Kultur Münster
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The Ten Tenors
The Ten Tenors: Nostalgica - Eine Zeitreise musikalischer Erinnerungen
The Ten Tenors sind wieder auf Tournee und begeisterten mit ihrem neuen Programm "Nostalgica" bereits ihr Publikum in Australien. Auch in den USA, dem Mutterland des Showbusiness, findet die Mischung aus anspruchsvollen Opernarien und temperamentvollen Pop-Klassikern seine Bewunderer. Ausverkaufte Konzerthallen sprechen für sich.
Den Erfolg erklärt sich Matthew Hickey, ehemals Sänger und jetzt der künstlerische Direktor von The Ten Tenors folgendermassen: "Wir spielen auf der Nostalgica-Tour Lieder, die wir bereits als Kinder mit unseren Eltern gesungen, die unsere Lehrer inspiriert und die unsere Zuschauer sich immer gewünscht haben. Nostalgica ist eine Zeitreise musikalischer Erinnerungen"
Erleben Sie die zehn Tenöre live auf der Bühne und sichern Sie sich gleich Ihre Tickets!
Details zu: The Ten Tenors in Münster
Konzerte in: Balingen, Bamberg, Berlin, Bielefeld, Bochum, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Chemnitz, Cottbus, Dortmund, Dresden, Duisburg, Emden, Erfurt, Flensburg, Frankfurt, Hagen, Hamburg, Hannover, Kiel, Koblenz, Köln, Leipzig, Lingen / Ems, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Münster, Niedernhausen, Offenburg, Oldenburg, Osnabrück, Regensburg, Rostock, Schwäbisch Gmünd, Siegen, Wilhelmshaven, Wuppertal, Zwickau
Helmut Lotti: Time To Swing
Helmut Lotti: Seine Stimme mag mit Gold kaum aufzuwiegen sein, seine Karriere ist jedenfalls mehr als reichlich mit Edelmetall gepflastert. Seit mehr als zehn Jahren betört die "goldene Kehle" des belgischen Tenors Helmut Lotti ein internationales Publikum, das von jedem neuen musikalischen Abenteuer des belgischen Superstars aufs Neue fasziniert und begeistert ist. Helmut Lottis Stern ging in den frühen Neunzigern mit seiner legendären Klassik-Serie auf. In der Folge nutzte er seine enormen stimmlichen Möglichkeiten als künstlerischer Weltreisender, der mit so grossartigen Alben wie "Out Of Africa" (1999), "Latino Classics" (2000), "Latino Love Songs" (2001), "My Tribute To The King" (2002), "Pop Classics In Symphony" (2003) und zuletzt "From Russia With Love" (2004) ganzen Kontinenten, Epochen sowie seinem stets bewunderten Idol Elvis Presley die Ehre erwiesen hat. Mit "The Crooners" widmete sich Helmut Lotti mit Leib und Seele dem künstlerischen Genre, das er so meisterlich beherrscht wie kaum ein anderer zeitgenössischer Interpret: dem romantischen Gesang.
Mit dem im September erscheinenden Album "Time to Swing" wird Helmut Lotti einen weiteren Meilenstein seiner Karriere setzen. Mit seinem aussergewöhnlichen Gespür für "swinging music" interpretiert Lotti mit Trompete, Posaune und Violine(!) Welterfolge wie "Mackie Messer" von Berthold Brecht, "Cry me a River", geschrieben für Ella Fitzgerald und durch Julie London zum Welthit avanciert, und "That´s Life" des unvergessenen Frank Sinatra.
Von November 2008 bis März 2009 geht Helmut Lotti dann mit "Time to Swing" auf Tournee und präsentiert in über 40 Städten in ganz Deutschland sein neues Programm. Hit-Klassiker seiner Erfolgs-CDs dürfen dabei natürlich ebenso wenig fehlen, wie die Eigenkompositionen seiner neuen CD.
Freuen Sie sich auf Helmut Lotti!
Details zu: Helmut Lotti: Time To Swing in Münster
Konzerte in: Aachen, Bamberg, Berlin, Bielefeld, Bonn, Braunschweig, Bregenz / Österreich, Bremerhaven, Chemnitz, Cottbus, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Emden, Erfurt, Frankfurt / Main, Freiburg, Hamburg, Hannover, Heilbronn, Ilsenburg, Kassel, Kiel, Köln, Leipzig, Lübeck, Magdeburg, Mainz, Mannheim, München, Münster, Nürnberg, Oberhausen, Osnabrück, Regensburg, Rostock, Saarbrücken, Salzburg / Österreich, Siegen, Stuttgart, Suhl, Trier, Wuppertal, Zwickau
Abba Mania - Super Trouper Tour
Abba Mania: "Super trouper ..." - Genauso fühlen sich die Fans, die seit Jahren in die Hallen
strömen, wenn ABBA MANIA in der Stadt ist.
