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Kultur Dortmund

Kultur in Dortmund. Einen Überblick in Kurzform finden Sie hier: Kultur Übersicht
 
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Liebesperlen Forever And Ever - Theater Dortmund

29.11.2008 bis 22.02.2009 Liebesperlen Forever And Ever: In seiner zwanzigsten Spielzeit überrascht das Liebesperlen-Team mit neuen Texten und Szenen, mit neuen Liedern und neuer Ausstattung. Altbewährtes trifft lang Ersehntes: 2008 ist endlich Liebesperlen-Premiere für Sammy Davis, Dean Martin und Frank Sinatra: I did it my way ...

Musikalische Leitung und Regie: Heinrich Huber
Sketche: Jürgen Uter
Ausstattung: Dorothee Schumacher

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Veranstaltung in: Dortmund

   

Im Weißen Rössl - Theater Dortmund

28.11.2008 bis 07.02.2009 Im Weissen Rössl - Theater DortmundIm Weissen Rössl: Singspiel in drei Akten
Buch von Hans Müller und Erik Charell
Gesangstexte von Robert Gilbert
Musik von Ralph Benatzky mit sechs musikalischen Einlagen von Bruno Granichstaedten, Robert Gilbert, Robert Stolz und Hans Frankowski

Oberkellner Leopold hat sich in seine Wirtin Josepha verliebt. Doch ihr Herz schlägt für den Rechtsanwalt Dr.Siedler. Der wiederum interessiert sich für die Fabrikantentochter Ottilie. Ottilie ist zwar dem schönen Sigismund versprochen, dieser aber bemüht sich um Klärchen...

Ralph Benatzkys Welterfolg "Im Weissen Rössl" von 1930 spielt die Sehnsucht nach der heilen Welt im alpenländischen Kolorit gegen kabarettistische Selbstironie aus. Die amourösen Irrungen und Wirrungen untermalt ein bissig-absurder Witz, der die Abgründe der alpenländischen Idylle in schrille Farben taucht. Die Verfilmungen der Komödie in den Nachkriegsjahren haben über Jahrzehnte den Blick auf dieses liebenswerte und sarkastische Juwel des Unterhaltungstheaters verstellt. Es ist an der Zeit, die anarchistische Lebenslust des Weissen Rössls wieder zu entdecken.

Musikalische Leitung: Ralf Lange
Inszenierung: Markus Kupferblum
Bühne: Herbert Neubecker

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Krieg und Frieden - Theater Dortmund

07.12.2008 bis 08.02.2009 Krieg und Frieden: Ballett von Xin Peng Wang
Szenario und Text von Christian Baier
Musik von Dimitri Schostakowitsch

Xin Peng Wang erzählt vom Spannungsfeld zwischenmenschlicher Begegnung und übersetzt emotionale Regungen in eindringliche Bildwelten. Gefühlsebenen sind Minenfelder, das nackte Leben ein Strassenkampf, Liebe bleibt ein Winterfeldzug. Der Körper des anderen entpuppt sich als Feindesland. Wer spricht von Siegen?

Dimitri Schostakowitsch war von der sowjetischen Kulturdoktrin dazu verurteilt, den "Grossen vaterländischen Krieg" gegen Nazi-Deutschland zu verherrlichen. Hinter der propagandistischen Fassade des Heldentums legt er ein beklemmendes Zeugnis ab über das tiefe menschliche Entsetzen, dem keine Waffenstillstände und keine Friedensverträge ein Ende setzen. In den Wirren der ersten Kriegsstunden würde niemand uns folgen. Ja, sagte ich. Das erste, was ich zu erwidern wusste, war dies: Ja. Wir laufen vor dem Krieg davon. Einfach ins Glück ...

Choreographie: Xin Peng Wang
Bühnenbild: Bernd Damovsky


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Tosca - Theater Dortmund

05.12.2008 bis 01.02.2009 Tosca - Theater DortmundTosca: Melodramma in drei Akten
Text von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa (nach dem gleichnamigen Schauspiel von Victorien Sardou)
Musik von Giacomo Puccini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Aus der grausamen Realität eines Terrorregimes träumen sich zwei Künstler ins private Glück. Doch ein Geheimdienstchef liebt. Zum ersten Mal. Und seine Liebe ist erbarmungslos. - Unvereinbar prallen der Lyrismus leidenschaftlicher Gefühle und der martialische Rhythmus politischer Macht aufeinander.

