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Opern & Operetten Magdeburg

Opern & Operetten in Magdeburg. Einen Überblick in Kurzform finden Sie hier: Opern & Operetten Übersicht
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Die Grosse Galanacht der Operette

03.01.2009 bis 29.03.2009 Galanacht der Operette:

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Veranstaltungen in: Aschaffenburg, Bernburg, Bingen, Chemnitz, Cottbus, Frankfurt / Oder, Gera, Idar - Oberstein, Langenselbold, Magdeburg, Neubrandenburg, Neustadt an der Weinstrasse, Obertshausen, Oberursel, Rostock, Suhl, Wiesloch, Zwickau

   

Wiener Blut - auf Tournee

25.12.2008 bis 03.02.2009 Wiener Blut - auf TourneeWiener Blut: Operette von Johann Strauss

Die komische Operette sprüht nur so vor schwungvollen, mitreissenden Walzermelodien und Arien, mit denen sie sich in die Herzen der Zuhörer spielt. Mit seinen eingängigen Arien "Wiener Blut, eigener Saft, voller Kraft, voller Glut!", "Grüss dich Gott, du liebes Nesterl" oder "Draussen in Hietzing gibt´s a Remasuri" nimmt das Meisterwerk die Zuhörer mit hinein in das heitere, lebensfrohe Wien des 19. Jahrhunderts.

Aber nicht nur die wunderbare Musik, auch die amüsanten Handlungen, reich an Intrigen und amourösen Techtelmechteln, machen die Operette zu einer der beliebtesten überhaupt. Walzerfreunde und Strauss-Liebhaber werden ihre Freude haben.



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Veranstaltungen in: Braunschweig, Hannover, Idar - Oberstein, Landshut / Essenbach, Langenselbold, Magdeburg, Mannheim, Mühlheim, München, Oberursel, Recklinghausen, Schwabach, Walsrode, Weilheim

   

Aida - Arena Monumental

06.03.2009 bis 21.03.2009 Aida:

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Veranstaltungen in: Berlin, Magdeburg

   

Turandot - Theater Magdeburg

07.03.2009 bis 07.06.2009 Turandot: Dramma lirico in drei Akten von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzis Märchen
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Liebe als grausames Spiel: Die chinesische Prinzessin Turandot lebt ihre Angst vor der Liebe und ihre Lust an Grausamkeit in einem gefährlichen Rätselspiel aus. Sie hat sich von ihrem Vater versprechen lassen, nur den Mann heiraten zu müssen, der ihr drei Fragen richtig beantwortet. Wer die Probe nicht besteht, muss sterben. Während das Volk zwischen mörderischer Schaulust und Mitleid mit Turandots Opfern hin und her gerissen ist, fasziniert ihr Anblick den fremden Prinzen Calaf dermassen, dass er die Probe versuchen will. Selbst Liù, die ihn liebt, kann Calaf nicht von seinem Entschluss abbringen. Als unbekannter Prinz stellt er sich der Prinzessin, und das Unerwartete geschieht: Er löst ihre Rätsel, Turandot verzweifelt. Da Calaf nicht ihren Stolz brechen, sondern ihre Liebe gewinnen will, stellt er ihr seinerseits eine Frage: Sollte es Turandot bis zum Sonnenaufgang gelingen, seinen Namen herauszufinden, will er freiwillig in den Tod gehen. Diese Aufgabe konfrontiert Turandot mit der zentralen Frage ihres Lebens: Wie hoch ist der Preis der Liebe?