Ihre aktuelle Tournee nennen ABBA MANIA daher auch schlicht Super
Trouper Tour 2008/2009 - nach dem erfolgreichsten ABBA-Album von 1980,
das sich allein 10 Millionen Exemplare verkaufte.ABBA MANIA zeigt: ABBA lebt, auch wenn die Originale keinerlei Anstalten machen, wieder zusammen zu kommen, egal wie viel Millionen man ihnen für ein Comeback anbietet. Unter den vielen Ensembles, die seit der Trennung des schwedischen Quartetts die ungebrochene Lust der alten und jungen Fans nach den Hits der Vier Schweden befriedigen, ist ABBA MANIA sicherlich - im Vergleich zum ambitionierten Musical "Mamma Mia!" - das party-orientierte Ensemble, das ABBA seine Referenz erweist. Und diese Party beginnt nach den ersten Tönen der Band, schon bevor überhaupt der Gesang einsetzt und alle Dämme brechen.
Freuen Sie sich auf die grössten ABBA-Hits wie "Mamma Mia", "Dancing Queen", "The Winner Takes It All", "Waterloo" oder "Thank You For The Music" und gehen Sie mit auf eine Zeitreise zurück in die Ära von Glamour und Glitzer, Plateau-Schuhen und Discokugeln.
Details zu: Abba Mania - Super Trouper Tour in Münster
Veranstaltungen in: Alsdorf, Balingen, Bamberg, Basel, Bayreuth, Bergheim, Bielefeld, Braunschweig, Chemnitz, Cottbus, Deggendorf, Dortmund, Dresden, Erfurt, Fulda, Gera, Göttingen, Halle / Saale, Ilsenburg, Karlsruhe, Kassel, Kempten, Koblenz, Landshut / Essenbach, Leipzig, Lübeck, Magdeburg, Mainz, München / Fröttmaning, Münster, Oberhausen, Osnabrück, Riesa, Rostock, Salzburg / Österreich, Siegen, Suhl, Ulm, Wetzlar, Würzburg, Zwickau
La Belle Bizarre Du Moulin Rouge
Moulin Rouge: Der Australier Baz Luhrmann hat mit "Moulin Rouge" das Musical neu erfunden: schneller, cooler, und mitreissender. Ein völlig hysterisches und gute Laune machendes Musical. Die Love-Story zwischen der Moulin Rouge Kurtisane Satine und dem naiven aristokratischen Schriftsteller Christian wird aus Musik-Mixturen legendärer Kulthits zusammengesetzt.Was dieses Musical auszeichnet, sind die komplett durchkomponierten Szenen - es gibt keine einzige gesprochene Zeile - Musik total. Neben den klassischen Musicalsongs werden immer wieder Elemente aus aktuellen Pop- und Rocksongs verwendet. So finden sich Teile aus David Bowies Masterpiece "Heroes" in Elton Johns Hit "Your Song" wieder oder in Jacque Offenbachs weltberühmtem Can-Can taucht plötzlich Nirvanas "Smells like teen spirit" auf.
In traumwandlerischer Sicherheit wandert La Belle Du Moulin Rouge über den schmalen Grat von der ekstatischen Komödie, in ihrer originellen Absurdität hin zur emotionalen Love-Story, um schliesslich als beinahe epische Tragödie zu enden. Und in der Mitte verbleiben Satine und Christian als der Kern der Geschichte, die bei all dem schönen Schein nicht für eine Sekunde vergisst, dass sie eine einfache und wunderschöne Love-Story ist.
Details zu: La Belle Bizarre Du Moulin Rouge in Münster
Veranstaltungen in: Balingen, Bamberg, Berlin, Bielefeld, Braunschweig, Bregenz / Österreich, Cottbus, Dortmund, Dresden, Duisburg, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Hameln, Hannover, Ingolstadt, Karlsruhe, Kempten, Kiel, Köln (deutz), Leverkusen, Ludwigsburg, Mannheim, Merzig - Saar, Münster, Mutterstadt, Nürnberg, Offenburg, Osnabrück, Ramstein-Miesenbach, Regensburg, Remscheid, Rostock, Saarbrücken, Salzburg / Österreich, Siegen, Trier, Ulm, Wuppertal
Wladimir Kaminer
Wladimir Kaminer: Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschliessend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Er veröffentlicht regelmässig Texte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, hat eine Sendung namens "Russendisko Club" beim RBB Radio MultiKulti sowie eine Rubrik im ZDF-Morgenmagazin und organisiert Veranstaltungen wie seine mittlerweile international berühmte "Russendisko". Mit der gleichnamigen Erzählsammlung sowie zahlreichen weiteren Büchern, z. B. dem Roman "Militärmusik", avancierte das kreative Multitalent zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren in Deutschland. Alle seine Bücher gibt es als Hörbuch, von ihm selbst gelesen. (Information der Verlagsgruppe Random House Bertelsmann)
"Das Geheimnis Kaminers ist die Sanftheit seiner Satire. Er lässt, scheinbar, nur den Dingen ihren Lauf und macht kein Aufhebens davon, dass er selbst sie erst in Gang setzt. Er ist ein Candide der Normalität. Er schreit nie auf, protestiert nicht, sondern wundert sich bloss. Aber er sagt nicht einmal, dass er sich wundert, sondern lässt es uns zwischen den Zeilen spüren. Ganz selten nur zerstört er das naive Gespinst seiner Abenteuer durch direkten Witz oder eine Pointe und schon gar nicht durch jenen Hohn-Ton, der deutsche Satire meist so unerträglich macht. Kaminer ist Subversiv-Ironiker." (Die Zeit)
"Kaminer ist, was nur selten bemerkt wird, ein grosser Stilist, ein Meister seiner Form, einer kleinen Form natürlich, die der Romanform in manchem überlegen ist. Wladimir Kaminer, soviel steht fest, ist ein grosser Gewinn für die deutsche Literatur." (Süddeutsche Zeitung)