Selten fand der gewaltsame Übergriff von Zeitumständen auf private Schicksale einen ähnlich drastischen szenischen und musikalischen Ausdruck, verschränkten sich so fatal Idylle und düsteres Melodram. Liebe im Zeitalter des Schreckens. Die Realität öffnet die Augen, die sich zum Träumen schliessen wollen. Für einen kurzen Moment siegt die Liebe. Doch die Illusion hat einen hohen Preis.

Musikalische Leitung: Jac van Steen
Inszenierung: Christine Mielitz
Bühnenbild und Kostüme: Frank Fellmann

"Die Intendantin des Opernhauses legt eine Interpretation vor, die sich auf die Titelhelden konzentriert, sich nicht zu platten, politischen Anspielungen verführen lässt. Hier geht es um die Tragodie einer leidenschaftlichen Frau, die hin- und hergerissen wird zwischen zwei Mannern, zwischen Kunst und Staatsmacht, Liebe und Hass, Mühlsteine, die die Sängen Floria Tosca schliesslich zermahlen." (Westfälische Nachrichten)

"In dieser Inszenierung gelingen Bilder und Szenen von grosser Intensität. Gerade das Ringen der Tosca mit dem brutalen Scarpia im zweiten Akt, dieser Kampf um Selbstachtung der Unterwerfung, der blutige endet, ist in jeder Sekunde spannungsgeladen. Da ist keine Geste, keine Bewegung dem Zufall überlassen. Und Mielitz kann sich hier auch auf ihre Darsteller verlassen." (Opernnetz)

"Mielitz ist jedoch eine Meisterin der Psychologie und ihre Regie ist zur Zeit eine der Besten. Immer wieder holt sie das Letzte aus den Sängern heraus und versteht es Emotionen subtil und mit überraschenden Einfällen zu vermitteln. Wie kein anderer weiss sie mit detailliertem Ausdruck und Bewegung zu erklären und zu verdeutlichen. So zieht Tosca beim ,Vissi d'arte' im zweiten Akt ihre Schuhe und Juwelen aus und singt die Arie nackt unter Scarpia liegend." (Opera Nederland)

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Stars And Steps / Who Cares - Theater Dortmund

29.01.2009 bis 05.02.2009 Stars And Steps - Who Cares?: Who cares?:
Musik von George Gershwin
Choreographie von George Balanchine

Rossini Cards:
Musik von Gioacchino Rossini
Choreographie von Mauro Bigonzetti

Mit seinen mehr als 425 Choreographien hat er Tanzgeschichte geschrieben. Der gebürtige Georgier George Balanchine (1904 -1983) zählt zu den bedeutendsten und wegweisenden Choreographen des 20. Jahrhunderts. Seine Karriere begann bei Sergej Djagilews legendären Ballets russes. Mit seinen eigenen Ensembles befreite er den Tanz von den Fesseln und Zwängen der Balletttradition und machte ihn zu einer Kunstform für sich. 1970 schuf Balanchine in New York seine atemberaubende Choreographie

Eine ähnliche Pionierfunktion, wie George Balanchine sie für den Tanz des 20. Jahrhunderts inne hat, hat der italienische Choreograph Mauro Bigonzetti für das 21. Jahrhundert übernommen. Seine Arbeiten sind gekennzeichnet durch Vielfalt der Stile und Ausdrucksformen, ästhetische Brüche verankern seine Kreationen im zersplitterten Weltempfinden unserer Zeit. Verbindungsglied zwischen den unterschiedlichen Arbeiten Bigonzettis ist die Verinnerlichung aller Bereiche der Kunst. Ob bildende Kunst, Drama, Poesie, Musik - Bigonzetti führt sie in seinen Choreographien zusammen und gibt ihnen so ihren besonderen Ausdruck. Mit seiner vielschichtigen Arbeit, "Rossini Cards", stellt er sich der fordernden Musik seines Landsmannes, der wie Bigonzetti Kunst als eine Mischung aus Unterhaltung und Katharsis sah.