Puccinis letzte Oper aus dem Jahr 1924 geht in jeder Beziehung über ihre Vorgänger hinaus: Die exotische Szenerie gestattete es dem Komponisten, avancierte kompositorische Mittel, wie Pentatonik, Bitonalität und rhythmische Verschiebungen sowie eine ausgesprochen farbige Instrumentation, einzusetzen. Vor allem aber stellt die Geschichte aus Carlo Gozzis tragikomischem Märchendrama, das auf persische und arabische Quellen zurückgeht, eine faszinierende und für Puccini einmalige Frauenfigur ins Zentrum, in deren Seele der Komponist eindringen wollte. Dies gelang ihm mit einer solchen Intensität, dass er selbst die Liebesgeschichte zwischen der grausam-faszinierenden, fremdartig-rätselhaften Turandot und dem sie liebend überwältigenden Calaf nicht zu Ende komponieren konnte: Seine Partitur bricht nach der Sterbeszene Liùs, die sich für Calaf opfert, ab. So stellt Puccinis Tod immer neu in Frage, ob eine der schönsten Tenor-Arien der Operngeschichte - »Nessun dorma«-, in der Calaf seine Liebe zu Turandot besingt, wirklich zur Vereinigung zweier so unterschiedlicher Menschen führen kann.

Musikalische Leitung: GMD Francesco Corti
Regie: Holger Pototzki

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Die Zauberflöte - Theater Magdeburg

29.11.2008 bis 12.04.2009 Die Zauberflöte: Deutsche Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Emanuel Schikaneder

Sarastro, Priester der Götter Isis und Osiris, hat der Königin der Nacht deren Tochter Pamina geraubt. Doch Hilfe naht in Gestalt des jungen Prinzen Tamino, den es aus fernen Landen in die mysteriöse Märchenwelt verschlagen hat. Er wird Pamina aus den Fängen Sarastros befreien und heil zur Mutter zurück bringen, so hofft die sternflammende Königin. Für den Fall des Erfolgs verspricht sie ihm ihre schöne Tochter zur Frau. Geködert mit diesem Versprechen und ausgestattet mit einem Bildnis Paminas macht sich Tamino auf die abenteuerliche Reise ins Reich des Priesters. Er hat eine magische Flöte dabei, und er wird begleitet von dem munteren Vogelfänger Papageno. Keiner von beiden kann ahnen, welch harte Prüfungen auf sie warten und dass Sarastro einen guten Grund hatte, Pamina zu entführen ...

Mozarts letzte und wohl berühmteste Oper fasziniert zwischen unterhaltsamem Kasperlspiel und weisem Welttheater: Auf den ersten Blick erscheint sie wundersam naiv, doch bei näherem Hinsehen sind in ihr unzählige Rätsel zu entdecken: Wer ist gut, und wer ist böse? Welcher Sinn verbirgt sich hinter den Prüfungen, die Tamino und Papageno auf ihrer Reise bestehen müssen? Und was haben all die Mysterien und Symboliken zu bedeuten? Endgültige Antworten gibt die »Zauberflöte« nicht - und zeigt uns dennoch, dass wir uns das wahrhaftige Menschsein durch Worte und Taten Tag für Tag neu erobern müssen. Am 30. September 1791 erlebte die Oper in Emanuel Schikaneders Freihaustheater auf der Wieden ihre Uraufführung. Seitdem lassen sich Generationen von Theaterbesuchern immer aufs Neue vom märchenhaften Geschehen und den eingängigen Melodien verzaubern.

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz
Regie: Holger Pototzki

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Samson und Dalila - Theater Magdeburg

12.06.2009 bis 20.06.2009 Samson und Dalila: Oper in drei Akten von Camille Saint-Saëns
Libretto von Ferdinand Lemaire
Konzertante Aufführung in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Nach dem Auszug aus Ägypten ist das Volk Israel um das Jahr 1150 v. Chr. in die Knechtschaft der Philister gefallen. Befreiung aus der Sklaverei verspricht der hebräische Freiheitskämpfer Samson, der über gigantische Kräfte verfügt. Als der Satrap von Gaza den Gott Israels lästert, tötet Samson ihn. Der Oberpriester des Gottes Dagon schwört Rache und bedient sich dazu der Verführungskünste der schönen Priesterin Dalila. Tatsächlich gelingt es ihr, den Helden zu umgarnen und wehrlos zu machen. Die Philister blenden ihn, rauben ihm sein Haar, Sitz seiner Kraft, und verlangen von ihm, ihrem Gott ein Siegesopfer darzubringen. Samson bittet den Gott Israels zunächst vergeblich, ihm seine alte Stärke wiederzugeben - doch im Tempel des Dagon findet sein Hilferuf schliesslich Gehör: Er packt die Säulen, auf denen der Tempel ruht, und bringt sie zum Einsturz, sich und die Feinde Israels unter den Trümmern begrabend.