"Kaminer überzeichnet die Wirklichkeit mit lakonischer Ironie. Stanzt keine überflüssigen Prosaschnörkel. Blickt schubladenfrei auf seine Figuren mit dem Blick fürs Wesentliche." (Die Welt)
"Das Erfreuliche ist, dass Kaminer sich nicht zugunsten billiger Pointen über die Menschen lustig macht. Er erzählt mit einer für unsereinen manchmal naiv anmutenden Verwunderung, die aber den Reiz des unverstellten Blicks mit sich bringt. So lachen wir manchmal ganz bewusst über uns selbst. Das vermag nur Poesie." (Augsburger Allgemeine)
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Lesungen in: Augsburg, Bielefeld, Bremen, Essen, Hamburg, Jena, Kiel, Köln, Münster, Oldenburg, Osnabrück, Paderborn, Rostock, Stuttgart
Tatort-Dinner: Lord Moad Lässt Bitten
Details zu: Tatort-Dinner: Lord Moad Lässt Bitten in Münster
Veranstaltungen in: Bochum, Dortmund, Duisburg, Euskirchen, Gelsenkirchen, Gütersloh, Hagen, Hattingen, Heiligenhaus, Moers, Münster, Recklinghausen, Reken, Selm, Unna, Witten-Herbede
David Garrett mit Band und Großem Orchester
David Garrett: Im Alter von vier Jahren bekam David Garrett seine erste Geige geschenkt. Sein Vater, ein deutscher Jurist, aber auch passionierter Geigenlehrer tat das, was nette Väter tun - er erfüllte seinem Sohn einen Wunsch. Dass dieses Geschenk bei David auch noch auf talentierten Boden fiel, und daraus 24 Jahre später einer der zur Zeit angesagtesten und besten Geiger weltweit werden sollte, davon wagten damals, weder Vater noch Sohn zu träumen.Er studierte bei Isaac Stern, Itzak Perlman und Dorothy Delay. Langsam kämpfte er sich wieder auf die Bühnen diese Welt zurück und legte im November 2007 mit der Veröffentlichung seines Crossover-Albums "Virtuoso" ein Comeback hin.
Das Album spiegelt den Musikgeschmack eines jungen Künstlers, der die grossen Melodien liebt, egal aus welchem Genre. So hat Garrett neben Interpretationen populärer Klassikstücke (z.B. aus "Carmen") auch romantische Filmmusiken ausgewählt (Morricones "La Califfa", Bernsteins "Somewhere" etc.) und ergänzt dies mit einer symphonischen Adaption von Metallicas "Nothing else matters".
Über 100 000 Zuschauer besuchten seine ersten beiden komplett ausverkauften Tourneen. Jetzt erhält der "coolste Geiger der Welt" (Bild am Sonntag) nicht nur den Klassik-Echo, sondern veröffentlicht auch sein nagelneues Album, welches er im Januar 2009 gemeinsam mit Band und einem grossen Orchester in den bekanntesten deutschen Hallen und Arenen live präsentieren wird.
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Konzerte in: Berlin, Bremerhaven, Frankfurt, Hamburg, Kempten, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Münster
Schwanensee - Russisches Staatsballett
Russisches Staatsballett: Musik: Peter TschaikowskyDas Libretto des Balletts "Schwanensee" hält sich an die klassische Märchenvorlage von Wladimir P. Begitschew und Wassili Geitzer
Der Ballettklassiker "Schwanensee" ist, als Aufführung des Russischen Staatsballetts, unter der Leitung von Wjatscheslaw Gordejew, ein unvergessliches Erlebnis. Die Geschichte um die romantische Liebe zwischen der Schwanenkönigin und ihrem Prinzen bietet livehaftig alle Zutaten des ganz grossen Kinos: Märchenhafte Handlung wie im "Herr der Ringe", heftige Leidenschaft wie in "Titanic", detaillierte Ausstattung wie im "Krieg der Sterne" und Tschaikowskys Musik, die jeden sinfonischen Filmscore schlägt.
So schreibt die Presse über die von der Kritik und dem Publikum gleichermassen gefeierten Gastspiele des Weltklasse-Ensembles namens Russisches Staatsballett: "Die Spitze der Tanzkunst" (HörZu), "Technisch saubere, schlanke Tanzkunst, elegante Choreographie, pantomimischer Humor und prächtige Kostüme" (Frankfurter Rundschau). Oder wie in der "Welt" zu lesen war: ",Schwanensee` ist nur ein anderes Wort für Seligkeit".
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Veranstaltungen in: Berlin, Braunschweig, Bregenz / Österreich, Dresden, Essen, Frankfurt, Hamburg, Münster, Niedernhausen, Nürnberg, Rastatt, Rostock, Salzburg / Österreich, Stuttgart, Vaduz / Liechtenstein, Zürich
Musical Highlights
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Veranstaltungen in: Borken, Frankenthal, Langenselbold, Mörlenbach, Münster, Obertshausen, Oer-Erkenschwick, Olsberg
Tatort-Dinner: Mord in Paris
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Veranstaltungen in: Bochum, Dortmund, Euskirchen, Gescher, Gladbeck, Heiligenhaus, Moers, Münster, Reken, Wesel, Witten-Herbede, Wuppertal
Der Kleine Horrorladen - Städtische Bühnen Münster
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Veranstaltung in: Münster
Markus Kavka
Markus Kavka: Markus Kavka, geboren 1967 in Ingolstadt, ist kult. Er moderiert und produziert für MTV. Die ganze Generation Golf ist mit ihm gross geworden. Und er mit ihr.