"Unterschiedlicher kann Ballet kaum sein. Dortmunds Tanzchef Xin Peng Wang lud als Gastgeber zwei weltberühmte Choreographien aus zwei Jahrhunderten für seinen Tanzabend ,Stars and Steps´ ein. Und doch schöpfen beide als Pioniere der Tanzkunst bekannt gewordene Choreographen aus der gleichen Quelle: dem klassischen Bewegungsvokabular. Was sie daraus entwickeln, ist spannend zu erleben - aus dem Kontrast resultiert an- und aufregendes Tanztheater, vom Publikum mit Jubel gefeiert." (WR)

"Alles bringt das Dortmunder Ballett mit bewundernswerter Leichtigkeit, Geschmeidigkeit und Präzision auf die Bühne, in der fast nichts vom Tanz ablenkt: frech, beschwingt, verführerisch, grandios." (RN)

"Am Ende des überaus kurzweiligen Abends mit zwei extrem unterschiedlichen Balletten hechten die Tänzer in den Orchestergraben. Die Zuschauer springen von den Sitzen. Die fast tumultartigen Ovationen sind Signal genug, was deutsche Tanzfans heute sehen möchten. Dortmunds Ballett ist auf dem richtigen Weg in der jetzigen Situation der kleinsten, am meisten bedrohten Stadttheater-Sparte." (WN)

"Einen vorwiegend tragisch-ernsten Rossini und einen ganz anderen Tanzstil als Balanchine zeigt Italiens derzeitiger Top-Choreograph Mauro Bigonzetti in ,Rossini Cards. Extreme Körper-Koloraturen sind angesagt. Komik bis zur Groteske, makabrer Masochismus, Erotik und zirzensische Luftnummern machen Staunen und Spass." (tanznet.de)

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Eine Weihnachtsgeschichte - Theater Dortmund

27.11.2008 bis 25.12.2008 Eine Weihnachtsgeschichte: Szenische Lesung mit Carsten Bülow

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Die Radiomänner

09.01.2009 Die Radiomänner:

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Kuss der Spinnenfrau - Theater Dortmund

24.01.2009 bis 31.01.2009 Der Kuss der Spinnenfrau:

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Philharmonische Konzerte - Theater Dortmund

01.12.2008 bis 04.02.2009 Philharmonische Konzerte:

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Neujahrskonzert - Theater Dortmund

01.01.2009 Neujahrskonzert:

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15. Weihnachtsgala - Westfälischer Industrieklub Dortmund

24.12.2008 Weihnachtsgala:

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König Ödipus - Theater Dortmund

28.11.2008 bis 18.12.2008 König Ödipus: Tragödie von Sophokles

Theben ist in Aufruhr, denn die Pest zerfrisst die Stadt. König Ödipus, der seine Stadt einst aus den Klauen der rätselhaften Sphinx befreite, hofft auf die Hilfe des Orakels. Doch dessen Weissagung gibt Rätsel auf: Erst wenn der lang zurückliegende Mord an Thebens ehemaligem König Laios gesühnt und der Mörder bestraft sei, könne die Stadt wieder Frieden finden. Ödipus setzt alles an die Aufklärung des Falls, verfolgt Spuren und befragt Zeugen. Doch was der blinde Seher Teiresias ihm widerwillig offenbart, ist zu erschütternd, um es hinzunehmen: Der gesuchte Mörder sei niemand anderer als Ödipus selbst. Die Angst vor der Wahrheit packt den Aufklärer Ödipus mit fast pathologischer Gewalt, während er zugleich des Rätsels Lösung hinterher jagt wie ein Besessener. Nach und nach deckt Ödipus immer neue Einzelheiten seiner Vergangenheit auf: er überführt sich selbst als Mörder, der seinen Vater unwissend getötet hat; er muss schliesslich sogar erkennen, dass die Frau, mit der er verheiratet ist und Kinder hat, in Wahrheit seine Mutter ist. Am Ende steht nur noch die Ruine eines einstmals grossen Mannes, den das Schicksal zunichte machte.

Den Zeitgenossen erschien Sophokles´ Tragödie um König Ödipus als der Gipfel dramatischer Kunstfertigkeit. Aristoteles rühmte das Stück 400 v. Chr. als Musterfall der Tragödie. Ödipus´ schmerzhafter Prozess der Selbstfindung ist Ausdruck des ständigen Widerstreits zwischen vernunftgeprägter Selbstbestimmung und irrationaler Schicksalhaftigkeit des Lebens.