Camille Saint-Saëns wollte die biblische Samson-Thematik zunächst zu einem Oratorium verarbeiten, doch sein Librettist Ferdinand Lemaire überredete ihn, aus dem Stoff eine Oper zu machen. Bis heute erinnert insbesondere der 1. Akt mit seinen wuchtigen Chören an das ursprüngliche Vorhaben. In Frankreich stiess das Werk zunächst auf Ablehnung. Erst Franz Liszt konnte Saint-Saëns überreden, die Komposition zu vollenden, indem er ihm eine Uraufführung in Weimar in Aussicht stellte. Die Oper verhalf Saint-Saëns zum internationalen Durchbruch. Heute ist »Samson und Dalila« eine der meistgespielten französischen Opern. Die prachtvollen Arien der beiden Titelrollen schmücken das Repertoire der dramatischen Mezzosopranistinnen und der jugendlichen Heldentenöre.

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz

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Rigoletto - Theater Magdeburg

13.12.2008 bis 10.01.2009 Rigoletto - Theater MagdeburgRigoletto: Oper in drei Akten von Guiseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Rigoletto führt ein Doppelleben. Tagsüber ist der Bucklige Hofnarr und Berufszyniker beim Herzog von Mantua, einem frauenverschlingenden Geniesser, der allen Schönen in seiner Umgebung nachstellt. Des Nachts wacht Rigoletto überängstlich über seine erwachsen werdende Tochter Gilda, die er im Verborgenen aufzieht - gleichsam in einem geschützten Raum, der sie vor dem verlogenen Treiben bei Hofe, vor dem Schmutz der Welt, vor aller Gefahr und nicht zuletzt vor den Übergriffen des Herzogs bewahren soll. Gilda ist sein ganzes Glück, eine Inkarnation der Reinheit und inneren Schönheit in einer verkommenen Wirklichkeit. Doch Rigoletto muss erfahren, dass man das Wahre, Gute, Schöne nicht im Geheimen pflegen und beschützen kann - man muss es immer neu erkämpfen: Die Feinde des Narren am Hof kommen hinter Rigolettos zwiegesichtiges Spiel. Sie sorgen dafür, dass die behütete Tochter zur Gespielin des erotomanen Herzogs wird. Als Rigoletto miterleben muss, wie sie den Liebesschwüren des berechnenden Verführers erliegt, gerät er ausser sich und engagiert einen Auftragsmörder.

"... der grossartigste Stoff und vielleicht das grösste Drama der Moderne!", schrieb Verdi an seinen Librettisten Francesco Maria Piave, und gemeinsam machten sie aus Victor Hugos Drama eine italienische Oper. Kaum eine andere Oper hat Verdi derart begeistert und schnell komponiert wie seinen "Rigoletto". Unsterbliche Melodien stellt er gezielt in den Dienst des dramatischen Ausdrucks und realisiert damit zum ersten Mal sein Idealbild von einem Musikdrama, das den Zuschauer mit dem Hässlichen auf der Bühne packend konfrontiert. Seit dem triumphalen Premierenerfolg 1851 in Venedig gehört "Rigoletto" zu den weltweit meistgespielten Opern und begründete Verdis Weltruhm als Opernkomponist.