Ob im Studio oder bei den MTV European Music Awards in Barcelona, Edinburgh oder Lissabon, Kavka ist mittendrin und weiss alles
über Madonna und ihre sechzig Bodyguards, über Shaggy, und wie dieser »noch ein Rohr verlegen muss«, oder warum Robbie Williams nicht schlafen kann. Aber Markus Kavka ist auch DJ und Fussballfan und Wahlberliner.
Und so liest man über Dezibelregelungen in den angesagtesten Clubs, Michael Ballacks Bettwäsche und dass Yuppies und Türken in Kreuzberg ganzgut miteinander können.
Und Kavkas scharfe und prägnante Texte zur aktuellen Lage in der Welt lassen manchen Kommentar der etablierten Politikusse flach und schal erscheinen.
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Lesungen in: Münster, Stuttgart
Hélène Grimaud
Helene Grimaud: Hélène Grimaud wurde 1969 in Aix-en-Provence geboren. Mit 13 begann sie ihre Ausbildung am Pariser Konservatorium und feierte ihren Durchbruch, als sie mit 18 unter Daniel Barenboim musizierte. Nach Stationen in New York und Berlin lebt die Naturliebhaberin jetzt vor allem in der Schweiz. Sie engagiert sich für den Schutz der Wölfe.
"Heute ist sie eine der erfolgreichsten Pianistinnen der Welt. Hélène Grimaud: ,die Philosophin am Klavier', ,die mit den Wölfen tanzt'. Wild und kühl, sirenisch, rätselhaft. Eine Frau, zweifellos, der starken Worte. Wie kleine Teufel springen sie einem mitunter ins Gesicht. Einsamkeit, so liest man dann in Interviews, sei die Voraussetzung für Erkenntnis, sei ihre Droge. Oder: Grösse sei die Grösse des Mitmenschen. Die Branche zeigt sich angesichts solcher Offenbarungen eher irritiert. Die einen rühmen Grimauds Ernst, ihre Schönheit und die Tiefe ihrer musikalischen Gedanken. Die anderen behaupten, ihr Spiel sei technisch anfechtbar". (Die Zeit)
"Hélène Grimaud ist die Philosophin unter den Pianistinnen ihrer Generation. Es geht ihr nicht vorrangig um die spieltechnische Perfektion einer Interpretation, denn die ist längst Voraussetzung für zeitgemässes Künstlertum. Grimaud fragt nach dem Sinn unter der Oberfläche der Erscheinung, nach den Zusammenhängen hinter dem Offensichtlichen und das macht ihre Interpretationen, egal ob sie sich wie in den vergangenen Jahren mit dem Ehepaar Schumann, Frédéric Chopin oder Béla Bartók auseinandersetzt, zu überraschend luziden Ereignissen. So wundert es wenig, dass sie auch die Monumente der pianistischen Konzertsaalkultur unten anderen, neuen Gesichtspunkten einer Analyse unterzieht und dabei zu faszinierend mitreissenden Ergebnissen kommt." (KlassikAkzente)
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Konzerte in: Baden-Baden, Dresden, Münster
Das Land Des Lächelns - Städtische Bühnen Münster
Libretto von Ludwig Herzer und Fritz Beda-Löhner nach Viktor Léon
Wien meets Peking, anno 1912. Lisa, die Tochter des Feldmarschall-Leutnants Graf Ferdinand Lichtenfels, hat sich in den chinesischen Prinzen Sou-Chong verliebt, der auf Bildungsreise durch Europa tourt und dabei nach Wien gelangt ist. Er erwidert ihre Gefühle, kann diese aber, getreu seiner Devise "Immer nur lächeln und immer vergnügt", nicht offen bekennen. Bei einem Tee à deux kommen sich die beiden näher, und Sou-Chong beschreibt Lisa, wie man in seiner Heimat das Herz einer Frau erobert: mit Blumen und Ständchen in einer Mondnacht. Da trifft die Botschaft ein, der Prinz sei zum Ministerpräsidenten gewählt worden und müsse deshalb unverzüglich in seine Heimat zurückkehren. Lisa ist sofort bereit, alles stehen und liegen zu lassen und ihrer Liebe zu folgen. In China aber wird sie mit der Verwandtschaft Sou-Chongs konfrontiert, die auf der strengen Einhaltung traditioneller Werte besteht. Die Ehe mit einer Europäerin ist nach den Gesetzen des Landes nicht gültig, und Sou-Chong wird darauf verpflichtet, in einem Ritual vier chinesische Frauen zu heiraten ...