Regie: Sybille Fabian
Bühne: Herbert Neubecker

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Buddenbrooks - Theater Dortmund

06.12.2008 bis 19.12.2008 Buddenbrooks: Schauspiel von John von Düffel nach dem Roman von Thomas Mann

Reich sind sie, die Kinder der Kaufmannsfamilie Buddenbrook, aber es lastet auch ein Credo auf ihnen, das von Kindheit an eingeimpft wurde: die Familie ist die Firma und die Firma ist die Familie. Gleich zu Beginn des Stückes wird das Vermögen bilanziert, und dann wieder und wieder. Ob Beerdigung, Verlöbnis, Berufswahl, alles ordnet die Familie diesen Zahlen unter, und so gerät jede familiäre Entscheidung zur geschäftlichen Transaktion. Die lebenslustige Tony wird an den betrügerischen Bankrotteur Grünlich verheiratet, ihr hypochondrischer Bruder Christian mit Neigung zum Bohémien wird gezwungen, in die Firma einzutreten. Schritt für Schritt zeigen sich die seelischen Beschädigungen der Geschwister, und Thomas schliesslich, der älteste, der sich selbst dazu zwingt, die Rolle des rücksichtslosen Familienoberhauptes zu übernehmen, scheitert an dieser Aufgabe. Unaufhaltsam wie das riesige Vermögen verfallen auch die Kinder der Familie Buddenbrook und räumen das Feld für eine härtere Gesellschaft.

Thomas Manns "Buddenbrooks" ist ein Jahrhundertroman, der in grandioser Schärfe die Krankheit des kapitalistischen Jahrhunderts in seiner Wurzel diagnostiziert: das Diktat der Ökonomie. Dem renommierten Dramatiker und Romancier John von Düffel gelingt ein Kunststück: Er verdichtet den ungeheuren Stoff auf das Schicksal weniger Personen und schafft damit ein eigenständiges und höchst bühnenwirksames Theaterstück, das doch den Geist von Thomas Mann atmet.

Regie: Hermann Schmidt-Rahmer

"Nie steht einer irgendwo einfach so herum, sondern immer in direkter Linienführung zu den anderen Familienmitgliedern, die auch dann nicht von der Bühne verschwinden, wenn sie nichts zu sagen haben. Selbst das Sitzen in bequemen Sesseln (Ausstattung: Michael Sieberock-Serafimowitsch) wird Ausdruck eines Familienfluchs: Haltung ist gefragt, im Sitzen, im Stehen, im Leben. Beeindruckend, wie konzentriert auf wesentliche Gesten dieser rasante Verfall einer Familie inszeniert ist. Man braucht die Menschen nur ein wenig zu verschieben wie auf einem Schachbrett - die Konsulin als Rückendeckung hinter ihren Mann zu stellen, wenn Tony zur Geldhochzeit mit Herrn Grünlich überredet werden soll; die Männer vorne über die Mitgift verhandeln zu lassen, während die Frauen im Hintergrund zeitgleich die Hochzeitsdekoration besprechen; oder Christian nervös husten lassen, während der Vater Zahlenkolonnen aufsagt. Überblendung, Zeitraffung und eine die Szenen verbindende somnambule Musik machen hier nicht nur Tempo beim Erzählen einer Familiengeschichte, sondern fokussieren den Blick auf das, was fehlt: die Möglichkeit zur Veränderung. Eine runde, stimmige, eine in ihrer kühlen Konstruktion merkwürdig berührende Inszenierung." (Westfälischer Anzeiger)

"Mit der Inszenierung von Hermann Schmidt-Rahmer, die straff das Wesentliche heraus arbeitet und dabei einen wunderbaren Erzählfluss entfaltet, rundet sich eine Spielzeit, in der Schauspieldirektor Michael Gruner Untiefen der bürgerlichen Gesellschaft ausgelotet hat." (WAZ)

"Das Ensemble in Dortmund hat die schauspielerischen Potenziale erkannt, die es braucht, einem gesellschaftlichen Status zu entsprechen. Immer wieder blitzt darum Theater im Theater auf. Wenn der vorzügliche Grünlich (Jakob Schneider) von Tony einen Korb erhält, mimt er den verzweifelt Weinenden; dabei sieht man förmlich, wie er in diese neue Rolle schlüpft - auch zur Erheiterung des Publikums. Wer die Inszenierungen in Dortmund und Düsseldorf vergleichen will, wird in Dortmund mehr Tiefgang entdecken." (Westfälische Rundschau)

