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Kultur Wachtendonk

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Kinski Spricht Kinski: Fieber - Tagebuch Eines Aussätzigen

17.12.2008 Nikolai Kinski: Im Sommer 1952, sieben Jahre bevor er die erste und zehn Jahre bevor er die letzte seiner insgesamt 32 (!) Sprechplatten aufnehmen wird, schreibt Klaus Kinski eine Sammlung wütender Gedichte. Sie sind geprägt durch die tiefe Kenntnis der Verse seiner Vorbilder und Seelenverwandten Villon und Rimbaud, aber auch bereits hiesige Vorläufer der amerikanischen Beatnik-Kultur. Doch obwohl Klaus Kinski sich auf der Bühne und auf Schallplatten durch einen beachtlichen Teil der Weltliteratur kämpft, an den Zeilen anderer so lange herumfeilt, bis sie sich in Dumdum-Geschosse verwandelt haben, sich als Literatur-Presley in Deutschland ein Millionenpublikum und die Basis seines späteren Ruhmes erarbeitet, wird er die eigene Lyrik nie vortragen, nicht einmal zur Veröffentlichung bringen.

Erst im Sommer 2001 erscheint der Gedichtband "Fieber - Tagebuch eines Aussätzigen" posthum und erntet ein gewaltiges Medienecho. So rezensiert der "Stern" das "wirklich spannende Buch" mit fünf Sternen, attestiert die "Badische Zeitung", dass "Selbst die wüstesten Blasphemien und Provokationen tadellos gereimt sind", lobt die Sächsische Zeitung das "erstaunliche Niveau der Gedichte", erkennt die Rhein-Zeitung in dem "irren Buch" einen "Klassiker hoher deutschsprachiger Dichtkunst" und kommt der Focus zu dem Schluss, dass Kinskis Verse "von gefährlicher Präzision" und "die literarische Entdeckung des Jahres" sind.

Im Herbst 2001 unternimmt der in Kalifornien englischsprachig aufgewachsene Schauspieler Nikolai Kinski eine erste ausgedehnte Reise in die Heimat seines Vaters. Fasziniert von der deutschen Kultur übersiedelt er zwei Jahre später nach Berlin und lernt seine ersten deutschen Worte. In der Folgezeit gelingt ihm der berufliche Spagat zwischen deutschen TV- und internationalen Kino-Produktionen. Für seine Rolle als Egon Schiele in "Klimt" erhält er 2006 den österreichischen Fernsehpreis "Romy". Sein letzter Theater-Auftritt, in der Doppelrolle des Pentheus und seiner eigenen Mutter Agaue in Euripides´ "Bakchen" fand vor sechs Jahren in New York statt. Mit "KINSKI spricht KINSKI: Fieber - Tagebuch eines Aussätzigen" kehrt Nikolai Kinski auf die Bühne zurück und schliesst die Rezitationslücke, die sein Vater hinterlassen hat.



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Shows Wachtendonk

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Ars Vitalis: Fernwehen

28.11.2008 Ars VitalisArs Vitalis: Drei wunderbar traurige Harlekins, humorvolle Geschichtenerzähler, orchestrale Musiker, musikalische Schlangenbeschwörer, kurz: Ars Vitalis sind umwerfende Artisten der Bühnen- und Lebenskunst. Ihr neues Programm "Fernwehen" ist wieder ein virtuoses, absurd-theatral und komisches, hochmusikalisches und immer wieder neu überraschendes Spiel mit dem Nichtgelingen.

Ars Vitalis sind Klaus Huber, Buddy Sacher und Peter Wilmanns.

"Denn auch nach 27 Jahren bleibt Ars Vitalis das Mass der Dinge in Sachen l´art pour l´art, eine Oase für die von Ernst und Bedeutung verfolgten, ein süchtigmachendes Heilmittel gegen die Aufdringlichkeit der Realität. Man muss nur die entsprechenden Rezeptoren anwerfen und wird für immer verwandelt sein. Wenn Samuel Beckett, Ernst Jandl, Charley Chaplin und Louis Armstrong gemeinsam Kleinkunst gemacht hätten, dann wäre vielleicht das herausgekommen, was Ars Vitalis auf die Bühne zaubert." (Süddeutsche Zeitung)

"Genial, zum Schreien komisch, vor allem göttlich musikalisch. Ars Vitalis sind die heimlichen Titanen des Humors in Deutschland. Eine ähnliche Grösse ist einzig dem ungleich populäreren Helge Schneider zu bescheinigen." (FAZ)


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