"Dein ist mein ganzes Herz" - allein schon dieses eine für den Tenor Richard Tauber geschriebene Lied hätte "Das Land des Lächelns" für alle Zeit unsterblich gemacht. Den Vorwurf, der anerkannte Mozart-Interpret habe sich - womöglich aus finanziellen Gründen - in die vermeintlichen Niederungen der Unterhaltungsmusik begeben, konterte Tauber mit Nonchalance: "Ich singe nicht Operette - ich singe Lehár!" Von der spritzigen Offenbachiade, der Urform der Operette, hatte sich der Komponist längst abgewandt, und wahrscheinlich ist er dem Genre der "seriösen Oper", das er so bewunderte, nie näher gekommen als mit seinem "Land des Lächelns". Er arbeitete daran just zur selben Zeit wie sein Kollege und Freund Puccini an "Turandot". Dass beide Komponisten in ihren China-Stücken um Lokalkolorit bemüht waren und dabei zum Teil ähnliche musikalische Mittel einsetzten, liegt in der Natur der Sache. "Die Verfassung des Publikums in unserer Zeit", so meinte Lehár 1929 im Blick auf das melancholische Ende des Werkes, "ermöglicht auch der Operette, sich von der Lüge des Happy-Ends abzuwenden." Und in seinem Werkverzeichnis nannte er "Das Land des Lächelns" treffend eine "grosse romantische Operette". Neben der "Lustigen Witwe" wurde sie zu seinem populärsten Werk.
Musikalische Leitung: Thorsten Schmid-Kapfenburg
Regie: Helen Malkowsky
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Veranstaltung in: Münster
Twillinge - Städtische Bühnen Münster
Das Zwillings-Motiv ist keine Erfindung des Autors Anton Aulke; der lateinische Komödiendichter Plautus hat es mit sensationellem Erfolg in seinen "Menaechmi" verwendet, und Erich Kästner ist mit seinem Werk "Das doppelte Lottchen" gewiss nicht der letzte Autor gewesen, der diese phantastische Laune der Natur dazu nutzt, sein Publikum zu erfreuen, zu unterhalten und ihm Gelegenheit zum Nachdenken zu bieten. "Twillinge" steht also in einer langen literarischen Tradition. Unsere Zwillinge sind der unter dem Kommando seiner Frau Fina stehende preussische Dorfpolizist Fritz und sein Zwillingsbruder Amadeus, berufs- und arbeitslos, weit in der Welt herumgekommen, in Scheunen oder im Freien übernachtend, den es nach sehr langer Zeit wieder zu seinem Bruder zieht. Der indes muss ihn als Nichtsesshaften festnehmen. Auf dem Weg ins Arrestlokal werden Fritz und Amadeus Zeugen, wie Mariechen, Tochter des Amtmanns, und Henrich, der junge Dorfschmied, die grossen Probleme ihrer jungen Liebe besprechen: Der Herr Amtmann hat sich bereits einen Schwiegersohn ausgesucht, einen Juristen aus der Stadt; und Mariechen weiss nun nicht weiter. Amadeus beschliesst bei sich, hier ein wenig Vorsehung zu spielen. Im Spritzenhaus gelingt es ihm, Fritz mittels einer Flasche Doppelkorn ausser Gefecht zu setzen. Dann bringt er sich in den Besitz der Sonntagsuniform des Dorfpolizisten und wirbelt das ganze Dorf mit Amtmann, Amtsschreiber, Lehrer, Weissnäherin, Wirtin, Bauern und Handwerkern, Tratschtanten sowie einem hochdeutsch sprechenden Baron ordentlich durcheinander.
Ein (fast) märchenhaftes, vergnügliches Spiel aus der (oft vielleicht gar nicht so) guten alten Zeit.
Regie: Hannes Demming
Bühne: Kerstin Bayer
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Aufführung in: Münster
Sinfoniekonzerte - Städtische Bühnen Münster
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Konzert in: Münster
Turandot - Städtische Bühnen Münster
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni
Vervollständigung der Komposition im letzten Duett und Finale durch Franco Alfano
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Über vier Jahre, bis zu seinem Tod 1924, beschäftigte Puccini die Arbeit an seiner letzten Oper. Schon die Suche nach einem geeigneten Stoff war ihm aussergewöhnlich schwer gefallen. Der Librettist Renato Simoni stiess ihn schliesslich auf das Märchenspiel "Turandot" des Venezianers Carlo Gozzi. Puccini willigte ein, doch nur unter der Bedingung einschneidender Veränderungen am Charakter der Titelfigur: "Wenn Ihr mir auf diese Fabel eine andere Turandot - phantastisch, poetisch und voll Menschenliebe - machen wollt, komponiere ich sie." Und so geschah es.
Die chinesische Königstochter Turandot, von traumatischen Erinnerungen an das Schicksal einer zur Ehe gezwungenen Ahnin gequält, will sich keinem Mann hingeben. Allen Prinzen, die um ihre Hand anhalten, stellt sie drei Rätsel. Nur wer diese lösen kann, darf sie zur Frau nehmen; wer an der Aufgabe scheitert, ist zum Tode verurteilt. Und da Turandots Rätsel praktisch unlösbar sind, ist die Zahl ihrer Opfer bereits gross. Gegen die flehentliche Bitte seines greisen Vaters und dessen Sklavin Liu, sich nicht in die tödliche Gefahr zu begeben, bewirbt sich der junge Tartarenprinz Kalaf als Freier. Und das Wunder geschieht: Er findet die Lösung aller drei Rätsel. Turandot ist ausser sich. Kalaf aber, der allein ihre Liebe sucht, ist bereit, sie von ihrem Wort zu entbinden, wenn sie bis zum Morgengrauen seinen Namen weiss. Puccini hinterliess die Oper als Fragment. Das grosse Schlussduett von Turandot und Kalaf führte der Komponist und Freund Franco Alfano aus. Arturo Toscanini, der die Uraufführung 1926 dirigierte, brach die Premiere mit dem letzten Originalton Puccinis ab. "Hier endet das Werk des Meisters", teilte er dem Publikum mit, "hier war der Tod stärker als die Kunst." Nach lang anhaltendem Schweigen ertönte ein "Vivat Puccini", und der Jubelsturm brach los.