"Tochter Tony - Monika Bujinski zeigt sie so süss wie berechnend - muss im Auftrag der Familie die falschen Männer heiraten, ihr Bruder Christian bringt sein Geld mit leichten Mädchen durch. Thomas als ältester Sohn ist ein Mann der Pflicht, aber ohne Fortune. Die Inszenierung von Hermann Schmidt-Rahmer lebt aus der Zurückhaltung, die sich das virtuose Ensemble auferlegt. Claus Dieter Clausnitzer als Konsul und Barbara Blümel als seine Frau zeigen Würde, Takt, Haltung - wenn das Herz auch bricht. Das gibt dieser Familie eine Fallhöhe, die zugleich eine umwerfende Komik möglich macht. Thomas - von Manuel Harder mit starker innerer Spannung gespielt - entwickelt sich zum tragischen Mittelpunkt: Die kalte Fassade wird ihm zur fast tödlichen Last. Mit Genuss kann sich der Zuschauer hineinfallen lassen in diese weit ausgreifende (und dabei zweieinhalb Stunden kurze) Familiensaga, in diesen unsterblichen Abgesang aufs Grossbürgertum, den John von Düffel wie im Zeitraffer erzählt." (Ruhr Nachrichten)

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Warten auf Godot - Theater Dortmund

27.11.2008 bis 17.12.2008 Warten auf Godot - Theater DortmundWarten auf Godot: Schauspiel von Samuel Beckett

Zwei Männer in einem Raum, irgendwo, irgendwann im Endstadium von Zivilisation. Geblieben ist ihnen das Warten; darauf, dass Godot kommt, vielleicht Gott, vielleicht einfach irgendein Sinn. Und das Spiel - während sie warten, spielen Wladimir und Estragon miteinander, schlüpfen in Rollen, erlauben sich alle anarchischen Freiheiten des sinnfreien Seins. Sie streiten und vertragen sich. Szenen des Lebens. Dann tritt ein zweites Paar auf: Pozzo und Lucky. Ein Autoritärer mit Hang zur grossen Pose; ein versklavter Intellektueller. Sie sind nicht Godot, aber sie bereichern das Spiel. Einen Tag oder eine Ewigkeit später begegnen die Vier sich wieder.

Der Literaturnobelpreisträger Samuel Beckett gilt als der bedeutendste Vertreter des absurden Theaters. Sein Meisterwerk "Warten auf Godot" ist eines der erfolgreichsten Stücke des 20. Jahrhunderts.

Regie: Philipp Preuss
Ausstattung: Ramallah Aubrecht

"Man spielt, albert herum gegen die tödliche Langeweile - aber ist diese Art der Unterhaltung nicht noch sinnloser, tödlicher? Preuss zeigt nach seiner preisgekrönten ,Hedda Gabler´ erneut, wie man einen Klassiker ins Heute holt und dabei unglaublich nah an der Vorlage ist." (Ruhr Nachrichten)

"Die Schauspieler wachsen an den Herausforderungen von Stück und Regie. Schwaiger als Kopftyp, Hesse mit Wut- und Angstausbrüchen bilden ein grandioses Paar der Gegensätze, mal altes Ehepaar, dann wieder beste Feinde. Da zappeln zwei Habenichtse vor uns in Schleim und Schlamm um ihr Leben. Sie bringen uns zum Lachen, als existenzielle Clowns. In dieser Inszenierung trauen sie sich was, und es glückt ein Abend, wie man ihn selten erleben darf." (Westfälischer Anzeiger)

"Philipp Preuss gelingt es vielfach, der Beckettschen Sinnverweigerung noch eine Dimension hinzuzufügen. Ständig durchbricht er die Bühnensituation, kommentiert, konterkariert, schlachtet Wiederholungen aus - und verführt den Zuschauer, über eigentlich Scheussliches zu lachen." (Westfälische Rundschau)

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Kammerkonzerte - Theater Dortmund

24.11.2008 bis 19.01.2009 Kammerkonzerte:

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Konzert in: Dortmund

   

Woman And Scarecrow - Theater Dortmund

12.12.2008 bis 26.12.2008 Woman And Scarcrow: Eine Tragikomödie von Marina Carr

Ihre letzten Minuten, scheint es, sind gekommen, und doch werden sie lang und länger. Im Sterben lässt eine Frau mit acht Kindern und einem reuigen Betrüger als Ehemann ihr Leben Revue passieren. Der Tod rumort schon im Schrank, während sie mit der mysteriösen Gestalt "Scarecrow" über verpasste Gelegenheiten, falsche und richtige Entscheidungen verhandelt...