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz
Regie: Holger Pototzki

"Fast 20minütiger Jubel für einen beeindruckenden Verdi-Abend, den man gesehen haben muss." (Magdeburger Volksstimme)

"Ein musikalisch hochkarätiger Abend, der den Vorzug des italienischen Originals gegenüber jeder deutschen Übersetzung unter Beweis stellt." (Mitteldeutsche Zeitung)

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Manon Lescaut - Theater Magdeburg

09.05.2009 bis 03.06.2009 Manon Lescaut: Ballett von Gonzalo Galguera
Musik von Jules Massenet, arrangiert von Leighton Lucas

Es ist Liebe auf den ersten Blick, als sich Des Grieux und Manon Lescaut zum ersten Mal begegnen. Fasziniert vom leidenschaftlichen Lebenswillen des schönen Mädchens beschliesst der junge Novize, Manon vor dem ihr bestimmten Dasein hinter Klostermauern zu bewahren: Gemeinsam fliehen sie nach Paris und erleben eine kurze Zeit perfekten Glücks. Doch unter dem Druck von Familie und Gesellschaft, verschärft durch den verschwenderischen Lebenswandel der heissblütigen Manon, verstricken sich die Liebenden bald in moralische und finanzielle Nöte. Der Strudel von Luxus und Laster, von wahrer Liebe und heller Begierde zieht die beiden unrettbar hinab ...

Die "Geschichte des Chevalier Des Grieux und der Manon Lescaut", in der der Schriftsteller und Geistliche Abbé Prévost seine eigene Romanze mit einer Edelkurtisane verarbeitete, avancierte ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Lieblingssujet des Musiktheaters. Komponisten wie Daniel François Esprit Auber, Giacomo Puccini, Hans Werner Henze und Jules Massenet liessen sich von der Novelle inspirieren. Nicht aus Massenets Manon-Oper, sondern aus dem reichen Schatz seiner Orchesterwerke und Bühnenmusiken hat Komponist und Arrangeur Leighton Lucas 1974 eine emotionsgeladene Partitur für die Ballettbühne massgeschneidert. Sie bildet die musikalische Grundlage von Gonzalo Galgueras Choreografie für das Ballett Magdeburg. Musikalische Leitung: Alexander Steinitz
Choreografie und Inszenierung: Gonzalo Galguera
Bühne und Kostüme: Jérôme Kaplan

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Ein Himmel Voller Geigen - Theater Magdeburg

31.12.2008 Operettengala: Ein Himmel voller Geigen - ob Wiener Walzer, charmantes Couplet oder sehnsuchtsvolles Liebeslied, die schönsten Melodien der leichten Muse können erlebt werden...

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Boris Godunow - Theater Magdeburg

03.12.2008 bis 23.05.2009 Boris Godunov: Oper in sieben Bildern
Libretto vom Komponisten nach Alexander Puschkin

Melancholie der Macht: Nach dem frühen Tod des Nachfolgers von Zar Iwan dem Schrecklichen hat sich Boris Godunow zum russischen Zaren wählen lassen und erweist sich als guter Herrscher. Doch ihn umgibt ein dunkles Geheimnis: Der rechtmässige Thronfolger - der junge Zarewitsch Dmitri - wurde vor Jahren ermordet, und es gibt Zeugen, die Boris damals als Auftraggeber beschuldigten. Einer dieser Zeugen, der Mönch Pimen, berichtet seinem jungen Mitbruder Grigori von Dmitris Tod. Dieser - mit dem Klosterleben unzufrieden - beschliesst zu fliehen, sich als Dmitri auszugeben und den Thron einzufordern. Unter dem Druck dieser politischen Bedrohung steigert sich Boris immer mehr in dunkle Ahnungen hinein, die von seinen politischen Beratern geschickt ausgenutzt werden. Angesichts von Hungersnöten und Katastrophen wendet sich auch das Volk gegen ihn, und seine Angst steigert sich zum Wahnsinn ...

