans droht. Rossini unterstreicht in dieser Oper die Kraft von Liebe und Treue - und die zerstörerischen Dimensionen der Missverständnisse zwischen den Kulturen.

Musikalische Leitung: Daniel Montané
Inszenierung: Michael Hampe


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Norma - Theater Bremen

12.06.2009 bis 28.06.2009 Norma: Melodramma (Tragedia lirica) in 2 Akten von Vincenzo Bellini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die "Norma" war eine der Glanzpartien von Maria Callas. Normas berühmtes Gebet "Casta Diva" gehört zum Ergreifendsten, was die Epoche des Belcanto überhaupt hervorgebracht hat. Selbst Richard Wagner bekannte, Bellinis Melodien seien "schöner als Träume". "Norma" ist im präfranzösischen Gallien angesiedelt. Die Handlung, die zur Zeit der römischen Besetzung Galliens im Jahre 50 vor Christus spielt, enthält alles, was eine gute Oper ausmacht: Grosse Emotionen und Leidenschaften, die sich an den sozialen Grenzen und Gesetzen brechen und entzünden. Die Druidenpriesterin Norma liebt den römischen Besatzungsoffizier Pollione und gebiert ihm heimlich zwei Kinder. Der hat sich in die Novizin Adalgisia verliebt und verrät Norma. Sie wählt den Tod auf dem Scheiterhaufen, doch Pollione bereut und geht mit ihr gemeinsam in die Flammen. Bellini schrieb dafür eine Musik, die seinem Credo voll entspricht: Oper solle "durch ihren Gesang weinen, schaudern, sterben machen."

Musikalische Leitung: Daniel Montané
Inszenierung: Philipp Himmelmann


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Die Zauberflöte - Theater Bremen

05.12.2008 bis 13.04.2009 Die Zauberflöte: Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Emanuel Schikaneder

Sie ist der unangefochtene Publikumsliebling: Mozarts "Zauberflöte". Einfache Menschen, Geistlichkeit und die Welt der Finsternis liess der Meister in einer wundersamen Geschichte zusammentreffen und komponierte eine Musik, die - von schlichten Melodien bis zu feierlichen Klängen - jeder Person einen eigenen Ton verleiht. Tamino und ein seltsamer Vogelhändler sollen die Tochter der Königin der Nacht befreien. Eine Zauberflöte und ein Glockenspiel helfen ihnen dabei, den wahren Bösen zu entlarven und die Prüfungen ihrer Menschlichkeit zu bestehen. "Wo so viel Liebe ist, kann sich das Böse nicht entfalten."

Musikalische Leitung: Markus Poschner
Inszenierung: Chris Alexander


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Celan - Theater Bremen

10.05.2009 bis 17.06.2009 Celan: Musiktheater in sieben Entwürfen von Peter Ruzicka
Text von Peter Mussbach

Mit "Celan" stellt die Oper Bremen eine zeitgenössische Oper vor, die Einblick in die Persönlichkeit des Dichters Paul Celan schenkt. Peter Ruzicka, der Schöpfer dieses Werkes, hat Paul Celan noch kurz vor dessen Tod in Paris besucht, um sich dann über zwanzig Jahre lang mit der Dichtung dieses Genies der deutschen Sprache musikalisch auseinanderzusetzen. "Celan" nähert sich dem Leben des Autors und den streitbaren Erschütterungen, die Paul Celans Dichtung in der europäischen Geisteswelt auslöste, aus zahlreichen, intensiven Blickwinkeln. Die Gustav Mahler und Alban Berg weiterentwickelnde Musiksprache Peter Ruzickas bildet Erinnerungsräume von plastischer Assoziationsdichte, die das Leben Celans mit unserer Gegenwart verbinden.

Regie: Vera Nemirova


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La Traviata - Theater Bremen

21.03.2009 bis 08.05.2009 La Traviata - Theater BremenLa Traviata: Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
Text von Francesco Maria Piave nach "La Dame aux Camélias" von Alexandre Dumas d. J.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Verdis Oper setzt der begehrten Pariser Kurtisane Marie Duplessis ein bis heute anrührendes Denkmal; die junge Frau starb im Alter von nur 23 Jahren 1847 an Schwindsucht. Giuseppe Verdi sah die Schauspielfassung des Stückes und erkannte den Stoff als ideale Vorlage für eine Oper. Gemeinsam mit seinem Librettisten schuf er ein musikalisches Seelengemälde von grosser Eindringlichkeit. Die Titelheldin, die sich selbst als vom rechten Wege abgekommen bezeichnet, lernt ihre grosse Liebe erst kennen, als ihr Körper schon von der Krankheit - und vom Lebenswandel - zerstört ist. Die bürgerlich moralisierende Welt lässt ihr keine Chance zur Rückkehr - und nimmt ihr die Luft zum Atmen.