Wer bestimmt die eigene Biographie? Gibt es so etwas wie Schicksal? Ist Glücklichsein eine Sache der Einbildung?

Marina Carr, die zur Zeit erfolgreichste Dramatikerin Irlands, deren Stück Am Katzenmoor bereits in deutscher Erstaufführung am Schauspiel Dortmund zu sehen war, erforscht poetisch und voll trockenen Humors, was an der Schwelle zum Tod das Leben bedeutet.

Regie: Patricia Benecke

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Die Banalität der Liebe - Theater Dortmund

14.12.2008 bis 23.12.2008 Die Banalität der Liebe - Theater DortmundDie Banalität der Liebe: Ein Drama von Savyon Liebrecht

Sie ist 18 Jahre und vier Monate alt, er 35, verheiratet und ihr Professor. Sie ist Jüdin, er wird vorübergehend der NSDAP beitreten - und sich dafür später nie entschuldigen. Hannah Arendt und Martin Heidegger. Zwei der grössten Denker des 20. Jahrhunderts, zwei der interessantesten Persönlichkeiten. Zwei Menschen, die alles trennte - und die dennoch verbunden waren. Durch eine, in jeder Hinsicht, verbotene Liebe. Hannah: "Wie in Ihren Vorlesungen das Denken zum Leben erwacht." Heidegger: "Ich lade Sie ein, mit mir aus der Menge zu fliehen." 50 Jahre später interviewt ein junger Israeli die gealterte Hannah Arendt: Wie kann sie, die Jüdin, noch immer Heidegger verteidigen? Wie kann sie über "das Symbol des Deutschtums" sagen: "Dieser Mann ist grösser als seine Taten"? Die kämpferische Politologin Hannah Arendt gerät ins Zwielicht.

Savyon Liebrecht wurde 1948 als Tochter polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in München geboren. Aufgewachsen ist sie in Israel - wo sie für ihre Erzählungen, Theaterstücke und Romane mit den wichtigsten Literaturpreisen ausgezeichnet wurde. In "Die Banalität der Liebe" verschachtelt sie Vergangenheit und Gegenwart geschickt zu einem Drama um die jüdisch-deutsche Verbundenheit, asymmetrische Beziehungen und die Liebe zum Intellekt. Dabei verliert sie nie die Menschen, ihre Leidenschaften und ihr Leid aus den Augen.

Regie: Günther Beelitz

"In Günther Beelitz´ Inszenierung erlebt man eine sich selbst übertreffende Juliane Gruner in der Rolle der älteren Arendt. In der Liebesgeschichte wird Zeitgeschichte (und Gegenwart) in grossem Ernst, aber unangestrengt verhandelt. Das dauert zwei Stunden, ermüdet aber nicht eine einzige Minute lang." (Westfälische Rundschau)

"Es geht um die Beziehung zwischen der deutschen Jüdin und Intellektuellen Hannah Arendt und dem ehemaligen NSDAP-Mitglied und Philosophen Martin Heidegger. Autorin Savyon Liebrecht erzählt von den Stationen dieser Liebe, die Regisseur Günther Beelitz mit seinem Team zu einem intensiven Spiel verdichtet hat. " (Ruhr Nachrichten)

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Frank Schulz

27.11.2008 Frank Schulz:

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Lesung in: Dortmund

   

Vom Teufel mit Den Drei Goldenen Haaren - Theater Dortmund

22.02.2009 bis 01.03.2009 Der Teufel mit den drei goldenen Haaren:

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Aufführung in: Dortmund

   

Die Zauberflöte - Theater Dortmund

13.12.2008 bis 06.02.2009 Die Zauberflöte: Eine deutsche Oper in zwei Akten
Text von Emanuel Schickaneder
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart

Auge in Auge mit einem Ungeheuer. Der Tod ist nah. Doch das ist erst der Anfang. Herz über Kopf stürzt Tamino in das Abenteuer seines Lebens. Pamina, die Tochter der geheimnisvollen Königin der Nacht, soll er aus den Fängen ihres Widersachers Sarastro befreien. Der Vogelmensch Papageno begleitet den Wagemutigen auf seiner Irrfahrt zu sich selbst. Dies Bildnis ist bezaubernd schön ...