"Boris Godunow" gilt als die russische Nationaloper schlechthin - sie ist mit ihrem Schwesterwerk "Chowanschtschina" die einzige, die sich aus dem reichen Genre der russischen Historienoper auf den Spielplänen gehalten hat. Das liegt zum einen sicher an der berühmten Vorlage von Alexander Puschkin. Vor allem aber entfaltet die Musik des Autodidakten Mussorgsky eine urwüchsige Kraft, deren Unmittelbarkeit und rhetorischer Genauigkeit man heute zu Recht den Vorzug gegenüber der romantisierenden Bearbeitung von Nikolai Rimsky-Korsakow gibt. Zum ersten Mal kommt in Magdeburg nun die Fassung von 1869, der so genannte "Ur-Boris", auf die Bühne, die sich ganz auf die Psychologie der Titelfigur konzentriert. Von den 25 Szenen des Puschkin´schen Theaterstücks wählte der Komponist nur die sieben aus, die unmittelbar mit Boris verbunden sind, sodass ein intensives, differenziertes Porträt des zerrissenen Zaren entsteht - erfolgreicher Herrscher, liebender Vater, gewissensgeplagter Schuldiger und politisches Opfer.

Musikalische Leitung: GMD Francesco Corti
Regie: Vera Nemirova

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Idomeneo - Opernhaus Magdeburg

13.02.2009 bis 28.03.2009 Idomeneo:

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Nabucco - Theater Magdeburg

26.03.2009 bis 31.05.2009 Nabucco - Theater MagdeburgNabucco: Dramma lirico in vier Teilen von Guiseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Eine Frau kämpft um die Macht - gegen ihren Vater, den babylonischen König Nabucco, und gegen den Gott des unterworfenen jüdischen Volkes. Die babylonische Gefangenschaft des Volkes Israel gehört zu den grossen Mythen der jüdischen Geschichte: Ein kleines Volk wird vom übermächtigen Nachbarn Babylon unterworfen, doch am Ende siegt der Gott der Juden über den heidnischen Gott Baal, und das Volk kann in seine Heimat zurückkehren. Wie man aus diesen weltpolitischen Ereignissen eine menschlich packende Oper machen kann, beweist Verdis "Nabucco". In vier Teilen liefern sich die handelnden Personen einen Kampf um Liebe, Politik, Eifersucht und Ehrgeiz.

Verdi war gerade mit einer komischen Oper an der Mailänder Scala gescheitert, als er dennoch 1840 einen Folgeauftrag über drei Opern für dasselbe Haus erhielt. Die musikalische Struktur des neuen Werkes ist - mit seiner deutlichen Gliederung in Rezitativ, Arie und Ensemble - zwar noch dem Prinzip des italienischen Belcanto verhaftet, weist jedoch in seiner Geschlossenheit bereits auf die spätere Entwicklung zum Musikdrama Verdis hin. Ausserdem traf es den Nerv der Zeit: Man interpretierte die Geschichte vor allem als politisches Fanal, als Aufruf zur Befreiung von der Fremdherrschaft der Habsburger und Bourbonen. Verdi stieg so zum führenden Komponisten des Risorgimento auf, jener Freiheitsbewegung, die für einen italienischen Nationalstaat kämpfte. Und der Chor der gefangenen Israeliten ("Va pensiero, sull´ali dorate") wurde zur inoffiziellen Nationalhymne Italiens.

Musikalische Leitung: GMD Francesco Corti
Regie: Vera Nemirova

"Nach ihrem Bonner ,Macbeth' und ihrem Dresdener ,Otello' ist Vera Nemirova auf dem Vormarsch einer der besten Verdi-Regisseure". (Die Welt)

"Im Duell der beiden Töchter Abigaille und Fenena trägt Anita Bader zwar auch deshalb den Sieg davon, weil ihre Figur von den Autoren die grösste psychologische Tiefenschärfe mitbekommen hat. Doch wie sie dieses Flintenweib im Overall in ein verstossenes Kind und eine abgewiesene Frau verwandelt, wie sie aus dem Stentor ihrer Wut die fragilen Töne der Trauer und Sehnsucht herausschält, das zeugt von höchster Stimmkultur." (Mitteldeutsche Zeitung)

"Ein Opernabend der Superlative". (Volksstimme)


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Don Juan - Theater Magdeburg

28.11.2008 bis 30.01.2009 Don Juan - Theater MagdeburgDon Juan: Komödie von Molière