Musikalische Leitung: Daniel Montané
Regie: Ernst-Theo Richter

"Richters Intentionen zielen auf die Verdeutlichung der im Werk enthaltenen zeitlosen, der allgemein gültigen Liebesgeschichte. Und das gelingt ihm mit einer ungemein konzentrierten, spannungsreichen Aufführung. Klar, berührend, ohne falsches Pathos. (...) Ein in allen Teilen begeisternder Abend." (Weser Kurier)

"Einhelliger Jubel am Schluss der Vorstellung für eine vorzügliche, wenn nicht für die beste Neuinszenierung dieser Spielzeit." (Nordsee-Zeitung/Stader Tageblatt)

"Regisseur Ernst-Theo Richter und Bühnenbildner Hartmut Schörghofer haben mit schlichter Ausstattung und wirkungsvoller Lichtregie Theater pur auf die Bühne gezaubert." (Oper in Wien und aller Welt)


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Salome - Theater Bremen

29.03.2009 bis 26.04.2009 Salome: Musikdrama in einem Aufzug von Richard Strauss
Nach der gleichnamigen Dichtung von Oscar Wilde

Niemals zuvor hat ein Komponist tödliches Begehren, Verweigerung und Erotik so glaubwürdig und aufregend in Musik umgesetzt wie Richard Strauss in "Salome". Salome, fast noch ein Kind, begegnet dem Heiligen Jochanaan. Ihr Vater Herodes hat den Propheten einsperren lassen, weil der nicht müde wird, die Verbrechen und Sünden des Herrscherhauses anzuklagen. Für die Heranwachsende ist nichts faszinierender als dieser wilde Asket, vor dem ihr Vater Angst hat. Doch Jochanaan verweigert sich und seinen heiligen Körper dem Begehren der Kindfrau. Salome tanzt vor Herodes den "Tanz der Sieben Schleier" und erhält als Belohnung den Kopf des Heiligen. Mit dem blutenden Haupt in der Hand singt sie einen der grossartigsten Monologe der Opernliteratur: "Ich habe deinen Mund geküsst, Jochanaan!"

Ein besonderes Kennzeichen dieser Inszenierung ist die Ausstattung von Christan-Ludwig Attersee, einem der gegenwärtig bedeutendsten Maler Österreichs. Dessen sinnlich-opulente Bildsprache versetzt Richard Strauss´ Musik in eine Atmosphäre verruchten Glanzes.

Musikalische Leitung: Markus Poschner
Inszenierung: Susanne Kristin Gauchel / Christian Ludwig Attersee
Bühne und Kostüme: Christian Ludwig Attersee

"Attersee poetisiert die Musik, lässt einen gläsernen Kelch wie einen Mond über die ersten Bilder schweben, der dann aber am Schluss in gestürzter Form Salome wie ein Insekt unter Bernstein erstarren lässt. Ob sie tatsächlich stirbt, lässt Attersee aber offen. Der Tanz wird in der Choreografie von Jacueline Davenport zu einem meisterhaften Reigen, in den auch Herodes auf groteske Weise einbezogen wird; und der Kopf des Jochanaan ist ein globusförmiger Ball, der schon bei Salomes Tanz verwendet wird und dessen Bedeutung dann nach Attersees Meinung das Publikum selbst entschlüsseln soll. Derart gewagte szenische Lösungen, zu denen Susanne Kirstin Gauchel mit einer sehr eindringlichen Personenführung beitrug, stehen und fallen je nach dem Rang der musikalischen Interpretation. In Kelly Cae Hogan hatte man eine darstellerisch äusserst intensive und stimmlich souveräne Salome, der man die Met-Erfahrung anmerkte. Und Jochen Kupfer machte als jugendlicher Jochanaan Salomes erotischen Aufruhr immerhin verständlich. Mit Patrick Jones war ein Bilderbuch-Herodes gefunden und mit Fredrika Brillembourg eine dominante Herodias. Was aber vor allem zählt, war die hochkarätige Wiedergabe durch die von Markus Poschner geleiteten Bremer Philharmoniker." (Der Standard)

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Rienzi - Theater Bremen

04.04.2009 bis 02.05.2009 Rienzi - Theater BremenRienzi: Grosse tragische Oper in fünf Akten von Richard Wagner

Regisseurin Katharina Wagner hat zuletzt im Bayreuther Festspielhaus eine heiss diskutierte Interpretation der "Meistersinger" präsentiert. Nun inszeniert sie in Bremen ein Frühwerk ihres Vorfahren: "Rienzi, der letzte der Tribunen" - das Werk, das Richard Wagner über Nacht berühmt machte.