Musikalische Leitung: Fabrizio Ventura
Inszenierung: Wolfgang Quetes
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Veranstaltung in: Münster
Der Eingebildete Kranke - Städtische Bühnen Münster
Familienoberhaupt Argan ist krank. Zumindest hält er sich dafür und beschäftigt gleich zwei Ärzte und einen Apotheker, die ihm regelmässig Diagnosen stellen und ihre Mittel verabreichen. Die hohen Rechnungen sind Argan allerdings ein Dorn im Auge. Linderung seiner Leiden und optimale medizinische Bertreuung verspricht er sich von der Heirat seiner Tochter Angélique mit dem Sohn eines seiner Ärzte, dem wenig anziehenden Thomas Diaforus, der ebenfalls Mediziner ist. Von diesem Plan hält Angélique nicht viel, zumal sie in den schönen Cléante verliebt ist, der sich in Argans Haus, als Musiklehrer getarnt, zum Stelldichein mit seiner Angebeteten einschleicht. Mit aufbrausendem Temperament ist es Argan gewohnt, seinen Willen durchzusetzen. Doch Toinette, eine Hausangestellte, greift listig in das Geschehen ein.
Damit sind die Voraussetzungen für eine hervorragende Komödie gegeben, die aber auch deutlich mehr zu bieten hat als "nur" meisterhaft verknüpfte Handlungsstränge und Verwicklungen. Molière spielt virtuos mit verschiedenen Themen. Eines davon ist: Es ist nicht unbedingt entscheidend, wie die Dinge wirklich sind, sondern wie wir uns unsere Wirklichkeiten und Ansichten im eigenen Kopf zurechtlegen. So wird schnell deutlich, dass die eigentliche Krankheit Argans die Hypochondrie ist: Seine Krankheit besteht in der Einbildung, krank zu sein. Auch hinsichtlich seiner festen Überzeugung, dass für seine zweite Frau Béline nur die Liebe zählt, hält der Verlauf der Ereignisse eine gehörige Überraschung für Argan bereit. Ausserdem verarbeitet Molière mit komödiantischem Geschick unterschiedliche medizinische Ansichten seiner Zeit und zeigt, wie sehr auch auf diesem Gebiet die jeweilige Überzeugung die Behandlung bestimmt. Nicht nur mit diesem Aspekt landet Molières Komödie zielsicher in unserer Gegenwart.
Molière entwirft - hier zeigt sich die Stärke des Autors, pointierte Charaktere zu zeichnen - ein bestechendes Psychogramm Argans eine grosse Auseinandersetzung mit der Einsamkeit und der Endlichkeit des Menschen. Wobei interessanter Weise das Motiv des Todes bzw. des vorgetäuschten Todes auch der Wahrheitsfindung dient. Nicht zuletzt ein Blick in die Biografie des Autors lässt den Tod als Thema ins Blickfeld rücken. Molière (mit bürgerlichen Namen Jean-Baptiste Poquelin) trat selber in den Hauptrollen seiner Stücke auf, die er seit 1658 am französischen Hof Ludwigs XIV. aufführte. Nach der vierten Aufführung als "eingebildete Kranker" Argan verstarb der grosse Theatermann. "Grosser Theatermann" ist bei Molière alles andere als eine Übertreibung oder ein leichthin angehängtes Attribut. Die kontinuierlichen Aufführungen seiner Stücke seit ihrer Entstehungszeit verweisen auf eine überzeitliche Qualität seiner Stoffe und Theatertexte.
Regie: Markus Kopf
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Aufführung in: Münster
Jan Weiler
Jan Weiler: Jan Weiler wurde 1967 in Düsseldorf geboren. Er arbeitete zunächst als Texter in der Werbung und besuchte dann die Deutsche Journalistenschule in München. Anschliessend arbeitete er von 1994 bis 2005 als Redakteur, Autor und schliesslich Chefredakteur beim Süddeutsche Zeitung Magazin.
2003 entstand aus einer Kurzgeschichte im SZ-Magazin sein erster Roman Maria, ihm schmeckt´s nicht. Das Buch gilt als das erfolgreichste deutsche Romandebüt der vergangenen 20 Jahre. 2005 folgte die Fortsetzung Antonio im Wunderland.
Seit drei Jahren ist Jan Weiler auch als Vorleser zu hören und zu sehen. Sein neues Buch heisst "Drachensaat".