Gebrochene Frauenherzen pflastern seinen Weg. Die Schönheit ist seine Göttin. Er ist der Inbegriff des unwiderstehlichen Verführers, der grosse Virtuose des erotischen Vergnügens: Don Juan. Donna Elvira hat für ihn gar ihr Gelübde gebrochen und das Kloster verlassen. Zwar sind die beiden jetzt verheiratet, doch Don Juan kann sein Herz nicht nur an eine verschwenden. Den süssen Verlockungen der Damenwelt muss er folgen wie ein Süchtiger. Schamlos gibt er Elvira den Laufpass; ihre verliebte Raserei kostet ihn nur ein Lächeln.

Sein neues Objekt der Begierde ist Charlotte, eine appetitliche Bäuerin, die kurz vor der Hochzeit mit dem braven Pierrot steht. Aber diese Eroberung gehört zu Don Juans leichteren Übungen, im Nu verfällt Charlotte seinen Verführungskünsten. Schon schwieriger wird es, als sich Mathurine dazugesellt. Denn auch mit diesem Bauernmädchen hat er gerade eine heisse Romanze begonnen. Doch raffiniert und unbekümmert jongliert der grosse Liebesabenteurer mit den Frauenherzen - und behält beide Eisen im Feuer. Unterdessen versucht sein Diener Sganarelle verzweifelt, Don Juan auf den Pfad der Tugend zurückzuführen - aber der pfeift auf Moral und Anstand, sein Begehren kennt keine Grenzen. Dann ist plötzlich Gefahr im Verzug: Die Brüder Elviras fordern Rache für die gekränkte Ehre ihrer Schwester, ein Geldeintreiber verlangt von Don Juan die augenblickliche Rückzahlung seiner Schulden, und sein Vater droht, ihn zu verstossen, falls er seinem wüsten Lebenswandel nicht abschwört. Mit geistreichen Täuschungsmanövern schafft Don Juan es immer wieder, die Sittenwächter und Tugendbolde an der Nase herumzuführen. Als aber die furchtbare steinerne Statue des von ihm getöteten Komturs in seinem Haus erscheint und ihn anredet, ist Schluss mit lustig, und der Tag der Abrechnung ist gekommen ...

Eine wunderbar leichte und höchst amüsante Komödie über die grosse Lust am sinnlichen Genuss, über das Spiel mit der Liebe und die Grenzen der Vergnügungssucht.

Regie: Tobias Wellemeyer


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Tamerlano - Theater Magdeburg

30.05.2009 bis 13.06.2009 Tamerlano: Oper in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Libretto von Nicola Francesco Haym
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die Frage, ob und wie die Läuterung eines Tyrannen möglich sei, faszinierte die barocke Oper immer wieder aufs Neue: Der Tatarenherrscher Tamerlano hat den türkischen Sultan Bajazete besiegt und gefangen genommen. Er ist eigentlich mit Irene verlobt, verliebt sich aber in Asteria, die Tochter Bajazetes. Diese allerdings ist die Geliebte des griechischen Generals Andronico, eines Verbündeten von Tamerlano. Als der Herrscher von Andronico verlangt, bei Asteria für ihn zu werben, und ihm dafür die Hand Irenes verspricht, beginnt das Verhängnis: Asteria geht zum Schein auf Tamerlanos Werbung ein, was Andronico zutiefst verletzt und Bajazete entsetzt. Sie dagegen will Tamerlano töten. Ein erster Mordversuch misslingt. Auch Andronico bringt Tamerlano gegen sich auf, indem er seine eigene Liebe zu Asteria gesteht. Bei einem Festmahl versucht die zur Sklavin erniedrigte Asteria den Herrscher erneut zu töten, was von Irene verhindert wird. Die daraus resultierende Verurteilung Asterias treibt Bajazete in den Selbstmord. Der sterbende Sultan ruft die Furien an, ihn an Tamerlano zu rächen ...