Wagner hat 1841 dieses monumentale Römerepos geschrieben, das sich um auch heute aktuelle Themen dreht: Was macht die Identität eines Volkes aus? Ist es ohne eine Führerfigur zu eigenen Entscheidungen fähig? Ist es Verrat, wenn das Volk seinen eigenen Bedürfnissen folgt? Heute zählt eine Inszenierung des "Rienzi" zu den Raritäten im Opernrepertoire. Erzählt wird die Geschichte eines römischen Tribuns namens Cola Rienzi, der sich vom Volk wählen liess mit dem Versprechen, der Nation zu ihrer alten Grösse zu verhelfen. Rienzi scheitert, weil sein militanter Nationalismus Opfer an den Fronten eines wahnwitzig vom Zaun gebrochenen Krieges fordert. Angesichts der Toten wendet sich das Volk von Rienzi ab. Entmachtet geht er in den Flammen des brennenden Capitols unter.

Musikalische Leitung: Christoph Ulrich Meier
Inszenierung: Katharina Wagner

"Katharina Wagner löst die Geschichte durchweg aus einem historisierend narrativen Rahmen, meidet aber auch jede direkte politisierende Aktualisierung. Sie übersetzt sowohl das Politische las auch das Psychologische von Rienzis Aufstieg und Fall in meist schlüssige, manchmal gewöhnungsbedürftige Theaterbilder. Da genügen ein paar Säulen für die imperiale Attitüde, in die Rienzi schnell verfällt. Da wird die Selbstüberschätzung in eine witzige Pantomime übersetzt, in der der Tribun selbst mit klugen Ratschlägen an Wissenschaftler, Künstler und überhaupt jeden auftritt. Mit einem Laubbläser spielt er sich als der grosse Saubermann im Staate auf. Zum Bürgerkrieg, in dem das alles endet, blutet in einem eindrucksvollen Tableau die grosse Treppe. Die Ermordeten geistern als Zombies herum. Manches bleibt in diesem auf Klarheit bedachten ,Rienzi' szenische Collage, doch verdichtet sich die Wirkung in der intensiven Zeichnung der Figuren und in den Tableaus, die für den Weg in die Katastrophe stehen. Hier läuft vor allem der Chor auch zu darstellerischer Hochform auf. Musikalisch konnte das Bremer Ensemble im Ganzen überzeugen. Das gilt zuerst für den Chor, was ja im ,Rienzi' die halbe Miete ist." (Frankfurter Rundschau)

"Aufstieg und Sturz des Helden wird nicht als Psychodrama entwickelt, sondern nach Manier eines Comic Strip vorgeführt - grell, laut, plakativ, mit visuellen Faustschlägen." (FAZ)

"Wie bei ihren Bayreuther ,Meistersingern' hat Katharina Wagner auch für die erste grosse Erfolgsoper ihres Urgrossvaters eine Menge kluger Ideen parat. Der hohe, pathetische Ton, den Politiker wie Rienzi anschlagen, ist ihr suspekt. Immer, wenn staatstragende Augenblicke heranrücken, setzt sie die Mittel der Veralberung ein, um Distanz zu schaffen: Stumpfe Stewardessen-Choreografien, schafsköpfiges Chorvolk, das sich Biedermann-Kostüme vor die Bäuche schnallt und mittendrin ein Held wie eine Comicfigur, der auf alle echten und eingebildeten Feinde mit dem Dampfdruckreiniger losgeht. Angesichts der Mischung aus heisser Luft und angestaubter Grand-Opera-Konvention, die im ,Rienzi' steckt, ist die Assoziation durchaus verständlich". (Tagesspiegel)

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La Cenerentola - Theater Bremen

24.01.2009 bis 21.02.2009 La Cenerentola - Theater BremenLa Cenerentola: Dramma giocoso in zwei Akten von Gioacchino Rossini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Cenerentola - eine einzigartige Mischung von Märchen und Komödie. Es gibt nichts Schöneres, als wenn ein Prinz seine Prinzessin findet. Das war schon zu Märchenzeiten so und ist auch heute nicht anders. Rossinis "La Cenerentola" erzählt die Geschichte vom Aschenputtel als eine Komödie mit Zauberelementen, als eine spritzige opera buffa mit tragischen Untertönen. Rossinis überschäumende Musik gibt den Sängerinnen und Sängern Gelegenheit zu grossartigen Ensembleszenen und virtuosen Koloraturen. Schliesslich gilt Rossini als der letzte Vertreter der Tradition des Belcanto. Mit dieser Produktion eröffnet die Oper Bremen einen Zyklus von Rossini-Inszenierungen, der in den nächsten Jahren fortgesetzt wird.