Ein Märchen mit Aberwitz? Allegorie oder Parabel? Ein verschlüsselter Bilderreigen? Die Urform einer Phantasystory? Mozarts letztes Bühnenwerk entzieht sich der Definition. Jede Zeit irrt aufs neue umher auf dem Schlachtfeld von Gut und Böse. Der Hölle Rache ...

Kein Gedankenstein bleibt in Mozarts letztem Bühnenwerk auf dem anderen. Die Bilder stürzen. Die Schleier heben sich. Spiegel der Täuschung liegen in Scherben. Der Weg durch ein phantastisches Labyrinth erweist sich als feinnerviges Vexierbild, das in jedem Moment der Betrachtung eine andere Facette der menschlichen Existenz offenbart. Das Dunkel wird schwinden ...

Verwirrung heisst der lückenlose Plan des Lebens. Nichts ist, was es scheint - im Taumel durch die unendliche Nacht zum endlichen Tag.

Regie: Bruno Klimek
Bühne: Thomas Armster

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Veranstaltung in: Dortmund

   

Norway.today - Theater Dortmund

25.11.2008 bis 17.12.2008 Norway.today: Projekt mit jungen Laien nach Igor Bauersima

Eine Meldung im "Spiegel" im Jahr 2000: Zwei junge Leute, Mann und Frau, verabreden sich über das Internet zum gemeinsamen Selbstmord. Sie treffen sich am Prekestolen-Felsen, einer der beliebtesten Touristenattraktionen Norwegens - und springen. 600 Meter in den Tod. Der Schweizer Autor Igor Bauersima liest die Nachricht und nimmt sie als Anlass zur Auseinandersetzung mit der sogenannten Jugend von heute, mit Sinn und Sinnlosigkeit ihres Lebens. Bei Bauersima sind es Julie, 20, und August, 19, die sich zum gemeinsamen Ende treffen. Sie zelten am Abgrund, warten auf den Moment. Aber vor dem Tod steht das Spiel: Mit einer Videokamera nehmen die beiden sich gegenseitig auf. Es soll ihre letzte Botschaft für die Nachwelt sein, aber mehr und mehr sind sie voneinander fasziniert. "Es könnte sein, dass wir soeben von einem Glück getroffen wurden, von dem wir uns nicht so schnell erholen werden."

"norway.today" wurde weltweit an mehr als 100 Theatern gespielt. Bauersima ist ein Werk gelungen, in dem sich Jugendliche in ihrer Aussichtslosigkeit und ihren Hoffnungen wiederfinden. Das Schauspiel Dortmund nimmt "norway.today" als Ausgangspunkt für das Projekt mit jugendlichen Laien. Zehn junge Menschen treffen sich, um über Ende oder Anfang zu entscheiden. Zehn junge Menschen erforschen ihre Sehnsüchte und ihre Ängste - am Abgrund.

Regie: Thorsten Schlenger

"Heller Teppichboden, weisse Segel unter der Decke, weisse Leinwände (Bühne: Martin Beeretz): Ein Chat-Raum, in dem neun Jugendliche kauern, die sich zum Selbstmord verabreden. Die Premiere des Laienprojekts war erschütternd wie bejubelt. Mit einem engagierten, körperbetonten, sehr ausdrucksvollen Spiel beleben die 15- bis 21-jährigen Darsteller die Bühne. Dass das Laien sind, vergisst man; intensiv und glaubhaft verkörpern sie ihre Rollen. Sie hacken auf einem Laptop, sterben zur Probe, erschlagen, erdrosseln und erschiessen sich. Sie tragen Perücken wie Masken und lassen sie fallen. Aus Spiel wird Ernst." (Ruhr Nachrichten)