Im Jahre 1724 komponiert, gehört "Tamerlano" zu einer der besten und eigentümlichsten Opern Händels, der im Londoner Opernwesen auf dem Gipfel seines Erfolges stand. So ist der Stoff weder der antiken Geschichte noch der Mythologie entnommen, sondern beruht auf einem historischen Ereignis jüngeren Datums - der Gefangennahme des Sultans Bajazit I. durch Tamerlano in der Schlacht bei Ankara und dessen Tod 1402. Zum ersten Mal vertraute Händel zudem mit der Figur des Bajazete eine der Hauptrollen einem Tenor an, dem Italiener Francesco Borosini. Dieser machte ihn mit der Vertonung des Stoffes durch Francesco Gasparini bekannt, was Händel kurzfristig zu einigen Umarbeitungen bewog. Vor allem betonte er mit dem Tod Bajazetes auf offener Bühne den tragischen Charakter der Handlung. So verbindet sich mit Händels virtuoser Musik, für die ihm neben dem berühmten Kastraten Senesino einige der besten Sänger seiner Zeit zu Verfügung standen, die bis heute aktuelle Auseinandersetzung um die Möglichkeit gerechter Herrschaft.

Musikalische Leitung: Rainer Roos
Regie, Bühne und Kostüme: Peer Boysen

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Verzaubert - Theater Magdeburg

05.07.2009 Operettengala: Operettengala - ob Wiener Walzer, charmantes Couplet oder sehnsuchtsvolles Liebeslied, die schönsten Melodien der leichten Muse sond zu erleben

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Lady Macbeth Von Mzensk - Theater Magdeburg

10.12.2008 Lady Macbeth Von Mzensk - Theater MagdeburgLady Macbeth: Oper in vier Akten von Dmitri Schostakowitsch
Libretto von Arkadi Preiss und Dmitri Schostakowitsch nach der Novelle von Nikolai Leskov

Katerina Ismailowa widert die kleinstädtische Umgebung an, in der sie nur Roheit und Berechnung erlebt. Verheiratet mit dem langweiligen Sinowi und beherrscht vom tyrannischen Schwiegervater Boris erliegt die leidenschaftliche Frau während der Abwesenheit ihres Mannes der brutalen Werbung des Arbeiters Sergej. Um der Entdeckung zu entgehen, ermorden die beiden erst den Schwiegervater und dann den Ehemann. Damit ist auch der Weg für eine offizielle Verbindung frei, aber als man während ihrer Hochzeit die Leichen entdeckt, werden Katerina und Sergej verhaftet und nach Sibirien verbannt. Dort erlebt Katerina die letzte und schmachvollste Enttäuschung ihrer Liebe ...

Ohne Zweifel ist Dmitri Schostakowitschs zweite Oper eines der bedeutendsten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts. Der Komponist bedient sich virtuos vielfältigster Stilmittel, mit denen er den spannenden Stoff ständig vorantreibt, und erweist sich als Genie des Theaters. Nach der Uraufführung 1934 ein gewaltiger Erfolg in Leningrad und Moskau, wo die Oper innerhalb von zwei Jahren insgesamt 177 Aufführungen erlebte, wurde ihr zwei Jahre später der reaktionäre Musikgeschmack Stalins zum Verhängnis - ein Verhängnis, das fast auch den Komponisten selbst getroffen hätte. Der komponierte danach unter dem Damoklesschwert der drohenden Verfolgung und entschärfte die kritisierte Oper. Erst nach Schostakowitschs Tod konnte der berühmte Cellist und Dirigent Mstislav Rostropovitch das konsequentere Original wieder auf der Opernbühne etablieren.