Musikalische Leitung: Markus Poschner
Inszenierung: Michael Hampe

"Michael Hampe bietet mit seiner Inszenierung bestes barockes Theater, das mit viel Emotionen statt Experimenten überzeugt. Auf der Bühne geht es ebenso turbulent wie bezaubernd zu. Ein märchenhafter Abend, den die Bremer Philharmoniker mit ihrem Spiel zu einem rauschenden Fest machen. Noch einmal: Bravo!" (Bild)

"Scharf und schnittig die Soprane der fiesen Schwestern (...) Tamara Klivadenkos Mezzo umfasst wunderbar timbrierte Tiefen und strahlt prachtvoll in der Höhne. Toll. Und das Orchester entfaltet zuverlässig Farbigkeit. Hampe hat Bremen ein hochwertiges und absolut jugendfreies Nostalgie- Vergnügen verschafft." (taz)

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Die Csárdásfürstin - Theater Bremen

14.02.2009 bis 08.03.2009 Die Csardasfürstin - Theater BremenDie Csardasfürstin: Operette von Emmerich Kálmán
Libretto von Leo Stein und Béla Jenbach

"Tanzen möcht´ ich, jauchzen möcht´ ich, in die Welt es schrein: Mein ist die schönste der Frauen, mein allein ...": Gefühlstiefe und purer Lebenshunger scheinen dem ungarischen Komponisten Emmerich Kálmán die Melodien in die Feder diktiert zu haben. "Die Csárdásfürstin" ist Kálmáns populärstes Stück. Es lebt vom Reichtum an zündenden Melodien und mitreissendem, rhythmischen Elan, gepaart mit der geschickten Verwendung ungarischer Volksmusik- elemente.

Die Geschichte handelt von Sylva Varescu, dem Star des Budapester Orpheums. Sie gibt ihre Abschiedsvorstellung, bevor sie auf Tournee nach Amerika geht. Edwin, ein junger Mann aus gutem Hause, liebt diese Frau und macht ihr öffentlich einen Heiratsantrag um ihre Abreise zu verhindern. Kurz darauf stellt sich heraus, dass er schon mit Komtesse Stasi verlobt ist, einer Jugendfreundin und Wunschkandidatin der Eltern Edwins. Sylva trennt sich enttäuscht. Erst nach vielen romantischen und dramatischen Verwicklungen lernt Edwin, selbstbewusst und konsequent zu seinen Gefühlen zu stehen, so dass die beiden am Ende doch noch ein glückliches Paar werden.

Regisseur Werner Schneyder, geboren 1937 in Graz, hat sich als Kabarettist, Journalist und Gastmoderator des ZDF-Sportstudios einen Namen gemacht, ist aber auch von jeher dem Theater verbunden gewesen. Seit einigen Jahren inszeniert er auch. "Die Csárdásfürstin" ist seine erste Regiearbeit in Bremen.

Musikalische Leitung: Tarmo Vaask
Inszenierung: Werner Schneyder

"Rasant und temporeich geht «Die Czárdásfürstin» mit einem grossen Finale zu Ende: Alle singen ,Hab' Dich lieb'. Den bevorstehenden Ersten Weltkrieg deutet nur ein mit dem Rücken zum Publikum stehender Offizier an." (dpa)

"Die mitten im Ersten Weltkrieg uraufgeführte Operette verweist auch ohne solche Kürzungen auf das Ende einer Gesellschaft. Einige von Schneyder ins Libretto eingefügte Hinweise auf das Kriegsgeschehen und ein Soldat im Finale verdeutlichen den Zeitbezug. In den Schützengräben des Ersten Weltkriegs, wie 1999 Peter Konwitschny in der Semperoper, lässt Schneyder seine ,Csárdásfürstin' freilich nicht spielen, doch auch keine frivolen Varieté-Ausgelassenheiten und keine üppigen Adelsfeste werden geboten, sondern lediglich ein ernstes Kammerspiel, meist in der Künstler-Garderobe oder in Nebenräumen des Palais." (Deutschlandradio)

"Schneyder liebt die Operette, schaut augenzwinkernd über ihre verlogenen Libretti hinweg und hält die Musik auch heute noch für tragfähig genug. Aber er verteidigt das schon im Elternhaus lieb gewonnene Genre fast nur aus der Defensive heraus." (NWZ)


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