Details zu: Jan Weiler in Münster
Lesungen in: Bremen, Münster
Die Stühle - Städtische Bühnen Münster
"Nein, ich spreche nicht selber heute abend. Ich habe einen Berufsredner bestellt, er spricht in meinem Namen. Du wirst schon sehen." Ein altes Ehepaar bereitet einen grossen Abend vor. Es gilt eine Botschaft zu verkünden - offensichtlich, in den Augen des Paares, das Vermächtnis des Mannes an die Nachwelt. Der eigenen Redekunst misstrauend, engagieren die beiden einen professionellen Redner, dessen Kommen erwartet wird. Eine illustre Gesellschaft findet sich ein, um die Botschaft zu hören. Doch die Gäste bleiben unsichtbar. Aber die beiden Alten verhalten sich, als wären sie da - bitten sie herein, platzieren sie auf Stühlen, mit denen sie den Raum immer mehr voll stellen, und sprechen mit ihnen über das anstehende Ereignis. Selbst der Kaiser trifft ein. Der grosse Augenblick scheint nah. Wird der Redner nach langem Warten tatsächlich auftauchen? Wird seine Mitteilung wirklich so umwerfend und bahnbrechend sein? Kann es die erlösende Botschaft geben? Werden die Alten am Ziel ihrer Wünsche, ihrer Träume und ihres Lebens anlangen?
Eugène Ionesco hat 1952 mit "Die Stühle" eines der bekanntesten Stücke des Absurden Theaters geschaffen. In der kleinen Form und stilistischen Reduktion forschen die Texte nach Möglichkeiten, die Welt zu verstehen, und nach der Position des Menschen in ihr. Sie fragen nach der Notwendigkeit, einen Sinn im Leben zu sehen oder diesen zu suchen. So werden nicht nur die Erkenntnismöglichkeiten des Menschen beleuchtet, sondern auch das Leben zwischen Illusion und Realität sowie die Chancen von Utopien. Weitere Hauptstücke des Absurden Theaters schrieb Ionesco mit "Die kahle Sängerin" (1950) und "Die Nashörner" (1959). In seinem Theaterwerk benutzt er die Mittel der Groteske und der Farce, um auf grundsätzliche Strukturen und Ungereimtheiten (die Absurdität) des menschlichen Daseins hinzuweisen. Ionescos grosse Skepsis gegenüber der Sprache wird deutlich, da er seine Figuren häufig in mechanischen, sinnlosen Floskeln miteinander reden lässt. Die Sprache wird zum Gegenstand von Ritualen, die einen wichtigen Platz auch im Leben des alten Paares in "Die Stühle" ausmachen. Faszinierend, wie Ionesco auf diese radikale Weise die Grundlage für ein absolutes und sinnliches Theatererlebnis schafft, das unterhält und sehr nachdenklich machen kann.
Es scheint paradox, aber dem Autor gelingt es, mit seiner Theaterform, die zu Recht immer wieder als Anti-Theater bezeichnet wird, ein vollständiges Theaterereignis zu kreieren. Mit einer anscheinenden Verweigerung des Theaters steuert Ionesco auf einem Kernziel aller Absichten zu, die das Theater haben kann, nämlich plastisch und treffend Aussagen und Fragen zur menschlichen Existenz vorzustellen.
Regie: Dorothea Paschen
Bühne und Kostüme: Kerstin Bayer
Details zu: Die Stühle - Städtische Bühnen Münster in Münster
Aufführung in: Münster
Nora Oder ein Puppenheim - Städtische Bühnen Münster
Nora ist seit acht Jahren mit Torvald Helmer verheiratet. Sie leben gemeinsam mit ihren drei Kindern und einem Kindermädchen in einer grossen Wohnung. Die Ehe funktioniert; denn Nora weiss, welche Erwartungen sie erfüllen soll, und erfüllt sie gern. Torvald nennt sie sein Vögelchen, seine kleine Zwitscherlerche, sein Leckermäulchen, und Nora weiss, dass er ihren bittenden Worten kaum widerstehen kann. Die bevorstehende Beförderung Torvalds zum Direktor der Aktienbank lässt Nora sich leicht und glücklich fühlen, wie sie ihrer Freundin Kristine überschwänglich erzählt, denn: "Ist es nicht herrlich, ganz viel Geld zu haben und sich keine Sorgen machen zu müssen?". Nora ist stolz; denn sie hat den Grundstein dieses Glückes gelegt, als sie aus Liebe mit einer gefälschten Unterschrift ein Darlehen bei Rechtsanwalt Krogstad aufgenommen hat, um einen Italienaufenthalt zu finanzieren, der Torvald das Leben rettete. Torvald glaubt, dass Noras Vater die Reise finanziert hat. Krogstad, von Noras Mann wegen Betruges gekündigt, entdeckt die Unrechtmässigkeit und erpresst Nora. Sie ist verzweifelt und sieht sich einem Rechtssystem ausgesetzt, das ihren Vorstellungen von Recht und Unrecht absolut widerspricht. Als Torvald davon erfährt, ist nur eines wichtig: Der Schein muss gewahrt sein, es darf keinen dunklen Fleck an der reinen Fassade geben. Nora wird mit Vorwürfen überhäuft. Sie muss sich eingestehen, dass die Liebe, an die sie einst glaubte, keine Rolle mehr spielt und dass sie in einem goldenen Käfig gelebt hat. Ihr Leben hat mit der Realität nichts zu tun, und aus Nora bricht eine Sehnsucht hervor, eine Sehnsucht nach Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit, die ihr Kraft gibt. Und sie formuliert selbstbewusst ihren Willen und fordert Gleichberechtigung, Anerkennung und einen Dialog auf Augenhöhe. Noras Erkenntnis, allein zu sein, sowie der Zerfall ihres kleinen, intakten Weltbildes bewirken, dass sie sich aufrichtet und ohne Rücksicht auf sich selbst und andere ihren eigenen Weg sucht.