Musikalische Leitung: GMD Francesco Corti
Regie: Markus Dietz

"Ein Wagnis, das Werk zu zeigen. Erzählt es doch auch ein Stück Kunst- und Zivilisationsgeschichte und von der zerrissenen Künstlerseele Schostakowitschs, der zwischen Systemkritik und -anpassung lavieren musste. Zwar brachte er in den 60er Jahren mit "Katerina Ismailowa" drei Jahrzehnte nach deren staatlicher Verfemungdie entschärfte Variante der ,Lady Macbeth' heraus. Eine Oper aber schrieb er danach nie wieder. Diese freilich bleibt reiner Horror. Jawohl, die Bilder schockieren, aber sie entgleisen nicht. Nicht hier, denn Markus Dietz zeigt, was er muss: die Brutalität einer vom Patriarchat beherrschten Gesellschaft, in der die Frau nichts gilt. (...) Phänomenal, was Francesco Corti aus dem Graben zaubern lässt: Nicht nur, dass seine Musiker diese irre Partitur technisch brillant in Klang übersetzen. Ob feines Solo oder berstendes Tutti - hier blitzen die subversiven Seiten Schostakowitschs auf, sind aufrichtige Empathie, erotische Ekstase und bitterster Sarkasmus versammelt, verschmelzen Sex und Folter, wenn vom Rang das Blech gellt. Dieses Opernerlebnis wird einem zwar nicht geschenkt. Aber es geht mächtig unter die Haut. Für ihre denkbar schlichte Ausstattung verzichteten Ines Nadler und Henrike Bromber auf alles Historisierende, auf Kulisse und Deko. Nicht zufällig prägt die Horizontale den Bildeindruck. Das emotionale Elend wird verdichtet von glatten Farbwänden, aussagekräftigem Licht und dem Einsatz der versenkbaren Zwischenbühne, auf der am Ende die ganze Gesellschaft untergeht wie Katerina und ihre Nebenbuhlerin in den Fluten." (Mitteldeutsche Zeitung)


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Madame Pompadour - Theater Magdeburg

20.12.2008 bis 05.01.2009 Madame Pompadour - Theater MagdeburgMadame Pompadour: Operette in drei Akten von Leo Fall

Madame Pompadour, die Mätresse von König Ludwig XV. von Frankreich, ist nicht nur aufreizend schön, sondern auch entsprechend abenteuerlustig in Liebesdingen. Dieses Jahr will sie den Karneval fern der Schlösser und inkognito unter dem gemeinen Volk feiern, zu jeder Schandtat bereit. Dabei trifft sie ausgerechnet auf den frechen Dichter Calicot, der fröhlich Spottlieder auf sie singt, und auf den Grafen René, der ebenfalls unter falschem Namen auf Liebesabenteuer aus ist. Mitten in die amouröse Entwicklung platzt der dumm-dreiste Polizeiminister, der die Pompadour schon immer beim König anschwärzen wollte. Madame weiss sich jedoch schnell der prekären Situation zu entziehen, indem sie die Aufmerksamkeit auf den aufmüpfigen Poeten lenkt und die Bestrafung der Rebellen persönlich in die Hand nimmt: Der Dichter muss für sie ein Festepos verfassen, und der attraktive Graf wird in ihr Leibregiment befohlen. Im Palast der Pompadour gehen die amourösen Verwicklungen dann in die zweite Runde, bis plötzlich der König vor der Tür steht ...

1923 brachte Leo Fall in Berlin mit "Madame Pompadour" eine der letzten ganz grossen Operetten auf die Bühne. Nicht von ungefähr wurde sie sein grösster Erfolg. Textlich, musikalisch und zeitkritisch betrachtet gelang Fall eine Meisteroperette par excellence, in der schmissige Melodien, französische Eleganz und erotisches Feingefühl zu einer Einheit verschmelzen. Das Publikum der Uraufführung liebte diese Operette sofort, schimmerte hinter all dem höfischen Rokoko, der Pariser Erotik und dem unzüchtigen Treiben in Kellerkneipen doch das apokalyptische Berlin der 1920er Jahre hindurch. In der Operettendiva Fritzi Massary hatte Leo Fall eine ideale Darstellerin für die Rolle der Pompadour gefunden, die das Publikum mit zuckenden und prickelnden Walzermelodien beglückte.

Musikalische Leitung: Rainer Roos
Regie: Nico Rabenald
Choreografie: Arthur Büscher

"Operette kann so schön sein!" (Magdeburger Volksstimme)

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