"Vor dem Tod steht ein Spiel: eine Videokamera, die ihre letzten Botschaften den Lebenden überbringen soll, ermöglicht Julie und August den Umgang mit ihrer Realität und schafft Vertrauen. Die Kamera ist Stilelement der eindringlichen Inszenierung. Close-Ups fangen mal Tränen, mal übertriebenes Kichern der Jungdarsteller ein. ,norway.today´ fordert dem Zuschauer einiges ab. Minutenlanges Schweigen, in dem nur die voll aufgedrehten Scheinwerfer knistern. In diesen Momenten ist die Verzweiflung grösser als die Hoffnung. Die Charaktere wollen nicht mehr nach dem Glück suchen, sie haben es längst aufgegeben. Julie und August blicken dem Tod immer wieder ins Angesicht und suchen die Vorteile des Freitods. ,Du brauchst nicht mal mehr zu atmen´, erhebt August seine Stimme, ,du bist absolut frei´. Vor dem Tod sei alles egal. In diesem Moment brechen alle neun Schauspieler auf die Bühne, kreischen, schreien. Erst spielen sie Hund, dann wird aus der Leine ein Todesstrick. August trommelt wie ein Wilder mit einem Baseballschläger auf seinen gepanzerten Oberkörper ein, bis er sich den Todesschlag verpasst. Adern werden aufgeschlitzt, Pistolen werden in den Mund gesteckt, Füsse für den finalen Fall zusammengeknotet. Eine verstörende Szene, die den Zuschauer an seine Grenzen bringt." (Westfälischer Anzeiger)

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Guglhupf - Theater Dortmund

29.11.2008 bis 19.12.2008 Guglhupf: Uraufführung eines tragisches Lustspiels von Felix Römer

Bitter ist, wenn man Adolf Hitler heisst und sich selber nur noch schlechter hinkriegt als jeder Schauspieler. Verfolgt von quotenträchtigen Verfilmungen und ständigen Dokumentationen will er eigentlich nur in Ruhe mit seinem Mündel Angelika leben. Zurückgezogen, irgendwo in einer kleinen Wohnung. Mit Erziehungssorgen: geschwänzte Gesangsstunden, kurze Röcke, ein Schlendrian mit der Bügelwäsche - und dem allabendlichen Zubettbringen: "Onkel Alf, hältst mir noch eine Red´. Deine Reden sind wie Lustmorde." Als Angelika dann eröffnet, dass sie mit dem Ex-Chauffeur Emil Maurice durchbrennen will, sieht der Onkel rot: "Wenn du mir das antust, dann erschlag´ ich dich."

Mit unverschämter Leichtigkeit macht sich der in Wien geborene und in Berlin lebende Theaterautor Felix Römer über die modernen Hitler-Darstellungen her und persifliert die ständigen Aufarbeitungsversuche - gipfelnd in einer Abrechnung mit der täglichen Talkshow-Pädagogik: Erstmals erklärt Hitler warum er wurde, wie er wurde. Live und direkt.

Regie: Mathias Frank
Ausstattung: Sabine Erbs

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Robin Hood - Theater Dortmund

07.06.2009 Robin Hood:

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Don Karlos - Theater Dortmund

08.01.2009 bis 13.01.2009 Don Karlos: Dramatisches Gedicht von Friedrich Schiller - bearbeitet von Andreas Gruhn für Menschen ab 14 Jahren

Vertrauen und Verrat sind die Leitmotive in diesem höfischen Intrigenspiel. Schiller hat es zu einem politischen Kriminalfall gestaltet. Philipp, König von Spanien und Vater von Kronprinz Don Karlos führt ein strenges Regiment. Karlos und sein Freund Marquis Posa teilen die Sehnsucht nach persönlicher und politischer Freiheit im Weltreich Spanien. Während Posa seine privaten Ziele den politischen jederzeit unterordnen würde, verstrickt sich Karlos zunehmend in den Verwirrungen seiner Gefühlswelt. Beide scheitern an den Machtgelüsten ihrer Gegner, die selbst nur Spielbälle der Grossinquisition sind.

Neben der politischen Ebene, handelt das Drama auch von den tiefsten, persönlichen Gefühlen der Figuren. Zwischen Vater und Sohn ist eine Verständigung nicht möglich. Don Karlos liebt seine Stiefmutter Elisabeth von Valois. Prinzessin Eboli liebt Karlos, doch auch ihre Liebe bleibt unerfüllt. Im Zentrum der Inszenierung wird der Konflikt zwischen den Generationen stehen.

Regie: Andreas Gruhn
Ausstattung: Susanne Ellinghaus

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