Henrik Ibsen erreichte mit "Ein Puppenheim" (1879) seinen ersten internationalen Erfolg. Er verarbeitet darin Themen wie das Verhältnis von Liebe und Ehe, die Emanzipation der Frau und die Lebenslüge der Gesellschaft, Themen, die auch spätere realistische Gesellschaftsdramen von ihm bestimmten: "Gespenster" (1881), "Ein Volksfeind" (1882), "Die Wildente" (1884), "Rosmersholm" (1886), die den Autor weltberühmt und zum meistgespielten Dramatiker seiner Zeit machten.
Regie: Ralf Ebeling
Bühne und Kostüme: Jeremias Vondrlik
Details zu: Nora Oder ein Puppenheim - Städtische Bühnen Münster in Münster
Aufführung in: Münster
Cancionero - Städtische Bühnen Münster
"Cancionero - Liederbuch" ist eine choreographische Reise durch Mittel- und Südamerika. Es erzählt von den Kulturen, die sich auf diesem Kontinent über die Jahrhunderte gleich einem grossem Schmelztiegel entwickelt haben: Von den Ureinwohnern über die gewaltsame Eroberung durch die Spanier bis zu den Einwanderern unseres Jahrhunderts haben sich Einflüsse, Traditionen und Bräuche dieser Menschen zu einer mannigfaltigen und reichen Kultur verwoben. Sie ist gekennzeichnet durch das Nebeneinander von Alt und Neu, von uralten Bräuchen und europäischen Elementen, aber auch von einem stetigen Wandel. So wie sich die Natur in vielen Ländern dort als stark und mächtig erweist und gleich einem Vulkan immer in Bewegung ist, so verhält es sich auch mit den Menschen und ihren Lebensgewohnheiten. Nicht umsonst heisst der Titel der Choreographie "Liederbuch". Denn das "Lied" ist auch Träger und Überbringer des kulturellen Erbes. In ihm werden Geschichten und Ereignisse tradiert und weitergegeben. Neben dem Lied übernimmt auch der Tanz in diesem Zusammenhang eine wichtige Funktion. In den Zeiten der Ureinwohner diente er unter anderem auch dazu, unbegreifliche Rätsel und Tragödien des täglichen Lebens zu überwinden. Mit der Zeit entwickelte sich daraus eine eigenständige Ausdrucksform, die bis heute von grosser Bedeutung ist und in der mittel- und südamerikanischen Kultur einen festen Platz hat. So ist "Cancionero - Liederbuch" eine choreographische Auseinandersetzung mit einer vielfältigen und bunten, fremden und doch zum Teil vertrauten Kultur. Das Stück sucht sowohl nach ihren Ursprüngen, den unterschiedlichen Facetten, als auch nach ihren Eigenheiten und Schönheiten.
Choreographie: Daniel Goldin
"So sieht man die Menschen in Goldins 'Liederbuch' als Unterworfene fremder Mächte. Sie tragen die Ohnmacht auf den Schultern, gehen gekrümmt, verwerfen die Arme in den typischen Folkwang-Bewegungen, die hier aber mit viel weniger Pathos getanzt werden als anderswo. Lebensfreude und Trauer gehen Hand in Hand, auch Angst und Widerstand. ... Getanzt wird zurückhaltend, leicht wippend oder auch mit ausladenden Gesten, ein Hüftschwingen nur erinnert an Lateinamerika, kein Samba, kein Tango, ein Kreiseln der Körper hin und wieder, ein Stampfen der Füsse - der Rest ist europäisch." (Neue Züricher Zeitung)
Details zu: Cancionero - Städtische Bühnen Münster in Münster
Veranstaltung in: Münster
Von Licht und Fremde - Städtische Bühnen Münster
Für die Uraufführung des Tanzabends "Von Licht und Fremde" will sich Daniel Goldin auf die Vielzahl von Eindrücken und Darstellungen verschiedener Künstler einlassen und daraus sein eigenes Bild entstehen lassen. Bereits in Choreographien wie "Stimmen, Hände, brüchige Stille" oder "In Öl und Nebel" hat Daniel Goldin sich mit bildenden Künstlern auseinandergesetzt. Waren es bei der Malerin Käthe Kollwitz der Duktus und die Linienführung der Zeichnungen, die ihn für seine Bewegungssprache interessierten, so setzte er sich für den Abend "In Öl und Nebel" mit dem Leben und Werk des Malers Felix Nussbaum auseinander und kreierte ein sehr persönliches Stück über diesen Künstler.
Auf der Suche nach der Faszination fremder Landschaften und Gegenden, Menschen und Kulturen wird Daniel Goldin sich seinerseits auf die Reise machen. Inspiriert von Gemälden und Zeichnungen wird er seinem Ort der Sehnsucht nachforschen.
Choreographie: Daniel Goldin
Bühne: Matthias Dietrich
Details zu: Von Licht und Fremde - Städtische Bühnen Münster in Münster
Veranstaltung in: Münster
Rathauskonzerte- Städtische Bühnen Münster
Details zu: Rathauskonzerte- Städtische Bühnen Münster in Münster
Konzert in: Münster